Bester SETI@Home-Unterstützer wurde entlassen

Recht, Politik & EU Die Unterstützung des Distributed Computing-Projekts SETI@home hat für Brad Niesluchowski, den Technikchef der Schulbehörde von Gilbert im US-Bundesstaat Arizona, Konsequenzen. mehr...

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Wenn er die sieben Kinder alle selbst produziert hat, wird er auch nicht viel Zeit gehabt haben, sich privat mit dem Projekt zu beschäftigen :-)
Aber im Ernst: Ich möchte den Fall nicht entscheiden müssen (wird ja wohl vor einem Arbeitsgericht landen, hoffe ich). Wenn er eigenmächtig gehandelt hat finde ich die Kündigung vollkommen gerechtfertigt. Wenn er aber wirklich von einem früheren Leiter die Erlaubnis hatte (was aber wohl in so einem Fall kaum schriftlich festgehalten wurde) wirds schwieriger. Wobei es mich schon wundert, dass es bisher kaum einen gestört hat, dass die Rechner immer auf Anschlag vor sich hin pusteten, selbst wenn es auf IDLE-Berechnung eingestellt war und nicht all zu sehr beim Arbeiten aus gebremst hat, so werden doch die Lüfter ständig auf Hochtouren gearbeitet haben.
 
@satyris: Ich glaube, die BOINC-Software verhindert, daß der Rechner in den Schlafmodus geht. Jedenfalls war das damals bei Vista so, und deswegen hatte ich die Software auch wieder deinstalliert. Frißt zu viel Strom. Allgemein fand ich die Software, als das Projekt startete, besser. Bei der jetzigen wurde immer der Rechner, wenn auch nur für wenige Sekunden, ausgebremst, egal was ich eingestellt hatte. Und die Berechnung über die GraKa lief auch nicht rund, trotz guter Karte und aktueller Treiber.
 
@satyris:
Allgemein sorgt die Software ja dafür, dass die CPU immer voll ausgelastet ist und sich daher nie runtertaktet. Allein dadurch dürfte der Stromverbrauch der Rechner schon ein gutes Stück angestiegen sein und bei 5000 Rechnern kommt da schon einiges zusammen.
 
@satyris: ich habe selbst SETI auf allen meinen Rechnern, geschwindigkeitsmässig man merkt nichts, selbst beim Spielen. Und zu den Lüftern auf Hochtouren: dass die Lüfter geregelt sind ist eher was neues. Bis vor ein paar Jahren liefen die immer @12V und keiner hat sich darüber aufgeregt, vielleicht etwas wegen dem Lärm, aber die Sorgen um die Lebensdauer, wie von vielen hier angedeutet wird, sind ne ganz neue Mode. _____ @Michael41a: nein sie verhindert keinen Standby/Ruhezustand. Ob der Rechner beim Start kurz ausgebremst wird hängt nach meiner Erfahrung vom Projekt ab: bei Rosetta@Home werden beim Start viele Archive entpackt, da ist die Platte nun mal mit beschäftigt, ist aber nur für 1-2 Sekunden. Bei Seti hat man sowas garnicht.
 
@Chris81: seit wann takten sich die CPUs runter? Und seit wann wird in Schulen neuste Hardware benutzt? Bei uns an der Uni erlaubt man nicht mal den neuen Rechner sich runterzutakten, da die ein falsches Energieprofil gewählt haben.
 
@Link: In welchem Zussammenhang stehen Dein erster und letzter Satz? Takten sich die CPUs nun runter oder nicht?
 
@Link:
Die Technik gibt es seit 2003 aber wenn die Rechner dort 10 Jahre alt waren, dann können sie es natürlich nicht. Die Rechner hier bei uns in der Firma sind auch nicht gerade die neuesten aber die takten sich im Idle alle auf 1000 Mhz runter.
 
@F98: heutzutage, richtige Konfiguration der Energieoptionen vorausgesetzt, ja. Nun wird hier aber ein Zeitraum von knapp 10 Jahren betrachtet, die Computer, mit denen er bei SETI angefangen hat, hatten die Möglichkeit nicht, sie liefen immer bei voller Geschwindigkeit und da ist der Unterschied im Energieverbrauch zwischen Vollast und Däumchendrehen relativ gering, kenn das von meinem AthlonXP. Deshalb muss man bei der Überlegung was da für zusätzliche Kosten entstanden sind auch sowas berücksichtigen.
 
@Chris81: selbst wenn die Rechner, die die dort jetzt haben das können, all zu lange wird das nicht sein. Und erst für die Rechner kann man darüber reden, wie viel zusätzlich sie verbraucht haben.
 
@satyris: Eine Frechheit ist es doch eher, daß die Schulbehördenleiterin der Meinung ist, daß für ein Krebsprojekt das ganze in Ordnung sei, aber die wissenschaftliche nach außerirdischer Intelligenz schwachsinn wäre. Das ist Willkür und nichts anderes. Sie wollte ihn loswerden, aus welchen Gründen auch immer, und hier hat sie ein Mittel gefunden das zu bewerkstelligen.
 
Verschleiss von Hardware? Sind da die freien Elektonen permanent durch die Leiterbahnen gerauscht, dass sie "Fahrspuren" hinterlassen haben, welche mühsam repariert werden mussten? Ähnlich den Schlaglöchern auf der Autobahn? - Aber wehe, die Auswertung des astronomischen Rauschens hätte ein positives Ergebnis zu Tage gebracht, dann hätte sich die Schulbehörde aber schon im Medienlicht gesonnt, als "Erfinder" des erstern Kontaktes.
 
@Kobold-HH: Mehr fällt Dir bei "Verschleiß" nicht ein? Nicht einmal die Lager etwaiger Lüfter?
 
@Kobold-HH: Lüfter, Netzteil, Festplatten die nicht für 24/7 ausgelegt waren... Es gibt viele Komponenten in Desktoprechnern, die nicht für einen Dauerbetrieb ausgelegt sind und dann schneller als geplant getauscht werden müssen. Und nicht zu verachten sind wohl auch die Stromkosten bei 5.000 Rechnern.
 
@Kobold-HH: du laberst zwar totalen müll, aber hast unbewusst recht. so was nennt sich ELEKTROMIGRATION. je kleiner die fertigungsstruktur, desto problematischer wird es.

seit dem pentium4 ist das wirklich ein erntzunehmendes problem bezüglich der alterung von CPUs.
 
@orioon: Ich habe nicht nur unbewusst Recht, ich habe von den physischen Grundlagen (berufsbedingt) auch etwas Ahnung. Allerdings ist dies kein Grund beleidigend zu werden. Danke.
 
@Kobold-HH: Die Prozessoren konnten nicht in den Energiesparmodus, die Spannung nicht senken. Somit besteht schon ein erhöhter Verschleiß.
 
@orioon: nimm dei' Medikamente und halt die Klappe
 
Also ich kenne mich nicht mit dem US-Arbeitsrecht aus, aber "Technikchef"? Also der wird nicht völlig überraschend morgens seine Kündigung im Briefkasten haben. Des weiteren "E.T. Nach Hause telefonieren" ob das Projekt überhaupt jemals irgendwas liefert ist auch sehr fragwürdig, aufgrund der Methode wie die Signale aufgezeichnet werden. Das kann noch 20 Jahre laufen, ohne Ergebnis aber mit der Einsicht dass die Ausgangsdaten falsch waren. Da gibt es bei BOINC andere Projekte die wenigsten Ergebnisse liefern.
 
@Lastwebpage:
Die Aussichten auf Erfolg sind wohl extrem gering. Im Grunde ist das ganze Projekt nur Stromverschwendung.
 
@Chris81: Ich mache zwar bei dem Projekt nicht mehr mit, aber halte das Vorhaben für keine "Strom- bzw Zeitverschendung". Der Kosten- und Stromaufwand stehen im keinen Verhältnis zum "möglicherweise" eintretenen "Gewinn".
 
@Cornelis: Der Gewinn, den wir durch SETI@Home bereits jetzt haben, ist die BOINC-Plattform, die von vielen anderen Projekten benutzt wird. Und durch die sehr große Anzahl an Usern trägt es immer noch zur Verbesserung des Systems, da die Probleme, die bei SETI auftreten, müssen nicht zwangsläufig bei einem Projekt mit weniger Usern auftreten, als Beispiel sei mal hier die vor kurzem eingeführte neue Art Downloads zu pausieren, falls die Server überlastet sind.
 
@Cornelis: ... OK - aber im schlechtesten Fall kann es auch zur Versklavung der ganzen Menschheit führen ... :-)
 
@Thaquanwyn: thehehe, sind wir das nicht eh schon? dafuer bedarf es keiner E.T.s :)
 
Was hier nicht steht: die neue Leiterin hat seinen Posten für einen Familienangehörigen benötigt. Hier der Thread im S@H-Forum (englisch): http://setiathome.berkeley.edu/forum_thread.php?id=56411. Wenn es nur um die Umstellung von SETI auf Krebsforschung ginge, hätte man ihn nicht entlassen müssen.
 
@Link: Wenn ich bedenke, wie viel Schwachsinn hier im Forum ständig gepostet wird, würde ich einen Eintrag im SETI-Forum aber nicht direkt für bare Münze nehmen. Soll nicht heißen, dass es nicht stimmen muss, aber dass man bei der Wahl seiner Quellen schon vorsichtig sein sollte!
 
@satyris: soll man nirgendwo tun, hab das aber hier mal erwähnen wollen, da der hier genannte Grund (SETI -> Krebsforschung) nun wirklich keine Entlassung rechtfertigt. Das sagt man dem Menschen und der wird das schon umstellen.
 
@Link: Wird er das? Weißt du das? Vielleicht war er ja von Außerirdischen überzeugt! Ich finde, man sollte hier nicht all zu viel voraussetzen und spekulieren und (wie ich in 01 schon geschrieben habe) das Urteil einem Richter überlassen.
 
@satyris: Ob er das machen wird ist erstmal egal, wenn er sich weigert, ist es auch was anderes. Nach der News hier ist es aber so, dass ihm fristlos gekündigt wurde, weil die neue Leiterin nicht bei SETI sondern bei der Krebsforschung mitmachen wollte. Das KANN doch nicht alles sein. Aber wie du sagst, warten wir ab, was da noch bei rauskommt.
 
@Link: bei der krebsforschung werden die ergebnisse von den pharma-firmen komerziell genutzt. bei SETI imho nicht.
 
@Link: Klar, und über die 10 Jahre E.T-Forschung locker hinwegsehen?
 
@toco: das muss dann jeder User für sich entscheiden, was er unterstützen möchte. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es gerade wenn es um Krebsforschung geht ne Menge Leute gibt, die sich an der kommerziellen Verwendung nicht stören, da sie vielleicht Freunde oder Familienangehörige mit einer Krebserkrankung haben oder sogar selbst betroffen sind. Gleiches gilt für alle anderen Projekte, die sich gezielt mit einer bestimmten Krankheit beschäftigen.
 
@DennisMoore: WENN er die Erlaubnis vom Vorgänger dafür hatte, dann ja, schließlich hätte er in dem Fall nichts verbotenes gemacht. Aber das weiß ja bisher noch niemand so richtig, wie es mit der Erlaubnis aussah, ich hab jedenfalls noch nichts handfestes gefunden.
 
@Link: Noch ein WENN: WENN der Vorgänger überhaupt die Kompetenzen bekommen hat, die Erlaubnis zu geben. Glaub ich nicht. Auch der Vorgänger durfte sicher nur im Rahmen der schulischen Aktivitäten entscheiden. Alles andere wäre unlogisch.
 
@DennisMoore: soll er in dem Fall für den Fehler seines vorherigen Chefs haften?
 
@Link: Wenn man der Nachfolger ist und selbst nicht die Kompentenzen für eine weiter reichende Nutzung der IT-Infrastruktur bekommen hat, sollte man zumindest mal drüber nachdenken ob das denn so ok ist.
 
@DennisMoore: Langweiler
 
5000 rechner zehn jahre 24/7 unter volllast!??! keine ahnung was die da für rechner betreiben, aber der strom dafür summiert sich bestimmt auf einiges! bleibt ihm nur zu wünschen, dass sein einzelrechner zuhause dann demnächst fündig wird und sich die leiterin dann schön in den allerwertesten beißen kann... ^^
 
@navahoo: In den USA ist Erdöl ein seit Bush ein im Irak nachwachsender Rohstoff, oder? Pflanzen ernähren sich von CO2, oder? Wer gegen CO2 ist, frisst meiner Nahrung die Nahrung weg! Monokausale Dummheit wird in Wahlen belohnt? Ach was...
 
[verschwärungsmodus] Die Leiterin der Schulbehärde war bestimmt ein Alien und will unerkannt bleiben.[/verschwörungsmodus]
 
[anschwärzmodus] Du bist bestimmt ein Alien und willst es jetzt auf "Die Leiterin der Schulbehärde" schieben.[/anschwärzmodus] :)
 
@toco: [MIB_Modus] Jetzt habe ich euch endlich gefunden! [/MIB_Modus]
 
SETI@home läuft auf BOINC wie so viele andere Projekte auch. Wenn die Hilfe bei einem "sinnvollen" Projekt in Ordnung gewesen wäre, hatte man das Projekt ganz einfach wechseln können. Aber lieber den Mann entlassen und für Aufsehen sorgen.
 
@Proton: siehe o4.
 
grosszügigkeit mit dem eigentum anderer. geht net. mit dem eigenen rechner kann man machen was man will.
 
Mal kurz verrechnet: 5000 PCs, 10 Jahre, 220 Arbeitstage, 6 Stunden Betriebszeit bei durchschnittlich 50W höherer Leistungsaufnahme pro Kiste... macht unterm Strich 3,3 GWh. Irgendwas sagt mir daß das nicht mehr in die Kategorie Portokasse fällt.
 
So wie es in diesem Artikel dargstellt ist, finde ich die Reaktion der Schulbehörde absolut richtig.
 
@DennisMoore: so wie es in dem Artikel dargestellt ist, hat er "von einem früheren Leiter der Institution die Erlaubnis für den Einsatz der Software bekommen". Wo GENAU siehst du den Fehler, den er gamacht hat? Etwa den, dass er die Anweisungen des Chefs befolgt hat?
 
@Link: Das er anscheinend sein Hirn nicht eingeschaltet hat und selber mal nachdenkt ob es denn korrekt ist die Ressourcen der staatlichen Schule für solche "Anwendungen" zu verballern. Wenn einer zu allem ja und amen sagt was ihm erzählt wird, dann ist er für den Posten eines Leiters nicht geeignet.
 
@DennisMoore: Was hat das mit Hirn einschalten zu tun? Chef sagt installieren, dann wirds installiert. Und der Chef ist dann ab dem Zeitpunkt dafür verantwortlich, er hats genehmigt.
 
@DennisMoore: Bremse
 
@Link: Hä? Wer ist nun Chef von wem und wer der Nachfolger von wem? Entscheide dich mal. Oh, und selbst wenn er Chef ist gibt es immer einen Chef der wieder Chef von ihm ist. Und mit dem kann man bei "Amtsübernahme" ruhig mal über die ganze Geschichte sprechen.
 
@DennisMoore: der Chef von NEZ hat es ihm erlaubt, die Birdwell, die jetzt Nachfolgerin eben dieses Chefs ist, hat ihn dafür entlassen, dass er das gemacht hat, was ihr Vorgänger erlaubt hat. Da wir nicht wissen, seit wann sie bereits die Stelle hat, können wir schlecht beurteilen, ob es inzwischen genug Zeit gab, über solche Nebensächlichkeiten wie SETI zu reden.
 
Ich finds gut, dass sich jemand so für die Forschung einsetzt. Schade, dass ihm nun Steine in den Weg gelegt werden.
 
Dem Schaden von rund 1 Million Dollar stehen eingesparte Heizkosten von 1 Million Dollar gegenüber. Administration was wollt ihr denn?
 
Für alle, die es interessiert, hier noch die Stellungnahme von einem der Wissenschaftler von SETI@Home, auch mit Kommentaren zu den Themen CPU-Verschleiss und Behinderung von anderen Anwendungen: http://setiathome.berkeley.edu/forum_thread.php?id=56450
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