Microsoft & Linux-Stiftung gegen Software-Garantien

Wirtschaft & Firmen Der Software-Konzern Microsoft und die Linux Foundation haben sich zusammengeschlossen, um gegen eine geplante neue Richtlinie des American Law Institutes (ALI) vorzugehen. mehr...

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"Die Streitpunkte zwischen beiden Organisationen stünden zwar in der Regel eher im Rampenlicht..." Und das auch nur durch die jeweiligen Comminities, aber das ist ne andere Sache. Ich kann sowohl die eine Seite als auch die andere verstehen. Will nich wissen, wie viele Idioten (grad in den USA) vor Gericht ziehen, weil sie meinen, ihr Bockmist (zB löschen von eigenen Daten durch eigene Dummheit, "oh, wie kommen denn 20 Viren auf meinen PC? Hab doch nur das MSN EmotIcon Set installiert", etc) wäre ein Garantiefall.
 
@Slurp: Das Problem bei den Amis ist ja, dass wenn ein blöder oder unwissender Richter den Kläger mit der Klage durchkommn lässt, er dann einen Präzedenzfall geschaffen hat auf den sich viele andere Leute, die den gleichen "Garantiefall" haben, beziehen werden. Zum Glück ist das für Dtl. in diesem Fall uninteressant.
 
@WemmZi: In der Tat.
 
Das war doch schon immer so, dass sich selbst Feinde verbünden, wenn es ans Eingemachte geht.
 
Absolut korrekt. Wenn in den USA bei Microwellen extra darauf hingewiesen werden muß, dass sie nicht für Tiere geeignet sind, möchte ich mir nicht ausmalen, welche Streitigkeiten bzgl. Software-Fehlern entstehen können...
 
zählt das auch für spiele? denn dann können manche spieleschmieden gleich dicht machen^^
 
@ExusAnimus: Joar... oder sich mit den Grafikkartenherstellern auseinandersetzen, dass doch bitte spezielle Treiber nur für dieses und jenes Game programmiert werden. Im Geiste lese ich schon den Hinweis: "Diese Software ist nur lauffähig auf Systemen mit folgender Hardware-, Software- und Treiberausstattung: [...]" - Die Frage ist nur: Wie viele unterschiedlichen Systemimages braucht man dann, um nicht gegen irgendeine Anforderung zu verstoßen? - Ehrlich gesagt: Ich will es gar nicht wissen. *gg*
 
Ich denke, ein Softwaregarantiefall könnte folgendermaßen aussehen: Eine Applikation nutzt das .NET-Framework und es kommt zu einem Fehlverhalten (Absturz, Datenverlust etc.). Die Frage ist: Wurde der Fehler durch die Applikation selbst oder etwa durch einen Fehler im .NET-Framework verursacht? Wer ist dafür haftbar zu machen? Wenn man solche Problematiken über Garantien abwickeln würde, bedeutet dieses ein heilloses Chaos. Noch dazu kommt die Tatsache, dass eine Software auf unterschiedlichen Systemen mit unterschiedlichen Softwareinstallationen mitunter ein anderes Laufverhalten an den Tag legt. Wie will man solche Fälle abdecken? Daher kann ich es gut nachvollziehen, dass Softwaregarantien abgelehnt werden.
 
wenn ich mein kaputtes farrad an zaun stelle(linux), jemand nimmt es und leg sich damit aufs maul- dann ist es nicht meine sache !

wenn ich jemand mein kaputtes farrad verkaufe(windows) und jemand leg sich damit hin, dann könnt ich vielleicht ärger kriegen..

will sagen: wieso linux ? kostet nix, keiner zwingt einen es zu nutzen..(mit windows kann ich ja noch ganz ganz bisschen verstehen, aber nicht für richtig befinden)
 
@muzel: Es gibt auch kommerzielle Linux-Distributionen.
 
@EvilFiek: Da zahlst du aber in der Regel nicht für das System, sondern für den Support.
 
@FFX: Na dann kann dir der Support ja bei dem Problem helfen. Ansonsten ist halt der Distributor dran. @EvilFirek: Vor allem gibt es nicht nur Linuxdistributionen, sondern komplette Lösungen auf Linuxbasis.
 
@muzel: Aber wenn das Gesetz Dich dazu verdonnert, für Dein Fahrrad, das Du an den Zaun stellst, Garantie / Gewährleistung / Schadenersatz im Fehlerfall zu zahlen, nützt das auch nichts, dass es nicht kommerziell war. Wenn das Fahrrad "Linux" heißt, ist es ja noch reltiv sicher, aber wirklich gearscht wären all diejenigen, die kostenlos kleinere Software-Tools zur Verfügung stellen... bis hin zu FF-Plugins etc...
 
@JanKrohn: "Wenn das Fahrrad "Linux" heißt, ist es ja noch reltiv sicher" ... Ja, weils keiner klauen will. Gibt ja eh an jeder Ecke eins für umsonst :P
 
@muzel: Ich hab bisher keinen Drohanruf von MS erhalten in dem sie mich zwingen Windows zu benutzen. Aber anderes Beispiel: Ich geh in den Supermarkt, kauf mir was zu essen und bekomm davon ne Lebensmittelvergiftung (Windows). Oder ich geh in den Supermarkt, bekomme Essensproben geschenkt und bekomme davon ne Vergiftung (Linux). Auch wenns umsonst war und keiner mich gezwungen hat es zu nutzen, Schuld sind die Vertreiber dennoch :> Zum Thema direkt: Wie krank wär denn das ^^ Jedes kleine Programm hat doch irgendwo Einfluss auf das System und kann irgendwo zu Abszürzen und Datenverlust führen. Würde in Zukunft ya eher dazu führen, dass Bugs nicht gemeldet sondern ausgenutzt werden um vor Gericht Kohle zu machen.
 
Hehe, find ich ja lustig das sich da MS und die Linuxfoundation mal einig sind. Es will halt keiner für den Mist garantieren, den er verzapft. Zumindest nicht wenns sich vermeiden lässt.
 
@DennisMoore: das Bemerkens werte an der Sache ist, dass man plötzlich den kleinen Endverbraucher ein Recht zugestehen will, dass Grosskunden wie HP, Dell und wie sie nur alle heißen sowieso haben. Ich spreche jetzt nur von Microsoft. Sicherlich ist es ungleich einfacher für solche Kunden die Programmierung an Stelle xy anzupassen, oder eine spezielle Lösung zu schaffen als für die breite Masse. Das stelle ich mir nahezu unmöglich vor. Firmen haben ohnehin Supportverträge die die Funktion des OS garantieren. Je gewichtiger der Kunde desto gewichtiger ist auch der Support, der in der Regel auch dementsprechend bezahlt wird. Bei Linux ist dies ebenso der Fall falls Supportverträge vorliegen. Es gibt jedoch auch Firmen wie Acronis deren Bootdisk auf Linux basiert die dir auf Eskalation hin eine auf dich zu geschnitzte Variante anbieten. dennoch kann ich mir nicht vorstellen, dass sich dieses Gesetz durchsetzen geschweige denn praktizieren lässt.
 
erinnert mich an den Spruch" Der feind des Feindes ist dein Freund..." Wurd auch mal zeit dass Linux & M$ Hand in Hand um ihre Rechte kämpfen. Wenn ich den Gesetzesentwurf verstehe, könnte also jeder User der eine Macke im system findet, M$ oder Linux verklagen. Unabhängig ob schon an nem Update gewerkelt wird. Das währ ja auf dauer tödlich für beide Systeme. Aber Klagen ist ja so in Mode gekommen.....
 
In gewisser Weise ist so eine Forderung nach Garantieansprüchen schon absurd, das dürfte jedem einleuchten, der mal selbst etwas entwickelt hat. In Bezug auf Anwendungen sehe ich aber auch keinen Handlungsbedarf, mir jedenfalls ist in den letzten Jahren kein Programm aufgefallen, welches derart schwere Fehler hatte, dass es seine Aufgabe nicht erfüllen konnte. Aber wenn ich sehe, was sich die Spieleindustrie so leistet, dann würde ich mir schon eine entsprechende Gesetzgebung wünschen, da kann man doch schon fast froh sein, wenn man ohne Patch installieren kann.
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