US-Unis verzichten in Hörsälen auf E-Book-Reader

Notebook Wegen den häufig fehlenden Funktionen für sehbehinderte Studenten bei E-Book-Readern haben sich nun drei US-amerikanische Universitäten dazu entschlossen, bis auf Weiteres auf den Einsatz der Lesegeräte in Hörsälen zu verzichten. mehr...

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Ob man das Script nun vor sich ausgedruckt liegen hat, oder es in Form eines E-Book-Textes liest, ist doch für sehbehinderte Menschen nicht der große Unterschied. Man kann nunmal an jeder Entwicklung etwas schlechtes finden.
 
@BastiB: schon mal was von http://de.wikipedia.org/wiki/Brailleschrift gehört?
 
Warum setzt man nicht einfach beide "Technologien" parallel ein!?
 
@Leihmen: wäre zu einfach!
 
@Leihmen: Weil die Content-Mafia ein Problem damit hat: z.B. beim Kindle wollte Amazon eben eine Vorlesefunktion implementieren, aber da die Contentmafia darauf besteht, dasselbe dasselbe Material an den Kunden zweimal verkaufen zu können (einmal Text, einmal Audio), wurde das wieder entfernt. Der Kunde darf sich Texte für die er bezahlt hat nicht vorlesen lassen und hat sie gefälligst nochmals als Audiobook zu kaufen.
 
@moribund: diese vorlesefunktionen sind aber, gelinde gesagt, noch nicht sehr ausgereift...hör dir doch mal zb so einen artikel auf heise.de(oben auf vorlesen drücken) an...da muß man wirklich manchmal zweimal hinhören, um zu verstehen was gemeint ist...wenn dann auch noch wie in der juristerei viel latein vorkommt, is es bestimmt ganz aus...lustig wird's auch bei fremdsprachlichen fachbegriffen und abkürzungen...von daher und weil es sich bei hörbüchern manchmal schon fast um hörspiele handelt, kein vergleich...
 
@Rulf: "diese vorlesefunktionen sind aber, gelinde gesagt, noch nicht sehr ausgereift..." Stimmt vollkommen, und aus den von mir genannten Gründen wird sich das auch nicht ändern.
 
Wo liegt der Unterschied zu Notebooks in der Uni? Gut ich weis wie es bei mir auf der FH ist, da zocken 80% mit den Notebooks statt am Unterricht teilzunehmen, aber das ist ja deren Sache. Wieso sollte man auf sinnvolle Hilfen verzichten, nur weil einige wenige diese nicht nutzen können? Da müssen sie ja auch sagen " Wir fahren nicht mehr selber mit dem Auto zur Uni, denn das können Blinde ja auch nicht" - oder? Nicht falsch verstehen - ich finde schon, dass Behinderte nicht benachteiligt werden sollen/dürfen - aber manchmal ist das halt schwieriger - und dafür den Fortschritt auf der Strecke zu lassen find ich zumindest hier recht unsinnig.
 
@BigFunny: Ich denke mal, dass die Unis die Firmen und die Entwickler neuer Technologien durch ihren Boycott ein wenig unter Druck setzen wollen, eben diese Technologien auch so zu gestalten, dass benachteiligte Menschen eher was davon haben als es bisher der Fall ist. Find ich richtig so. Irgendwer muss nunmal den ersten Schritt tun! Ich denke, dass es nicht nur um Notebooks an der Uni geht sondern generell um neue Technologien wie eben eBook-reader und diese sind meist zum größten Teil funktionell nur auf nichtbehinderte Menschen ausgelegt und das ist auf Deutsch gesagt SCHEIßE!
 
@$chliemensky: Da hast du nicht ganz unrecht - als Zeichen ist das ja nicht falsch - aber der Markt regelt halt das Angebot - man kann doch nichts mit der " Ich will Kühe"-Mentalität erzwingen - darauf hinweisen wie du meinst ist aber schon ne wirklich gute Idee
 
Die Argumentation der 3 Unis verstehe ich irgendwie nicht?! Warum soll man keine eBook-Reader einsetzen, nur weil es Menschen gibt die eine Behinderung besitzen und diese deshalb nicht nutzen können? Schaffen diese 3 Unis jetzt auch konventionelle Bücher ab, weil sehbehinderte diese nicht lesen können, oder wie? ____ Meiner meinung nach sind eBook-Reader eine tolle Sache, gerade für technische Dokumente und Sachbücher, aber ich ziehe es dennoch weiterhin vor, meine Scripte auszudrucken um darauf auch Notizen und ähnliches vermerken zu können. Außerdem ist meiner Meinung nach angenehmer auf einem Blatt Papier etwas zu lesen als am Bildschirm. Zusätzlich habe ich diese Scripte in aller Regel noch auf meinem Notebook geöffnet, um z.B. schnell mal etwas zu suchen oder so.
 
@seaman: "Außerdem ist meiner Meinung nach angenehmer auf einem Blatt Papier etwas zu lesen als am Bildschirm." - Das soll bei eInk-Displays eben nicht mehr der Fall sein: http://xrl.us/epaper
 
Warum immer "US Unis, US Medien, US Käsekuchen" - ist die US das einzige Maßstab für alles? Wenn die etwas machen oder nicht machen, dann ist das eine riesen Nachricht?
 
@ReVo-: wenn du dir die geschichte der bundesrepublik anschaust: eindeutig ja...
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