Street View: Google soll Vereinbarungen nicht halten

Datenschutz Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hat dem Suchmaschinenbetreiber Google den Bruch von Vereinbarungen hinsichtlich der Foto-Aufnahmen für die Street View-Funktion vorgeworfen. mehr...

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Ja, ich finde auch, dass jeder Minister einen Monat VOR der Fahrt öffentlich bekannt machen soll, wo er/sie mit dem Dienstwagen wann und warum hinfährt... interessiert vermutlich mehr Leute. Oder Herr Caspar garantiert Google im Gegenzug, dass an den angemeldeten Terminen passendes Wetter für die Aufnahmen herrscht.
 
@Tyndal: Sehr sinnfreier Beitrag ... was hat das denn damit zu tun?
Wenn man Verträge und Abmachungen hat, dann hat man diese auch einzuhalten. Dies gillt auch für Google....
 
@0xcccccccc: Sehr sinnfreie Abmachung: Woher soll Google im voraus wissen, an welchen Tagen passendes Wetter für die Aufnahmen herrscht? Welchen Zweck erfüllt die Vorankündigung... gibt sie den Anwohner die Chance, am entsprechenden Tag ihre Häuser mit auf Arbeit zu nehmen, damit diese nicht fotografiert werden? Kann der Datenschutz (Unkenntlichmachung von Personen und Autokennzeichen) dadurch gewährleistet werden, dass die Fahrten vorher angekündigt werden? Oder ist das alles nur eine willkürliche Aktion einer Behörde, die gegenüber der eigenen Regierung nichts durchsetzen kann, um mal die Muskeln zu zeigen? Warum erhält kein Hamurger eine Information, wo die öffentlichen Webcams der Stadt Hamburg aufgestellt sind, was sie filmen und zu welchen Uhrzeiten? Die Bilder dieser Webcams werden ohne Unkenntlichmachung der Personen direkt ins WWW gestreamt, ganz zu schweigen von den unzähligen privaten Webcams. In Deutschland sind laut Gesetz noch immer alle gleich - im Endeffekt bedeutet diese Auflage, dass zukünftig jeder gewerbliche Fotograf vorher anmelden muss, wann er wo Bilder macht. Natürlich muss sich Google an Gesetze halten - aber es gibt in Deutschland kein Gesetz, womit sich die Auflagen rechtfertigen lassen.
 
@Tyndal: Ganz einfach schönes Wetter -> angegebne gebiete werden befahren, Scheiss wetter -> angegebene gebite werden nicht befahren.
Nur weil das Hambur vielleicht so praktiziert ( was auch nicht OK ist) sollte es kein Freifahrtsschein für andere sein.
Was du dann im Endeffekt mit der Info anstellst ob das Auto bei die vorbei fährt oder nicht ist ja jedem selbst überlassen.
 
@0xcccccccc: Den "Freifahrtschein" gibt einem doch das deutsche Gesetz. §59 Abs. 1 UrhG: Zitat: "Zulässig ist, Werke, die sich bleibend an öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen befinden, mit Mitteln der Malerei oder Grafik, durch Lichtbild oder durch Film zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich wiederzugeben." Nach §62 UrhG dürfen die so gefertigten Werke noch nicht einmal verändert werden (Unkenntlichmachung). Da bei den Aufnahmen mitfotografierte Personen im Gesamtbild nur Beiwerk sind, würde nicht einmal das Recht am eigenen Bild greifen. Woher nahm die Datenschutzbehörde sich nun das Recht heraus, Auflagen überhaupt zu erteilen? Wenn denen nicht gefällt, was Google macht, dann müssen sie die geltenden Gesetze ändern. Aber so ist das reines Google-Bashing. Angenommen die Bundesregierung wäre auf die Idee des StreetViews gekommen - eben zu Werbezwecken / Tourismus, hätte Herr Caspar sich da auch zu Wort gemeldet und Auflagen erteilt? Ich finde es gibt in Deutschland größere Datenschutzprobleme als die StreetView-Aktion, leider traut sich da die Behörde nicht durchzugreifen.
 
@Tyndal: Schön wenn du dich im Gesetzestext so gut auskennst. Aber ich bleibe bei meiner anfänglichen Aussage, wer veträge bzw Abmachungen hat, ist verpflichtet sie einzuhalten. Dann hätte Google eben derart vertrag oder was auch immer von Anfang an abblocken müssen.
 
@0xcccccccc: Da widerspreche ich dir auch nicht und bin der gleichen Meinung. Bleibe aber ebenfalls bei meiner Meinung, dass Google hier gegen keine Gesetze verstößt und die ganze Aktion doch nur das Ansehen der Datenschützer retten soll, die bei Vorratsdatenspeicherung und ähnlichen Datenschutzskandalen versagen.
 
@Tyndal: Das ist sicher richtig, was du da über Werke schreibst, erklärt aber nicht warum Google es sich anmaßt Privatgrundstücke samt deren Personen abzufotografieren. Das sind nun mal keine Werke.... Zudem würde ich dich bitten, den Begriff "Werke" einheiltlich zu verwenden. Denn oben werden Werke als Objekte bezeichnet, später bezeichnest du eben das ganze Bild als Werk... Bei dem Gesetz geht es darum, dass du Werke, die eben nun mal öffentlich irgendwo stehen, abfotografieren darfst, und wenn jemand im Bild ist, er halt nun mal "Pech" hat, aber so wie du es argumentierst, dürfte ich ein Foto von dir machen auf dem noch ein Ast von nem Baum zu sehen ist... Ich wage zu bezweifeln, dass irgendein deutsches Gericht diesen Ast als "Werk" betrachten würde...
 
@Tyndal: ich sehe schon Halloween-Stimmung an den besagten Tagen, wo jeder verkleidet rumrennt und die Google-Fahrzeuge begrüßt. Häuser dekoriert... Könnte man als Feiertag mal einführen. Richtet sich nach dem guten Wetter - wunderbar:)
 
man so wird das ja noch ewig dauern bis es endlich mal view street view deutschland gibt. ich freu mich schon voll drauf. aber so langsam, glaub ich nicht mehr dran ..
 
"Heute ging die neue Liste nun online. "
Neu? Das ist genau die gleiche Liste, lediglich die Überschrift wurde von "Juni und Juli" auf "August und September" geändert. Und das passierte nicht heute sondern gestern...
 
ist mir auch schon aufgefallen, solange die das nicht hinbekommen und das geht eigentlich ganz fix, müssen die halt das aufnehmen einstellen.
krass wie die drauf sind.

man sieht nur orte und mit monatsangaben.
gefordert war an welchen tag sie durch welche strasse fahren, damit man winken kann, oder ähnliches. lol :-)
schlechtes image für google, sollten die eigentlich mal dran denken.
sowas führt zur unbeliebtheit.
müssen wir uns demnächst bei google auch nicht mehr an deren vertragsbestände und AGBs etc halten ???
 
@Homeboy23do: Wäre ich Google, würde ich die Fahrzeuge in andere Länder abziehen und Deutschland als "White Spot" im Angebot lassen. Wenn die Tourismusverbände dann erkannt haben, dass StreetView in anderen Ländern eine gutbesuchte kostenlose Werbeplattform ist, würde ich mir die Aufnahme der deutschen Bilder mit einigen Millionen bezahlen lassen, dazu jährliche Gebühren für die Bereitstellung. Google macht Fotos... ein tolles Argument, um von den gravierenden Datenschutzproblemen in Deutschland (Vorratsdatenspeicherung, Bundestrojaner, Telefonabhörung, Aufhebung Bankgeheimnis fürs Finanzamt etc.) abzulenken... oder diese Aufgaben sind für die Datenschutzbehörde schlicht eine Nummer zu groß?
 
@Tyndal: Würde mich auch freuen wenn Google seine Fahrzeuge abzieht. Ich kenne meine Strasse und brauche diese nicht in Streetview zu sehen. Und wenn ich dann doch mal wohin muss, wo ich mich nicht auskenne, gibt es Navis oder Karten.
 
@>ChaOs: Oder du schaust auf die scheinbar unbedenklichen Satelliten-Bilder, die dir sogar die Bereiche hinter Mauern oder Sichtschutzanlagen zeigen, die von StreetView gar nicht erfasst werden könnten... Ist auch immer schön zu sehen, wie egoistisch die meisten Menschen sind. Die Hotels, Gaststätten, Ferienwohnungvermietungen und überhaupt jede Branche, die vom Tourismus lebt, wird dabei vergessen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass z.B. Japaner diese Technik sehr gerne nutzen würden, um sich vor der Reise über den Urlaubsort und die Umgebung zu informieren. Gegen die Zensur von Kinderpornos wird geflucht, die Zensur von gesetzlich erlaubten Panoramaaufnahmen wird bejubelt... *kopfkratz* Seltsame Prioritäten habt ihr...
 
@Tyndal: In meiner Straße gibt es keinen Tourismus. Und ich denke auf die meisten anderen Straßen in Deutschland wird das auch zutreffen. Von daher ist das ziemlich egal ob es in Deutschland nun Street View gibt oder nicht. Darüber hinaus hinken deine Vergleiche bezüglich Satelittenbildern oder auch Luftbildern (MS). Beide sind bei weitem nicht so hochauflösend wie Streetview. Das Problem ist darüber hinaus nicht die Aufnahme an sich. Kann gerne jeder bei mir vorbeikommen und mein Haus fotografieren. Ich geb auch ein Bier aus. Aber die massenhafte Bereitstellung der Daten an zentraler Stelle ist schon problematisch. Das öffnet Missbrauch Tür und Tor. Und es wird ihn geben den Mißbrauch, so sicher wie das Amen in der Kriche...
 
@akonze: Und wer garantiert dir, dass die Leute, die Bilder von deinem Haus gemacht haben nicht weiter verbreiten und publik machen? Der Unterschied ist nur Google = bekannt, unbekannte Person = nicht bekannt. Dennoch kann sie genauso dein haus fuer alle sichtbar machen aufn Foto. Und was fuer Missbrauch wird dabei geoeffnet? Jeder Idiot kann an deiner Strasse vorbeigehen, ob er nun vorher GS anschaut oder nicht^^ und woher will er wissen wo du wohnst. Wie hoch ist die Chance das jemand ausgerechnet bei dir klopft wegen GS weil er dein haus so toll findet? Wenn da ein weisser Fleck ist >w uerde ich als Taeter eher dort zugreifen, weil ich weiss das jemand nicht will, dass man etwas sieht > also evtl. wertvoll. :D
 
@>ChaOs: weil Karten auch genau den Ort zeigen, wie er aussieht lol
 
@ StefanB20: Habe ich das behauptet?
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