Experte: GPL-Verstoß durch FAT-Lizenzierung möglich

Microsoft Microsofts aktuelles Programm zur Lizenzierung des FAT-Dateisystems könnte die Entwicklung und freie Verteilung von Software, die unter der GNU General Public License (GPL) steht, behindern. Dieser Auffassung ist Eben Moglen, Gründer des Software ... mehr...

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Im ganz allgemeinen finde ich schade das es keinen richtigen windows support für das OpenSource Dateisystem ext/2/3/4 gibt.
 
@Kalimann:

Eigentlich ne ziemlich schwache Aktion, dass Windows nur so wenige Dateisysteme unterstützt..
 
Nicht das ich es als Kunde gutheißen kann, aber für MS besteht (noch?) kein Grund für die Konkurrenz Tür und Angel zu öffnen.
 
@knoxyz: Wenn Microsoft nachdenken würde, wüden die ext/2/3/4 Support wenigstens als optionales Update rausbringen.
 
@Kalimann: Man könnte es zwar unterstützen, aber Windows darauf installieren geht nicht, da das Sicherheitsmodell von Windows darauf baut, dass das System auf einem NTFS-System installiert ist. Du kannst die aber gerne selbst die Unterstützung nachinstallieren. Geh dazu auf www.fs-driver.org
 
@DennisMoore: Es geht ja auch nicht um die Installation von Windows, sondern das man vielleicht auf Daten eines ext3 zugreifen möchte und das ist nicht ohne weiteres möglich. Nach installieren ist einfach nicht das gleiche wie native Unterstützung.
 
@Proton: Der Treiber ist nativ. Und wenn es dir zu kompliziert ist ein Setupprogramm durchzuklicken, dann weiß ich auch nicht.
 
FAT ist wirklich schon sehr alt, ich finde, MS könnte das Dateisystem wirklich freigeben, zumal es in vielen Produkten zum Einsatz kommt, obwohl es mittlerweile deutlich bessere Dateisysteme gibt. MS will OpenSource Software nutzen, also könnten sie auch etwas zurückgeben. Aber es wird eh nicht passieren, zuviel Millionen könnten dabei "nicht gewonnen" werden...
 
@ryazor: eben , es wird in vielen Produkten eingesetzt und bringt dadurch immernoch einiges an Geld in die kassen. Wieso sollte ich als Hersteller mir das entgehen lassen?
 
Verstehe ich nicht! Wozu brauchen sie FAT, wenn sie Linux auf dem TomTom nutzen? Und selbst wenn, hat ja MS Verträge und Lizenzabkommen mit Novel und das ist ja schließlich Linux. Wo ist da das Problem an der ganzen Sache?
 
@DarkKnight80: Das Problem an der ganzen Sache ist, dass die kleinen SD-Cards auf denen das Kartenmaterial abgespeichert ist mit FAT formatiert wurden. Du musst an die Kunden denken, die auf Windows arbeiten und jetzt neue Karten auf die SD ziehen wollen. Vom ökonomischen Standpunkt wäre es dämlich zu versuchen ext2 auf die SD zu bringen und ein Programm zu schreiben, das unter Windows über was auch immer ext2 kann, Man hat sich eben für den (wesentlich sinnigeren) FAT-Support entschieden, weil das Windows direkt unterstützt. Das Microsoft versucht ein Exempel zu statuieren konnte ja keiner ahnen...
 
@DarkKnight80: es geht um den Datenaustausch via USB ... Windows soll einfach ein Gerät mit FAT-Dateisystem vorfinden, um es mit dem Windows-eigenen FAT-Treiber beschreiben zu können. Somit entfällt die Notwendigkeit für einen Netzwerkanschluss bzw. Netzwerk via USB und einem SAMBA-Server und den ganzen IP-Kram.
 
@DarkKnight80: geht es nur um FAT oder auch FAT32, denn meine SD Karten ab 1 gig werden alle mit FAT32 formatiert und dann das Kartenmaterial drauf gepackt
 
@Peko: Ahh OK danke! Daran hatte ich jetzt gar nicht gleich gedacht :-). Dennoch komisch, dass die FAT-Lizenz nicht im Abkommen zwischen MS und Novel enthalten ist. Denn auch Linux kann ja ohne Probleme auf FAT zugreifen. Daher, warum jetzt TomTom verklagen?
 
Laut Rechtsexperten der FSF werden die FAT-Patente vor gericht nicht stand halten können.
 
@T-One: Ich bin alles andere als ein Rechtsexperte, aber so wie ich die Sache verstehe, spielen die Patente das FAT-Dateisystem bei der Problematik keine Rolle. Der Punkt ist, FAT ist kostenpflichtig. Und Programme unter GNU dürfen keine kostenpflichtigen Teile enthalten...
 
@Schließmuskel: Dann verstehst du die Sache falsch. GPL können sehr wohl kostenpflichtig sein. Die GPL schreibt nichts über einen etwaigen Preis vor. Sondern nur das der Quellcode offen sein muss und alle Änderungen daran auch offen zügänglich sein müssen.
 
@bash: Programme unter GNU dürfen verkauft werden, völlig richtig. Nach meinem Verständnis dürfen (können) die Programme aber keine kostenplichtigen Teile ENTHALTEN. Punkt 11
in http://www.gnu.de/documents/gpl.de.html ist für mich eindeutig.
 
@Schließmuskel: Du meinst GPL (General Public License) und nicht GNU (Gnu is not Unix). Wenn ein Programm FAT verwendet, enthält es lange noch nicht FAT. Edit: Man darf ja auch die proprietären Nvidia-Treiber verwenden ohne das man den Quellcode hätte geschweige denn ihn offen legen könnte.
 
@Proton: Ja, ich meine die GPL (GNU General Public License), habe sie zugegebenermaßen mit GNU sehr unglücklich abgekürzt. Sorry - Zum Thema: Die nVidia-Treiber sind aber nicht kostenpflichtig, und darum geht es mir. Zitatauszug: "...Sie dürfen ein betroffenes Werk nicht übertragen, wenn Sie Partner in einem Vertrag mit einer Drittpartei sind, __ , gemäß dem Sie dieser Drittpartei Zahlungen leisten, die auf dem Maß Ihrer Aktivität des Übertragens des Werks basieren..." Unsere Diskussion zeigt aber gut, wie verworeren und voller Tücken das Konzept der freien Software geworden ist.
 
@Schließmuskel: Der Kernel ist unter der GPL alle Treiber im Kernel müssen unter der GPL sein. Tomtom nutzt den FAT Treiber der 1) Im Kernel ist und 2) Unter der GPL steht. Würde Tomtom nun Lizenzgebühren bezahlen darf 1) Der Treiber nicht mehr in den Kernel 2) Der Treiber nicht mehr weitergegeben werden. Genau das verstösst gegen die GPL. Die Tatsache das dann der Treiber der ursprünglich unter GPL ist nicht mehr unter dieser veröffentlicht bzw weitergegeben werden darf. Das mit Nvidia, Ati Treiber ist was völlig anderes diese sind unter einer eigenen Lizenz, nicht im Kernel und nutzen die Schnittstelle im Kernel was völlig legal ist genau wie über FUSE.
 
@root_tux_linux: Vielen Dank! Schöne, gut verständliche Erklärung. Dann hatte ich es ja doch halbwegs richtig verstanden.
 
Süss. Die GPL versperrt ihren Benutzen selbst den Weg.
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