GPL-Lizenzverletzung: 14 Unternehmen angeklagt

Recht, Politik & EU Da 14 Unternehmen aus der Unterhaltungsbranche bei diversen Geräten ein Linux einsetzen, ohne den entsprechenden Quellcode zugänglich zu machen, hat das 'Software Freedom Law Center' (SFLC) nun eine Anklage gegen die Firmen eingereicht. mehr...

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"hat das 'Software Freedom Law Center' (SFLC) nun eine Anklage gegen die Firmen eingereicht." So geht das aber nun nicht, dass die nun einfach die Staatsanwaltschaft arbeitslos machen... tz ^^
 
@Patata: Du kennst aber schon den Unterschied zwischen Privatanklagedelikt und Offizialdelikt?
 
@Patata: hmm Geld machen mit dem Geistigen Eigentum anderer :D super Sache das man sich als Firma nicht an die GPL halten muss ... gut das man als Kunde sich an die Werbung der Firmen nicht halten muss :)
 
@CvH: Gegen das Geldverdienen mit GPL Software hat da niemand was, nur den Quellcode müssen die Firmen zur Verfügung stellen.
 
@Patata: Erst informieren, dann klugscheissern
 
In diesem Fall kann es sich allenfalls um eine Klage, nicht um eine Anklage handeln. Angeklagt ist bisher noch niemand, dazu müsste das entsprechende Gericht die Klage erst als ausreichend betrachten und sich dem Fall annehmen. Oder anders... Klage wird eingereicht, Anklage erhoben. Überschrift müsste dann auch eher lauten "GPL-Lizenzverletzung: 14 Unternehmen verklagt"
 
@CvH: "super Sache das man sich als Firma nicht an die GPL halten muss" Die Firmen wurden doch noch garnicht frei gesprochen, also ist noch garnicht entschieden ob sie sich an die GPL halten müssen oder net... hauptsache was rumgeblubbert, wa...
 
@Fusselbär: Das Problem bei der GPL ist, dass damit das gesamte Produkt unter GPL stehen muss und nicht nur der benutzte GPL-Code. Also müssen sie auch eigen entwickelte Teile freigeben, die dann von jedem beliebig wiederverwendet und kopiert werden dürfen. Die GPL ist leider im kommerziellen Bereich ein ziemliches Problem, weswegen die meisten Firmen bei der Entwicklung kommerzieller Produkte darauf verzichten solchen Code zu nutzen und eher auf anderen ausweichen, der z.B. unter BSD- oder Apache-Lizenz steht.
 
Das ist ja mal ne vernünftige Klage :-)
 
@SebastianM: Ja, bin darüber auch restlos erstaunt. Ich dachte bisher, dass die Ami Gerichte mittlerweile zu Comedy-Shows verkommen sind, aber offenbar gibt es doch noch vernünftige Klagen im Hollywood-Land.
 
@seaman: Erstmal steht nirgends ob die Klage zur Verhandlung zugelassen wurde, noch dazu ham die Gerichte doch überhaupt nichts damit zu tun, was für Klagen eingereicht werden. Außerdem gab es weder ne Verhandlung, noch ein Urteil! Wie kannst Du also jetzt schon die Gerichte beurteilen?
 
@SebastianM: In etwas genauso vernünftig wie die Patentklagen. Ist im Prinzip genau das gleiche.
 
@DennisMoore: Patente schützen das eigene geistige Eigentum, die GPL gewährleistet, dass es für alle frei bleibt, also nicht wirklich das selbe Prinzip.
 
@OttONormalUser: Ich meine die Klage. Einmal wurde gegen ne Lizenz verstoßen, einmal gegen ein Patent, welches man hätte lizenzieren müssen. Also für mich im Prinzip dasselbe. Ich habe ja nicht gesagt dass ein Patent und die GPL quasi das selbe sind.
 
@DennisMoore: Wow, man klagt weil jemand unrecht getan hat, also sind eigentlich alle Klagen gleich. Und weiter? Diese Festellung kann man sich dann eigentlich sparen, oder wolltest du doch etwas tiefgreifenderes sagen?
 
@OttONormalUser: Ja, aber das verstehst du eh nicht. Außerdem wolltest du mir nicht mehr antworten. Erinnerst du dich?
 
@DennisMoore: Es war eine Bedingung an das nicht mehr Antworten geknüpft, erinnerst du dich?
 
Kennt noch jemand Matlock? Der war immer cool *g*
 
"Software Freedom Law Center" ist das sowas wie die "Foundation für Recht und Verfassung"? :)
 
@krusty: und gleich fährt Michael Knight bei Samsung, Jvc und so weiter, vor und läd sich mit KITT die Quellcodes aus dem spezial versiegelten Datentresor xD
 
Find ich verrückt, diese Lizenz. Auf der einen Seite ermutigt sie einen die Quellcodes zu nutzen und wenn man das tut kriegt man ne Klage reingewürgt. Dieser Pferdefuß "Du mußt die Quellcodes dann auch wieder veröffentlichen" gehört IMO eigentlich weg. Kommt man da eigentlich nicht drumrum? Wäre es z.B. lizenzwidrig, wenn man ne Opensource-Bibliothek so wie sie ist im Projekt nutzt und dann nur beim Kompilieren patcht? Dann bräuchte man doch eigentlich nur den eh schon veröffentlichten Quellcode zur Verfügung stellen, weil der ja beim Kompilieren noch unverändert ist. Oder muß man seine Patches dann auch veröffentlichen?
 
@DennisMoore: ja muss man. du kannst dir das veroeffentlich nur sparen, wenn du die library nicht veraenderst und nur als shared library(dll) linkst. ansonsten hast du den quellcode vollstaendig und nachkompilierbar zu veroeffentlichen. ich kann dir auch nicht ganz folgen warum das wegfallen solle. steht halt so in der lizenz und pasta. wenn die firmen was anderes wollen, solln sies selber schreiben oder zb. ein projekt mit der BSD lizenz suchen.
 
@DennisMoore: Auszug der GPL (Wikipedia) -> Copyleft-Prinzip: "Alle abgeleiteten Programme eines unter der GPL stehenden Werkes dürfen von Lizenznehmern nur dann verbreitet werden, wenn sie von diesen ebenfalls zu den Bedingungen der GPL lizenziert werden. Dies betrifft nur Lizenznehmer, nicht die Inhaber der Rechte." ..... und Nein, dies gehört nicht weg, denn dann wäre das ganze Prinzip (geben und nehmen) Schwachsinn.
 
@OttONormalUser, @DennisMoore: Gerade dieses Geben und Nehmen-Prinzip ist doch der Sinn von Open-Source. Open Source = offener Quellcode. Open Source heißt nicht, wie vielleicht viele glauben mögen kostenlose Programme. Man darf gerne damit auch Geld verdienen. Das ist sogar erwünscht so. Die einzige Pflicht ist das Bereitstellen des Quellcodes auf Anfrage hin.
 
@slauf: Viele Unternehmen (und ich auch) wollen aber keine Quellcodes veröffentlichen. Somit können sie keine OpenSource-Komponenten verwenden wenn sie nicht unverändert übernommen werden können. "Open Source heißt nicht, wie vielleicht viele glauben mögen kostenlose Programme" ... Das ist mir klar, aber wenn ich den Quellcode für ein Programm von mir, welches OpenSource-Komponenten enthält die ich verändern mußte, verkaufen will, dann ist es IMO kontraproduktiv den Quellcode herauszugeben. Dann könnte sich ja jeder kostenlos seine eigene Version kompilieren und ich verdiene nichts. Mal angenommen Mozilla beschließt den Firefox nicht mehr kostenlos zu vertreiben, sondern nur gegen Geld. Da würde ich doch keinen Cent zahlen, sondern nach Binaries ausschau halten die aus dem frei verfügbaren Quellcode gebaut wurden oder den Firefox selber bauen.
 
@DennisMoore: Was redest du denn für einen Kauderwelsch? Nach deiner Logik dürfte es kein MySQL, SuSe, RatHat, Ubuntu, OpenOffice und diverse andere Programme geben. Du verdienst bei OSS nicht primär am Stück Software, sondern eher am Support. Wenn deine Software einen Nutzen hat, wird man auch den Support zahlen. Daher sehe ich kein Problem den Quellcode offen zu legen. Solang mein Service meinen Kunden überzeugt, können die Anderen nachprogrammieren und "kopieren" wie sie wollen. - Und zwecks deinem Firefoxargument, es gibt einen Fork namens Iceweasel. Also selbst wenn Mozilla Foundation Geld für ihre Produkte sehen wöllte, könnte man aus der letzten offenen und freien Versionen einen weiteren Fork bilden und damit weiter arbeiten. Hauptsache du hast wieder ein paar Krokodilstränen gelassen und dich wieder echauffiert.
 
@DennisMoore: Darum brauchst du auch dafuer ein anderes geschaeftsmodell, open source firmen machen geld in dem sie support leistung verkaufen und die software + quell code eben gratis dazu geben. es ist auch nicht so das du nicht davon profitierst, wenn du einige interessierte leute hast, kannst du auch damit rechnen das deine software von anderen leuten verbessert wird oder fehler gefunden und gefixt werden. was bei closed source unmoeglich ist.
 
@OttONormalUser: Das ganze Prinzip würde sinnvoll werden. Die GPL-Lizenz ist eher eine Lizenz für OpenSource-Fundamentalisten. Wenn ich GPL-Code verwende, dann muss ich meine gesamte Entwicklung freigeben, die jeder beliebig weiterverteilen darf. Ich erinner an die Klage, wie ein Routerhersteller sein Bios als Sourcecode veröffentlichen musste. Die Zwangsveröffentlichung ist nur nett, wenn es ausschließlich um freie Software geht. Als Software-Entwickler würde das für mich den wirtschaftlichen Tod bedeuten, da ich eine Software eigentlich nur 1 mal verkaufen kann. Also kann ich definitiv keinen GPL-Code nutzen. Wenn ich meine entwickelten Tools freigeben will, dann tue ich das auf keinen Fall unter GPL, sondern unter BSD-Lizenz. Denn dann können andere das wirklich frei benutzen und damit sogar in kommerziellen Produkten Gebrauch davon machen. Freut mich doch, wenn die meinen Code gut finden und nutzen.
 
@slauf: Die GPL erlaubt zwar die Abgabe der Software gegen Geld, aber der Kunde darf beliebig die Software weiterverteilen - auch ohne Geld. Und das alles mitsamt aller Sourcen. Das ist so, als wenn einer eine DVD kauft und dann beliebig freie Kopien weiterverteilt - und das legal. Würde die Filmindustrie aber definitiv nicht lustig finden.
 
@rp: Es gibt nur ganz wenige Firmen die im Open Source Bereich Geld verdienen. Die meisten Firmen, die nur auf Support zu OpenSource-Produkten basiert haben, sind relativ schnell wieder pleite gewesen. Meistens läuft es eher so, dass mit dem OpenSource-Bereich nur für den kommerziellen Bereich angefüttert werden soll mit dem man dann sein Geld verdient. Siehe z.B. Suse oder RedHat
 
@Timurlenk: "Die GPL-Lizenz ist eher eine Lizenz für OpenSource-Fundamentalisten" Richtig, das wissen aber alle vorher, und wer damit nicht einverstanden ist, darf halt keinen GPL-Code nehmen. Es gibt ja auch andere Möglichkeiten, die du ja bereits aufgezählt hast.
 
@RobCole: Ich will aber an der Software Geld verdienen. Außerdem gibts durchaus Software deren Quellcode-Veröffentlichung die Grundlage fürs Geschäft wegbrechen lässt, z.B. Kompressionsverfahren. Und das mit dem Forken meine ich ja gerade. Wer würde Firefox kaufen, wenn es haufenweise kostenlose Klone aus diesen Forks gäbe?
 
@DennisMoore: Es geht bei der GPL nicht darum was du willst. Die GPL ist klar definiert und du kannst dich daran stören wie es dir beliebt, sie ändert sich nicht. Wenn es dich stört, dann nutze andere Lizenzen die deinen Anforderungen am nächsten kommen. Es ist ja nicht gerade so, als gäbe es nur 2-3 Lizenztypen. Und ich würde mir Firefox kaufen, wenn sie meinen Ansprüchen näher kämen, was aber seit Version 0.9 definitiv nicht mehr der Fall ist. Da ich also keinen Mehrwert sehe, werde ich auch kein Produkt kaufen. - Nun darfst du gern weiter argumentieren das es zu wenige Kompressionsverfahren gibt (was Unfug ist) oder andere Unternehmen die an alten Geschäftsmodellen sich festklammern zu Grunde gegangen sind, nur ändert es nichts daran das die GPL eine gültige Lizenz ist und man sich daran halten sollte.
 
@DennisMoore: Wenn du unbedingt Geld damit verdienen willst, dich aber vom Quellcode (unter GPL) anderer bedienen willst, musst du auch mit den Bedingungen leben, oder MACH ES SELBST!!
 
@RobCole: Ich werde sie auch unter diesen Bedingungen nicht verwenden, aber meine Meinung dazu darf ich doch wohl noch äußern, oder?
 
@DennisMoore: 1) Du willst DEINE Software verkaufen? Dann schreib DEINE Software selbst! 2) Hast du ein seltsames Verständnis von "Open Source" speziell "Open Source Lizenzen" da es noch andere Lizenzen gibt neben der GPL. 3) Gibts für Leute wie dich, die sich mit Open Source Software bereichern wollen noch immer die BSD Lizenzs u.ä. 4) DIE GPL SORGT DAFÜR DAS FREIE SOFTWARE AUCH FREI BLEIBT!
 
@DennisMoore: Wer sagt das du die GPL-Lizenz nutzen sollst/musst? Und wo steht das du deine Meinung nicht äußern darfst? - Ich sehe erneut nur Krokodilstränen bei dir. Alle Anderen sind schlecht weil alle Anderen nicht so wollen wie du willst. Betreibe Lobbyarbeit, dann kannst du vielleicht die Lemminge nach deinem Weltbild drehen.
 
@root_tux_linux: 1) Also darf ich mit Opensource doch kein Geld verdienen? Jedenfalls nicht ohne auch meinen Code zu veröffentlichen. Das find ich doof (meine Meinung). 2) Ich sag nur meine Meinung zur GPL Ansonsten -> re14. 3) Ebenfalls re14. 4) Wird die Software unfrei weil ich mir ne Kopie ziehe und die in meiner eigenen Software verwende? Nö. @RobCole: Hab ich aus deiner agressiven Art geschlossen. Ich sag halt nur meine Meinung zur GPL.
 
@DennisMoore: 1) Doch, aber du musst die Source veröffentlichen. 2) K 3) K 4) Ja!
 
@Timurlenk: "Wenn ich GPL-Code verwende, dann muss ich meine gesamte Entwicklung freigeben"
Das stimmt so auch nicht, Du musst nur die veränderten Teile des Quellcodes freigeben, damit sie jeder nachvollziehen kann. Du kannst diesen OpenSource-Teil aber dennoch wie bei NVidia und deren proprietären Grafiktreibern für Linux genausogut mit einem ClosedSourceTeil zusammen koppeln. Das verbietet Dir keiner. Jeder soll von den Anpassungen und Veränderungen provitieren können, die als "offener Quellcode" gekennzeichnet sind. Der Markt lebt schließlich auch von Anpassungen und Veränderungen.
 
Richtig so, die GPL schreibt nicht umsonst vor, dass man den Quellcode veröffentlichen muss, wenn man sich an Code bedient welcher der GPL unterliegt. Ist schon eine Frechheit, dass gerade auch Unternehmen welche wiederum wiederum beim DRM-Wahn mitziehen, um den Diebstahl von Eigentum zu schützen, sich selbst frech bedienen ohne sich an irgendwelche Lizenzbestimmungen zu halten.

Wenn man schon Geld damit verdient, was ja laut der GPL legitim wäre, dann sollte man doch wenigstens so Fair sein und seine Änderungen, die aber erst durch die Grundlagen anderer ermöglicht wurden veröffentlichen.
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