55% der Online-Shops verletzen Verbraucherrecht

Handel & E-Commerce Über die Hälfte der Online-Shops, die in Europa Waren anbieten, verstoßen gegen europäisches Verbrauerrecht. Das teilte Meglena Kuneva, die für Verbraucher politik zuständige EU-Kommissarin, heute in Brüssel mit. mehr...

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Um gleich mal weiter zu machen, verstoßen auch ne Menge deutsche Shops gegen geltendes deutsches Recht. Und zwar dann, wenn man Produkte innerhalb des Fernabsatzgesetzes zurückschickt und Produkte ausprobiert, was man ja rein rechtlich darf, denn man soll ja mit diesen Regelungen der Versandkunde gleichgestellt wird mit dem Ladenkunden... aber worauf ich hinaus will, viele Shops berechnen trotz allem der Rückgabebedingungen bei Warenwert von über 60 euro, die Versandkosten dem Kunden und ziehen frecherweise sogar nen Prozentsatz ab, der wegen der Benutzung bzw. Auspacken der Produkte gerechtfertigt wird. DAs is genauso schweinerei...
 
@Rikibu: Naja, kommt immer darauf an wie das Produkt "getestet" wurde. Wenn man die Verpackung aufreißt, so das sie für den Händler im falle eines Widerrufs nicht mehr verwendbar ist und somit nicht verkauft werden kann, entsteht für den Händler ein Verlust den er am Kunden geltend machen kann. Es heißt ja nicht umsonst
"Können Sie uns die empfangene Leistung ganz oder teilweise nicht oder nur in verschlechtertem Zustand zurückgewähren, müssen Sie uns insoweit ggf. Wertersatz leisten. Bei der Überlassung von Sachen gilt dies nicht, wenn die Verschlechterung der Sache ausschließlich auf deren Prüfung – wie sie Ihnen etwa im Ladengeschäft möglich gewesen wäre – zurückzuführen ist."
Es reißt ja auch niemand die Verpackung im Laden einfach auf, sondern schaut vorsichtig rein. Ist immer eine Frage des "wie"
 
@Baderus: Zwar verständlich, aber rechtlich nicht korrekt.
 
@humfri: eben, der kunde muss so gestellt werden, als würde er im laden die ware begutachten können. im laden wäre es auch ohne probleme möglich, einen verkäufer ranzuholen um ihn zu bitten, die verpackung zu öffnen. mir is das aber noch nich passiert.habe es nur von nem bekannten, der über guenstiger.de was gekauft hat...
 
@humfri: Warum sollte das rechtlich nicht korrekt sein? Wenn ich bei dir im OnlineShop ein Brautkleid kaufe und ich schicke es dir mit Ölflecken zurück, muss ich den Schaden zahlen. Oder willst Du als Händler auf den 2000 Euro sitzen bleiben? Das ist schon rechtlich so korrekt. Wer was kaputt macht muss dafür zahlen. Nicht nur der Kunde hat rechte sondern auch der Händler.
 
@Baderus: sehe ich genauso, man kann ja auch nicht in ein laden gehen, sich eine digital kamera zeigen lassen, die auf dem boden werfen und dann sagen "ich wollt halt mal schauen was die so aushält"...wenn man die sachen beim onlinekauf aber vernünftig auspackt und behandelt zwecks testen, dann sollte nix vom preis bezahlt werden wenn man es zurück schickt, nur halt wenn man wirklich gebrauchsspuren hinterlässt....
 
@I Luv Money: Richtig! Ich bin selbst Händler und würde meinem Kunden garantiert keine kosten auferlegen die nicht nötig tun (immerhin solls ja mein Kunde bleiben). Aber wenn der Artikel zwecks verschuldens des Kunden nicht mehr für den Weiterverkauf zu gebrauchen ist dann hat der Kunde nunmal den Schaden zu begleichen. Sicherlich würde ich dabei auch nur den Einkaufspreis berechnen und nicht den Verkaufspreis aber die Wohlfahrt bin ich auch nicht. Im falle der von mir beschriebenen Originalverpackung würde ich sicherlich auch nicht den kompletten Warenwert berechnen, ist immerhin nur ne Verpackung aber trotzdem ist das Produkt nicht mehr Schadfrei und daher den vollen Preis wert. Nur weil man ein 14 tägiges Rückgaberecht hat heißt das nicht das man wie die wilde Sau das Produkt behandeln darf.
 
@Baderus: Soll das ein Loblied auf das Blisterpack sein? Fällt mir auf, das immer mehr Produkt in kaum noch zu überbietendem Schwachsinn in Blisterpacks eingeschweißt sind. Da gibt es gar keinen andern Weg als das verschweißte Blisterpack aufzuschneiden. Wegen dem Einschweißen geht da ohne Verpackung zerstören gar nichts!
 
Mir fällt auf, dass viele hier das Produkt und die Verpackung gleich setzen. Das deutsch Recht macht dies aber nicht. Wenn die Verpackung geöffnet wurde, das Produkt jedoch unbeschädigt ist, kann der Händler keine "Verschleißkosten" geltend machen, da ja die Ware vollkommen in Ordnung ist. Um das Beispiel mit dem Brautkleid aufzugreifen: Sind Ölflecken auf dem Kleid, ist das ganz klar eine Beschädigung der Ware. Ist lediglich der Kleidersack / die Tüte / der Karton defekt, kann der Händler keinen Schaden geltend machen, da sich die Ware in unversehrtem Zustand befindet. Ich weiß es nicht genau, aber ich glaube, dass die Versandkosten ebenfalls in diese Regelung fallen. Der Händler muss diese tragen und somit erstatten. Es sei denn, dass der Käufer eine Bestellung mit mehreren Sachen getätigt hat und nur einen Teil davon zurück schickt. Der Kunde muss in diesem Fall die Versandkosten für den Weg zu ihm tragen. Für genaue Informationen wäre ein Blick ins Fernabsatzgesetz sicherlich sinnvoll. Ich habe jetzt aber leider keine Zeit dafür.
 
@Fusselbär: Die eingeschweißten Plastikpackungen sind auch nicht ohne beschädigung zu öffnen daher dürfte da auch niemand auf die Idee kommen die Verpackung geltend zu machen, aber bei Verpackungen die man auf bekommt indem man einen Klebestreifen oder ähnliches zerschneidet, kann man davon ausgehen das die Verpackung auf diese Art auch geöffnet wird und nicht der Pappkarton zerrissen wird.
@WemmZi: Es gibt aber auch den Fall das die Verpackung zum Produkt hinzu gehört. Zum Beispiel bei einer Collectors Edition eines Spiels, Films etc. Und in desem Fall ist die kaputte Verpackung eine Wertminderung des gesamten Produkts. Daher kann man eine Verpackung nicht pauschal als Verpackung abstempeln.
 
@Rikibu: Ich weiß, dafür gibts wieder Minus, aber stellt euch mal vor ihr habt so nen Online Shop, und verkauft eure Sachen mit einer Spanne von nem einstelligen Prozentbereich (und glaubt mir, das ist so, ich schaff in einem Shop der ein Ladengeschäft UND Onlinebusiness hat). Wir schicken unsere Ware kostenlos raus (kein Mindestbestellwert) was heißt, dass der Gewinn nochmal runtergeht (guter Service halt). Jetzt bekommt ihr nach 2 Wochen die Ware zurück, oft (teil)defekt, Verkaufskarton zerrissen oder dreckig, unvollständig, bemalte Bedienungsanleitungen, starke Gebrauchspuren und ihr sollt wieder den Versand zahlen (Gewinn nochmal runter) und müsst das Teil wieder verkaufsfähig bekommen (Techniker bezahlen + die Säuberung + Ersatzetile, Gewinn wieder runter). Jetzt liegt auf der Hand, dass da kaum was stehen bleibt für den Händler. Da wenigstens die Versandkosten wieder reinholen, halt ich persönlich nicht für unverschämt. Und die 6,90€ die das kostet, bringen keinen um, für nen einzelnen Laden mit 100 Bestellungen am Tag (bei 10 Rückläufern 70€ am Tag, ca 2000€ im Monat), ist das aber ein Haufen Kohle, der einen ganzen Arbeitsplatz (zum Beispiel auch meinen) ausmachen kann. Ich kapiers nicht warum man für die Rechte des Kunden so viel Verständnis zeigt, aber die Verkäufer die auch hungrige Mäuler zu stopfen haben sind immer die Buhmänner. Die Zeiten wo man 10-20% Gewinn auf der Ware hatte, sind lange vorbei, nur manche wollens nicht schnallen.
 
erstmal liegt die Grenze bei 40 €
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vorallem wäre es aber interessant, diese "Liste" zu sehen, insbesondere zumal im text steht, dass diese öfentlich gemacht wurde von den jeweiligen regierungen?!
 
bei Heise.de sind es sogar 70 %
 
@derberliner06: tagesschau.de spricht von 72%. Bis morgen sind es dann 100% :D Wärens Aktien würd ich bei solchen Steigerungsraten verkaufen ^^
 
So welche Sch*iss Shops . Denen der Shop gehört sollte für 25 Jahre ins Gefängniss .
 
@overdriverdh21: Den Kommentar hätteste dir echt klemmen können... oder kennst du jedes einzelne Gesetz bei uns? Wenn du z.B. nen Online-Shop auf machen willst, kannste vorher erstmal ein Jura Studium machen und ich wette das selbst dann noch Fehler zu finden sind...
 
viele verpackungen für kleinkram sind in dem neumodischen hartplatik eingeschweist, die mann sauber so gut wie garnicht aufgriegt.
soll ja angeblich vor diebstahl schützen.
 
@Sir @ndy: Ich denke mal das Du auf meine Kommentare damit eingehen wolltest... Sicherlich ist es bei dieser Art von Verpackung nicht möglich diese "sauber" zu öffnen. Ich bezweifel auch das der Händler in solch einem Fall eine rechtliche Handhabe hat einen teil des Verkaufspreis zurück zu verlangen. Aber wenn wir mal ehrlich sind, welche Produkte sind schon so eingeschweißt? Elektronik im billig Segment, Taschenlampen, Kopfhörer, USB Sticks usw. Der großteil kommt wohl in einer "normalen" Verpackung daher.
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