Kanada: Regierung wegen Kauf bei Microsoft verklagt

Recht, Politik & EU Die Regionalregierung im kanadischen Quebec wurde von einer Open Source-Organisation verklagt. Der Vorwurf: Man habe ein Lieferabkommen mit dem Software-Konzern Microsoft abgeschlossen, ohne eine Ausschreibung durchzuführen. mehr...

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Gut so, sowas schadet dem Markt!
 
@dr4ke: jop, wenn Ausschreibung vorgeschrieben wird...
 
"Der Einkauf von Produkten oder Dienstleistungen durch staatliche Stellen darf nach kanadischem Recht nur dann ohne vorherige Ausschreibung durchgeführt werden, wenn es keine alternativen Anbieter gibt" ... Ist doch hier gegeben. Wer sonst verfügt über solch ein großes Softwareportfolio aus dem man sich die Lösungen zusammenbasteln kann? Also ich kenne keinen außer vielleicht Novell.
 
@DennisMoore: wie willst du das wissen, wenn du gar nicht weisst welche softwares gekauft worden sind?
 
@DennisMoore: Red Hat? Sun?
 
@DennisMoore: ja kommt immer darauf an wie groß man den Markt sieht: Der Markt für Windows Vista ist kleiner als der Markt von generell Betriebssystemen. Der Markt von Office-Suiten ist größer als der von Microsoft Office. Es gibt immer Alternativen!
 
@zivilist: Kannst aber auch nicht jedes Jahr das OS wechseln, nur weil ein anderes ein paar Euro billiger ist. Das spielt auch eine Rolle. @woot: Ich nehme mal an das die Regierung Bedarf an E-Mail, Intranet, Messaging, Systemmanagement, Datenbanken und vielleicht noch Custom-Applikationen für die Verwaltung hat. 80 Millionen pro Jahr werden sie sicherlich nicht nur für Betriebssystem-Maintenance berappen. Und wenn ich mir so ein Paket vorstelle, dann seh ich keine vergleichbare "Aus einer Hand-Lösung". Wender von Sun, noch von Red Har, noch von einem anderen.
 
@DennisMoore: Bei den Überlegungen ist der Preis nur eine Komponente!
 
@zivilist: Wie bitte? Eine komplette Umstellung der Systembasis kostet zig Millionen. Die kann man nicht andauernd wechseln. Die Preisüberlegung ist bei der erstmaligen Anschaffung vielleicht ein etwas kleineres Argument, bei der nachträglichen Umstellung aber ein ganz gewaltiges. Denn beim Umstellen der IT-Basis fallen neben den Lizenzkosten auch noch erhebliche Zusatzkosten für die Umstellung auf die neue Basis an.
 
@DennisMoore: da hast du natürlich recht, jedoch können Alternativen zu Microsoft mittel und langfristig sinnvoll sein! Wichtiger als die der einmaligen Kosten für Lizenzen sind die laufenden Kosten für Wartung, Sicherheit und Interkompatibilität zwischen andere Software.
Keiner hat was gesagt von jedem Jahr Software wechseln. Das wäre egal bei welchem Hersteller auch nicht sinnvoll, da der Nutzen dann nicht den Kosten überwiegt
 
@zivilist: Auch sehr wichtig kann die Effizienz der Software sein. Bei MS-Software greift vieles ineinander was bei Alternativen durch Konnektoren, Zusatzprogramme oder sonstwas gelöst wird. Wenig effizient und eher Fehleranfällig. Wenn du Windows Server + Windows Vista + Exchange + Office + Sharepoint + Livecom Server nimmst hast du eine Lösung die (wi ich finde) ziemlich Konkurrenzlos dasteht. Und dann kommt auch noch die Erweiterbarkeit durch Dynamics und Navision dazu. Alternativen können sinnvoll sein, bei einer gewissen Größe und Komplexität der Aufgaben scheitert aber eine Alternative nach der anderen bis schließlich nichts mehr übrig bleibt.
 
@DennisMoore: soviel zum Thema Interkompatibilität. Man muss sich halt entscheiden: langfristig und komfortabel an Microsoft zu binden oder den Fokus auf teilweise günstigeren Preisen von anderen Herstellern, bessere Interkompatibilität und Anpassbarkeit zu legen.
 
@zivilist: Nö. Eine Lösung von Microsoft zu verwenden heißt noch lange nicht das man sich Inkompatibilitäten einhandelt. Man kann im Prinzip alles kompatibel halten wenn man nicht immer Standardeinstellungen verwendet und sich etwas schlau macht. Und die Kosten sind auch nur auf den ersten Blick höher weil MS keine jährlichen Supportpreise nimmt, sondern einmal hinlangt und es dann gut sein lässt (bis auf die Abodienste wie MSDN, etc). Für ein Small-Business System für 50 User haben wir bei MS um die 6000 Euro bezahlt, beim Konkurrenten (Univention) wären auf die Laufzeit ungefähr 6300 Euro fällig gewesen.
 
@woot: Es geht vorwiegend um Büro-/Officerechner und da hat sich die kanadische Regierung bisher nur für Microsoft Produkte entschieden, da es für seine Angestellten ohne viel Umschulung besser sei. Ich sehe den Tatbestand allerdings auch soweit als gegeben an. MfG Fraser
 
"Das sah die Regionalregierung offenbar als gegeben an, weil Windows-Betriebssysteme nur von Microsoft lizenziert werden." Ich gehe mir jetzt einen 320 ti von BMW kaufen weil Mercedes ja keine im angebot hat. Was ist das für eine dumme Aussage.
 
@Knuprecht: Vielleicht ist Windows eine Voraussetzung, weil spezielle Anwendungen benötigt werden die auf anderen Systemen nicht laufen und eine Neuentwicklung zu teuer wäre. Wenn du beim Neuwagenkauf die Voraussetzung "BMW" hast, dann muß du wohl oder übel bei BMW kaufen.
 
@Knuprecht: Ich möchte mir einen HP-Drucker kaufen. Da weder Epson, noch Canon oder Lexmark solche Drucker herstellen, muss ich wohl oder übel einen von HP kaufen... Ich sehe es als gegeben an, weil HP-Drucker nur von HP hergestellt und lizensiert werden.
 
@Knuprecht: Stimmt, Mercedes hat keinen 320i im Angebot :)
 
Die Spekulation is müßig. MS hat Software zu der es keine Alternativen gibt und Software zu der es Alternativen gibt. Solange man nicht weiß, 1. um welche Software es geht und 2. um welche Funktionalität es geht, ist jede Diskussion völlig witzlos.
 
@timurlenk: Seh ich auch so, die Verantwortlichen werden wohl zu dem Schluss gekommen sein, das es nur mit Windows geht und haben deshalb gleich auf eine Ausschreibung verzichtet. Oder die Verantwortlichen sind alles Windows-Admins und hatten Angst um ihren Job^^
 
Es gibt genügend Argumentationen um eine Ausschreibung zu umgehen. Wenn die Regierung spezielle, nur Windows kompatible Produkte einsetzt, dann bleibt nur MS als Lieferant. Wäre anders, wenn die Software auch unter anderen OS läuft oder wenn solche Software auch erst gekauft werden müsste bzw. sollte (falls in Planung). Allerdings ist die Überschrift mal wieder schön reißerisch. Aber "Kanada: Regierung wegen fehlerhafter oder vergessener Auschreibung beim Softwarekauf verklagt" würde sich ja auch blöde lesen, nicht wahr?
 
ohhhh man diese Linux nörgler gehen mir langsam auf die nüsse.......
 
@tigerblade: (-) Für die überaus freundliche und konstruktive Kritik...
 
+ und - denn irgendwo hat tiger auch recht ^^
 
@MaloFFM: Dann soll er gefälligst auch sagen, WARUM ihm Linux auf die Nüsse geht. Momentan habe ich eher das Gefühl, tigerblade findet es nur cool, Linux zu hassen und amüsiert sich gerade köstlich, weil ich soviel Zeit hineinstecke um das aufzuzählen^^. Ohne Argumentation ist der Kommentar von tiger genauso interessant, wie wenn in China ein Sack Reis umfallen würde...
 
@tigerblade: ich geb ihm auch recht. die ganze open source nörgelei geht mir auf den nerv. immer dieses mit gewalt den open source gedanken aufs auge drücken zu wollen. es ist einfach effektiver eine komplettlösung zu haben, und die beste bietet für verwaltung und office einfach ms - gerade für den mittelstand. open source ist ja ein netter ansatz, aber noch viel zu verworren und oftmals am nutzer vorbei entwickelt. wir haben weder die mittel noch die zeit unsere angestellten erstmal wieder schulen zu lassen.
 
@milchkuh (ernstgemeint!): DAS ist eine konstruktive Kritik, wie sie auszusehen hat und nicht mit Inhaltslosigkeit oder Provokation begeistert. Danke, das ist alles, was ich verlange :) . Deiner Kritik ist (zumindest von meiner Seite) nichts hinzuzufügen...
 
@milchkuh: Es geht hier aber nicht unbedingt um Open source Nörglerei, sondern um die Einhaltung von Verfahrensregeln, um Korruption zu vermeiden. Ausschreibungen haben durchaus einen Sinn und sollen Verfahrensgänge transparent machen. Es soll durch die Auschreibung verhindert werden, dass Vorteilsgewährungen (z.B. geheimnisvolle Koffer) gegenüber den Entscheidern der Hauptgrund für die Wahl eines bestimmten - an sich teureren und nicht besseren - Produktes waren. Ratet mal, weshalb so viele Ärzte bestimmte teure Medikamente verschreiben, obwohl es konstengünstigere Medikamente mit den gleichen Inhaltsstoffen gibt. Und die Iso-Gremien Einkäufer Microsoft haben in der Vergangenheit bereits hinreichend bewiesen, dass sie selbst kein unbedingtes Vertrauen in die Leistungsfähigkeit ihres eigenen Produktes haben, so dass sie zu solchen Mitteln greifen müssen. Gerade bei bekannten Tätern sollte man schon hinterfragen dürfen, ob alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Wenn ihr Euch so sicher seid, dass Microsoft das beste Gesamtprodukt mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis abliefert, dann bräuchte man auch keine öffentliche Ausschreibung zu scheuen. Wo liegt also das Problem, wenn man lediglich die Einhaltung von Gesetzen - die durchaus einen tieferen Sinn haben - fordert?
 
@tigerblade: Für die Aussage ein Puls von mir :-)
 
@zqu: da stimme ich dir vollkommen zu - wenn die gesetze so sind, müssen sie eingehalten werden. nur fällt immer auf, dass die open source gemeinde oftmals an der front steht, wenn es darum geht gegen ms zu schießen. für mich erweckt es den eindruck, dass hier einfach eine bühne zum auftritt gesucht wird, um immer wieder auf das
"open source" aufmerksam zu machen. was preis/leistung der produkte angeht, kann ich, wie im oberen post bereits geschrieben, nur auf ms zurückgreifen. ich bin mitgesellschafter einer firma und habe mich mit dem thema ausreichend beschäftigt als 2000 unsere interne struktur überarbeitet wurde. hier schnitt ms einfach am besten ab. es wird einfach oftmals vergessen das nicht nur die lizenzen kosten verursachen, sondern auch die dadurch entstehenden umstände. schulungen, evtl. neue schnittstellen, umstellung der internen und externen kommunikation etc. ich denke so wie uns, wird es vielen unternehmen gehen. das ms nicht gerade zimperlich ist was die geschäftsmethoden angeht steht ausser frage. aber hier schenkt sich kein unternehmen was. was dein beispiel mit den den ärzten angeht - hier habe ich als patient auch immer noch einfluss drauf welches
medikament ich habe möchte.
 
der it entscheider wird schon wissen warum linux ist nicht so dolle wir haben auch wieder ms server im einsatz
 
@thedarknes: der gut informierte user wird schon wissen warum open source != linux ist und du hier etwas daneben argumentierst ^^
 
also sie haben vista lizenzen, werden es also wohl auch nutzen. jetzt ist die frage natürlich, was nun gekauft wurde und wie man argumentiert. z.b. könnten sie bei einem kauf von MS office gut vorbringen, dass es sich nun mal perfekt mit den anderen programmen von MS versteht, die bereits im einsatz sind. dazu die zertifizierung nach DIN ISO beim dokumentenformat und zukunftssicherheit etc. also ich denke dass die regierung da unbeschadet raus kommt. wenn nicht, dann kostet es nur wieder den steuerzahler, was es ja jetzt schon tut, wenn ein gericht bemüht wird. irgendwie stinkt das ganze system immer nach unten auf die kleinen. ich hör auf zu schrieben, steiger mich sonst noch in was rein :)
 
Was für ein Schwachsinn! Warum darf man sich nicht einfach selbst für etwas entscheiden? Ich hab's! Ich verklag auch alle, die von meinen Konkurrenten was kaufen, ohne mich darum um Erlaubnis zu bitten!
 
@Kirill: Schau mal nach für was Ausschreibungen überhaupt dienen. Dann wirst auch du verstehen, warum hier geklagt wird. Eine Ausschreibung kann eine verdammt sinnvolle Angelegenheit sein, besonders wenn es um öffentliche Gelder geht. Schau nach, informier dich und dann überdenk deinen Kommentar nochmal. Für Privatleute kann ich den gelten lassen, nicht für Firmen und schon gar nicht für die öffentliche Hand. Auch wenn Ausschreibungen oft genug nervig sein können, so haben sie doch auch was gutes.
 
Die Sache ist doch die. Wenn Windows bisher genutzt wurde, warum sollte man jetzt, zugegebener Maße zu nem passenden Zeitpunkt, wechseln? Ich mein Quebec ist nicht klein und ich gehe einfach mal von knapp 250 $ pro VIsta-Lizens aus und bin dann bei 320000 Arbeitsplätzen. Davon ausgehend nehmen wir das selbe an Angstellten. Hahaaaa die müssen alle neu geschult werden... Bei einem komplett neuen System + Software dürften das gut und gerne 5-10 Stunden pro Person sein und da sind wir in einem Bereich wo zum einen Ausfallszeiten zum anderen Schulungskosten in keinem Vergleich zu ein paar Vistalizenzen oder Serverlizenzen stehen.
 
@daiphi: es geht doch eigentlich darum, das man das Recht übergeht das man der Konkurenz einräumt. In wieweit das mit alternativen stimmt kann man ja schlecht beurteilen. Rechtens wäre es aber alles abzuwägen und sich für das beste entscheiden. Auch wenn es bedeuten würde komplett auf Microsoft Produkte zu setzen. Also die Klage kann ich verstehen.
 
Linux wäre toll wenn viele seiner Entwickler und Nutzer ein bisschen mehr graue Zellen hätten. Aber nein, man muss ja mit Gewalt an alles rangehen.

Militantes Stinkpack.
 
@Bemtex: Also ich finde Linux toll. Vom Design, Technik kann M$ eigentlich nur lernen, statt wie ab Vista es langsam nachzubasteln :)
 
@kinterra: tue dir mal selbst einen gefallen und kucke dir mal den changelog des linux kernels an. wenn microsoft an windows abstelt, was ist denn die steigerungsform von basteln, für linux?
 
@Kalimann: Ab und zu schaue ich auch mal rein ... wie Windows gebastelt wird, würde mich jetzt eher interessieren. Auch Linux wird weiter entwickelt, aber die Grundform bleibt. In diesem Sinne ist jedes neue Windows zusammen gematschte Pampe. Falls Midori jemals rauskommen sollte, wird es wichtig sein, ein Konzept hinter diesem OS zu haben. Microsoft hat es ja selber zugegeben, das sie es selbst nicht mehr wissen wie ihr Windows funktioniert. Also soetwas muss einem doch zu denken geben...
 
"Der Vorwurf: Man habe ein Lieferabkommen mit dem Software-Konzern Microsoft abgeschlossen, ohne eine Ausschreibung durchzuführen."
Diese Vorschrift gibt es für Deutsche Behörden auch. Bin mal gespannt, wann da die erste Klage kommt...
 
@Absolon: Kommt drauf an... wenn es in der Vergangenheit eine Ausschreibung gab und man sich auf MS als Lieferant für OS und Office geeinigt hatte (evtl. gab oder gibt es auch noch Programme die nur unter Windows laufen), dann fällt jede weitere Ausschreibung (je nach dem was damals vereinbart wurde) erstmal flach. Eine gute Begründung eine Ausschreibung zu umgehen sind immer technische Anforderungen, die nur der eine Lieferant bieten kann. Aber letztlich hast du Recht, da kann man natürlich erstmal klagen und das Gericht entscheidet dann ob die damals getroffene Aussage und Begründung überhaupt gültig ist... oder nicht. :)
 
bei euch in deutschland ist doch alles besser! eure Bundesländer haben doch Klauseln wie "nicht von einem hersteller abhängig machen" - somit fällt M$ meist schon raus. Dass in den USA M$ priorisiert wird, ist ja auch nicht überraschend. Handelt sich ja auch um ein (hauptsächlich) amerikanischens Unternehmen :) Leider gibt es wohl einfach zu wenige Informatiker in entscheidungs-tragenden Positionen, die etwas mehr können als rum-clicken und setup.exe ausführen. Wer würde schon ein System (OS) in die Auswahl nehmen, das er nicht selber bedienen kann?!! Sobald auch wirklich die (fähigen) Techniker entscheiden dürfen, wird es M$ schwer haben... denn niemand ärgert sich mehr über die teuren Programmierfehler als die Techniker an der Front! Und auch lassen sich die techniker wohl nicht durch farbige schachteln und prospekte blenden, wie die Manager in den Chef-Etagen...
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