Mozilla: Gesetze behindern Entwicklung des Internets

Internet & Webdienste Die Chefin von Mozilla hat vor einer Behinderung der weiteren Entwicklung des Internets gewarnt, die durch eine zu starke Regulierung und eine zu strenge Gesetzgebung entstehen könnte. mehr...

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Der Vergleich mit den Straßen in Städten ist sehr treffend. Ein solcher Apell an die Vernunft der Regulierenden würde aber voraussetzen, dass diese sich mit der Sache und den vernunftorientierten Argumenten auseinandersetzen und nicht nur auf ihr Klientel und die Zahlen auf ihrem Konto achten. Desweiteren ist ein gewisses Maß an Kompetenz vonnöten, damit solche Argumente auch verstanden werden können. Das Totschlagargument "Das Internet ist doch was ganz anderes." wird auch hier wieder seinen Platz finden.
 
@WemmZi: Ja kann ich nur zustimmen der vergleich mit dem Straßen in Städten ist, ohne ironie, wirklich, ich mag behaupten: Genial! Wär schön wenn ich die Stadt für den Einbruch bei mir zuhause haftbar machen könnte weil ja zuwenig aufgepasst wird, schön dämlich.
 
@WemmZi: ähhm, auf der Straße wird illegales Treiber (durch "die Stadt") unterbunden. Und das schon seit Jahrhunderten. Wieso nicht auch im Netz? Frei verfügbare Informationen haben absolut nichts mit Machenschaften gemein, bei denen du auf der Straße schon lange lebenslänglich bekommen hättest! Es kann nicht sein, dass jeder machen kann, was er will, und dann auch noch mit der Sicherheit, "mir kann nichts passieren, ich bin ja im Netz" Ein Music-video bei youtube ist illegal und dewegen gesperrt. Aber gegen Kinderpornographie und offensichtiche, hinterlistige u. arglistige Abzocke u.d.g.m wird nur mit samthandschuhen vorgegangen, ...ja gehts noch!?
 
@notme: Da stimme ich mit Dir überein. Ich bin der Meinung, dass die Betreiber versuchen sollten ihre Plattformen "sauber" zu halten. Sie sollten jedoch nicht dafür haftbar gemacht werden, wenn jemand den angebotenen Service mißbraucht und sie diesen Umstand nicht schnell genug beseitigt haben. Von Rechts- oder Gesetzesfreiheit ist ja auch nicht die Rede, sondern von einer Knebelung durch Gesetze.
 
@notme: Es ist ja auch OK, dass das Internet Gesetzen Unterliegt und dass diese mit Strafen verbunden sind.
Jedoch sorgt die Stadt dafür, dass solche Taten auf der Straße geahndet und verfolgt werden (OK, dass sollte der Provider ja auch tun, z.B. durch die herausgabe von IPs etc), aber die Stadt kann nicht zur verantwortung gezogen werden, wenn vll doch irgendwo jemand ausgeaubt wird! Und genau das soll bei den Providern passieren..... Frei nach dem Motti "Wenn wir den User nicht bekommen, dann zahlst ebend Du!" und das kann nicht der Weg sein!
 
@notme: Es geht hier darum, daß die Stadt "versucht" illegales Treiben auf den Straßen zu unterbinden, was sie jedoch nicht immer schafft. Demnach dürfte die Stadt für stattgefundene illegale Taten belangt werden, da sie nicht genügend aufgepasst hätten. Es ist ja nicht so, daß die Provider nicht gewillt wären illegales Treiben zu unterbinden, doch ist es zuviel verlangt, daß sie dann für von ihnen unentdeckte Vergehen belangt werden können. Und es ist nicht Sache der Provider allgemein ungesetzliche Tätigkeiten zu unterbinden, dafür gibt es ja die Staatsgewalt. Und statt sinnloser Stop-Schilder (die ja nur von professionellen Pädokriminellen umgangen werden können :roll: ) sollten die betroffenen Provider dahingehend informiert werden, und schon verschwindet die Seite nach ein paar Stunden aus dem Netz. Bei Wirtschaftskriminalität und privaten Initiativen in diesem Bereich funktioniert es ja auch. Und das Musikvideo bei Youtube wäre meines Erachtens schon wieder eine andere Rechtslage (Zivilrecht: sollte ich mich irren, bitte korrigiert mich).
 
@notme: (+) stimme ich dir voll und ganz zu. Die minus-punkte bekommst du meiner Meinung nach von Personen, die ihre enorm subjektive Meinung in den Vordergrund stellen und sagen "ich will weiter meine Musik kostenlos bekommen und alles andere ist wie knast". Natürlich sind solche Vorschläge wie Stopp-Schilder nicht wirklich Wirksam, aber wir brauchen genau solche Regeln wie (so wie viele hier sagen würden) im Real-Life (obwohl es eig. nur ein Leben gibt aber ok...). Klar wäre es für mich persönlich auch besser, kostenlos alles im Internet zu bekommen und das alles frei ist, andererseits sage ich ist das Internet ein wirtschaftsraum - und wir haben ja gesehen wohin das führt, wenn in einem Wirtschaftsraum keine klaren Regeln definiert sind. Es müsste eher schon bei Themen wie Software-Patente etwas unternommen werden und Unternehmen die Patentanträge stellen, damit aber keine Produkte auf den Markt bringen und dann Unternehmen verklagen die dagegen verstößen. Ohne diese grundsätzlichen Regeln bringt es nichts über so tiefe und detaillierte Regeln zu sprechen, wie "nehmen wir ein Stoppschild" oder "nehmen wir den Server vom Netz". Das erübrigt sich wenn man von außen nach innen vorgeht.
 
@patrick_schnell: Hast du die beiden Kommentare über dir mal gelesen?
 
Mag ja sein. Ein rechtsfreier Raum in dem jeder machen darf was er will kanns aber auch nicht sein. Es braucht schon ein Internetrecht und entsprechende Gesetze. Es ist wie immer das Problem eine Balance zu finden.
 
@DennisMoore: Das Problem ist nicht die Balance. Das Problem ist, dass die Regulierenden das Internet als etwas fremdes Wahrnehmen. Sie beschäftigen sich nicht damit. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum und war es auch nie. Die bestehenden Gesetze und Regelungen müssen nur ihre Anwendung finden. Ein Servicedienstleister sollte nicht dafür verantworlich gemacht werden, wenn jemand den angebotenen Dienst für illegale Zwecke mißbraucht. Um das Beispiel aus dem Artikel aufzugreifen: Für einen Drogendeal ist nicht die Stadt auf deren Straßen er statt findet verantwortlich, sondern die daran beteiligten Personen. Der Busfahrer ist nicht für den Drogenschmuggel verantwortlich, den einer seiner Fahrgäste begeht. ... Mir fallen sicherlich noch mehr Analogien zum Beispiel aus dem Artikel ein.
 
@DennisMoore: Joar, aber wenn beispielsweiße WinFuture verklagt wird, weil ich im Forum Musik weitergegeben hab, kann's das nicht sein...
 
@WemmZi: Es wird ja auch so und so einfach nur der Dienstleister "ergriffen" weil die Suche nach dem einzelnen zu aufwendig ist. Ausserdem verdient der Dienstleister ja daran warum nicht einfach mal an seine Kohle, wenns woanders nicht geht. Ich finde diese Mentalität ja echt zum kotzen.
 
@WemmZi: Die Regulierenden können sich aber fachkundigen Rat holen. Das wird auch gemacht. Vielleicht müßte man das ausweiten. Die Frage wer z.B. bei KiPo haftet war ja auch schonmal aufm Tisch und da haben die Reguilierenden auch gesagt dass es nicht der Zugangsanbieter sein kann und auch nicht der Hosting-Provider. @USA: Darum brauchts z.B. ein Gesetz das regelt wer wann für was haftet.
 
@DennisMoore: Das hat ja Sie ja auch nicht gesagt. Nur das eben die bisherigen Regeln Unsinnig und eher blockierend sind. Wenn wir das Bild der Straßen mal wieder hervor holen, muss die Polizei Streife fahren und wenn etwas passiert ermitteln. Was allerdings auch nicht unbedingt toll wäre, wenn wir alles mit Kameras und Mirkros aufzeichnen und jeder einen Chip zur identifizierung bei sich hat. Das wäre dann nämlich das Netz wie es sich wohl jeder Bundesinnenminister wünscht.
 
@DennisMoore: Ich wüsste nicht das irgendwo steht, dass im Internet geltendes Recht außer Kraft gesetzt ist. es gilt nach wie vor somit stellt sich die Frage warum bezeichnen hier immer wieder Leute das Internet als rechtsfreien Raum? Ansonsten könnte ich ja auch Sagen die Straße ist ein Rechtsfreier Raum, nur da wo gelegentlich ein Ordnungshüter auftaucht ist Recht und Gesetz vertreten.
 
@DennisMoore: Also wenn mit "rechtsfreier Raum" gemeint is, was darf wo wer posten, Stichwort Rechtsextremismus, Islamismus, Antifa,KiPo etc.
Mir ist kein "westliches Land" bekannt, wo es eine vom Staat unabhängige ethische Instanz gibt. (In islamistischen Ländern ja, aber das ist ein anderes Thema...), sobald der Staat das aber alleine beschließt ist das nach meiner Meinung eine sehr fragwürdige Angelegenheit.
 
@DennisMoore: Ein Internetrecht braucht man nicht da es ein solches bereits gibt. Die normalen Gesetze gelten auch in dieser sogenannten virtuellen Welt.
 
@DennisMoore: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Das ist CDU/CSU-Blubb.
 
@DennisMoore: Uhm. Also kann ich die Stadt verklagen, weil auf der Strasse Drogen verkauft werden? Immerhin ist es a) gegen das Gesetz b) auch kein rechtsfreier Raum und c) muss die Stadt ja dafuer sorgen das sowas nicht passiert. Und? Es geht nicht. warum? weils einfach unmoeglich ist es zu verhindern. man sollte versuchen eine Loesung fuer alle zu finden ohne unschuldige immer und immer wieder da mitreinzuziehen, wie es ja oft getan wird.
 
@Antimon: Ich will nur darauf hinaus, dass manche Gesetze wohl die Entwicklung des Internets behindern, aber ohne Gesetze gehts auch nicht. Und da sich das Internet naturgemäß sehr schnell entwickelt kommt die Gesetzgebung nicht mehr mit. Da braucht man aber jetzt nicht rumschimpfen.
 
Welche Chefin bitte? Oder wird ein Vorsitz als Chefposten deklariert?
 
Internetzugriff nur mit Führerschein?
 
@newsman: Denken nur mit Erlaubnis? Dir wurde sie wohl verwehrt..
 
Grundsätzlich bin ich ja auch für ein "freies" Internet, trotzdem hinkt der Vergleich mit den Straßen. Auf öffentlichen Straßen bin ich an die Straßenverkehrsordnung gebunden, ebenso an die Straßenverkehrszulassungsordnung. In Deutschland muss ich Verkehrszeichen und technische Vorschriften beachten, Verstöße werden geahndet. Die Dame darf ja gerne mal versuchen, mit einem GoKart durch München zu fahren... auf ihrem eigenen Grund und Boden darf sie das. Bestraft werde ich aber auch in Deutschland nur, wenn ich erwischt werde - genau wie im Internet. Die Automobilhersteller und Autofahrer können ja auch jammern, dass es in Deutschland die HU/AU sowie den Zwang zur Haftpflichtversicherung gibt - das behindert auch die Entwicklung - nach einem Unfall mit Personenschaden ist der Verursacher aber plötzlich ganz erleichtert darüber, dass er vom Gesetz zu einer Haftpflichtversicherung gezwungen wurde. Und wer Kinder hat ist sicherlich auch nicht traurig darüber, dass in einem Spongebob-Forum keine pornographischen Inhalte eingestellt werden dürfen, oder? Natürlich - und das ist die Bedingung - sollten regulierende Gesetze von Personen ausgearbeitet werden, die mit der Materie vertraut sind, blinder Aktionismus ohne Wirkung (Stopp-Schilder z.B.) sind tatsächlich kontraproduktiv.
 
@Tyndal: Verstoesse werden geahndet... wenn? richtig! Man erwischt wird! :D Ist beim Internet nicht anders. Wenn du nicht erwischt wirst > Glueck. Falls doch > selbst schuld. :)
 
Seh ich ganz genau so. Es hat ein bisschen gedauert, aber jetzt erkennen die ganzen Großkonzerne die Gefahren ihrer sonst ach so tollen Globalisierung. Jetzt wollen sie auf einmal doch nicht so viel Globalisierung, sondern nur so viel, dass sie selbst in ihren Geschäften nicht behindert werden. Aber wehe der Kunde will sich beispielsweise eine Fernsehserie im US-Original anschauen. Da wird er erst mal weggeblockt, wenn seine IP-Adresse aus Deutschland ist.
Und die Regierungen ziehen mittlerweile nach. Bloß nicht zu viel Demokratie, freie Meinungsäußerung oder Informationsfreiheit. Lieber alles zensieren, beschränken und kontrollieren bis zum Erbrechen.
Es ist wirklich erschütternd wie schnell wir uns den Science-Fiction-Filmen annähern, die ein solches Szenerio schon vor zig Jahren gezeigt haben. :-(
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