Palm wegen GPL-Verletzung im Palm Pre verklagt

Recht, Politik & EU Der Smartphone-Hersteller Palm soll mit dem PDF-Viewer im Palm Pre gegen die Open Source-Lizenz GPL verstoßen. Die Firma Artifex reichte deshalb nun eine Klage gegen das Unternehmen ein. mehr...

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Hier gilt ganz einfach das, was bei jeder Lizenz zu beachten ist - egal ob sie aus dem kommerziellen, dem OpenSource- oder sonstwas für einem Umfeld stammt. Solange sie rechtskräftig anerkannt ist (was bei der GPL der Fall ist), muss sie eben befolgt und beachtet werden, mit all ihren Rechten und Pflichten. War doch das Gleiche mit dem MS-Tool vor kurzem - und da muss ich auch sagen, dass MS da wirklich gut gehandelt hat.
 
@Mordy: Ist aber schon schade dass die Lizenz so auslegbar ist. Trägt nicht gerade zur Adaption von OpenSource-Code bei.
 
@DennisMoore: Ich glaube bei muPDF wird weniger auf Adaption gesetzt, sondern das man leichter an Kunden kommt (diese können die Software kostenlos in vollem Umfang testen und einen Blick hinter die Kulissen werfen).
 
@DennisMoore: Die Lizenzen sind eh nicht das größte Problem in der Software-Entwicklung - das ist immer noch dieser alberne Patentier-Wahn! Jeder Hinz und Kunz meint, er könnte jede noch so abstruse Version von einer noch so simplen Idee patentieren lassen zu können. Als Software-Entwickler steht man ja eh schon mit einem Bein im Knast... deswegen mache ich das ja auch nicht mehr (zumindest nicht beruflich) - weitere Gründe sind natürlich schlechte Bezahlung und viel zu viel Stress für´s Geld. :)
 
@Mordy: Ich finde das Problem hier ist, dass einem suggeriert wird "Open"-Source könnte man ganz einfach anschauen und ggf. verwenden. Ist aber nicht so. Die Lizenz bietet IMHO genausoviele Fallstricke wie andere Lizenzmodelle, nur in anderen Bereichen.
 
@DennisMoore: Natürlich ist das so. Du musst eben das was du daraus machst wieder unter die gleiche Lizenz stellen. Jeder kann Coder der unter der GPL steht frei verwenden, verbrieten, kopieren und verändern. Die Bedingung ist aber dass man das Resultat auch wieder unter der GPL frei zur Verfügung stellt.

Das was Palm hier gemacht hat (wenn es denn stimmt, was erst vom Gericht bestätigt werden muss) ist enfach nur assozial. Da stellt jemand sein Programm frei zur Verfügung, und was machen die? Die nehmen es, verändern es, verdienen Geld damit, aber wollen selbst die Änderungen die sie gemacht haben nicht offenlegen. Es verlangt ja niemand Geld von Palm, sondern nur dass sie den Code eben auch wieder frei zur Verfügung stellen.
 
@ElLun3s: Tja, das ist für mich nichts halbes und nichts ganzes. Entweder der Code ist frei, oder er ist es nicht. Diese ganzen Ausnahmen und Bedingungen zwischendrin machen das ganze unnötig kompliziert, finde ich. Mag aber an meiner Grundeinstellung liegen, in der nicht vorgesehen ist eigene Entwicklungen einfach so "frei" weiterzugeben.
 
@DennisMoore: Du willst BSD Lizenzen. Es steht Dir frei eigenen Code unter der BSD Lizenz zu entwickeln und zu veröffentlichen. Wenn Du aber GPL Code verwenden willst, dann hast Du dich auch an die GNU General Public License zu halten.
 
@Fusselbär: Ich will ne Lizenz wo ich veröffentlichten Code nutzen und damit Geld verdienen kann ohne ihn wieder veröffentlichen zu müssen. Wenn die BSD-Lizenz das kann, dann bitte gern.
 
afaik ist das quatsch was in der news steht. Sobald gplzeug irgendwie gelinkt oder im Programm verankert wird, dann muss das Endprodukt auch gpl sein.
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