Thüringen: Breitband fürs Land kommt ins Stocken

Breitband Thüringer Bürger, die in ländlichen Regionen leben, müssen voraussichtlich noch länger auf breitbandige Internet-Anbindungen warten, als bisher angenommen. Das berichtet das 'Thüringen Journal' des Regionalsenders MDR. mehr...

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Warum sollten die Unternehmen jetzt aus Eigeninitiative investieren... es gibt jetzt hübsche Fördermittel seitens der Regierung, die bis Ende 2010 alle deutschen Haushalte an das Breitbandnetz angeschlossen haben möchte... und wenn die Regierung die Mittel dieses Jahr nicht ausschüttet, werden die Unternehmen dieses Jahr nicht investieren. Wer Fördermittel in Aussicht stellt darf sich doch nicht wundern, wenn die Unternehmen auf eben jene Fördermittel warten. Ich finde die Regierung mit ihren hohlen Versprechungen sind ebenso ein "ganz trauriges Kapitel".
 
@Tyndal: Na, warte mal die Wahlen im September ab. Dann heißt es, dass die Fördermittel nicht mehr bereitgestellt werden und schon war's das mit Breitband-Internet. :(
 
@Tyndal: Im Kapitalismus geht es auch nur um erhöhung des Eigenkapitals. Da bleibt keine Zeit an Menschen auf dem Land zu denken. Leere Versprechungen sind alltag, kann man auch nicht mehr erwarten.
 
@FFX: Sag ich ja... Wie war es denn bei der ersten Versteigerung von UMTS-Lizenzen? Absurde Milliardenbeträge wurden geboten... und dann war jahrelang Ruhe um das Thema UMTS. Welch WUNDER, dass jetzt genau das gleiche passiert. DBD, Clearwire Europe S.a.r.l. und die Inquam Broadband GmbH haben jetzt die Lizenzen. Das sind natürlich riesige Firmen, da konnte die Netzagentur davon ausgehen, dass nach den 10 Mio Lizenzkosten noch weitere Millionen für den Ausbau des Netzes in der Portokasse lagerten. @toshimitsu: Millionen für eine Lizenz auszugeben, die man danach nicht nutzt, halte ich nun nicht für ein Paradebeispiel des Kapitalismus. Hätten die großen 3 Mobilfunkanbieter diese Lizenzen gekauft, um Wettbewerb zu verhindern - meinetwegen - aber diese "kleinen" Unternehmen? Die Lizenz bringt denen keinen Ertrag, die 10 Millionen auf ein Konto angelegt hätte zumindest Zinsen gebracht.
 
@Tyndal: Entscheidend finde ich aber daran: "Sie wurden dabei verpflichtet, noch in diesem Jahr mindestens 15 Prozent der Gemeinden in dem Bundesland drahtlos mit Breitband-Internet zu versorgen." Und wenn man dann noch "Allerdings zeigt sich nun, dass die Lizenzinhaber ebenso wie andere Infrastrukturbetreiber in erster Linie auf die größeren Städte setzen, wo sich mehr Geld verdienen lässt."... Also ich hab keine weiteren Fragen mehr. Da wollten diverse Firmen einfach nur abkassieren und der Ausbau für jene, wo es erstmal nix zu holen gibt, schleift halt mal wieder hinterher. Wen wunderts... Die 15 % bekommt man wohl auch mit ein paar Städtchen hin, da macht euch mal keine Gedanken drum. Es sei denn es sind 15% gemeint, wo noch NIX geht, steht da aber nicht explizit.
 
Dann sollte man die Lizenzen wieder entziehen, damit die nich einfach nur weggekauft wurden um Mitbewerber rauszudrängen die grundsätzlich Interesse hätten. War doch wohl klar das das wieder nur ein Instrument für den Wahlkampf ist, genauso wie die Abwrackprämie... wir sind am Ende eh wieder die dummen...
 
@Rikibu: DBD, Clearwire Europe S.a.r.l. und die Inquam Broadband GmbH sind die Käufer. Welche Mitbewerber wollen die rausdrängen? Die Telekom? Vodafone? ePlus? Ja gut, soll die Bundesnetzagentur die Lizenzen wieder entziehen... ob ich nun kein Internet habe, weil eine Firma die Lizenz nicht nutzt oder ob ich kein Internet habe, weil die Frequenzen nicht freigegeben sind, macht am Ende für den Bürger keinen Unterschied. Nur dann müsste die Netzagentur ja wieder durchschnittlich 10 Millionen Euro für die Lizenzen zurückzahlen...
 
@Tyndal: Eigentlich wird dann nichts zurückgezahlt. Im Gegenteil, wenn bei der Vergabe der Lizenzen und den entsprechenden Verträgen nicht geschlafen wurde, dann dürfen die betroffenen Firmen noch eine Konventionalstrafe zahlen. So oder so, Geld zurück gibt es hier nicht.
 
Das wird wohl nicht nur in Thüringen so sein und bleiben! Darf zwar nichts sagen, aber nur kurz: w in Schierigkeiten vergessen.
 
war irgendwie klar. von allein wird eh nix passieren.
 
Da waren wieder diese ominösen Manager, die nur Kapital in ihrer eigenen Tasche sehen wollen, ja? Also das ist nicht richtig, dann sollen sie auch investieren, wenn nötig gezwungen werden! "Ich bin nur ein Opfer des Kapitalismuss..."
 
@DARK-THREAT: Die Einnahmen durch die Lizenzen (56 Mio Euro laut Zeitungsbericht) hätten wunderbar in den DSL-Ausbau von 20 Gemeinden gesteckt werden können (kabelgebunden). Ja, ich bin auch der Meinung, dass die Bundesnetzagentur mit ihren Einnahmen (die erste UMTS-Versteigerung brachte Milliarden...) zur Investition gezwungen werden müsste! Aber wohin wandert das Geld? Lizenz versteigern, Geld in den Ausbau investieren, ausgebautet Netz wieder verkaufen usw.usf. - dazu müsste die Bundesnetzagentur gezwungen werden, da stimme ich dir voll und ganz zu...
 
@DARK-THREAT: Stimme dir zu... eines der schlimmsten dinge die deutschland machen konnte war es, die Telekom und Bahn zu privatisieren... ich könnte wetten, dass wenn die Telekom heute immer noch staatlich wäre, hätten alle DSL und der Service würde ebenfalls stimmen... Alleine bei der Bahn sieht man es... Also die DB staatlich war, wurde in den ausbau investiert und defekte strecken repariert... und was ist heute? heute nennt man defekte oder beschädigte gleise "langsamfahr strecken" und die verlorene zeit die man durch solche stellen einfährt wird in den fahrplan eingerechnet... hauptsache maximum knete rausgeholt ohne neue investitionen!
 
Typisch deutsches Szenario und die obligatorischen "...hatte man nicht gerechnet..." & "...man sucht nach Wegen..." oder "...soll aber nur als letztes Mittel..." sind ja auch wieder groß genug genannt. Für die, die jetzt damit kommen, das hat man aber in...auch! Interessiert mich nicht! Für Deutschland ist genau DAS der Standard, das Übliche. WER hatte eigentlich mit etwas anderem gerechnet? Lizenz entziehen, das ich nicht lache! Narrenfreiheit triffts.
 
Schweinerei.
 
Was sind das nur für Unternehmen die nur etwas tun wenn es dafür Subventionen gibt????
Da wird auf der einen Seite vom Abbau der Subventionen geredet und auf der anderen Seite schmeißt man es wieder hinterher.
Man sollte alle !!! Anbieter verpflichten den Ausbau von Breitband auf dem Lande gemeinsam zu machen. Aber da der eine Anbieter dem anderen keinen Cent Gewinn gönnt wird so etwas nicht passieren.
Gewinnmaximierung ist angesagt!!!!
Kommentar abgeben Netiquette beachten!