Datenschutz: Bundesregierung mit Zugeständnissen

Datenschutz Nachdem die Überwachung der Bevölkerung in den letzten Jahren immer mehr zunahm, sorgten die jüngsten Skandale bezüglich des Handels von Daten für großen Unmut. Die Bundesregierung sah sich daraufhin nun zu Zugeständnissen gezwungen. mehr...

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Jo, die Unternehmen brauchen selbst ja auch nicht mehr Daten sammeln, die können sich ganz bequem an den Vorratsdaten der Bundesregierung bedienen.
Die Bundesregierung kann ja mal mit gutem Beispiel voran gehen und ihre eigene Datensammelwut in den Griff bekommen.
 
Ich war ca. 2 Jahre Datenschutzbeauftragter bei uns im Unternehmen und habe bei Lehrgängen eingetrichtert bekommen, dass die Daten nur nach schriftlicher Zustimmung des Betroffen an Dritte weitergegeben werden dürfen. Irgendwas stimmt also an der News nicht.
 
@tommy1977: genau so sollte es sein. aber wer hällt sich dran? es geht halt so: wenn man an irgendetwas teilnehmen will, sich irgendwo registrieren will o.ä. dann geht das nur, wenn man zustimmt. und man stimmt dann halt zu.... und man stimmt dann auch zu, dass daten an dritte weitergegeben werden.... ohne das läuft kein dienst o.ä.
 
@hjo: Da hab ich eigentlich ein ganz einfaches Mittel, um sowas zu umgehen. Wenn die Abgabe vertraulicher Daten außerhalb des wirklich Nötigen Voraussetzung ist, dann laß ich die Finger davon oder bezahle Geld für die Nutzung eines Angebotes. Bei kostenpflichtigen Angeboten wird meistens nur das absolut notwendige gefragt, da man ja nicht auf die Einnahmen von Datenkäufern oder Werbefirmen angewiesen ist.
Da aber die "Geiz-ist-geil"-Mentalität stärker als zuvor ist, wird es immer wieder einen Doofen geben, der seine Daten freiwillig abgibt und nicht hinterfragt, was damit passiert.
 
ja endlich wurde auch was unternommen
 
@oma420: Haaalllooo: "Die Bundesregierung sah sich daraufhin nun zu Zugeständnissen gezwungen.". Die Betonung liegt auf "gezwungen".
 
@oma420: und die Unternehmen handeln noch fröhlich ein Jahr weiter :)
 
@oma420: du weißt aber hoffentlich schon dass im September in Bayern Landtagswahlen sind.....nun überleg mal wieso das jetzt zufällig so schnell ging und ein Herr Schäuble das so stolz verkünden mag.
 
Vor allem sollte Herr Schäuble mal seine inländischen Behörden bezüglich des Datenschutzes auf Vordermann bringen. Denn dort sind Verstöße an der Tagesordnung und werden immer noch als Kavaliersdelikt angesehen. Nach dem Motto: Uns kann sowieso keiner! ....der Bürger sagt Tschüss.
 
Das ist doch nichts anderes als Geschwindigkeitsbegrenzungen. Wenn nicht kontrolliert wird, nutzen die schönsten Gesetze nichts. Es fehlen die Kontrollen. Und die wird es weiterhin nicht geben.
 
nächstes jahr lol eine gute firewall ist am anfang komplett dicht und nach und nach werden regeln gelockert.
 
Schön, dass die Wirtschaft in Sachen Datenschutz nun stärker in die Mangel genommen wird. Jetzt muss allerdings noch etwas gegen die Datensammelwut und den Datenmissbrauch der Regierung unternommen werden, ansonsten ist das ganze relativ witzlos.
 
@TiKu: Genau Deiner Meinung. Ich dachte mir bei den News auch dass da etwas nicht stimmt. Regierung schimpft auf Datenmissbrauch, aber Voratsdatenspeicherung haben wollen... ein Widerspruch in meinen Augen der Regierung... naja scheinheilig halt
 
@TiKu: 100 % Ack! Gerade Schäuble ist ja einer, der massiven Missbrauch von Telekomunikationseinrichungen für totale Massenbespitzelung betreiben will, "Voratsdatenspeicherung" umschreibt diese wahnsinnige Datenhamster-Spitzelei nur verharmlosend. Obendrein wollen diese Burschen auch noch klammheimliche Computereinbrüche begehen, Zierke ist da z.B. so einer, der solche klammheimlichen Einbrüche haben will.
 
@mala fide: Ja so ist das mit Politikern. Wasser predigen aber Wein trinken. Die Datensammelwut wird noch viel schlimmer werden.
 
Als ich das heute im Radio gehört habe, hab ich flach gelegen. Witz der Woche: "Wolfgang Schäuble will einen Gesetzesentwurf für die Verschärfung des Datenschutzes einreichen." Mit diesem Spruch bekomme ich den Rest der Woche auch noch rum... XD
 
Die Unternehmen sind doch diesmal ausnahmsweise garnicht das Problem. Das Problem ist schon längst nicht mehr reversibel. Es ist jetzt schon zu spät und im November wird es auch nicht früher. Die Unternehmen und Privatpersonen die Informationen erfragen sind doch nicht das Übel, sondern der freizügige gewinnträchtige Handlungsfreiraum der Meldeämter. Es geht doch um die Briefkasten-Firmen und ausländische nicht gesetzlich-angreifbaren Firmen und Stalker sowie simple Kriminelle, eben die, die die legalen Gründe finden, Daten anzufordern, diese aber illegal verwenden. Das Meldeamt muss den Bürger bei jeder Anfrage um Zustimmung bitten, auch wenn man einen Schuldner verfolgt, denn wie einfach ist es bitte eine Scheinfirma aufzumachen inkl. Briefkasten und dem Meldeamt Anfragen über angebliche Schuldner zu stellen um an Daten zu kommen. Wenn ein echter Schuldner Anfragen der Unternehmen zum Wohnsitz über das Meldeamt nicht zustimmt, dann muss es halt eingeklagt werden und wenn es berechtigt ist kann der Schuldner auch dieses Verfahren komplett bezahlen. So gehts nur und nicht anders, aber das Kind ist doch shcon lange in den Brunnen gefallen, die Datenbestände unserer Meldeämter liegen sowieso digitalisiert im Ausland bei zig unseriösen Firmen rum, vielleicht verlieren die mit der Zeit ihre Aktualität, aber will die Bundesregierung jetzt etwa jedem einen Umzug finanzieren, damit man wieder geschützt ist. Pah.
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