Vodafone: Milliarden-Abschreibung spart Steuern

Wirtschaft & Firmen Der Mobilfunkbetreiber Vodafone erspart sich die Nachzahlung einer größeren Summe an Steuern. Mehrere Jahre hatte man mit den Behörden um eine Abschreibung auf den Unternehmenswert gefeilscht. mehr...

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Wieder mal eine schallende Ohrfeige für den normalen Steuerzahler!
 
@Bombenleger: "fielen die Aktienkurse allerdings deutlich und der Firmenwert musste weit nach unten korrigiert werden" Da sind tatsächliche Verluste entstanden! Wenn du dir für deinen Job für 10.000 Euro im Jahr Fachliteratur kaufst, kannst du das auch absetzen. Also den steuerlichen Teil. Die 10.000 Euro sind aber erst mal ausgegeben, deine Steuerlast schmälert das um ein paar Zehner oder Hunderter.
 
@satyris: Das unternehmerische Risiko fallender Aktienkurse wird also auf Kosten der Staatskasse ausgeglichen. Warum wundere ich mich überhaupt noch, die Banker dürfen ja auch alles ungestraft gegen die Wand fahren.
 
@Bombenleger: Für Gewinne werden Steuern gezahlt. Verluste können da gegen gerechnet werden. Das sich manche Unternehmen steuerlich arm rechnen ist leider ein Nebeneffekt, dem ein Riegel vorgeschoben werden muss. Aber zu viel gezahlte Steuern lässt du dir ja nach der Steuererklärung im Folgejahr auch erstatten.
 
@Bombenleger: bla bla... Das Gesetz ZWINGT vodafone dazu, den Firmenwert anzugleichen, WENN eine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Die Telekom hat das mit ihren Immobilien NICHT gemacht und damit Stärke in den Bilanzen vorgetäuscht, wo keine Stärke war. Da haben auch alle "Buh!" gerufen. Also egal wie es ein Unternehmen macht, der Bürger ist immer dagegen. Vodafone könnte ja den alten Wert stehen lassen - du als potentieller Aktionär glaubst dann, dass die Firma ganz viel wert ist (laut Bilanz) und schreist dann nach Vergeltung, wenn später herauskommt, dass die Firma diesen Wert nicht hat und die Kurse fallen. Wie hoch nun der tatsächliche Wertverlust ist, hängt von der Betrachtungsweise ab, daher die Diskussion zwischen Finanzamt und Unternehmen. STEIGEN die Kurse wieder dauerhaft, muss vodafone das später wieder als Gewinn ausweisen und die Steuern darauf abführen. Nur mal nebenbei erwähnt: Wenn du dir Aktien kaufst, musst du realisierte Kursgewinne / gezahlte Dividenden versteuern. FALLEN die Aktien, kannst du das steuerlich geltend machen. Also wirst nicht ungerecht behandelt im Vergleich zu Unternehmen. Hier wie da gilt allerdings: Nur was an Steuern bezahlt wurde, kann wiedergeholt werden. Also nix mit staatlicher Subvention, du bekommst niemals eine Steuererstattung, wenn keine Steuern geflossen sind.
 
@satyris und @Tyndal: Die gängige Praxis ist mir durchaus bekannt, verhindert jedoch nicht, dass sich bei mir ein schaler Nachgeschmack einstellt.
 
@satyris: Aktienwerte sind virtuelle Werte, mehr nicht. Globale Konzerne wie Vodafone verrechnen deutsche Gewinne mit Verlusten aus Geschäften in anderen Ländern. Dafür soll der Steuerzahler geradestehen? Wenn ich mir Fachliteratur für 10.000 Euro kaufe, habe ich was dafür getan, mich weiterzuentwickeln. Warum assoziierst Du das mit dem Fallen von Aktienkursen beim Schneeballsystem "Börse"?
 
@Bombenleger: "Zwar müssten keine Steuern nachgezahlt werden, der Konzern erhält aber auch kein Geld zurück" ... Ja, diese Ohrfeige tut mir immer noch weh *rolleyes* ... Lesen ist eine Sache, verstehen eine andere.
 
@mcbit: Aktienwerte sind virtuelle Werte, richtig. Und auf (virtuelle) Aktiengewinne müssen auch Steuern gezahlt werden. Ich sage ja auch, dass sich Unternehmen nicht künstlich arm rechnen dürfen (bzw. dass es endlich zu unterbinden gilt). Aber wo tatsächliche Verluste entstanden sind, sind auch keine Steuern zu Zahlen bzw. zu viel gezahlte Steuern zu erstatten.
 
@satyris: Es sind ja keine tatsächlichen Verluste entstanden. Der Aktienkurs und somit der Wert des Unternehmens ist lange zeit gepusht worden. Das Korrigieren auf reale Werte ist lange überfällig. Und wieviel Steuern hat Vodafone denn gezahlt? Soweit ich weiß, haben die die letzten Jahre schon gerechnet und verschoben.
 
@satyris: Soweit ich mich erinnere, wurde Mannesmann bis auf die Sahnehäubchen zerfleddert und von Vodafon als reines Abschreibungsobjekt
übernommen.
 
@Bombenleger: Nicht nur das, der Aktienkurs wurde kurz für der Übernahme gepusht, das ging gar nicht. keine Wunder, die Akteure bei mannesmann hatten im Vertrag tolle Bonuszahlungen zu erwarten, wenn der Aktienkurs steige.
 
@Bombenleger: Ich hab mal n Referat über Unternehmensfusionen gehalten, und genau da hab ich auch die Mannesmann-Vodafone "Fusion" bzw den Aufkauf erwähnt. Aber da sieht man mal wieder, was die durch Abschreibungen alles erreichen können. Im Rechnungswesen sieht man das auch. Einfach alle bis auf einen Euro abschreiben, die Steuern zurückkassieren und bäm.
 
180 Milliarden? Alter Falter.
 
Klar doch! Erst jagt man mit der Bekanntgabe und dem tatsächlichen Kauf der Mannesmann-Aktien den Kurs in schwindelnde Höhen, übernimmt den Konzern, filetiert ihn in portionsweise Häppchen, behält die Mobilfunksparte und lässt den Rest vor die Hunde gehen bzw. aushungern. Folge: der Wert sinkt wieder auf das angemessene oder sogar ein unterbewertetes Maß - und die Zeche soll mit Milliarden-Abschreibungen dann auch noch der Staat, sprich der SteuerZAHLER, zahlen? Danke, das ist genau das Verhalten, das man Raubtierkapitalismus nennt, und uns u.a. auch die aktuelle Krise eingebrockt hat! Hätte ja noch gefehlt, dass Voodooföhn Geld vom Staat kassiert hätte. So sind wir zumindest mit einem blauen Auge davon gekommen. Dennoch zum Kotzen!!!
 
@Tjell: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren - Und die Regierung spielt mit. Aber für Bildung ist kein Geld da.
 
@Tjell: so gut ich deinen Kommentar auch verstehen kann, aber zur Hölle, welche krise? is doch alles hausgemachte Propaganda... schau mal in den Osten unseres Landes, da ist seit Jahren Krise, nachdem die westdeutsche Industrie potentielle Konkurrenz platt gemacht hat. die kennens da gar nicht anders, und jetzt wird, weil das wirtschaftliche Niveau sich auf ganz Deutschland quasi angleicht, gejammert auf hohem Niveau. Zumal es in vielen Branchen keine Krise gab, wir hatten zb. mehr Aufträge als im Vorjahr und nix von Krise zu befürchten. die krise ist eher ein folgeprodukt von missmanagement und gierhälsigkeit, als das der angeblich eingebrochenen nachfrage. das system funktioniert eben nur so lange wie ein gleichgewicht herscht, und das wurde durch banken und co. ziemlich ins wackeln gebracht - langfristig - nicht erst ende 2008... soll mir keiner erzählen man hätte das nicht voraussehen können, wenn es doch so schlimm ist... meine meinung ist, alles gezielt gesteuert und der kleine muss den hintern dafür hinhalten... so siehts doch aus. von den konjunkturprogrammen merkt keiner was, autoindustrie bekommt millionenaufträge zugeschanst, obwohl die an innovatinslosigkeit in den letzten jahren nicht zu überbieten sind und zurecht schlechte zahlen abliefern, und was macht unsere bückling regierung? schiebt denen das geld fürs nix tun in den allerwertesten, klar, man generiert dadurch große wählerschaften weil man dadurch suggeriert, arbeitsplätze zu sichern. welche drecksspiele aber wirklich ablaufen, erkennt man an general motors, opel diesem hickhack und dem schlag ins gesicht der politik. das stört aber nicht, so lange alle fleißig mitverdienen und die staatsverschuldung auf ein neues level steigt. prestige, image, heuchlerische wohltätigkeit, das zieht. mehr als pr ist das nicht. während der mittelstand der konsumieren will, nix davon hat. schließlich dreht sich beim konsum nicht alles um überbewertete rostlauben von arroganten konzernen. die machtzirkel sind total verdreht und im grunde ist alles inzest...
 
@Rikibu: Du machst einen naheliegenden Denkfehler: Krise = nur Deutschland betrachten. Schau Dich mal weltweit um. Ich formuliere es mal mit wenigen beispielhaften Stichworten, die alle seit langem und immer noch aktuell sind, weil dort noch viel weltfinanzpolitische Sprengwirkung drin steckt: Staatshaushalte baltischer Staaten, Island, Rumänien, Dubai, Immobiliensektor der USA etc. pp. ... man muss nur die Wirtschaftsnachrichten hin und wieder lesen, um zu ahnen, dass wir uns in Deutschland noch nicht sicher fühlen können, ob nicht doch noch das Dicke Ende folgt.
 
@Tjell: was in anderen Ländern abgeht interessiert mich nich wirklich da ich die geschehnisse dort eh nich steuern kann. schuld sind doch andere Industrielle die in fremden Ländern und Märkten wildern und das gleichgewicht stören.
 
@Menschenhasser: Also entweder Aasgeier oder Assgeier:-)
 
@mcbit: Ich weiss nicht wie das Deutsche Wort richtig geschrieben wird .
 
@Menschenhasser: Jetzt schon:-)
 
@Menschenhasser: Asgard?
 
@mcbit: Ok danke .
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