EU weicht Anforderungen an offene Standards auf

Recht, Politik & EU Die Europäische Union gibt in der Auseinandersetzung mit Vertretern jener Software-Hersteller, die auf proprietäre Modelle setzen, offenbar klein bei und verabschiedet sich von offenen Standards. mehr...

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Ist ja klar, bei so unwichtigen Sachen wie dem Browsermarkt bleiben sie knallhart, aber bei solch wichtigen Vorhaben knicken sie ein...
Ist ja wieder mal typisch...
 
@XP SP4: Wenn es um Geld geht ist die EU immer knallhart, sollte man gemerkt haben.
 
@XP SP4: Nicht nur das. Der Datensammelwahn ist ja auch eine EU-Richtlinie. Meines Erachtens mischt sich die EU zu sehr in nationale Angelegenheiten ein, sodaß von souveränen Mitgliedsstaaten gar keine Rede mehr sein kann. Und solch rückschrittliche Entscheidungen beweisen auch wieder, für welche "Experten" unsere Steuergelder rausgeworfen werden. Echt armselig. Aus meiner Sicht sollte die EU mal ganz, ganz stark ihre Machtbefugnisse und ihre Relevanz prüfen, denn die gehen aktuell einfach zu weit. Und das die Regierungen, unsere deutsche allen voran, da so mitgehen, das ist doch für die jeweiligen Bürger ebenso eine Enttäuschung. Warum steht denn die Wirtschaft über dem Volk???
 
Die EU ist sprunghafter als ein erschreckter Hase.... Schade liebe EU deine Glaubwürdigkeit bröckelt immer mehr...
 
@ThreeM: Welche Glaubwürdigkeit? Das war ja vorauszusehen. Haben wohl wieder mal ein Haufen Abgeordnete ein paar unscheinbares aber umso dickeres Kuvert auf ihrem Schreibtisch gefunden...
 
Na das ist doch mal zu begrüßen. Die EU scheint zu begreifen das Softwarekommunismus für einige Hersteller nicht machbar ist. Kann mir z.B. nicht vorstellen das Adobe gerne die Quellcodes für Photoshop inkl. Filter zur Verfügung stellen, und dann noch darüber diskutieren möchte.
 
@DennisMoore: Weil die EU auch unbedingt Photoshop braucht ... Es geht hier um einfache Dinge wie zum Beispiel offene Dokumentenstandards wie ODF, um firmenunabhängig die Dokumente bearbeiten zu können. Auch bezüglich der Bürger, die somit nicht gezwungen werden erst beispielsweise sich Microsoft Office zulegen zu müssen, um angebotene Vorlagen nutzen zu können. Die Entscheidungen von Regierungen und EU sollten dem Wohle derer Bürger dienen, nicht den Interessen irgendwelcher Konzerne. Und Geld verdienen sich die Firmen immernoch durch ihre Verträge.
 
@bgmnt: Fürs Lesen von Dokumenten etc., zum Wohle der Bürger, gibt es diverse kostenfreie Tools, MS bietet u.a. Word- und Excel-Viewer, andere bieten anderes.
 
@bgmnt: Photoshop ist nur ein Beispiel für proprietäre Software. Darum steht da auch "z.B.". Bei Dokumentformaten ist die Anforderung von 2004 und die aktuelle Anforderung ja eh kein Thema, denn sowohl ODF als auch OpenXML sind offen.
 
@DennisMoore: OOXML hat Verweise auf noch immer proprietäre Techniken u. Features von älteren MS-Office Komponenten. Daher ist es alles andere als offen, da nicht zu 100% umsetzbar!!
 
@tekstep: Glaubst du das oder weißt du das? Soweit ich informiert bin sind diese Verweise in der finalen Ausgabe der Beschreibung entfernt worden. Das einzige was OpenXML noch hat woran man sich stören könnte ist die Option proprietäre Dateiinhalte einzubetten.
 
@DennisMoore: Trotzdem ist es quatsch, zu schreiben, dass ein Standard nicht mehr offen sei, nur weil die ursprungs-Software nicht offen ist. Mann muss doch nur einen Passus reinschreiben, der die Hersteller zwingt sich an den offiziellen Standard zu halten...
 
@DennisMoore: Und eine Spezifikation von 6000 Seiten! Wer soll das bitte umsetzen respektive wer soll merken wenn man ein paar Seiten "vergisst"?
 
@Proton: Wußte gar nicht dass es ein Seitenlimit für Standarddefinitionen gibt. Wo liegt das denn? Muß ja bei < 6000 Seiten liegen. Sind das eigentlich A4 Seiten?
 
Offener Quellcode wäre zwar schön, ist aber nicht unbedingt notwendig. Wichtig ist auf jeden Fall dass die Dateien in Formaten gespeichert werden die auch problemlos verlustfrei von anderen Programmen gelesen werden können und das auch noch in ein paar Jahren. Offene Schnittstellen und offene Dateiformate sind wichtig.
 
@chrisrohde: Und behindern die weiterentwicklung. So kann ein Programm ja nicht einfach selbst weitere Funktionalität hinzufügen, nein es muss erst mit anderen abgesprochen werden.
 
@Snaeng: "So kann ein Programm ja nicht einfach selbst weitere Funktionalität hinzufügen, nein es muss erst mit anderen abgesprochen werden" ... Das ist doch bei offenen Standards genauso. Oder glaubst du jeder könnte den Standard einfach so abändern oder ergänzen ohne mit anderen zu sprechen?
 
Dokumentierter Standard und beschriebene Schnittstellen würden reichen um proprietären Softwarehäusern nicht gleich auf Grund zu benachteiligen. Aber die EU ist leider so sehr von der Lobby unterwandert, dass man immer auf das gleiche Pferd setzen kann um zu gewinnen.
 
@RobCole: "Dokumentierter Standard und beschriebene Schnittstellen würden reichen um proprietären Softwarehäusern nicht gleich auf Grund zu benachteiligen" ... Genau das sagt die EU auch. Es müssen keine Quellcodes sein. Dokuementation und Schnittstellen reichen auch.
 
@DennisMoore: Es liest sich aber in diesem Artikel etwas anders. Zumindest erweckt es bei mir den Eindruck der Hersteller braucht nur ein Konverter anbieten damit es als "offener" Standard durchgeht.
 
@RobCole: Stellt sich nur die Frage von welcher Lobby...
 
@RobCole: Nein, es liest sich in dem Artikel genau so wie DennisMoore es versteht. Ich zitiere "Es würde ausreichen, die jeweiligen Spezifikationen zu veröffentlichen [...]". Die Spezifikation ist die Dokumentation des Standards. Kein Konverter oder sonstiges fertiges Stück Software.
 
Solange es dokumentierte/öffentliche Schnittstellen gibt, ist das vollkommen in Ordnung. Quellcode zu veröffentlichen halte ich für übertrieben.
 
@awaiK: Ich auch. Ich finde das geht dann schon in den Bereich Ideologie und würde Softwareanbieter die lieber ClosedSource anbieten vom Markt fegen. Und das wegen irgendwelchen Idealen zu tun wäre fatal.
 
Also bei aller Liebe aber "Community einer demokratische Debatte um die Weiterentwicklung stellen" Schaut euch diese "Debatten" doch bitte mal bei MS-Office an. Sinnbefreiter gehts teilweise nicht mehr. Da bevorzuge ich ehrlich gesagt doch dass lieber was MS denkt was gut für mich ist. Die MS Designer, MS Chefentwickler und Co, ich spreche hier ausdrücklich nicht von den Programmieren selber, haben das glücklicher Händchen als die "Community", wer immer das auch so genau sein soll.
(Bei den Opensource Projekten ist diese Personengruppe, nicht Programmierer, nämlich kaum vorhanden).
Offenlegung von allem? Für mich ist das irgendwie auch unvereinbar mit dem Patentrecht. Hier ist der Quellcode wie man es macht, aber nutzen dürft ihr ihn nicht! AHA...
"Weiter im Geschäft zu bleiben", MS, Adobe, Apple, oder auch z.B. Skype, wären also sonst aus dem Geschäft?
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