BGH stärkt Verbraucherrechte beim Online-Handel

Recht, Politik & EU Im Internet handelnde Unternehmen müssen ihre Kunden unmissverständlich und vollständig über ihr Widerrufsrecht aufklären. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) entschieden. mehr...

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Na da wird es doch sicher wieder zu Mißbrauchsfällen durch den Kunden kommen.
 
@Kv17: Was weit weniger schlimm sein dürfte, als Missbrauch durch Händler. eBay ist ohnehin mehr Bekannt, durch Rechtsstreitigkeiten aller Art, als durch guten ehrlichen Handel. Frei nach IKEA: "Verkaufst Du noch oder eBaytrügst Du schon?"
 
@Kv17: Wenn man alles wegen irgendwelchen Mißbrauchsfällen für alle Menschen abschaffen würde, dann würden wir ganzschön leer dastehen.
 
@Kv17: Es gibt bei beiden Seiten Missbräuche. Sowohl bei Käufern, als auch bei Verkäufer. Aber irgendwie gibt es ja auch noch ein Verbraucherschutz.
 
@Kv17 + Kobold-HH: Ihr habt beide Recht und auch wieder nicht. Grundsätzlich ist der Onlinehandel schon sehr gut geregelt und bei Ebay kann man, solange man als Käufer einen gesunden Menschenverstand hat, auch ziemlich beruhigt Einkaufen. Unseriöse Geschäftpartner gibt es im Übrigen überall, nicht nur auf Ebay und Consorten.
 
Kürzlich hatte doch erst so ein Lobbyfuzzy die Frechheit besessen, weitere Beschneidungen der Verbraucherrechte zu fordern. Gut dass der BGH das noch mal klarstellt.
 
@Cremeseife: Ich geb dir einfach mal ein Minus.
 
Was muss ich jetzt genau auf die Seite schreiben, wenn ich einen Onlineshop betreibe? "Sie können Ihre Ware binnen 30 Tagen zurücksenden, sollte Sie Ihren Erwartungen nicht entsprechen?" oder wie?
 
@Ensign Joe: DU gibst es dem Kunden für 30 Tage, ohnevorrauszahlung, er darf es nutzen wie er will und dann darf er es dir zurückgeben. Das Endet mit dem Online Handel wie mit dem verkorksten Mieterrecht...
 
@Demiurg: Das ist Quatsch! Habe vor ein paar Tagen noch gelesen, dass das Widerrufsrecht gelockert werden soll. Soll heißen. Nach dem Fernabgesetzt hat man sogar die Möglichkeit Winterreifen zu kaufen, diese zu nutzten und nach 30 Tagen wieder dem Händler zu geben. Dies ist, bzw. soll in Zukkunft nicht mehr möglich sein. Ich für meinen Teil biete als Privatverkäufer jedem Käufer ein Rückgaberecht ein, wenn ihm die Ware nicht gefällt.
 
Eigentlich stärkt der BGH die Verbraucherrechte nicht. Er hat nur entschieden, dass die Informationsauskunft u.a. für Wertersatz nicht ausreicht, wenn Sie nur auf der Webseite angezeigt werden. Diese müssen dem Kunden in Textform vor dem Kauf mitgeteilt werden. Es geht darum, das Kunden Ware nicht nur "testen", sondern "nutzen". Durch das "nutzen" entstehen Gebrauchsspuren/ Kratzer, die Ware wird nicht komplett zurück geschickt, weswegen die Händler Wertersatz möchten. Damit der Kunde weiß, wie dieser Wertersatz bzw. der Nutzwertersatz aussieht, soll diese Angabe eben entsprechend dem Kunden mitgeteilt werden. Andernfalls hat der Händler keinen Anspruch auf den Ersatz. Das hat das BGH auch nicht einfach so entschieden, sondern steht eigentlich auch so im BGB, in dem die Richter wohl mal nachgeschaut haben.
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