Microsoft: Leiharbeiter-Protest gegen Lohnkürzungen

Wirtschaft & Firmen Die bei Microsoft tätigen Leiharbeiter haben damit begonnen, sich vorsorglich gegen offenbar bevorstehende Gehaltskürzungen zu organisieren. Den Startschuss setzte ein Mitarbeiter der Leiharbeitsfirma Volt. mehr...

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stell dir vor es gibt eine krise und keinen interessierts. dann gäbe es keine krise, weil sie ignoriert wird... so einfach ist das
 
hast schon recht. irwi sind das alles viktive probleme die nur entstehen weil sie jmd durch geld und machtgeilheit verursacht... wären die menschen alle lieb ....
 
@DataLohr: Dafür steht die Börse mit ihren Namen und die Geldgeilen Aasgeier die sich in ihr tummeln .
 
@DataLohr: da es bereits (-) gegeben hat, geh ich davon aus, dass die menschen nicht mehr lieb sein wollen :D
 
@hjo: Aber, es gibt bekanntlich auch Menschen, die versuchen, dieses zu kompensieren. Da sie ohnehin nicht einverstanden sind mit diesen mit diesem Berwertungssysstem und vor allem diesen Berwertern. :D
 
@hjo: Wie entstehen ?Risikoanleihen??

Mandy besitzt eine Bar in Kreuzberg.
Um den Umsatz zu steigern, beschliesst sie, die Getränke der Stammkundschaft (hauptsächlich alkoholkranke Hartz-IV-Empfänger) auf den Deckel zu nehmen, ihnen also Kredit zu gewähren. Das spricht sich in Kreuzberg schnell herum und immer mehr Kundschaft desselben Segments drängt sich in Mandy's Bar. Da die Kunden sich um die Bezahlung keine Sorgen machen müssen, erhöht Mandy sukzessive die Preise für den Alkohol und erhöht damit auch massiv ihren Umsatz.

Der junge und dynamische Kundenberater der lokalen Bank bemerkt Mandy's Erfolg und bietet ihr zur Liquiditätssicherung eine unbegrenzte Kreditlinie an. Um die Deckung macht er sich keinerlei Sorgen, er hat ja die Schulden der Trinker als Deckung. Zur Refinanzierung transformieren top ausgebildete Investmentbanker die Bierdeckel in verbriefte Schuldverschreibungen mit den Bezeichnungen

SUFFBOND®, ALKBOND® und KOTZBOND®.

Diese Papiere laufen unter der modernen Bezeichnung
SPA Super Prima Anleihen

und werden bei einer usbekischen Online-Versicherung per Email abgesichert.
Daraufhin werden sie von mehreren Rating-Agenturen (gegen lebenslanges Freibier in Mandy's Bar) mit ausgezeichneten Bewertungen versehen. Niemand versteht zwar, was die Abkürzungen dieser Produkte bedeuten oder was genau diese Papiere beinhalten, aber dank steigender Kurse und hoher Renditen werden diese Konstrukte ein Renner für institutionelle Investoren.
Vorstände und Investmentspezialisten der Bank erhalten Boni im dreistelligen Millionenbereich.

Eines Tages, obwohl die Kurse immer noch steigen, stellt ein Risk Manager (der inzwischen wegen seiner negativen Grundeinstellung selbstverständlich entlassen wurde) fest, dass es an der Zeit sei, die ältesten Deckel von Mandy's Kunden langsam fällig zu stellen. Überraschenderweise können weder die ersten noch die nächsten Hartz-IV-Empfänger ihre Schulden, von denen viele inzwischen ein Vielfaches ihres Jahreseinkommens betragen, bezahlen.
Solange man auch nachforscht, es kommen so gut wie keine Tilgungen ins Haus.

Mandy macht Konkurs.
SUFFBOND® und ALKBOND® verlieren 95%, KOTZBOND® hält sich besser und stabilisiert sich bei einem Kurswert von 20%.

Die Lieferanten hatten Mandy extrem lange Zahlungsfristen gewährt und zudem selbst in die Super Prima Anleihen investiert. Der Wein- und der Schnapslieferant gehen Konkurs, der Bierlieferant wird dank massiver staatlicher Zuschüsse von einer ausländischen Investorengruppe übernommen.
Die Bank wird durch Steuergelder gerettet.
Der Bankvorstand verzichtet für das abgelaufene Geschäftsjahr auf den Bonus.
Usbekistan lässt seinen Online-Versicherer ohne Rettungsschirm in die Pleite gehen.
Die ersten Großinvestoren rufen nach staatlicher Hilfe und drohen mit Arbeitsplatzverlusten.
 
Ich mag mich irren, aber haben Leiharbeiter nicht eher einen Vertrag mit der Leihfirma (bei uns Zeitarbeitsfirma) und nicht mit Microsoft selbst? Also, wenn, dann müssten sie ihre Leihfirma verklagen, da sie bei Microsoft selbst gar nicht als intere Beschäftigte verzeichnet sind und somit dort keine diesbezüglichen Rechte haben. Ich kenne natürlich die rechtlichen Dinge da drüben nicht so sehr wie hier, aber logisch gesehen werden die Mitarbeiter ja ausgeliehen. MfG Fraser BTW: Kann es sein, das Winfuture zum ersten Mal von allen gesagt hat, dass es sich schon um einen "Weltwirtschaftskrise" handelt? Weil bisher wird immer nur von einer Wirtschaftskriese gesprochen, welche sich in einer Weltwirtschaftskrise ausarten könnte.
 
@Fraser: dazu habe ich folgendes gefunden: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b1/Dreiecksverh%C3%A4ltnis.jpg "Dreiecksverhältnis: rechtliche Beziehung in Deutschland" so oder so ähnlich wird es auch in den staaten sein...
 
@klein-m: Mal etwas kürze und einfacher mache: http://tinyurl.com/augfh4
 
@Fraser: Völlig korrekt, die Leiharbeiter stehen in keinem Angestelltenverhältnis bei MS, sondern bei ihrer Leihfirma und wenn überhaupt, dann müsste diese den Leuten das geld kürzen. Aber eigentlich ist das Gehalt vertraglich geregelt und kann nicht einfach gekürzt werden ohne den vertrag aufzuheben - was einer Kündigung gleich kommt. Übrigens haben in Deutschland fast alle großen Firmen Leiharbeiter rausgeworfen, das ist das Problem der Leiharbeit: Die arbeiter sind schnell rein und genauso schnell wieder weg. Das Problem haben dann die Leihfirmen. Die haben Verträge mit Arbeitern und keine Arbeit für die. Die Arbeiter bekommen aber weiter ihr Geld. Übrigens zu Lohnkürzungen: Hier in Deutschland im öffentlichen Dienst sind die Löhne zum Teil über 15 % gekürzt worden - nicht bestehende Verträge, sondern Neueinstellungen und Vertragsverlängerungen. Und das obwohl der öffentliche Dienst inzwischen schon zu den schlecht bezahlten Branchen in Deutschland gehört. Aber keinen hat es interessiert. Ich kenne selbst einen Familienvater, der nach einer Vertragsverlängerung mit 400 Euro weniger im Monat nach Hause kommt. Üble Sache.
 
@klein-m: Ob die USA auch so ein Arbeitnehmerüberlassungsgesetz haben (was übrigens auch hier einige - nicht nur eine -umstittene Dinge beinhaltet, weswegen viele Zeitarbeitsfirmen meiden), mag ich mal dahingestellt haben, da die Gesetze der USA doch deutlich von denen in Europa (z.T. ja von der EU reguliert) abweichen. Man braucht sich ja nur mal die Sozialpolitik anschauen. Und auch die derzeitigen Gesetze, was den Stand eines Menschen (u.a. finanziell) angeht. Wenn man sich näher damit befasst, mag man irgendwie nicht dorthin auswandern (ohne viel Geld zu verdienen)...
 
@klein-m: mal etwas kürzer gehalten die URL: http://tinyurl.com/augfh4 @Timurlenk: Na ja, die erste Leihfirma "Aditi Staffing" macht es ja auch schon (oder wird es machen). Also die Kürzungen weitergeben. - Allgemein: Die Leihfirma bekommt Geld von der zuleiheneden Firma ... damit existiert also nur einen passive oder indirekte Dreiecksbeziehung. Und das kann bei Wikipedia oder so stehen wie es will. Wenn ich hier in Dtl. bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt bin und von dort aus einen Job bekomme (und eben die befristete Zeit - üblicherweise 3 bis 12 Monate - von der Zeitarbeitsfirma bezahlt werde), habe ich nur Rechte gegenüber der Zeitarbeitsfirma, aber nicht der Fremdfirma. Das ist auch einer der Gründe, wieso so viele Firmen diesen Weg gehen. Selektive Auslese - d.h. ich habe 3-12 Monate Zeit mir die Person anzuschauen und zusätzlich nochmnal bis zu 6 Monate, wenn ich sie dann übernehme (Probezeit - Zeitarbeit wird meist nicht angerechnet). Das ist einfach sehr lukrativ. Und ehrlich, schaut man sich das in den USA an, kann es dort nur schlechter sein.
 
Da kann man nur noch mit den Kopf schütteln..... da ich selber in dieser tollen lage bin.....und ich mich zur zeit, von meiner leihbude verarscht fühle. diesen spürch wir sie in einer wirtschaftskriese kann ich nicht mehr hören.... die da oben stopfen ich die taschen voll und ningeln krumm... und die kleinen stehen dumm da und dürfen dann noch das geld in zukunft mit bringen das sie arbeiten dürfen. na mal schauen wenn sie an mein geld wollen.....hab kein verständnis für so was....
 
@nux: bissi am thema vorbei aber da fällt mir grad ein als mein vater autokran gefahren hat kam der chef zu ihm und sagte "es ist brauch bei uns das ein neuer fahrer die erste rechnung für den autokran bezahlt" da sollte er 7.000€ für reifenwechsel blechen und war grad mal 1 monat da beschäftigt :p
 
@DataLohr: Na ja solange es nicht auch so im Arbeitsvertrag steht. Wobei es natürlich Mist ist, das dein Vater da noch in der Probezeit war und somit einfach kündbar. Und das Problem vor einem Arbeitsgericht zu klären, dürfte nicht leicht sein. Sowas ist miese Abzopcke und leider kein Einzelfall. MfG Fraser
 
@nux:
die ganzen leihbuden sollte man verbieten. als die sklaverei verboten worden ist, ist die leiharbeit erfunden worden.
 
@all: Wohlgemerkt: Der Gedanke ansich von Leiharbeitsfirmen ist nicht schlecht!! Nur die Bezahlung und der Umgang mit den Arbeitern unter aller Sau. Ich spreche hier auch aus Erfahrung.. Sollten die Firmen mal "normales" Gehlat bezahlen oder annähernd normal, dann würde es mit der Wirtschaft wesentlich besser laufen weil denn hinterher nur noch alle Leute in einem Pool sind und dorthin gebracht werden wo grade Arbeitskraft gebraucht wird. | Aber bei der Bezahlung NEVER |
 
Ganze 3 Unterzeichner bisher? Hui.
 
@n00n: Das Teil hat doch erst am 26. begonnen. Mind. eine Woche muss man ihnen schon geben... Wobei ich bezweifle, dass es etwas bringt. Außer, dass man vllt. die Urheber der Seite wegen Aufbruch zur Meuterei verklagen könnte. Denn auch da sind die Gesetze drüben anders als hier. Von wegen Gewerkschaften. Klar gibt es dir. Aber "drin zu sein" heißt oft schon im Vorfeld "daußen zu sein"... MfG Fraser
 
@ pixelmädel: Da hast du Recht!!!! Naja Hilft aber alles nichts....
 
Diese ganzen Firmen, die zunehmend Leiharbeiter beschäftigen und Lohndumping betreiben, sägen sich den Ast selber ab, auf dem sie sitzen. Denn wenn die große Masse der Arbeiternehmer immer mehr an Kaufkraft verliert, werden sie immer weniger Produkte kaufen können.
Allmählich stellt sich die Systemfrage. Die Zeit ist reif für mehr Verteilungsgerechtigkeit.
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