Gerichte erkennen Abmahnungen via E-Mail an

Recht, Politik & EU Abmahnungen können durchaus auch ausschließlich per E-Mail verschickt werden. Erste Gerichte, darunter das Landgericht Hamburg, sehen diese Form inzwischen als legitime Form der Zustimmung an. mehr...

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Ich bekomme täglich irgendwelche "Abmahnungen" per Mail, soll ich jetzt jede ernstnehmen?
 
@glumada: Genau das ist das, was soll man da noch als glaubwürdig abstempeln.
 
@glumada: nö. Nur die, die nicht im Spamordner landen. Ansonsten hat der Absender nicht für eine ordnungsgemäße Zustellung gesorgt.
 
@Layor: Leider steht oben genau das Gegenteil, egal wo die Mail landet, wenn im Empfänger deine eMailadresse stand gilt es als zugestellt.
 
@glumada: Viel schlimmer sind doch die täglichen Spammails...
 
@glumada: Oh Mann. Mit einer kostenlosen digitalen Signatur für alle kriegt der Staat nicht in den Griff und öffnet mit solch einem Urteil dafür aber den schwarzen Schafen unter den Juristen Tür und Tor und macht es uns, den Emailnutzern, nun noch schwerer den Spam von wichtigen Emails zu unterscheiden. Die Verwendung von Anti-Spam-Programmen hat, so wie ich das sehe, eh keinen wirklichen Sinn, die Spammails werden nur verschoben, lesen muss man diese (erst recht nach diesem Urteil) aber leider trotzdem, also keine Zeitersparnis, ergo keinen Nutzen. Ich hoffe doch, dass in der Abmahn-Email wenigstens die Form gewahrt bleibt, dass die ladungsfähige Adresse des Abmahnungsempfängers aufgeführt werden muss, dann hätte man wenigstens einen ersten Anhaltspunkt der Ernsthaftigkeit. Eine Email gilt allgemein als unsicher (wie eine Postkarte), da sie an vielen Stellen gelesen werden könnte. Man sollte an dieser Stele gegen so ein Urteil mit Datenschutz und dem schützenswerten Interesse argumentieren, wie ich finde. Hoffentlich kommt nicht auch noch die Abmahn-SMS :-)
 
@usrx: Genau aus diesem Grund wird ja auch ein neuer Personalausweis eingeführt.
 
@darkalucard: Wobei mich wundert, dass hier offensichtlich eine nicht wirklich zulässige Beweislastumkehr eingetreten ist oO Der Empfänger sagt, er hab die Mail nicht erhalten, der Kläger sagt "Doch hast du!!". Damit liegt nach deutschem Recht die Beweislast beim Kläger und der muss nachweisen, dass der Beklagte die Mail tatsächlich erhalten hat... Dass die nun auch an irgendwen anderes ging, ist dabei doch völlig unerheblich und nicht mal ansatzweise als Nachweis tauglich... In der Mathematik gibz dafür hinreichende und notwendige Bedingungen... gell.
 
Naja ob das wirklich so sinnvoll ist bezweifle ich mal. Wenn die Mail nicht an kommt (warum auch immer) bekommt man dann noch schlimmeres unterstellt.

Bin total gegen die eMail Variante.
 
@WarPilot: Das Landgericht Hamburg trifft im Bereich Abmahnungen usw. sehr oft Urteile, die in den weiteren Instanzen gekippt werden. Mach dir keine Sorgen, diese EMail-Variante wird nicht lange gelten. Wenn erst mal die Rechtsanwälte aus dem IT-Bereich sich dieses Falles angenommen haben, werden die den Berufungsinstanzen schon genug Argumente liefern, dieses zu kippen.
 
die sind doch nicht ganz dich. da freuen sich unsere abmahnweltmeister bestimmt ganz dolle.
 
Wir sind Abmahnweltmeister! ____ Los schmeißen wir ne Party!!!
 
@willi_winzig: Endlich kein Porto mehr zahlen. Evtl. verbinden sie es ja mit attraktiven Viagra-Angeboten, damit die Mail sicher im Spam-Ordner landet und die Summe, die die Geier wollen noch höher wird. Ich frage mich, wer diese(r) Richter war(en), der/die sowas entschieden hat/haben. Wie wenig Verständnis muss man dafür eigentlich aufwenden? Unverantwortungslos, dass solche Menschen Urteile über Dinge sprechen, von denen sie keinerlei Ahnung haben.
 
Der Anfang vom Ende - wichtige Dokumente sollten Ausschließlich per Postweg zugestellt werden. Und auch dann nur per Einschreiben. Bitte wo kommen wir hin, wenn jeder mal eben behaupten kann, dass er ne Abmahnung geschickt hat? Zumal solche Mails berechtigterweise nicht ernst genommen werden - jede 2. Spam Mail trägt "Abmahnung" im Betreff. Es MUSS einfach nachgewiesen werden können, dass ein Dokument abgeschickt wurde UND dass der Empfänger dieses Dokument erhalten hat. Alles andere ist ein Rückschritt und führt zu Missbrauch - sonst nichts.
 
@web189: Dem kann ich zu 100% zustimmen. Zumal da immer wieder die Frage auftaucht: an welche Email wurde geschickt? Gibt es die betreffende Mailadresse noch (gerade bei gmx, web und co)?
 
@web189: ich werde ab jetzt auch nur noch per email bei einem gerichtstermin erscheinen... :-)
 
@web189: Irgendwann bekomm ich dann noch meine ärztlichen Bescheinigungen per E-Mail und Schäuble liest mit.
 
@Ghostcat8: nicht nur der :)
 
warum schicken sie die Abmahnung nicht mit ner taube los
 
@Nahasapee24: Die übertragen Krankheiten, dann kann der andere das ganze nicht mehr bezahlen :P
 
@WarPilot: das kann doch sowieso nie wer bezahlen
 
@Nahasapee24: Da müssten dann ja, nach dem Beispiel, zwei Tauben hergenommen werden. Eine fürs Original und eine CC-Taube :).

Kommt die CC-Taube an und landet die andere aufm Herd gilts trotzdem als zugestellt an...

Aber Tauben sind leider zu Teuer in den heutigen Zeiten. Auch Abmahnanwälte müssen sparen. Selbst ne AbmahnSMS (oder MMS mit abfotografierten Dokumenten evtl.?) sind da zu teuer. Eine Taube kann da nach Preis/Leistung erst recht nicht mithalten.
 
@Eccerantus: Wieso, Tauben gibt es in den meisten Städten genug
 
typisch Landgericht Hamburg. Was sitzen da nur für Leute :(
 
@spongebobgaypants: Leute mit SEHR GUTEN Einahmen
 
@spongebobgaypants: Eben. Die Jungs da waren doch schon immer nur Handlanger der Abmahnmafia. Was anderes hätte ich von dem Haufen auch nicht erwartet.
 
@DON666: Wow, solche Anschuldigungen würde ich an Ihrer Stelle nur rauslassen, wenn ich sie sauber nachweisen kann... und selbst dann wohl noch nicht mal. - Erstmal möchte ich aber auf einen Fehler im Text hinweisen: "... diese Form inzwischen als legitime Form der ZUSTELLUNG (nicht 'Zustimmung') an." Zustimmung wäre völliger Blödsinn. Den ganzen Text halte ich weiterhin für ziemlich unausgegoren und teilweise auch sehr irreführend. Nur weil "erste Gerichte" (sehr vage Formulierung) die rein digitale Zustellung nicht beanstanden, heißt das noch lange nicht, dass es rechtlich unbedenklich ist. Ich möchte den Richtern auch gar keine böse Absicht unterstellen. Der absolute Großteil der Juristen kann mit Technik nunmal einfach nichts anfangen. Ich kenne den konkreten Fall dahinter nicht, aber wenn es mein Mandant wäre, würde ich ihm mit hoher Wahrscheinlichkeit empfehlen, den Fall durch die Instanzen zu drücken. So ein Urteil hält einer fachlichen Prüfung einfach nicht stand.
 
@Flash32: DON666 hat nur deutlich beschrieben, was alle über die Jahre hinweg beobachtet haben. Das sind nun mal die Fakten!
 
@Flash32: "Der absolute Großteil der Juristen kann mit Technik nunmal einfach nichts anfangen." Das muss wohl stimmen, wie zahlreiche Urteile mittlerweile und traurigerweise belegen. Man kann ja auch nicht alles wissen, dafür habe ich auch noch Verständnis. Aber warum werden keine Experten bei solchen Prozessen konsultiert/befragt (z.B. Experten des BSI)?! Mich persönlich ärgert, schlicht und ergreifend, die Arroganz dieser Richter über etwas "blind" zu urteilen, ohne überhaupt zu wissen um was es geht und es scheinbar nicht einmal für nötig halten, sich vorher sachkundig zu machen. Für mich haben sich diese Richter, mit ihrem Urteil, selbst ein Armutszeugnis ausgestellt! Kein Wunder also, dass solche Anschuldigungen wie von DON666 aufkommen, erwartet man doch von einem Richter als Person bestimmte Eigenschaften (z.B. Objektivität und damit verbundene Selbsteinschätzung) die in Hamburg bei der Berufung zum Richter scheinbar keine Rolle spielen.
 
@Fusselbär: DON666 nannte die Richter "Handlanger der Abmahnmafia". Das war sowas von übers Ziel hinausgeschossen, dass es schon fast strafrechtliches Ausmaß erreicht. Das auch noch als "Fakten" zu bezeichnen, halte ich für wirklich sehr gewagt. Ich will die Richter damit nicht in Schutz nehmen. Das Urteil IST völlig verfehlt. Aber Sie wollen doch auch nicht für jeden Fehler völlig übertrieben angepöbelt werden, oder? - @usrx: Sie sprechen ein Problem an, an dem ich auch schon seit längerer Zeit fast verzweifle. Quer verteilt über den gesamten IT-(Groß-)Bereich gibt es noch in vielen Feldern ein massives Rechtsprechungsdefizit. Und wenn doch mal etwas entschieden wird, hofft man (auch als Jurist) inständig, dass das Gericht die Sachlage nicht (mal wieder) verkannt hat. (Kompetente) ITler werden leider kaum gehört. Ich bin schon seit Jahren der Auffassung, dass wir eigentlich spezialisierte Computer- und Internetgerichte benötigen. Aber das System ist 1. ziemlich eingefahren und 2. der Gesetzgeber selbst auch völlig unwissend, was IT-Themen angeht (meistens sogar noch schlimmer als die Gerichte). __ Was die Berufung von Richtern angeht: Das Verfahren kann man öffentlich nachvollziehen, wenn man will. Es ist allerdings, leider, genauso objektiv wie die juristischen Staatsexamina... aber das ist ein anderes Thema. __ Was ich bemerkenswert und armselig zugleich finde, ist die Tatsache, dass hier ganz offensichtlich die wenigsten Ahnung vom deutschen Recht haben, den (unsauber geschriebenen) Artikel ohne weitere eigene Gedanken schlucken und anfangen, auf die bösen Juristen im allgemeinen und die Richter im speziellen zu schimpfen. Im Prinzip macht ihr das gleiche wie die (Hamburger) Richter. Sie urteilen mit offensichtlich ungenügender Sachkenntnis, ihr urteilt mit offensichtlich ungenügender Rechtskenntnis. Nur weil ein LG Hamburg irgendwas sagt, heißt das noch lange nicht, dass es die anderen Gericht auch so sehen. Es ist ein Einzelfallurteil, das selbst womöglich noch in der nächsten Instanz gekippt wird. Also ruhig durchatmen und den Artikel hier kritisch lesen und nicht jeden Mist glauben.
 
Typisch wahnwitzig-realitätsfernes Urteil der Internetausdrucker-Gerichte. Ich würde dem Richter empfehlen, einfach mal als Privatperson eine Kündigung eines Vertrages per Mail einzureichen, dann wird er feststellen, das sowas kein Unternehmen kratzt! Sowas schieben die gleich nach /dev/null - da hilft nur Einschreiben. Und ausgerechnet mit grenzwärtigen Abmahnungen soll das jetzt anders sein? Recht hat der, der es sich kaufen kann.
 
@michael_dugan: Da müssen Drogen kreisen in den Ämtern und Gerichten, das ist unglaublich auf was für Ideen die kommen...
 
@web189: Das hat nichts mit Drogen zu tun. Es fehlt der Rechtsprechung (und auch der Lehre) einfach das nötige technische Fachwissen. Das musste ich selbst auch schon mehrfach schmerzlich feststellen. Deswegen sind die Richter aber nicht inkompetent. Sie sind nur mit der Sachlage überfordert. Eigentlich sollte man in Deutschland spezielle Gerichte einrichten, die sich dediziert mit Computer- und Internetfällen beschäftigen. Aber das ist nichts, was man einfach mal so machen kann. Dafür ist die Politik zu träge und auch selbst zu uninformiert. Das Problem wird einfach von den wenigsten überhaupt wahrgenommen.
 
@Flash32: "Sie sind nur mit der Sachlage überfordert." OK, dann sollen die Richter aber bitte Expertenrat einholen. Für mich besitzen diese Richter nicht die persönliche Reife für ihr Amt. Man sollte seine Grenzen kennen und nicht einfach blind und somit verantwortungslos Urteile sprechen! In vielen anderen Bereichen geht es auch nicht ohne Gutachter o.ä.. Richter sind ja schliesslich keine Universalgenies [außer in Hamburg natürlich! :-)] und können ohne die Hilfe sachverständiger Dritter, meistens gar kein objektives Urteil fällen, wie z.B. auch beim Arzthaftungsrecht, weils sie von der Materie keine Ahnung haben, tun es aber trotzdem. - Völlig unreife Persönlichkeiten!
 
@usrx: An sich ein berechtigter Einwand. Leider ist die Praxis einfach noch nicht so weit. Die meisten Gerichte wüssten höchstwahrscheinlich noch nicht mal, wie sie an (glaubwürdige) Experten auf dem Gebiet überhaupt rankommen könnten. Die Lage ist leider nicht so einfach zu lösen, wie es für einen Laien den Anschein macht. Es besteht unzweifelhaft Handlungsbedarf. Allerdings kann man die Richter nicht für alles verantwortlich machen. Wobei ich auch zugeben muss, dass das Hamburger Urteil ein ziemlicher Hammer ist, selbst wenn man entschuldigend einen Mangel an Fachkenntnis annimmt. Ansonsten verweise ich auf o6-re:6 - Meinerseits aber ein klares + an Sie, da Sie sich tatsächlich mit dem Thema kritisch auseinandersetzen, statt nur dümmliche Stammtischparolen herumzubrüllen.
 
@Flash32: Stimmt ich bin weitgehend juristischer Laie. Ich bin Kaufmann und habe durch meine Studium dementsprechend nur juristisches Grundlagenwissen. Einen Gerichtsaal habe ich *gottlob* noch nie von innen gesehen (bzw. sehen müssen). Das immer dichter werdende "Dickicht" der Rechtsprechung macht es einem leider immer schwerer, nicht ins "Fettnäpfchen" zu treten, das ist es was mich und bestimmt viele andere ärgert. Die dt. Justiz ist wohl wirklich noch nicht so weit, leider. Ich finde es sollten wirklich Experten bei solchen Verfahren zu Rate gezogen werden, bspw. Informatikprofessoren oder Experten des BSI, BND, o.ä.. am besten wäre natürlich Ihre Idee aus dem Posting oben: extra IT-Gerichte, gibts ja bei Finanzen, Arbeit und Verwaltung auch, weil das auch so spezielle Sachverhalte sind, dass ein "normaler" Richter nicht wirklich die erforderliche Sachkenntnis hat (bzw. haben kann). Sie verteidigen hier ihre Berufsgruppe sehr sachlich, selbstkritisch und reflekiert, dafür von mir ein +. Viele Grüße.
 
damit sollte man bis zum BGH gehen, da man wirklich jede Spammail mit dem Betreff "Abmahnung" nun öffnen müsste. Das nächstemal sind Jobkündigungen per E-Mail zugelassen, von jeder anderen Kündigung(Mieter) mal abgesehen. Bei Onlineverträgen wäre es ja wohl verständlich.

Das wird wirklich eine Reihe "neuer" Spamwellen geben, ... Kompetenz verfehlt vom Richter als Mensch...
 
@illuminati: Nicht nur als Mensch, auch als Richter
 
@illuminati: Interessant dürfte dann sein, wen nimmt man in Regress, wenn eine als "Abmahnung" gekennzeichnete Mail, sich als Schädlings-Mail entpuppt, die Daten vernichtet oder sogar Hardware bzw. das System generell unbrauchbar macht? Das lässt zumindest erkennen, wie absurd die Tatsache ist.
 
Alles nur damit noch schneller Abgezockt werden kann.
 
Frage dazu: wie wil man zweifelsfrei feststellen, ob sich unter kuhliefumdenteich@arcor.de wirklich Lieschen Müller verbirgt? eine verschickte E-Mail an eine Mail Adresse kann doch niemals eine rechtlich verbindliche Abmahnung darstellen, weil sich im Rahmen der Anonymität doch alles mögliche verschleiert darstellen kann. Zudem müsste ja auch sichergestellt sein, dass der Empfänger einer Mail-Abmahnung, diese auch in zumutbarer Weise zur Kenntnis nehmen kann. Angenommen, ich bin im Urlaub und entschließe mich, mal eben 4 Wochen nicht in meine peter-lustig@aol.de Mailbox zu schauen, um wirklich mal Ruhe und Abstand zu bekommen. Und in dieser Ruhephase trudelt eine Mail mit Abmahnung ein... habe ich also diesbezügl. gleich mal sämtliche Fristen die eine juristische Streitigkeit vielleicht außergerichtlich beilegen könnten, verwirkt... man müsste ja permanent Mails checken und ein Verzeichnis für Name des Personalausweises mit dazugehöriger Mail Adresse, vielleicht mit @deutschland.de müsste es auch geben, um eindeutig sicherzustellen, das es auch um die richtige Person handelt. oder heißt nicht gelesen - nicht bekommen? schließlich kann man als Kanzlei sehr einfach behaupten, man hätte Mail Abmahnungen verschickt und der Empfänger könnte behaupten, ich hab nie was bekommen. wer hat nun mehr REcht?
 
@Rikibu: der der mehr zahlt
 
Was für ein schwachsinniges Urteil
 
Demnächst gibts Abmahnungen via ICQ
 
@maichawkins: Nee... demnächst wirst du garnicht mehr benachrichtigt. Du musst dann einmal stündlich bei einer 0190 Nummer anrufen und selbstständig prüfen, ob du abgemahnt worden bist.
 
@monte: 0900 bitte...aber Danke. Geiler Kommentar. You made my day :)
 
Demnächst werden Abmahnungen via Null-Device von Gerichten, die von nix 'ne Ahnung haben, als legitim erachtet - ahnungslose Wichte, die ihre Macht demonstrieren wollen ... der Richter, der das beschlossen hat, ist definitiv geschmiert worden!!
 
Wurde für solche Dinge nicht De-Mail eingeführt? http://de.wikipedia.org/wiki/De-Mail
 
@krusty: Vielleicht meinten die das ja in Hamburg. Aber De-Mail und e-Mail hören sich so ähnlich an, dass man sich vertan hat ^^
 
@DennisMoore: Tja, selbst SMS haben einen höheren Sicherheitsfaktor beim zustellen als E-Mail. Vielleicht sollte man Abmahnungen in Zukunft einfach per SMS verschicken?
 
@krusty: hab ich das richtig verstanden? da muss ich mir nochmal extra ein postfach einrichten?
 
@Ludacris: Keine Ahnung ich blick bei dem Konzept nicht ganz durch. Das ganze ist jedenfalls viel mehr als eine Weboberfläche für Mails mit "Einschreiben". Ganz schön kompliziert, ob das Erfolg haben wird?
 
@krusty: 160 Zeichen? Zu wenig. Und ne Doppel-SMS ist bei Massenabmahnungen zu teuer :D. E-Mail kostet ja nüschts.
 
Dann müssen aber die Unternehmen, die Mails verschicken einen Ausdruck sichern, der beweist, wann mit welchem Inhalt eine Mail versendet wurde - und natürlich auch an wenn!
 
Lustig, dass die Rechtssprechung andererseits bei Beleidigungen die per eMail erfolgt sind, oft mit dem Grund eine Anklageerhebung abgelehnt hat, eine eMail-Adresse könne nicht eindeutig zu einer Person zugeordnet werden...
 
wow, warum gibts dann spam ordner, wenn man jetzt auch noch dem spam lesen muss...
 
Das ist doch krank. Jeder halbwegs informierte Mensch weiß, dass e-Mail wohl das riskanteste und unzuverlässigste Kommunikationsmittel ist. E-Mail ist zu Zeiten seiner Erfindung (genaugenommen nicht E-Mail sondern SMTP) nie für solche Zwecke gedacht gewesen und somit auch nicht designt worden. Wenn man solche Dokumente schon verschicken will, dann müssen die Dokumente und die E-Mail wenigstens digital signiert sein. Ansonsten seh ich jetzt schon wie sich die Phisher und Spammer die Hände reiben.
 
@DennisMoore: Naja, diese Präzedenzfälle wurden ja von Richtern geschaffen. Sich von diesen fachlich unkundigen Schnarchtüten eine fachlich kompetente Entscheidung zu erwarten, wäre wohl zuviel verlangt. Das kommt eben dabei raus, wenn der Gesetzgeber die Gesetzgebung de facto der vollziehenden Gewalt überlässt. Soviel nur zur Gewaltenteilung in der Realität.
 
grade das Landgericht hamburg muss sich da melden, es ist hat doch eine traurige Berühmtheit in Bezug auf inkompetente Urteile...
Bisher ist es doch so, dass Emails vor Gericht keine Aussagekraft haben, jedenfalls nicht als Beweis. Und was kann der Nutzer dafür, dass der Provider die Email als Spam einteilt.
 
Da sieht man mal wieder was inkompetente Pensionsverwöhnte Gipsgehirne alles anrichten. Ich hab z.B.fast ausschließlich sogen.Wegwerfmailadressen. - Kommt nun dort eine Frechheit an-wie bitte sollte ich je davon erfahren? Die können mich mal!!!!! Gibt auch noch gute Anwälte............
 
Zeigt wieder eindeutig, dass offenbar Leute was zu sagen haben, die von der Materie keine Ahnung haben. Nur weil eine Blinkopie irgendwo ankommt, heoßt das noch lange nicht, dass ich verpflichtet bin, meinen SPAM-ordner einzusehen.
 
Absoluter Schwachsinn... is denen langweilig? Als nächstes kommt dann wohl ein Gesetz, womit man die Mailprovider verklagen kann, wenn eine Mail nicht zugestellt wurde.... In diesem Sinne.... Shift+Del...
 
Per E-Mail Abmahnungen. Prima, nun wird es den Gaunern noch leichter gemacht. Dank der Gerichte. Dass hier eventuell bestochene Richter geurteilt haben, darf auf keinen Fall geäußert werden. Um einer Strafverfolgung aus dem Weg zu gehen, sage ich, dass alle Richter ehrlich sind. Was ich denke, das steht auf einem anderen Blatt.
 
Tja, und was wenn die Technik versagt?
 
@WF: "Erste Gerichte, darunter das Landgericht Hamburg, sehen diese Form inzwischen als legitime Form der Zustimmung an. "

Müsste das nicht "Zustellung" heissen?
 
Habe gerade nochmal Opa und Oma gefragt-die hatten sich vor Jahren mal dsl und nen mailfach andrehen lassen. Wird immer noch abgebucht und ist aktiv aber benutzt haben die ihren PC seit 2 Jahren nicht. Was nun?? Wenn die nun ne Zustellung verpaßt haben..Sindse sicher schuldig zu sprechen!!!!!
 
Wenn Gerichte ungerecht urteilen und die Opfer laut Urteil auch noch verhöhnt werden, dann greifen manche zur Selbstjustiz. Ach so, das ist ja verboten.
 
In Zukunft gibt es Abmahnungen per Kommentar ^^
Hiermit mahne ich alle Vorredner ab, da sie ohne meine Zustimmung etwas geschrieben haben. Bitte jeder 20 EUR plus 999 EUR Anwaltsgebühr auf mein Konto in der Schweiz überweisen. Sonst gibt's Ärger... oder auch nicht ^^
 
Und welche meiner E-Mail Adressen wird dann abgemahnt? Die, auf der eh nur noch Spam kommt und die daher nicht mehr aktiv gelesen wird? Die vom Provider, die ich nicht nutze, weil ich sie beim Providerwechsel verliere? Die zu meiner Domain zugehörige, die scharf gefltert wird? Alles sehr eigenartig. Aber was soll man vom LG Hamburg auch erwarten? Bisher haben die öfter mal solche seltsamen Urteile gefällt.
 
Naja. Ist zum Glück nur ein Landgericht. Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.
 
So sehr ich unsere schöne Stadt Hamburg auch mag...aber die im Landgericht haben echt gewaltig einen am Sender!
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