Hacker-Paragraf: Verfahren gegen Heise eingestellt

Recht, Politik & EU Die Staatsanwaltschaft Hannover hat die Ermittlungen gegen Jürgen Seeger, Chefredakteur des Magazins 'iX', eingestellt. Das teilte der Heise-Verlag heute mit. mehr...

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Ich finde es trotzdem sehr mutig von ihm, sich selbst anzuzeigen. Bei solchen neuen Gesetzen, weiß man nie wie die damit umgehen, besonders bei so umstrittenen...
 
@loedl: lieber selbst, bevors wer anders tut =)
 
@loedl: dickes (+)
 
@loedl: Das hat absolut nichts mit Mut zu tun. Wenn du ein bisschen googlest, wirst du feststellen, was Seeger mit der Selbstanzeige bezweckte. Er selbst hat hierzu gesagt:

"Aufgrund der erheblichen Rechtsunsicherheit nicht nur bei professionellen Sicherheitsexperten, sondern auch bei Zeitschriften, bleibt uns keine andere Wahl, als die juristische Einordnung des Verteilens derartiger Programme im Rahmen einer Selbstanzeige prüfen zu lassen."

Eine große Gefahr "hart" bestraft zu werden, bestand für ihn wohl nie :)
 
@80486: lies mal das Posting von Daedalus3 durch.____________________@Topic: Das "tolle" an der schwammigen Formulierung des Gesetzes ist, daß man es im Bedarfsfall so drehen kann, wie es einem paßt und damit auch Unschuldige ausschalten kann, wenn diese "ungut" auffallen. Wozu also sich die Mühe machen und den Gesetztetext reformieren? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
 
@moribund: Tja der wurde aber leider nach dem er geantwortet hat geschrieben also vorwurf irgendwo hinschieben .
 
da wollte wohl wer als märthyrer in die geschichte eingehen :-).
 
@tx: Nee, der wußte einfach das es dafür nicht verknackt werden kann. Er hat nämlich im Gegensatz zur gesetzgebenden Instanz Ahnung von dem was er sagt und tut.
 
@DennisMoore: Daedalus3 hat es in o1 [re:3] auf den Punkt gebracht. Ist schön dass sich noch jemand die Mühe macht und sich informiert bevor er drauflos trollt wie tx.
 
@DennisMoore: Da geb ich dir zwar Recht, aber die Gerichte entscheiden (und das eben den Gesetzen folgend) wer verknackt wird und wer nicht. Und die sind doch oft genug genau so Ahnungslos. Da hilft es ihm wenig ob er letztlich Ahnung hat oder nicht.
 
Feige rausgewunden hat sich die Staatsanwaltschaft! Würde das Gesetz von anständigen Menschen stammen, würde es in etwa so lauten: "Wer sich unbefugt Zugang zu einem Computersystem verschafft, dessen Eigentümer der Handelnde nicht ist, und vom Eigentümer auch keine Rechte zum Zugriff verliehen bekommen hat, ist ein Verbrecher!"
 
@Fusselbär: Du hast nicht durchzufall DM scheine neben dir und bist fleissig am kopieren? Füsselbär du must euros nehmen, die dm is nix mehr wert =(. *Spass muss sein * - BTW. (+)
 
@Fusselbär: "Wer sich unbefugt Zugang zu einem Computersystem verschafft, dessen Eigentümer der Handelnde nicht ist, und vom Eigentümer auch keine Rechte zum Zugriff verliehen bekommen hat, ist ein Fuselbär!" :-)
 
@zaska0: Der Punkt ist ja gerade, wie das im Volksmund "Hackerparagraf" genannte Machwerk formuliert ist, es ist geradezu heimtückisch darauf ausgerichtet Unschuldige zu kriminalisieren, Rechtsunsicherheit zu schaffen, während die Auftraggeber der Täter eher in Junta Kreisen zu suchen sind. Siehe dazu den Text dieses Machwerks: http://dejure.org/gesetze/StGB/202c.html Und nun daran erinnern, das immer wieder aufgedeckt wurde, das vor allem Diener der Junta immer wieder Computersabotage und Computereinbrüche begehen und normale Bürger ganz genau gar nicht durch solch ein Machwerk wie §202c StGB geschützt werden, sondern im Gegenteil kriminalisiert werden, unter Schaffung der größtmöglichen Rechtsunsicherheit! Dadurch, dass die feige Staatsanwaltschaft gekniffen hat, ist ja auch kein Urteil gefällt worden, so dass diese Rechtsunsicherheit aufrechterhalten wird.
 
@Fusselbär: Als Eigentümer oder Berechtigter ist er doch befugt. Also reicht doch unbefugter Zugang oder?
 
@Numbnutz: Das alleine wäre Gummi: "unbefugter Zugang". Rate mal, welche Tätergruppe sich besonders gerne damit rausreden will, das sie angeblich "befugt" wäre, obwohl sie besonders gerne heimlich gegen die Eigentümer der angegriffenen Systeme handelt. Nein, in ein sauberes Gesetz, das von Anständigen geschaffen wäre, wäre zum Schutz der anständigen Bürger klipp und klar drin, dass die Eigentümer, die normalen Bürger vor heimlichen Einbrüchen geschützt würden. Vorsicht auch mit so einer Formulierung wie: "Eigentümer oder Berechtigter"! Den das sind zwei völlig voneinander unabhängige Sachen, genauso wie auch Eigentümer und Besitzer nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben, den falls zum Beispiel unter (Waffen-)Gewalt Computersysteme in Besitz gebracht werden, sind die Täter die "Besitzer", jedoch nicht "Eigentümer" ihrer Beute!
 
@Fusselbär:

Ich würde mich mit deinem juristischen Halbwissen zurückhalten! Uns hat man damals im ersten Semester (schon lange her) gesagt: "Seien Sie, auch wenn sie bereits fortgeschritten sind mit juristischen RAtschlägen sehr vorsichtig: Einen Medizinstudenten lässt man im 7. Semester ja auch nicht in den OP!"
Ich finde deinen Vorschlag hier nicht nur vermessen, sondern auch ziemlich albern und lückenhaft!

Erfasst sind gar keine Fälle, wo jemand Rechte hat, die er aber nicht vom Eigentümer verliehen bekommen hat und gegen seinen Willen handelt!

Zudem solltest du mal die Rechtsfolgen in Gesetzen (speziell im StGB) nachlesen. Auch ein Abgrenzung von Verbrechen und Vergehen wäre bestimmt nicht unangebracht!
Nix für ungut!
 
Also brauchen jetzt alle Hacker nur noch ein Readme beilegen in dem steht: "Diese Tools erlauben die Verbesserung der Netzwerksicherheit." __ Schade, also hat der iX-Chef leider keinen Erfolg gehabt, denn sein mutiger Schritt zielte darauf ab dieses unsinnige Gesetz korrigieren zu lassen.
 
Super Aktion. Da wurde der Justiz aber mal ordentlich der Spiegel vorgehalten. Gesetze machen, keine Ahnung von der Materie haben und auf Expertenrat pfeifen *lol*. Genau richtig so. Im Prinzip hätte der Gesetzgeber (ehrlicherweise) schreiben müssen: "Hackertools sind verboten. Wir haben zwar keine Ahnung was das ist, was man damit macht oder ob die auch zu anderen (guten) Zwecken eingesetzt werden können, aber wir verbieten die trotzdem. Uns interessiert auch keine Kritik an dem Gesetz, weil wir es eh nicht ändern werden. Haben schließlich noch anderes zu tun. Die Terrorgefahr ist allgegenwärtig" ^^
 
@DennisMoore: AV Programme sind noch besser als der Gesetzgeber. Die löschen solche Dateien einfach kommentarlos.
 
jaja so ist das ist das jetzt ein SIEG oder Niederlage?
 
@axelt: Du darfst dich nicht von der Formulierung "nicht für andere Gerichte bindend" blenden lassen, den es gibt ganz genau gar kein Urteil! Die Staatsanwaltschaft hat sich einfach verweigert. Ob dies auf Weisung "von Oben" geschah, um größtmögliche Rechtsunsicherheit weiterhin aufrecht zu erhalten, wird wohl im Verborgenen bleiben.
 
@Fusselbär:

Auch ganz ungenau gibt es kein Urteil.

DIe Staatsanwaltschaft hat sich zudem nicht verweigert!
Es wurde jediglich ein Ermittlungsverfahren geführt, dieses wurde eingestellt.

Dieses Verhalten hat keine Rechtsbindungswirkung für irgendjemanden! Auch andere Staatsanwaltschaften wird nicht interessieren, warum Hannover in diesem einen Fall das EV eingestellt hat! Liegt eine Anzeige vor oder besteht ein Anfangsverdacht gegen einen Tatverdächtigen musss das EV eingeleitet werden. Bei hinreichendem Tatverdacht wird dann die öffentliche Klage vor GEricht erhoben... WEitere Verfahrensschritte folgen.
Nachzulesen (auch für Nicht Juristen) in der StPO. Ist interessant undleicht zu verstehen!
 
Verbreitung von Software die zum Einbruch auf andere PCs genutzt werden kann? Na da verstößt unser Herr Schäublie aber in unzähligen Fällen gegen diesen Paragrafen :)
 
jaja unser lieber Staat....

uns wollen Sie verbieten mit solchen Tools beruflich und privat zu arbeiten, und selber nicht besser.
Aber ist ja klar wenn Sie uns das nicht verbieten würden, könnte man ja mit bekommen das der scheiss Staat schnüffelt
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