Britische "The Times" setzt künftig auf Paid-Content

Internet & Webdienste Die britische Zeitung hat angekündigt, die Online-Inhalte künftig nur noch gegen eine entsprechende Bezahlung anbieten zu wollen. Der Startschuss für das vollständige Paid-Content-Angebot soll im Frühjahr des kommenden Jahres fallen. mehr...

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Na dann wünsche ich viel Erfolg. Es wird sich äußerst schwierig gestalten die Leute zum bezahlen umzuerziehen, die es jahrelang gewohnt waren kostenlos - als Service - diese Portale zu nutzen. Und dann ist die Versuchung doch sicherlich größer auf andere Angebote auszuweichen, statt für Online-Nachrichten einen Preis nahe der Printausgabe zu zahlen.
 
@Legastheniker: vorallem die "Nachrichten", die da geliefert werden... :P
 
Denke auch dass es schwer wird solange es Alternativen gibt. Da muss man schon eine sehr hohe Affinitt zur Times haben, also wirklich nur die lesen will und absolut nichts anderes. Werden sicherlich einige sein, aber glaube kaum dass sich damit der Betrieb komplett finanzieren lassen wird, so viele sind es dann wohl doch nicht. Für mich ist das nichts.....ich verstehe das auch als kostenlosen Zusatzservice, für den ich nicht bezahlen werde.
 
@nize: Selbst wenn es keine Alternativen gäbe (was natürlich utopisch ist) wäre es schwer das Modell durchzukriegen, da es dann nämlich Filesharing mit Nachrichten gäbe - Accountdaten würden wie Serials durch's Netz flattern und Seiten wie Pornoseiten komplett gespiegelt oder in Börsen gestellt. Wobei es soweit realistisch gesehen kaum kommen wird, da die Netzgesellschaft auf freies und vorallem kostenloses Wissen steht und dadurch nun Blogs und kostenlose Zeitungen und Portale noch stärkeren Zulauf bekommen werden - zumal sich die Nachrichten der großen Zeitungen eh alle gleichen wie ein Ei dem anderen, da sie die News von den selben Agenturen einkaufen.
 
Jetzt muss man schon für Online Nachrichten zahlen... wie weit ist es gekommen...
 
@FallenLeave: Keine Angst, es geht hier um echten Journalismus. Dein WF - Webreporter Portal bleibt natürlich kostenfrei :)
 
@FallenLeave: Oh mein Gott... wo ist der Unterschied zwischen Online und Printmedien? Außer dem Papier? Die wirkliche Arbeit steckt im recherchieren (also nicht wie hier) und schreiben der Artikel und die sollen auch bezahlt werden! Finde ich nur richtig. Ob das Konzept aufgeht sei mal dahin gestellt, dazu müssten andere nachziehen. Vorstellen könnte ich es mir schon gegen eine monatliche Gebühr (wie bei der Tageszeitung eben auch) Zugriff auf Nachrichten zu haben und evtl. weiterführender Hintergundinformationen. Aber ob ich es letzen endes machen würde? Wahrscheinlich nicht, dazu bringen die ÖR online und im TV genug Infos und Nachrichten... und dafür zahl ich ja schon :)
 
@FallenLeave: Die Times ist eine Qualitätszeitung und kein Boulevardschmarrn. Dafür zahlt man gerne.
 
@pandabaer: ich gebe aber folgendes zu bedenken. ich habe auf onlineplattformen von zeitungen jedoch noch nie andere inhalte gefunden als in den gedruckten werken. somit ist der redaktionelle aufwand minimal und mehrarbeit isses auch nich wenn man die daten in einem universellen format (xml) im redaktionssystem ablegt, woraus dann ein cms die beiträge automatisch erstellt, verlinkt usw. hier geht es eher darum, noch mehr geld aus dem selben aufwand zu quetschen. trotzdem frag ich mich, wer für eine ganze zeitung zahlt, wenn er sich nur für einen artikel interessiert? wird dann wohl auch bald losgehen, dass die tageszeitungen als pdf auf düsteren seiten rumgeistern. ich bin der meinung das man mit einer webseite nicht zwangsläufig fett asche machen muss, sie sollte vielmehr als werbeplattform für das eigentliche produkt - nämlich print medien - gesehen werden und dementsprechend geld vom werbeetat fürs eigene überleben abzweigen dürfen. damit spart man sich diese ganze kacke mit den abo prämien usw. denn nichts ist aussagekräftiger und überzeugender/nicht überzeugender, als das produkt selbst.
 
@Rikibu: Du glaubst wenn ein Artikel in einer Zeitung, die Geld kostet, online verfügbar ist, sollte der Artikel dort umsonst sein? Warum sollte man die Zeitung dann kaufen? Wodurch wird dann die Recherche bezahlt? Und eine Webseite muss auch erstmal erstellt werden und gewartet werden. Wenn du dich nur für einen Artikel interessiertst kannst du dir diesen seperat für ein paar Cent kaufen, schau dich doch mal um?!
 
@pandabaer: Was recherchieren die schon? Nicht mehr als welche Berichte sie wieder von den Agenturen einkaufen. Heutige Zeitungen schicken kaum noch eigene Reporter ins Land, darum gleichen sich auch alle Nachrichten und Zeitungen bis auf's Haar. Wobei die Times da wohl eine kleine Ausnahme darstellen soll.
 
@lutschboy: Die DPA verlangt dafür ja auch Geld .... denk doch mal mit anstatt nur dummes Zeug zu labern :P
 
@Yogort: keiner sagt das die die komplette zeitung für lau da online stellen sollen. wie ich schon sagte, sollte man weg von dieser raffgier und die online angebote eher als werbung fürs eigentliche produkt sehen... und dementsprechend in den werbeetat mit einrechnen. und so ne webseite hinzustellen ist nun wirklich nicht die große finanzielle sache. man könnte ja nen mittelweg gehen und einen teil des artikels online anbieten um die leute anzufixen? klappt in anderen branchen auch. die webseite is übrigens schon erstellt, muss also nur skaliert werden wenn neue funktionen dazukommen.
 
@Yogort: Wenn ich nicht mitgedacht hätte würd ich kaum "kaufen" schreiben, oder? Ich meinte damit kaum dass sie es kostenlos von Agenturen einkaufen, wie auch immer du darauf kommst. Worauf ich hinaus wollte ist dass es noch genug andere Zeitungen geben wird die durch Werbung ein und die selben Artikel werbefinanziert einkaufen können und sie kostenlos zur Verfügung stellen. Wenn also Zeitung A ihren Inhalt kostenpflichtig macht, wird Zeitung B die die gleichen Artikel anbietet, aber werbefinanziert, mehr Seitenaufrufe bekommen, und dadurch auch wieder mehr Geld aus Werbung. Da alle fast nur News von Agenturen haben ist es scheißegal welchen Namen die Zeitung trägt.
 
@exqZ: "echten Journalismus"? Du weißt wohl nicht viel über die Propaganda- und Schundmedien von Murdoch!
 
Auch Online-News sind natürlich Inhalte, die Arbeit machen und Geld kosten... erst recht bei einem renomierten Magazin wie der Times. Insofern ist es sicher legitim, sich derartige redaktionelle Artikel auch vergüten zu lassen. Allerdings wird es wohl nicht mit dem Preismodell klappen. 24h Zugang zum gleichen Preis wie die gedruckte Ausgabe? Nee... das wird so sicher nicht funktionieren. Online hat man immer das Problem, das es die Infos im Regelfall auch irgendwo anders zu holen gibt. Will man die Kunden also nicht komplett vertreiben (ein nicht unerheblicher Teil dürfte bei der Umstellung selbst eh schon sofort gehen, denn es ist immer schwer, für etwas Geld zu fordern, das es bis zu dem Zeitpunkt gratis gab) muss man ein attraktives Angebot gestalten. Und DAS ist nicht wirklich attraktiv. Aber wenigstens haben die endlich verstanden, das es nichts bringt, ihre Webseiten mit immer mehr Werbung zu verunstalten, weil das die Kosten auch auf Dauer nicht decken wird und den eigentlichen Content auf der Seite in ein negatives Licht rückt (sofern man selbigen unter der Werbung überhaupt noch findet).
 
@NewRaven: is halt die frage ob es wirklich mehrarbeit ist, oder ob die einfach ihre journalistischen werke die sich ins print magazin stecken, einfach auch online verfügbar machen. und so wirds kommen, ergo kein mehraufwand für den journalisten. einzig die it infrastruktur muss bezahlt werden, aber die kann man wieder schön steuerlich geltend machen, worauf unternehmer ja wert legen. das bezahlmodell is jedenfalls zu unflexibel.
 
@Rikibu: Glaube ich nicht... allein um das neue Angebot vor den Stammnutzern zu "rechtfertigen" muss ja schon irgendwas Neues her - und selbst jetzt bietet die Seite ja schon einige Inhalte, die in der Printausgabe nicht enthalten sind. Natürlich wird der Kern aber auf den Inhalten der Printversion aufbauen. Ich denke, das erwarten die Nutzer aber auch. Sie wollen darin natürlich die gleichen Artikel haben, bloß gegebenenfalls eben noch ein wenig mehr drumrum, seien es Multimedia-Ergänzungen, weitergehende Hintergrundinfos oder gar Community-Funktionen, wie das kommentieren/diskutieren der Artikel. Das wird sicher weniger den eigentlichen Journalisten betreffen, sondern eher ein zusätzliches Webteam, das für den erweiterten Content verantwortlich ist. Das Modell wie es jetzt geplant ist, ist unflexibel... meiner Meinung nach sogar ein wenig unverschämt, keine Frage.
 
rechtfertigen tun sie das angebot doch damit, dass sie mehr leute erreichen wollen. mehr müssen die doch nich sagen. wer meterware auf papier lesen will kauft den kram auf papier und wers online lesen will, loggt sich ein. es geht einfach um neue vertriebswege. das allein is für murder äh murdoch rechtfertigung genug. dabei könnte man aber noch nen schritt weitergehen als so ne popelige webseite zu machen. wieso werden die dinger nich digital jeden tag zugestellt, auf ein smartphone oder ebook gerät? die meisten lesen jeden tag zur arbeit das tägliche zeitungskäseblatt... aber vielleicht hab ich nur noch nicht realisierbare visionen...
 
Hm, Erlöse aus Werbung werden dann in Richtung 0 gehen. Bleiben die Kunden weg, was ich persönlich erwarte/hoffe, können sie dicht machen. Aber wenigstens sehen alle anderen, ob es was bringt oder nicht.
 
Kotz, sind genauso behämmert wie die Mobilfunkmafia und die Pay TV Nazis. Gleicher Preis wie für die Printausgabe, ich glaub es hakt und ich zahl auch noch Strom. Ich kann mir das Richtig gut vorstellen wie die zugekokst auf so einer Tagung verbringen und mal wieder über das Internetz reden. Die sollen erstmal klein Anfangen, sagen wir 30ct mit Werbung ohne Bilder, 40ct mit Werbung, 50ct ohne Werbung, Aber nein, gleich vollen Preis, am besten noch ein bisschen mehr. Vollidioten!!!111!!11!!!!!!
 
@spongebobgaypants: jemand der sich "spngebobgaypants" nennt redet von anderen als Vollidioten ^^
 
@Yogort: rofl, und das von einem Yogort. Für dich habe ich auch noch einen. Schubladenfaschist. Wie kannst Du denn bitte aus meinem Namen einen IQ ablesen. Winfuture ist einfach geil. Bin auch nur noch wegen den Kommentaren hier....
 
Also ich weiß nicht, ich wäre bei manchen Foren etc. wo ich dabei bin eine Bezahlung nicht schlecht - aber nicht für 1€/24h. Eher 1€/Jahr, das würde nicht weh tun und es gäbe genug Erlös für die Seitenbetreiber. Auch [Tagesschau.de -> edit: schlechtes Beispiel...] würde ich mit einem solchen Betrag auf jeden Fall abonnieren. Aber was ich bisher an kostenpflichtigem Inhalt gesehen habe, war wirklich Wucher (genauso wie Musik zum Donwload, aber das ist ein anderes Thema). Dass dieses ganze kostenlose hier, kostenlos da irgendwann auch mal Grenzen hat, finde ich voll und ganz okay - führt dann vielleicht auch zu einer bewussteren Nutzung des Mediums Internet.
 
@Ebukadneza: Naja, würden sie dann zu 100% auf Werbung verzichten, könnte ich es nachvollziehen. Das werden sie aber nicht. Du wirst auch wenn du bezahlen musst überall Werbung haben. Wieso sollten sie auch diese Einahmequelle schliessen... Ich wünsche jeder Website die sich so abschottet, das sie untergeht. Beim TV erlebt SKY ja auch gerade, das man nicht alles machen sollte, nur weil man es kann.
 
@silentius: Ich glaube, du hast eine deutlich zu hohe Vorstellung davon, was Werbeeinnahmen am Ende wirklich in Relation mit den Ausgaben einbringen.
 
@Ebukadneza: zahlst Du keine GEZ?
 
@Ebukadneza: du würdest für tagesschau.de zahlen? tust du doch schon, oderzahlste keine gez?
 
@Rikibu & spongebobgaypants : Hm, da habt ihr eigentlich sehr recht, war ein schlecht gewähltes Beispiel, da habe ich eben zu kurz gedacht. (Wobei mir der Inhalt dort wirklich die GEZ wert ist, ganz anders als das, was in der Glotze läuft^^). An der Aussage gegenüber anderem bezahltem Inhalt im Internet ändert sich aber nichts.
 
ROFL ja klar zahlen für 24h ... da kauft man doch lieber weiterhin die Zeitung auf papier. Die hab ich für immer, kann Artikel ausschneiden, einscannen und als witz um die Welt schicken und wenn ich bis dahin das Ding noch ned als Dämpfung für Pakete hergenommen hab, kann ichs, nach Jahren, immer noch lesen. Lächerlich sag ich dazu nur, aber viel spaß in der schönen neuen digitalen welt. Den Apple Tablet Eigentümern wird's ja eh nix ausmachen, weil die ham ja das Geld hehe...
 
@ratkiller: drück mal "Druck" auf deiner Tastatur und lerne heute etwas neues :)
 
Mit der Printausgabe kann man sich wenigstens noch nachträglich auf unbestimmte zeit den Arsch abwischen, es als Zündstoff für den Kamin nutzen, Erpresserbriefe draus basteln, bei Renovierungsarbeiten verwenden, als Ausstopfmaterial...
 
Bezahlangebote sind zum Sterben verurteilt, wenn es gleichwertige Angebote gratis gibt. Warum sollte jemand für einen Artikel bei der Times zahlen, wenn er es bei der BBC kostenlos lesen kann?
 
@Ronin: Warum zahlt jemand für Software, wenn er selbigen Funktionsumfang auch gratis haben kann? Gewohnheit, Vertrautheit, möglicherweise der Luxus alles an einer Stelle zu haben... so ganz generell würde ich das also nicht so sagen wie du. Allerdings muss der Preis eben irgendwie noch angemessen sein - und das ist hier nicht gegeben. Ein Stammleser der Times Online, der diese Seite täglich seit Jahren liest, wird sicher - wenn auch mit murren - bereit sein, einen geringen Betrag dafür zu zahlen, sie weiter zu nutzen. Übersteigt der Preis aber einen bestimmten Betrag - er ist beispielsweise so hoch wie der der Printausgabe und dazu noch zeitlich limitiert - dann wechselt der sicher schnell zur BBC-Seite. Die meisten Menschen sind zwar per se "sparsam", wenn sie etwas ähnliches auch umsonst haben können, aber viel mehr Menschen sind eben auch Gewohnheitstiere und mögen Umstellungen so garnicht.
 
Hm, hab schonwieder die erste Lücke gefunden...Ist doch runzbescheuert, wenn ich nach 24h nicht mehr drauf zugreifen kann. Eine richtige Zeitung hat man auch sonst wie lang, es stellt keinerlei Problem dar, die Artikel, die an diesem Tag erscheinen, diesem Tag (oder halt innerhalb der 24h) zuzuordnen und dem eingeloggten Kunden für deutlich länger Zugriff auf genau diese Artikel zu gewähren.
 
... wer glaubt, dass es sich finanziell lohnen wird, Online-Nachrichten zum gleichen Preis wie ein entsprechendes Print-Medium anzubieten, zieht seine Unterhose auch mit der Kneifzange an! Sorry - aber warum sollte ich für nur 24 Stunden zahlen, wenn ich das Original zeitlich unbegrenzt nutzen kann und auch nicht grundsätzlich einen Computer mitschleppen muß ...
 
Tja, schönes Modell. Weniger Kosten (kein Druck und Auslieferung), dafür aber das gleiche verlangen und auch nur für kurze Zeit bereitstellen.
Ich schau mal kurz in meine Glaskugel ... sie sagt es wird schief gehen!
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