Amazon: Google Books-Vertrag wettbewerbswidrig

Recht, Politik & EU In die Auseinandersetzung um Google Books hat sich nun auch Amazon als weltweit größter Online-Händler von Büchern eingeschaltet. Dieser lehnt die Einigung zwischen dem Suchmaschinenbetreiber und den Verlagen ab. mehr...

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"Insbesondere kommerzielle Anbieter von E-Books könnten sich gezwungen sehen, die Preise zu erhöhen, wenn ein Teil ihrer Stammkunden zu kostenlos bereitgestellten Büchern bei Google wechselt, heißt es in dem 41-seitigen Schreiben" Den satz finde ich tewas krass obwohl ich Googles vorhaben nicht unter stützen will.
 
@303jayson: Ich finde das nicht nur "krass" ich sage dazu: Leute wacht auf, das ist normaler Wettbewerb. Wenn Google etwas kostenlos bieten kann, wofür ihr Geld nehmt, dann macht ihr etwas falsch!
 
@felixfoertsch: Google kann das im Grunde genommen auch nicht kostenlos bieten - nur "kostenos bereitstellne", sie haben eben andere Möglichkeiten, gegenzufinanzieren, und da steht wohl Werbung an erster Stelle.
 
@felixfoertsch: Zitat: "Wenn Google etwas kostenlos bieten kann, wofür ihr Geld nehmt, dann macht ihr etwas falsch!" ... Wenn es um Bücher geht, die nicht mehr unter das Urheberrecht fallen? Die Sprache hat sich seit dem Erscheinen dieser Bücher verändert und weiter entwickelt, nicht nur werden heute viele Wörter anders geschrieben, auch haben sich Bedeutungsinhalte in der Zwischenzeit verändert und manche Begriffe, die damals üblich waren, werden die meisten heutzutage gar nicht mehr kennen oder verstehen. Worin liegt nun der Mehrwert eines Verlages? Natürlich wird er nicht nur Rechtschreibung und Zeichensetzung und heute nicht mehr gebräuchliche Wörter behutsam an der modernen Sprache angleichen und den ursprünglichen Text dadurch erst lesbar machen, er wird auch - wenn es notwendig ist - durch Fußnoten oder einem mehr oder weniger ausführlichen Anhang dem Leser bestimmte Zusammenhänge erst zugänglich und verständlich machen. All das ist nicht selten notwendig, um ein altes Buch für einen modernen Leser erst lesbar zu machen. Google wird das wohl nicht machen. Google wird wohl nur in die Bibliotheken gehen, um dort die alten Bücher zu kopieren, die nicht mehr unter das Urheberrecht fallen und diese alten Texte (ohne eine Aufbereitung) einem interessierten Leser zur Verfügung stellen. ... Und was man nicht vergessen darf: Für Google entstehen durch ihr eigenes Angebot natürlich auch Unkosten, Unkosten, die über andere Einnahmen wieder eingenommen werden müssen. Nur stehen Google natürlich ganz andere Möglichkeiten offen, als den 1500 Verlage, die es in Deutschland im Augenblick gibt.
 
@felixfoertsch: ohne Gewinne keine Investitionen und ohne Investionen keinen Fortschritt. Ergo ist kostenlos zwar ganz nett, aber auf Dauer nicht tragfähig..
 
@Yun: Das Argument mit der veränderten Sprache verstehe ich nicht. Wenn ich ein kommentiertes Werk benötige, kauf ich es mir eben oder leihe es aus, wenn Google es nicht zur Verfügung stellen kann. Natürlich steigt der Preis solcher Bücher, aber das ist ganz normaler Wettbewerb. Angebot und Nachfrage. Und der letzte Punkt, das für Google Unkosten entstehen, dem stimme ich zu. Aber auch das ist einfach nur Teil der (mehr oder weniger) freien Wirtschaft. @Bobbie25: Ich stimme dir zu. Aber diese Aussage rechtfertigt dennoch nicht Googles Verhalten als wettbewerbswidrig darzustellen.
 
@felixfoertsch: Zitat: "Das Argument mit der veränderten Sprache verstehe ich nicht." ... Das Urheberrecht eines Werkes erlischt in Deutschland nach 70 Jahren. Google möchte die Werke zur Verfügung stellen, derren Urheberrecht inzwischen erloschen sind. Also darf es auch nur die Fassungen eines Buches zur Verfügung stellen, wie sie vor mindestens 70 Jahren erschienen sind. Unsere Sprache hat sich seit dieser Zeit aber weiter entwickelt. Moderne Ausgaben eines alten Buches werden von Verlagen an unsere aktuelle Sprache angepasst, um sie für den heutigen Leser lesbar zu machen. Google wird das nicht machen können / wollen und wird die Bücher in der ursprünglichen (Sprach)Fassung von vor 70 Jahren zur Verfügung stellen. ... Modernere Ausgaben eines alten Werkes wird Google aber nicht zur Verfügung stellen dürfen, da in ihnen ja die Arbeit eines Verlages steckt.
 
@Yun: Ja, das habe ich schon verstanden. Aber ich verstehe das Argument dahinter nicht. Das ist doch ein Argument FÜR die Verlage! Genau DAS ist Wettbewerb! Und genau deshalb finde ich das Vorgehen von Amazon nicht gerade fein.
 
@felixfoertsch: Ah ... da habe ich Deinen ersten Post missverstanden.
 
Warum soll man die Preise erhöhen, wenn die Kunden abwandern? In welcher verkehrten Welt leben die Vollpfosten?
 
@Kirill: Sie leben in der realen, ganz normalen Welt, und sind keine Vollpfosten. Sie rechnen sich einfach was aus (vereinfacht dargestellt): Bei Preis X habe ich (erwartet) Y Käufe, also Einnahmen von X*Y. Dem gegenüber stehen (bei dieser Verkaufszahl) Kosten von Z. Sie werden also versuchen, X*Y-Z zu maximieren. Wenn der Nutzen der Steigerung von X den Effekt des daraus resultierenden Absinkens von Y überwiegt, dann kann man durchaus den Preis bei sinkender Kundschaft auch steigern und dadurch seinen Gewinn erhöhen. Eine Beispielrechnung: Angenommen, vor der Einführung der GoogleBooks würden 110 Stück zu je 10 Geldeinheiten verkauft, dazu kommen 100 Geldeinheiten Fixkosten und 2 Geldeinheiten Stückkosten, der (vereinfachte) Gewinn beträgt also 1100 - 300 = 800. Nach Einführung der GoogleBooks sinke der Verkauf bei gleichgebliebenem Preis von 10 auf 100 Stück, macht somit einen Gewinn von 1000-300 = 700. Bei einer Preissteigerung auf 12 Geldeinheiten erwartet man einen weiter gesunkenen Verkauf von noch 90 Stück, also 1080 - 280 = 800. Und schon hat man den Verlust durch sinkende Verkaufszahlen durch eine Preissteigerung ausgeglichen. Erst wenn die bei einem Preis von 12 Geldeinheiten verkaufte Menge unter 80 Stück fiele hätte sich die Preissteigerung negativ ausgewirkt (bei dieser Menge beträgt der Gewinn ebenfalls 700, wie bei einem Preis von 10 Geldeinheiten). Natürlich ist es schwer zu prognostizieren, wie genau sich eine Preissteigerung auf die Verkaufszahlen auswirken wird, und somit den "optimalen" - also gewinnträchtigsten - Preis zu finden.
 
Ich finde Googles Vorhaben sehr vorbildlich. Kostenloses, frei verfügbares (Fach)Wissen ist etwas wunderbares und sehr wichtig für die Weiterentwicklung einer Gesellschaft. Vielleicht sind irgendwann einmal alle Bücher kostenlos verfügbar, dann wäre Bildung endlich keine Frage des Geldes mehr. (Natürlich müssen auch die Autoren ihr Geld bekommen - hierfür Bedarf es einer neuen Vermarktungsstrategie, die alle Parteien zufrieden stellt. )
 
@web189: "alle Parteien zufriedenstellt" - das sollte vermutlich das Ziel sein, aber ich glaube nicht, dass das das Ergebnis sein wird. Da ist es für mich auch sehr zweifelhaft, dass Googles Vorhaben vorbildlich ist. Wenn Wissen für alle frei verfügbar wird, was ja grundsätzlich sehr lobenswert ist, muss trotzdem irgendwo Geld herkommen, und kann meiner Meinung nach u.a. zwei Konsequenzen haben: die Vielfalt leidet, man wird mit Werbung zugemüllt - das ist dann die neue "Vermarktungstrategie". Da weiß ich nicht, ob dann nur genau eine Partei zufriedengestellt wird, nämlich Google.
 
@jaja_klar: Nunja, die Werbung wurde bei Google eigentlich immer recht gut gelöst - GoogleAds fallen kaum auf und integrieren sich in die Seite. (Eine der wenigen Ads, die ich nicht deaktiviert hab) Ich gebe dir insofern Recht, dass es vermutlich unmöglich ist, alle Parteien zufriedenzustellen. Eine möglichkeit wäre, dass Google die Autoren direkt bezahlt und deren Bücher zur Verfügung stellt. In diesem Fall würden sich allerdings der Verlag quer stellen. Irgendwer wird Federn lassen müssen, dass war schon immer so. Wenn Verbraucher und Erzeuger zufrieden sind, dann muss die Verwertungsindustrie eben ein wenig kürzer treten. Momentan ist es genau anders herum. Als Autor nagt man am Hungertuch (wenn man nicht gerade einen weltweiten Hit landet) und als Verbraucher zahlt man (zumindest bei Fachbüchern) utopische Preise. (>50 Euro) Der momentane Zustand ist auch keine wirkliche Löung - daher würde ich es begrüßen, wenn zumindest Fachbücher im Internet frei verfügbar wären. Galileo Design geht hier den richtigen Weg und hat erkannt, dass ein Ebook niemals die Printausgabe ersetzen wird.
 
@web189: Wahre Worte - zur Zeit kassieren auch meiner Meinung nach noch die Falschen. Wenn jemand verlieren muss, sollten es die Verlage sein - wenn es alternative Vertriebswege gibt, werden sich daran die wenigsten stören.
 
Ist es wettbewerbswiedrig wenn ich 1000 Bücher kaufen gehe und die auf der Strasse verschenke?
 
@w00x: Keineswegs. Wenn du allerdings 1 Buch kaufst, daraus 1000 machst und dann ...
 
@w00x: Wenn Du sie einfach so kaufst, dann wohl nicht. Wenn Du aber extra Verträge mit nur einem Teil der aktuell an der Wertschöpfung Beteiligten aushandelst, um genau dies tun zu können, dann möglicherweise schon.
 
Genauso wäre es sogar rechtswidrig wenn du die 1000 Bücher für nur 1 Cent verkaufen würdest solange die Buchpreisbindug dafür besteht^^

Was vie lerschreckender ist es gitb gewissen Individuen die wollen die buchpreisbindung auch für E-books haben...
 
ich find gogle books klasse.. benutze ich sehr oft f+r schulische zwecke :) .. ic spar mir dadurch meine meherere hundeeert seiten schweren fachbücher mitznehmen und greif dann lieber auf google books zurück :)
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