RIAA trennt sich von umstrittenen Filesharer-Jägern

Filesharing Der US-Musikverband RIAA hat sich von der Firma MediaSentry getrennt, die bisher im Auftrag der großen Musikfirmen Beweise gegen Filesharing-Nutzer sammelte. Dies berichtete das Wall Street Journal am gestrigen Sonntag. mehr...

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Ich bin ja mal gespannt wie sich das ganze entwickelt. Die Musikindustrie ist eine zu gewinnversprechende Sparte als das man den einfachen Konsumenten jemals gewähren lässt.
 
@Oruam: Keine Ahnung aus welcher Zeit du kommst, aber hier in meiner Zeit geht es so massiv Bergab mit der Musikindustrie, daß sie aus purem Selbsterhaltungstrieb umdenken müssen. Abgesehen von den "bösen" Filesharern bringt die MI fast nur noch mist raus und lässt sich diesen mehr als teuer bezahlen. Fast schade, das es noch filesahring gibt, wäre dies nicht der Fall, würde die MI feststellen, das es nicht wegen der Sharer ist, das sie keinen Gewinn mehr machen, sondern das es eher ein Problem mit der Qualität und Preis ist...
 
@silentius: "...bringt die MI fast nur noch mist raus und lässt sich diesen mehr als teuer bezahlen..." klingt für mich nach einer "gewinnversprechende Sparte". Immerhin macht diese Bande immer noch genug Gewinn um sich teure Hobbies wie Prozesse, Lobbyismus und überteuerte Künstler leisten zu können. Gejammert wird sowieso in jeder Branche. (z.B. die Filmindustrie jammert seit Jahren, obwohl im letzten jahrzehnt nach dem Kinosterben der 80er und 90er mehr Leute ins Kino gehen, die erfolgreichste Kinostarts und Filme aus den letzten 10 Jahren stammen und man im Gegensatz zu früher auch DVD- und BluRay-Verkäufe und Merchandising hat.) Der Musikbranche geht es nicht so schlecht, wie sie gerne Glauben machen möchte, nur hat sie halt nicht mehr derartig unverschämte Gewinnspannen wie seit Einführung der CD (woran sie Großteils selbst schuld ist)
 
@moribund: Das Hauptproblem der MI ist die MI selbst meiner Meinung nach. Soviel Ranz, wie die auf den Markt bringen, kann doch keiner kaufen! Jede dahergelaufene Uschi, die halbwegs nach was aussieht, dafür aber umso schrecklicher singen kann, wird zum Popstar gekürt. Dazu noch dieses ständige Gecaste nach dem neuen Superstar usw. Wenn man den Markt überschwemmt und dazu den ehrlichen Kunden mit Kopierschutzmechanismen terrorisiert, dann muss man sich eben nicht wundern, wenn man nicht alles von dem Rotz verkauft bekommt.
 
@Mordy: Meiner Meinung nach ist das Hauptproblem der MI (neben zuviel Gier und der Tatsache, daß sich Kunden nicht mehr durch überteuerte "1 Song = Hit - 9 Songs = Shit"-Alben verarschen lassen) die Managermentalität. Wie in anderen Sparten der Industrie versucht man das Produkt am Fließband herzustellen. Wenn ein Song, ein Künstler oder ein Konzept funktionieren, werden sie 1 zu 1 kopiert und als einheitliche Massenware produziert, als Wegwerfprodukt. Das ist ja auch die Idee der Castingshows: Fließbandproduktion mit möglichst minimierten Risiko -> 1-2 Jahre werden dann die neuen kontrollierten Marionetten vorgeführt und ausgepreßt, dann weggeworfen. Nur Kunst funktioniert halt nicht als Fließbandprodukt, wenn die Einzigartigkeit verloren geht.
 
@moribund: Das mit der Fließbandproduktion meinte ich ja mit "überschwemmen". Nicht zu vergessen sind natürlich diese unzähligen, absolut schlechten und sinnlosen Coverversionen - aktuell das Lied "Eisblumen" von "Eisblume". Wo macht es Sinn, einen Song von 2005 zu covern (also noch nicht einmal soooo alt ist) und das auch noch so schlecht - die Original-Version von Subway To Sally ist da um Meilen besser. Da kommt einem manchmal echt noch das Essen von vorgestern rauf. :(
 
@Mordy: Ja, Cover-Versionen sind das ebenso einfallslose, unkreative Gegenstück zu Remakes und Endlos-Fortsetzungen bei den Filmen, Fließband-Produkte halt.
 
Gibts eigentlich keine Firmen die Leute "jagen" die sich Pornos ohne Ende laden? Da sitzt doch noch mal mehr Kohle drin, man bekommt nur was von der Musik- und Filmindustrie mit. Wäre das ne Marktlücke? Wenn ja suche ich Geschäftspartner... :)
 
@Keith Eyeball: Sind Pornos denn keine Filme?
 
@Keith Eyeball: Ist grad aktuell: http://www.shortnews.de/start.cfm?id=744417
 
@Linux-Taliban: Natürlich, aber mit Filmindustrie ist nicht die Porno-Branche gemeint!
 
@MazelManiac: Ah, danke dir! Also doch keine Marktlücke :)
 
@Keith Eyeball: Also sind Pornofilme doch keine Filme. :-)
 
@Linux-Taliban: Hab ich doch gar nicht gesagt. Ich meine mit der Filmindustrie die, die größtenteils in Hollywood ihre Filmchen planen und produzieren. Die Pornos sehe ich als separate Branche an, aber darum gehts ja heir gar nicht, meine Frage wurde beantwortet :)
 
Am bekanntesten sind wohl John Thompson Filme (GGG), von dort aus wurde seit paar Jahren auch des oefteren abgemahnt. Komischerweise begann das zu der Zeit, als Meldungen raus kamen, dass die Pornoindustrie nicht mehr soviel einnimmt wie noch ein Jahr davor (keine Ahnung in welchem Jahr das ganze war - gabs bei gulli mal einen netten Thread drueber).
 
@Keith Eyeball: Das hast pech sowas gibt es schon, wird nur nich so in den Medien breitgetreten weil es viele Menschen gibt denen das sogar recht währe wenn die Pornoindustrie untergeht.
 
@Phoenix-MD: Bitte wäre ohne "h"! Das brennt so in den Augen.
 
@Keith Eyeball: Offensichtlich ist man in der Pornobranche nicht so blöd und man hat früher erkannt, wohin das führt. Die Pornobranche waren auch die ersten, die im vollen Umfang erkannt haben, daß das Internet nicht der Feind ist, sondern eine tolle Chance, noch mehr Geld zu machen. Vermutlich sind die etwas "flexibler" ,-)
 
@Keith Eyeball: Gerade Pornokonsumenten werden gerne gebührenpflichtig abgemahnt, weil die schnell bezahlen und die Sache nicht an die große Glocke hängen wollen... "Schatz, kannst Du mir mal kurz erklären, warum Du vor Gericht musst?" Wer sich Musik zieht, kann mitunter auf mehr Verständnis im Bekanntenkreis hoffen.
 
Es ist kein gottgegebenes Recht, mit Musik Unsummen zu verdienen - das soll sich die Musikindustrie gefälligst hinter die Ohren schreiben.
 
@Der_Heimwerkerkönig: Ist es "gottgegebenes Recht" überhaupt irgendwas zu verdienen? Sorry, aber dein Kommentar ist sinnlos.
 
@Der_Heimwerkerkönig: Der alte Ehrenkodex der Sharewareprogrammierer: Was wert ist benutzt (gesehen, gehört, geladen...) zu werden, ist auch wert bezahlt zu werden... immer wieder erstaunlich, dass z. B. Musik (die ja auch produziert werden muss, Erfolge finanzieren die Flops mit) als Freeware angesehen wird, nur weil man sie nicht physikalisch in die Hand nehmen kann.
 
@Keith Eyeball: Ja, wenn man des sinnerfassenden Lesens nicht mächtig ist, dann ist der Beitrag in der Tat sinnlos...aber nur dann. @rallef: Einen echten Wert hat Musik dann, wenn sie live vorgetragen wird, dass sage ich dir als jemand der seit seiner Kindheit selbst Musik macht und viele professionelle (meist klassische) Musiker im Freundes- und Bekanntenkreis hat. Diese Leute verdienen an Musik auch sehr gut, ohne Tonträger und ähnlichem Klimbim. Wer mit Live-Auftritten nicht genug verdient, der ist eben nicht gut genug und sollte sich einen anderen Beruf suchen. Im Übrigen: Wer Musik in erster Linie des Geldes und des Ruhms wegen macht, der verdient es nicht Musiker genannt zu werden. So jemand hat den Sinn von Musik nicht verstanden und sollte sich vom Acker machen.
 
Meiner Meinung nach hat die Musikindustire wieder mal alles verpennt, die CD's sind sozusagen schon Out (denn ich kaufe mir z.B. keine CD, wo mir nur 1 Titel gefällt), MP3's und Internet-Downloads sind gefragt, und wenn die es nicht legal für vernünftige Preise anbieten holt man sich es ebend Illegal.
 
@basti2k: Eine komplette CD einer Band/eines Solokünstlers, sofern sie keine Sammlung/BestOf-Compilation ist, ist immer auch ein Gesamtwerk, wo sich z.B. Stimmungen und Themen über alle Songs durchziehen können. Oder ganze Konzeptalben. Das macht eine komplette Platte/CD auf jeden Fall interessant. Ex und Hopp-Musikkonsum in Junk-Food-Manier finde ich primitiv ("bähh, ich WILL aber nur den einen Song!"). Ansonsten gebe ich Dir recht ("Musikindustrie..hat...verpennt"), die Retorten-Plastik-Musik von den immer gleich klingenden, gecasteten Hupfdohlen finde ich z.B. nicht mehr zum aushalten, die Musikindustrie sollte beispielsweise wieder mehr Bands eine Chance geben, die selber komponieren können und ihre Instrumente beherrschen (anstelle von Musik, die nur aus Samplings, Midi und sonstiger technischer Automatik besteht).
 
@departure: Das was Du im ersten Teil Deines Postings ansprichst, stimmt in der Theorie. In der Praxis hat es sich in den letzten Jahren eingebürgert, die Konsumenten mit "One-Hit-Alben", die ansonsten nur mit Ramsch aufgefüllt sind zu verarschen. Ich persönlich bevorzuge auch Künstler, die noch Alben rausbringen, die man sich (wenn möglich als Gesamtkunstwerk) in einem durch anhören kann. Aber die werden immer seltener. Zum zweiten Teil Deines Postings bin ich ganz Deiner Meinung. Aber die MI will lieber mit kontrollierten Retortenbands ohne Risiko kurzfristig und schnell Geld machen anstatt über längere Zeit einen richtigen Künstler aufzubauen. Solche Bands, die es in früheren Jahrzehnten nach oben geschafft haben wird's heute kaum mehr geben. Damit arbeitet die MI noch kräftig am eigenen Untergang mit und hat das bis heute nicht kapiert.
 
@moribund: Joop, stimmt, ist leider so. Diese "Misere" hat schon in den frühen 90er Jahren begonnen, also schon zu einer Zeit, als es noch keine Download- und Tauschmöglichkeiten gab. Deiner Wortwahl und deinem Schreibstil merke ich an, daß Du auch keine 20 mehr bist. Manchmal komme ich mir hier bei Winfuture recht alt vor (bin 39). Grüße
Kommentar abgeben Netiquette beachten!