Web-Copyright: Briten wollen 10x höhere Geldstrafen

Filesharing In Deutschland werden seit Anfang des Jahres bei einer Verurteilung wegen Urheberrechtsverletzung bis zu 10.000 Euro Geldstrafe für eine einzige illegal heruntergeladene Datei fällig. Viele Staatsanwaltschaften weigern sich allerdings, überhaupt zu ... mehr...

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Inselaffen wieder...
 
Die fleißigen Jünger Amerikas ... erst hüpft die USA, dann kommt die Insel ... da hat sich die Koloniebeziehung politisch umgedreht.
 
@overdriverdh21: meinst du das china wo bei märkten auf öffentlichen straßen überall offensichtlich illegal gebrannte software verkauft wird? achja na dann... das 2. china
 
@overdriverdh21: gibt es in china überhaupt strafen für urheberechtsverletzungen?
 
@overdriverdh21:
In China ist es eher ein Zeichen der Anerkennung wenn ein Produkt oder eine Idee kopiert wird. Schlechte Dinge kopiert man nicht :)
 
Ich halte die höheren Strafen durchaus für gerechtfertigt, den wenn jemand kommerziell Geld damit gemacht und das vielleicht sogar nicht wenig dann stören ihn die alten Strafen von 5000 Pfund wohl kaum. Da sind die neuen Geldstrafen wohl eine andere Hausnummer. :D
 
@luckyluke_bln: Es geht hier nicht um das Bereitstellen von Raubkopien. sondern die wollen schon fürs Downloaden eine Strafe von 50000 Pfund einführen.
 
@luckyluke_bln: 50'000 Pfund...das ist eine Menge Holz :P
 
"Briten wollen" - wohl eher deren korrupte Vertreter.
 
@Zebrahead: Das war auch mein allererster Gedanke! Nicht die Briten wollen das, ihre Regierung will das! Ist ja nicht mehr viel los von wegen Demokratie...
 
Wollen allgemein die Briten höhere Geldstsrafen oder nur die Gesetzgeber? Ich denke, eher letzteres :)
 
@glowhand: Nicht der Gesetzgeber, sondern die Medienindustrie. Der Gesetzgeber beugt sich dem Druck jener. Korrekter müßte der Artikel "Web Copyright: Medienindustrie fordert in Groß-Britanien 10x höhere Geldstrafen". Ist aber wohl zu lang.
 
@Potty: Und fraglich ob der Autor den Satz so fehlerfrei hinbekommen hätte *an teils schaurige Schlagzeilen denk*
 
Ich finde es erschreckend, wie mittlerweile jeder Vorstoß Urherberrechtsverletzungen härter zu bestrafen - ganz gleich ob im privaten oder im kommerziellen Umfeld - mit Spott und Hohn abgetan wird. Was dabei jedoch vergessen wird: Hinter all diesen Produkten, ganz gleich ob Software, Musik oder Filme, stecken Firmen, Arbeiteplätze etc.pp., die da Geld, Arbeit, Zeit und (manchmal) auch Herzblut hineingesteckt haben. Nun mag es zwar auch sein, dass es eine ganze Reihe an Produkten gibt, die man subjektiv als schlecht empfinden mag (insbesondere im musikalischen Bereich) oder als zu teuer ansieht - das gibt einem aber nicht das Recht, sich über Gesetze und - wenn man es moralisch betrachten will - auch nicht über den Willen des Urhebers und den von ihm gewählten Weg der Publikation (kostenpflichtig statt frei verfügbar) hinweg zu setzen. Zumal: Wenn ich ein Produkt angeblich so schlecht finde, dann lade ich es nicht runter. Wozu auch? Damit ich meine Festplatten mit für mich nutzlosem Kram fülle? Ich glaube kaum. Nutze ich die Software aber (oder höre die Musik und schaue die Filme), dann erziele ich auch einen Gegenwert, der zu den Konditionen des Anbieters zu entgelten ist - ist mir diese Forderung zu hoch, dann habe ich halt darauf zu verzichten, nicht jedoch das Recht den Nutzen zu erschleichen. Wahrscheinlich habe ich aber einfach nur ausgeprägtere Rechts- und Moralvorstellungen, als es viele Menschen heute noch haben. Zum Glück.
 
@LostSoul: Dann ist es also okay wenn die Musikindustrie eine alleinerziehende Mutter präventiv zu 300'000$ Strafe verurteilt, weil der Sohnemann 10 MP3s aus dem Internet gezogen hat? Die Medienindustrie kennt keine Gnade und will einfach nur abschrecken, egal ob sie damit Leben zerstört. Soetwas sollte man nicht unterstützen. Wenn ich beim Schwarzfahren erwischt werde, zahle ich 50 EUR + Ticketpreis. DAS ist eine gerechtfertige Strafe. Oder sollen die Verkehrsbetriebe künftig Schwarzfahrer mit 60'000 EUR Strafe belegen? Schliesslich würde dann bestimmt niemand mehr Schwarzfahren?
 
@LostSoul: dickes (+)

@Zebrahead: Lostsouls Kommentar und deiner beschreiben 2 völlig unterschiedliche Probleme und haben mal direkt überhaupt nichts miteinander zu tun. Sicherlich sind die Strafforderungen überzogen aber gibt dir dies das Recht Software oder Musik oder irgendeine andere Art von geistigem Eigentum in elektronischer Form zu stehlen? Ich denke doch nicht.
 
@Zebrahead: Der Vergleich mit den Schwarzfahrern ist leider nicht ganz angebracht. Dem Transportunternehmen entgeht auch wirklich physikalisch Geld wegen der erschlichenen Transportleistung. Lädt der Sohn aber Musik herunter, so entsteht der Industrie 0 Verlust. Schliesslich liegt es beim engen Budget auch nicht drin, Musik zu kaufen. Folglich dürfte eine Strafe für "illegales" Herunterladen, wie die Industrie es gerne nennt, auf keinen Fall höher sein als Schwarzfahren.
 
@xcsvxangelx: Das hat sehr wohl etwas miteinander zu tun. Wer gegen das Gesetz verstösst gehört auch meiner Meinung nach bestraft - sonst würde sich ja keiner an solche halten. Solche absurd hohe Geldstrafen rechtfertigen sich jedoch in keinster Weise. Dass diese dennoch von einem Staat angenommen werden zeigt eine starke Lobby und Korruption. Ich soll für ein ilegal besorgtes MP3 bis 60'000 EUR zahlen? Wie rechtfertigt sich das bitte? Ein MP3 welches weniger als ein EUR im Verkauf kostet. Hätte ich vor 10 Jahren einem Kollegen gesagt er dürfe meine Musikkassette nicht kopieren weil er sonst 100'000 DM Strafe bezahlen muss: der hätte mich nur dumm angegrinst. Hört auf Korruption zu unterstützen und solchen Gaunern die geschädigten-Nummer abzukaufen. @lord-greg: Der Vergleich ist passend. Der Zug von München nach Berlin fährt, egal ob Schwarzfahrer XY mitfährt oder nicht.
 
@LostSoul: "...die da Geld, Arbeit, Zeit und (manchmal) auch Herzblut hineingesteckt haben..." - und genau die (Musik) bekommen den kleinsten Anteil der Einnahmen und haben in der Regel keine Rechte (mehr) an dem was sie fabriziert haben - wo bleibt da die Moral? Oder (Zebrahead) die überzogenen "Strafen"? Hätte man früher Leute verklagt, weil sie Platten auf Tonband oder Kassette überspielt haben (wurde mindestens in dem Maße praktiziert wie heute (illegal) runtergeladen wird)? Es geht nicht um die "armen" Künstler oder Schauspieler, sondern um Geld, bzw, grenzenlose Gewinnmaximierung seitens der Industrie. Denn jede poplige Melodie wird heute bis zum letzten Klingelton verwertet und der eigentliche Urheber sieht davon recht wenig. Wenn hier etwas unmoralisch ist, dann die Art und Weise wie die Industrie handelt - und die Politik, die in ihrem Sinne handelt und ihnen die Bürger (einen Großteil davon) ausliefert (kriminalisiert).
 
@Zebrahead: Zuerst einmal bestraft nicht die Musik- oder eine sonstige Industrie - die kann höchstens etwas fordern. Für eine Strafbemessung sind dann die ordentlichen Gerichte zuständig. Wenn der Kläger dann der Meinung ist, dass er 10 Mio. Euro Schaden geltend machen will, dann kann er das tun - vor Gericht muss er dieses jedoch auch belegen. Wenn die Situation in den USA - rechtlich betrachtet - eine andere ist, dann ist sie dennoch ersteinmal uninteressant, denn sie ändert nichts an der von mir aufgestellten Argumentation und meiner Meinung. Zumal auch in den Staaten das geltende Recht bekannt ist. Wenn ich dagegen verstoße oder wissentlich oder fahrlässig zulasse dass dagegen verstoßen wird, dann muss ich auch mit den Konsequenzen daraus leben, ja. Ohnehin geht dein Vergleich mit dem Schwarzfahren an der Diskussion vorbei. Es geht hier um einen geregelten Tatbestand, der erfüllt wird oder eben nicht. Dabei ist es vollkommen uninteressant, ob bei einer gänzlich anderen Straftat, Ordnungswiedrigkeit oder einem zivilrechtlichen Vertragsverstoß in einem damit überhaupt nicht zusammenhängenden Sachverhalt eine ganz andere Strafe und ein ganz anderes Strafmaß Anwendung findet. Schon "gleiche" oder wenigstens gleichartige Verstöße zu vergleichen ist schwer und verletzt den Gleichheitsgrundsatz - ungleiche Dinge miteinander zu vergleichen ist hingegen unsinnig.
 
@lord-greg: Wenn der besagte Junge das Lied herunterläd, dann entsteht sehr wohl ein Schaden, denn der Junge wird das Lied wohl kaum - wie von mir beschrieben - zum Befüllen seiner Platte benutzen wollen, sondern um es zu hören. Damit gewinnt er aber einen Nutzen bzw. eine Leistung, die er sonst nicht hätte in Anspruch nehmen und nutzen können. Welcher Verkaufswert dabei für das heruntergeladene MP3 üblicherweise angesetzt wird, spielt dabei auch keine Rolle bei der moralischen Bewertung des Urheberrechtsverstoßes. Bei der juristischen KANN dieses zum Tragen kommen - muss es aber nicht. Denn die Wertigkeit des ursächlichen Gegenstandes hat nichts mit dem erwirkten Schaden zu tun. Wenn du mit einem 5-Euro Hammer ein 1.000 Euro Schaufenster einschlägst, wird der Schaden ja auch nicht am zu ersetzende Schadenswert des Hammers festgemacht. Nun mag man sich sicher darüber streiten, ob es gerechtfertigt ist, dann dann evtl. eine Verteilung an eine beliebige Anzahl an Leute angenommen wird, aber das ist nun mal das Risiko, das man eingeht. Darüber im Nachhinein zu meckern, ist ähnlich unsinnig, wie sich nach einer Geschwindigkeitsüberschreitung über die Regelung an sich zu beschweren - sie war bekannt, man hat dagegen verstoßen, man hat die Konsequenzen zu tragen. Wenn einem die Regelung nicht passt, kann man sich mit einer Eingabe an seinen Bundestagsabgeordneten wenden, Petitionen auf den Weg bringen, Lobbyvereinigungen gründen oder was auch immer - aber deswegen darfst du dennoch, egal wie unsinnig du das findest, nicht mit 120 km/h durch die Fußgängerzone rasen.
 
@LostSoul: Natürlich setzen schlussendlich Gerichte den Betrag fest. Würde die Medienindustrie sich aber für solche mögliche Höchstbeträge einsetzen, wen dere Verhängung nicht wahrscheinlich ist? Zudem sind Abmahnungen eine sehr gern eingesetzte Methode der Medienindustrie. Wenn nun Mutter XY eine Abmahnung über 3500 EUR bekommt, weil Sohnemann 10 MP3 runtergeladen hat: Wird die Mutter dieses Rechnung bezahlen oder ein Verfahren riskieren, wo sie im schlimmsten Falle über hundertausend EUR bezahlen muss? Den Vergleich mit dem Schwarzfahrer halte ich nicht mal für sonderlich falsch. Wenn ich ein MP3 ilegal herunterlade, entsteht nur theoretischer finanzieller Schaden für den Vertreiber - die tatsächlichen Kosten wie Herstellung, Marketing ud Vertrieb belaufen sich auf den exakt selben Wert. Die Frage ist hier immer: Wenn ich es nicht gedownloadet hätte, hätte ich es dann gekauft? Dasselbe beim Schwarzfahrer: Egal ob er nun schwarzfährt oder zuhause bleibt: Der Zug fährt die exakt gleiche Route zum gleichen Zeitpunkt ab. Die Kosten bleiben genau gleich, also entseht hier auch wieder nur theoretischer finanzieller Schaden.
 
@exabyte: Und es ist deine Aufgabe die privatrechtlich abgeschlossenen Verträge zwischen Künstler und Label zu kritisieren? Jeder Künstler hat die Wahl, ob er einen Vertrag mit einem bestimmten Label unterschreibt, ob er ein Mayor-Label bevorzugt oder ein kleines Indipendent-Label eher mag. Er weiß auch vorher, ob er 1%, 10% oder 50% der Umsätze in seine Tasche bekommt. Das kann er aushandeln oder nicht. In jedem Fall kann er aber selbst entscheiden, zu welchen Konditionen er dort unterschreibt. Ob der dabei dann reich wird oder nicht und wie viel er abbekommt kann einzig sein Problem sein, nicht jedoch deines. Er könnte sich auch die Mühe machen und seine Musik selbst vertreiben - offensichtlich ziehen aber viele Künstler die Erfahrung, die Arbeit und die Leistungen eines Labels vor. - - - - - - - - Es hat ohnehin niemals irgendwer behauptet, dass die Musik-, Film- oder Softwareindustrie ein Wohlfahrsverein wäre. Ja, es handelt sich um WIRTSCHAFTSunternehmen, die damit Geld verdienen wollen. Sogar möglichst viel Geld. Wem das nicht passt, der kann ein "Sozial-Label" gründen, den Künstlern mehr Geld ausschütten und obendrein einen Teil der Einnahmen karitativen Zwecken zukommen lassen. Wäre auch ein Geschäftskonzept, sicher. Aber ebenso wie jedes andere Wirtschaftsunternehmen, ganz gleich ob der Bäcker am Eck oder Microsoft, haben sich diese Unternehmen dazu entschlossen nicht so zu agieren, sondern wie die meisten Selbständigen für sich (und ihre Anteilseigner) den maximalen Gewinn zu erwirtschaften - ihre Wahl, auch sie hätten anders gekonnt. Wenn einem das nicht passt, dann kann ich woanders kaufen, die Produkte boykotieren oder was auch immer - aber nicht eine Leistung erschleichen.
 
@Zebrahead: Es geht bei der Schadensbemessung - ich erwähne das gerne nochmal - regelmäßig nicht um die Kosten, die dem Hersteller/Urheber durch die Produktion entstehen, sondern um den daraus erzielten Nutzen (evtl. auch noch der Schaden, der durch seine Handlung überhaupt erst möglich wurde). Das sind zwei ganz andere Paar Schuhe. Es geht nicht darum, dass der Schaden für unternehmerische Aufwendungen wie Marketing, Vertrieb, Lagerräume u.ä. kompensiert wird, sondern der zu Unrecht gezogene Nutzen bestraft wird. - - - - - - - Und auch deine Frage, ob man es gekauft hätte, wenn man es nicht heruntergeladen hätte, habe ich schon im Originalbeitrag aufgegriffen. Lies es dir einfach nochmal aufmerksam durch.
 
@LostSoul: Du empfindest es also als gerechtfertig (deinem erste Beitrag zu entnehmen) wenn die Musikindustrie bis zu 50'000 Pfund von mir einfordern kann, weil ich ein MP3 ilegal gedownloadet haben. Nicht etwa wegen Umtriebskosten wie Produktion, Vertrieb oder Marketing sondern weil ich dieses MP3 Privat NUTZEN kann (sprich: anhören) soll ein derart hartes Vergehen sein, dass DU dich positiv für solche exorbitant hohe Strafe aussprichst? Und beachte: Es geht hier nur um eine gedownloadete Datei, nicht etwa um eine eingeschlagene Fensterscheibe oder einen Amokfahrer, welcher auf dem Bürgersteig mit 120kmH Menschenleben gefährdet.
 
@LostSoul: Du hast einfach überhaupt keine Ahnung. Bei solchen Leuten, die sich die MP3's nicht kaufen würden, entsteht kein Schaden für die Musikindustrie.

Zu argumentieren, der Künstler hätte eine Leistung erbracht, die vergolten werden muss, da man ja mit der MP3 nicht seine Festplatte füllt ist totaler Humbug!

Medien kann man heutzutage schon fast als Grundnahrungsmittel ansehen: jemand der nichts aus der Medienwelt mitbekommt ist schnell ausgegrenzt. Viele Familien haben aber einfach nicht das Geld um ihren Nachwuchs mit den neuesten Sachen zu versorgen.

Und jetzt komm nicht mit irgendeinem hanebüchenen Beispiel von wegen wenn jemand einen Kaugummi klaut ist das auch nicht rechtmäßig und muss bestraft werden...

Ich bin mir sicher, würden Medien nicht zum Festpreis sondern prozentual relativ zum Einkommen verkauft, würde das anders aussehen. Bei realen Produkten geht das nicht, das ist mir selbst klar, da reale Kosten entstehen. Aber bei virtuellen Gütern, und darum geht es hier nunmal, würden sich durch so eine Lösung sogar Mehreinnahmen erzielen lassen. Auch wenn das ganze sicher schwer umsetzbar wäre, das soll nur ein Gedankenbeispiel sein :)

Bist wahrscheinlich auch einer von der Sorte der vor ein Paar Jahren DRM noch sinnvoll fand und jetzt wo die MI erkannt hat das es überhaupt nichts bringt deine Meinung änderst wie sich ein Fähnlein im Wind dreht.

- DRM war ist und bleibt defective by design
- Genauso sieht es mit der Verfolgung von P2P Usern aus, diese schreckt mehr ehrliche Kunden ab als P2P User

Wer diese Zusammenhänge nicht erkennt darf sich eines anachronistischen Weltbildes erfreuen.

MfG 0mega
 
@Zebrahead: Ich glaube, du verwechselst "gerechtfertigt" und "moralisch richtig" miteinander. Gerechtfertigt halte ich die Möglichkeit der Forderung, da die Regelung bekannt ist und es jedem freisteht, sich daran zu halten oder dagegen zu verstoßen. Entscheide ich mich für letzteres, muss ich ggf. auch mit den Konsequenzen rechnen. Ohnehin - und da wiederhole ich mich schon wieder - kann der Urheber (und ich will dabei nicht fortwährend auf die Musikindustrie abstellen) ersteinmal fordern was er will. Er kann auch versuchen dir die Kosten für den Wiederaufbau von Dresden in Rechnung zu stellen oder dir jedwede Ungerechtigkeit der Welt anzulasten. Ob diese Forderung durchsetzbar ist, steht auf einem anderen Blatt - und wird von Gerichten und nicht vom Urheber entschieden. Oder von dir, wenn du dich im Rahmen einer Unterlassungsklärung selbst zu etwas verpflichtest. - - - - Außerdem - und auch hier wiederhole ich mich - geht es bei immateriall Schäden, wie also z.B. Patent- oder Urheberrechtsverletzungen - nicht ausschließlich um den eigenen Nutzen, sondern häufig auch um den daraus resultierenden weiteren (Dritt-)Schaden. Wenn durch dein Herunterladen du nämlich gleichzeitig noch mehreren anderen Personen die Datei zur Verfügung gestellt wird, potenziert sich der Schaden (möglicherweise). Auch hier gilt: Das mag ungerecht sein und evtl. wäre der Schaden auch nicht so hoch gewesen, wie letztlich angenommen - aber das ist das selbst(!)erwählte Risiko. Ich kann mich nicht tanzend mit einem Nackensteak in eine Bärenfalle stellen und mich dann wundern, wenn diese zuschnappt und ich nicht mehr vor dem Bären flüchten kann, der mich dann als nette Beilage zum Steak ansieht.
 
@LostSoul: Ich finde solch hohe Strafen weder moralisch vertretbar noch in irgedeiner Weise gerechtfertigt. Wer gegen geltendes Gesetz verstösst, gehört bestraft - aber meine Güte, kannst Du dir eigentlich vorstellen wieviel Geld 50'000 EUR sind? Wieviele Jahre muss ich arbeiten (als Normalverdiener) bis ich soviel Geld abbezahlen kann? Wie kann sich so ein Betrag rechtfertigen, nur weil ich ein Musikstück aus dem Internet gezogen habe? Und was den Upload betrifft: Diese News betrifft DOWNLOADS.
 
@0mega: Na gut, dass du weißt, ob ich Ahnung habe ober nicht. Wenn du auf sachlicher Ebene bereit bist zu diskutieren - bitte. Wenn du beleidigen willst, such dir bitte jemand anderen. Und wenn du in der Tatsache, dass jemand eine von deiner divergierende Meinung hat, dann ist das kein Grund unhöflich zu werden. - - - - - - Um aber mal deine Punkte/Fragen zu beantworten: 1. Ich kann DRM nicht leiden. Meine Konsequenz daraus ist aber nicht, dass ich mir den Kram sonstwo ziehe, sondern ich verzichte auf den Konsum den entsprechenden Angebotes. So einfach ist das. Ich "brauche" nicht jeden Mist, auch wenn er manchmal interessant sein könnte. Aber da das Angebot für mich in der Sekunde, in der es mit DRM versehen ist uninteressant wird, verzichte ich einfach darauf. - - - - - - - - - 2. Auch der Personentransport, Lebensmittel und viele andere wichtigere Dinge sind "lebensnotwendig" - dennoch werden diese Dinge nicht relativ zum Einkommen im Wert bemessen, sondern zu Festpreisen verkauft. Und das auch schon seit tausenden von Jahren. Und auch schon vor hunderten von Jahren wurden immaterielle Güter, wie z.B. Dienstleistungen, zumeist für einen festen Preis veräußert. Warum dies heute anders sein sollte und vor allem, warum jemand anders als der Anbieter darüber entscheiden sollte, zu welchen Konditionen das Produkt angeboten wird, kannst du sicherlich erklären, oder? - - - - - - - - 3. Du beantwortest die Frage nicht: Wenn ich mir etwas runterlade, was ich nicht nutze, warum lade ich es dann überhaupt runter? Wenn ich es aber runterlade, um es zu nutzen, dann ziehst du einen Nutzen, für den du den entsprechenden Gegenwert zu entrichten hast. Ein "dazwischen" gibt es nicht oder wie sollte das aussehen?
 
@Zebrahead: Interessant ist, dass bei grundsätzlich nur auf der Höchststrafe rumgeritten wird. Fakt ist, dass gemeinhin NIEMALS solche Strafen bei einfachen Urheberrechtsverletzungen ausgesprochen werden. Selbst im Fall FTP-World(?) waren im komerziellen Bereich(!) die ausgesprochenen Strafen wesentlich geringer. Also bleiben wir doch bitte mal bei den Fakten und der Realität. - - - - Lustigerweise ist das übrigens bei Kinderpornografie, wo ja jeder gleich nach Mord und "Schwanz ab" schreit anders - da werden nicht mehr die gesetzlich Höchststrafen diskutiert, sondern da geht es plötzlich nur darum, dass ja "ALLE" Kinderschänder "IMMER" nach ein paar Monaten wieder draußen seien. Ambivaltenes Verhalten, würde ich sagen - gerdae so, wie es einem in dem Kram passt.
 
@LostSoul: Diese News handelt von der Höchststrafe... . Leider werden tatsächlich solche exorbitant hohe Strafen verhängt. Mein Beispiel mit der alleinerziehenden Mutter von weiter oben? Tatsächlich geschehen: http://tinyurl.com/6gkd5a . Die gute Frau muss wegen 24 Musiktiteln nun insgesamt über 500'000$ bezahlen. Das Thema Kinderpornografie lassen wir mal weg, das hat weder mit dieser Diskussion noch mit der News etwas zu tun und muss auch moralisch und rechtlich aus einer vollkommen anderen Perspektive betrachtet werden.
 
@LostSoul: Du kannst das nicht mal mit Dienstleistungen vergleichen. Denn da verbraucht jemand Zeit und das die entlohnt wird ist klar. Mein Beitrag bezog sich auf den exorbitanten Prozentsatz der Sharer, die sich ihre Downloads nicht kaufen würden, allein weil sie sie sich nicht leisten können. Deine Argumentation hat einfach weder Grund noch Boden. Du vergleichst Äpfel mit Birnen, immer und immer und immer wieder. MP3's sind keine immateriellen Güter, sie sind VIRTUELL. Sie existieren nicht wirklich - lädt sie jemand runter der sie sich nicht kaufen würde entsteht KEINEM ein Schaden. Und um diese dreht sich meine Argumentation. Aber naja, Leute wie du, die übrigens immer dieselben Dinge von sich geben, sagen an dieser Stelle meistens: Na dann hat man halt Pech gehabt und kann sich die entsprechenden Dinge nicht anhören oder anschauen. Aber ich sag dir mal was. "Medienarmut" ist der Analphebitismus des 21. Jdh, und keiner will zu so einer Gruppe gehören. Und da keinem ein reeller Schaden entsteht, dürfen wir seit 10 Jahren das wachsende Phänomen P2P beobachten. Würde ein realer Schaden entstehen, würden wesentlich weniger Leute sharen und das weiss jeder der sich vorbehaltlos mit dem Thema auseinander setzt. Andere Meinungen akzeptieren kann ich sehr wohl, aber bei manchen Dingen sind die Fakten einfach so wie sie sind und es gibt wenig Interpretationsspielraum der abweichende Meinungen rechtfertigt.
 
@Zebrahead: Die Frage ist doch wie es zu diesem Urteil kam - sprich, wie das Urteil in der Begründung erläutert wird. Dennoch ändert das nichts: Wenn ich gegen Recht verstoße, muss ich nunmal damit rechnen bestraft zu werden - bis hin zur Höchststrafe, auch wenn diese exorbitant hoch sein mag, aber ich hätte mich auch ohne weiteres rechtstreu verhalten können. - - - - - - Wobei ich dir recht gebe, wie sollten hier diverse Punkte aus der Diskussion lassen - so übrigens auch die Frage der Angemessenheit und Verhältnismäßigkeit der Strafhöhe. In meinem Originalbeiträg ging es nämlich vor allem um die fehlende Legitimation der Rechtsverletzung sowie um die krude vorgebrachte Argumentation der Filesharer.
 
@0mega: Es gibt, bei Musik, Filmen und nahezu jedem anderen Produkt nunmal etwas, wie Grundbedürfnisse und Luxusbedürfnisse. Du willst Musik hören? Gar kein Thema - schalte dein Radio oder den TV ein! Gehe auf eine von tausenden Seiten mit freier Musik verschiedenster Richtung! Höre dir einen Web-Radio-Cast an oder gehe auf Youtube! Du brauchst Software für einen bestimmten Zweck? Such deine eine freie/kostenlose Version! Diese Angebote sind gedacht, um die Öffentlichkeit zu bedienen. Will du ein spezielles Produkt, z.B. die neue Single von Grönemeyer oder Eminem oder willst du einen bestimmten Film sehen, dann halte dich an die von diesen Erschaffern genutzten Regeln und die gesetzlichen Bestimmungen - denn diese Artikel sind eben "Luxusgüter" im weiteren Sinne. Der "Medienarmut" ist damit ausreichend Alternative gegeben - und ohnehin stellt sich die Frage, ob es wirklich nicht sinnvoller wäre, jemandem zu empfehlen, sich mal in die öffentliche Bücherei zu setzen und dort ein Buch zu lesen, als sich die neue Single von "Busta Rhymes" oder so anzuhören. - - - - - - - - - - Du machst jedoch - immer noch - einen grundlegenden Fehler. Du stellst auf entgangenen Gewinn oder Verluste durch Kosten und Aufwendungen seitens des Urhebers ab. Darum geht es aber nicht. Es geht um deinen persönlichen Gewinn durch Nutzenziehung! Es mag richtig sein, dass du dir - z.B. - das MS-Office-Paket (es sei exemplarisch gewählt) nicht kaufen würdest, es dir aber kopiert hast und deswegen ja MS kein Gewinn entgeht. Soweit, so richtig. Allerdings ziehst du einen persönlichen Nutzen (Gewinn - im weiteren Sinn) aus dieser Nutzung. Ganz gleich in welcher Form und aus welchem Grund. Ob nun wegen besserer Bedienbarkeit, größerer Kompatibilität, aus Gewohnheit, ... egal. Du versprichst und erzielst einen Nutzen, der dir nur zu Teil wird, weil jemand anders Arbeit investiert hast - daran partizipierst du, ohne die gewünsche Gegenleistung zu erbringen. Wenn du diese Nutzungserschleichung nicht "brauchst", weil sie dir angeblich auch kein Geld wert ist, dann greife doch einfach auf eine der Alternativen zurück, die dir den gleichen Nutzen bringen und dennoch frei/kostenlos sind.
 
@LostSoul: Du hast mit deinem ersten Satz Kritik an dem Vorgehen der Medienindustrie kritisiert. Daraufhin baute ich meine Argumentation auf, denn die Medienindustrie wird hauptsächlich wegen ihrer gesetzeswidrigen und agressiven Vorgehensweise sowie den absurd hohen Schadensforderungen kritisiert. Rechtstreues Verhalten bringt nicht viel, denn in ihrer Klagewut verklagt die RIAA gerne auch mal Leute, welche gar nicht erst über einen Internetzugang geschweige denn über einen PC verfügen (http://tinyurl.com/6s3rbr). Und wenn man dann schuldlos und ohne Beweise angeklagt wird, heisst das noch lange nicht, dass man ungeschoren davon kommt (http://tinyurl.com/6gkd5a). Dass die RIAA und Konsorten selber Gesetze brechen, um ihre Präventionsmassnahmen durchzusetzen und die eigene Geldgier zu befriedigen, zeigt der folgende bekannte Fall: http://tinyurl.com/486lgp.
 
@Zebrahead: Ja, ich kritisiere die Industrie (ganz gleich welche) sicherlich in vielen Dingen und auch durchaus - subjektiv betrachtet - zurecht. ABER: Ganz gleich wie sehr ich sie kritisiere, wie viel die andere Seite falsch macht und ob davon manchen evtl. oder sogar mit Sicherheit rechtswidrig ist - ich stelle mich nicht auf die gleiche Stufe bzw. fange deswegen selber an gegen das Gesetz zu verstoßen oder sonst wie zu agieren um mich zu "rächen". Meine "Rache" besteht in Nicht-Konsum. Damit spiele ich meinen Teil der Macht am Markt aus - täten die Leute dieses kosequent und würden nicht auf "Tauschbörsen" zurückgreifen, dann hätte die Industrie ganz plötzlich ein das ein oder andere gewichtige Argument weniger in der Hand. - - - - - - - - Was die von dir genannten Links betrifft: Wenn ich (der "Rentner-Fall") jemanden bei mir wohnen lasse und auf meinen Namen eine Leistung in Anspruch nehmen lasse, muss ich mir dessen Handeln, wenn ich nicht das Gegenteil nicht beweisen kann, im Zweifelsfall auch zurechnen lassen müssen. Das ist auch so, wenn du mir dein Auto ausleihst, ich damit jemanden überfahre und du im Nachhinein nicht ansatzweise glaubwürdig darstellen kannst, dass du nicht der Führer des Fahrezeuges warst. Er hätte ja nicht über seinen Anschluss surfen lassen müssen. Es steht jedem frei zu sagen: Nö, besorg dir deinen eigenen Anschluss. Zu den anderen habe ich am Anfang dieses Beitrag und weiter oben schon etwas gesagt.
 
@LostSoul: solange die medien industrie über die ZPÜ und GEMA (und wie sie sonstwo alle heißen) für jedes stück elektronischen geräte-pupses (so ziemlich alles was aufnimmt und abspielt) und für jeden datenspeicher (ob kassette, cd/dvd-rohling o.ä.) urheberrechts-abgaben abkassiert - ist es geradezu die pflicht eines jeden käufers von ebensolchen geräten und leermedien für dieses (den verbrauchern per gesetz gestohlene) entgelt ohne jegliche gegenleistung (also für quasi für gar nichts vorab einbehaltene gelder - denn das umgehen von kopierschützen und das daownloaden von urheberrechtlich geschützem material ist ja verboten) einen entsprechenden gegenwert einzufordern!
 
@LostSoul: Wenn man zu Saturn geht und eine CD klaut muss man auch nicht mehrere hunderttausend Euro bezahlen, also warum illegal herunterladen, wenn man im Geschäft bei geringerem Risiko gleich das ganze Album bekommt? Und dann hat man sogar den physischen Datenträger, bis dir einer nachweisen kann, dass du den nicht gekauft hast... (ist man bei so einem Fall eigentlich selbst in Beweiszwang oder die Polizei?)

Ich hoffe, dass das als Scherz angesehen wird, aber wollte nur mal die Relationen zeigen, schließlich existieren die MP3s die man sich herunterlädt nicht mal in der realen Welt, sondern nur als Nullen und Einsen, irgendwo zwischen Millionen Speicherblöcken auf der Festplatte.
 
@LostSoul: "Wahrscheinlich habe ich aber einfach nur ausgeprägtere Rechts- und Moralvorstellungen, als es viele Menschen heute noch haben." So lange Du derart unsinnig diskutierst, solltest Du sehr, sehr vorsichtig damit sein, Dich selber über Dritte erheben zu wollen. Es ist schlicht nicht wahr, dass Arbeitsplätze verloren gehen, weil hier oder da mal jemand einen 30 Jahre alten Song aus dem Internet lädt. Selbst wenn man jedem Menschen der Erde eine Kopie solch eines Songs schenkt, entsteht kein Verlust, denn wer immer eine CD mit Samplern veröffentlicht oder wenn der Song im Radio läuft, fließen weiter Einnahmen und mehr als Ged zählen ist ja auch nicht zu tun. Wo bitte geht da auch nur ein einziger Arbeitsplatz verloren? Das Problem liegt doch tatsächlich darin, dass für ein sehr vergängliches Gut wie das Anhören eines Liedes geradezu astromische Preise kassiert werden, die wiederum auf der Basis von jenseits von gut oder böse liegenden Vergütungen fürs selbst erzeugte "Stars" basieren. Das gleiche Lied im Radio mitgeschnitten ist völlig legal, der Vorteil oder Nutzen für den Anwender ist identisch - nur dass der Aufwand ggf. höher ist. Radiosender zahlen an die Verwertungsgesellschaften und bekommen selber das Geld von Werbetreibenden. PC-Nutzer zahlen ebenfalls an die Verwertungsgesellschaften: bei jedem Brenner, PC, Rohling etc. zahlt man pauschal Urheberrechtsabgaben - um dann kriminalisiert zu werden, wenn man diese bereits bezahlte Leistung, das Kopieren z.B. eines Musiktitels, tatsächlich in Anspruch nehmen will. Bist Du ganzs icher, dass Du moralisch über und Anderen stehst, weil Du auf eine bezahlte Leistung verzichtest - oder dies zumindest zu tun behauptest? Und was ist moralisch daran, für eine einmalig erbrachte Leistung wie dem Aufnehmen eines Liedes mehrere Jahrzehnte lang bezahlt werden zu wollen? 5 bis maximal 10 Jahre täten es auch und würden zugleich einen Anreiz für die Schaffenden (Künstler kan man ja nun wirklich nur bei den Wenigsten sagen) ausüben, doch mal Neues zu kreiren, statt sich auf alten Lorbeeren auszuruhen. Ein Maurer oder Straßenbauer wird ja auch nur exakt einmal bezahlt, obwohl sein Werk oftmals um ein Vielfaches länger intensiv genutzt wird als so ein hingerotzter Song, der nach dem Massiv-Promoting wieder ein der Versenkung verschwindet. Stehlen bleibt stehlen, aber MusikDOWNloads sind nach meiner Auffassung kein Stehlen, sondern leidglich ein mit moderneren Mitteln durchgeführtes Kopieren für Eigenbedarf, welches durch diverse gezahlte pauschale Abgaben auf jeden Fall rechtlich und finanziell abgedeckt ist.
MfG
Drachen
 
ich weiß nicht warum sich die Musikindustrie so aufregt, zu meiner zeit wurde auf dem Schulhof oder Privat getauscht und massig von LP's & Radios aufgenommen und kopiert, das hat damals kein Schwanz interessiert,
nur weil es heute über das Internet passiert regen sich alle auf, Kopfschüttel.
Da kann ich Herrn Bohlen nur zustimmen, gebt die Musik im Netz frei!

http://tinyurl.com/3ol8z6
 
@ABDUL: Zum einen war es "damals" tatsächlich ein Unterschied zur heutigen Zeit, da es nunmal etwas anderes ist, ob du ein paar deiner Freunde etwas zur Verfügung stellst oder ob du es Millionen Fremden zur Verfügung stellst. Das hat übrigens auch die Rechtsprechung und der Gesetzgeber so gesehen und es wurde das Recht zur Privatkopie herausgearbeitet. - - - - - - - - Dass es einen Herrn Bohlen egal ist, mag ja sein - nur hat er eben auch zu respektieren, wenn andere Leute das anders sehen. Zumal er - als fertig(?)studierter BWLer (IIRC) ohnehin wohl etwas anders denken würde, wenn er noch nicht seine Millionen sicher hätte. Aber aus der goldenen Loge heraus lässt es sich freilich gut kritisieren - fallen kann er eh nicht mehr.
 
@Lostsoul: Es geht hier aber nicht ums zur Verfügung stellen, sondern ums runterladen! Deiner Argumentation nach hätte man früher Kassetten mit Liedern auch von Freunden nicht annehmen DÜRFEN weil man ja beim hören einen Nutzen draus zieht! Also überhaupt kein Unterschied zu damals! Stell dir vor dich hätte einer erwischt mit der Kassette deines Kumpels und pro Lied 10.000 Mark verlangt oder 5000 Mark damit es zu keiner Anklage kommt. Mit dem Argument hast du dich schach matt gesetzt.... Und fein, dann zieh ich einen Nutzen aus etwas das ich runtergeladen habe. Ist dieser Nutzen 5000 Euro wert? oder 50.000 ? oder vielleicht doch eher 50? Bei diesen Zahlen geht es um entstandenen SCHADEN, nicht um Nutzungsvergütung! Denk mal DADRÜBER nach! Wenn du jetzt damit argumentierst, das das die Verwerter zu entscheiden haben, hast du dich selbst schach matt gesetzt. So oder so. Im Bereich der Software läuft es z.b. so das es für manche Zwecke einfach nichts besseres gibt als Programme die 4000 Euro kosten. Gutes Beispiel z.b. 3dsmax. Und jetzt komm mir nicht mit Blender. Ich kenne viele Größen der 3D Industrie und ALLE, auschließlich ALLE haben mit heruntergeladenen Versionen von 3dsmax angefangen und sich von den ersten Aufträgen ne Lizenz gekauft. Was die Theorie untermauert das die Leute auch zahlen wenn sie Geld haben. Das Problem an der Piraterie sind veraltete Lizenzmodelle die nicht auf die aktuelle Realität zugeschnitten sind und das sehen viele Leute, insbesondere die MI, einfach nicht und weihen sich damit selbst den Untergang. In vielen Bereichen ist die MI bereits überflüssig und immer mehr kommen dazu. Aber ne, das so ein Spruch kam wie "Die Jugend sollte lieber mal ein Buch lesen, statt diese komische neumodische Musik zu hören", war mir schon klar als ich die ersten deiner Beiträge gelesen hab. Es gibt übrigens auch Leute die keine öffentliche Bibliothek zur Verfügung haben. Wenn die sich jetzt die entsprechenden Bücher kostenlos runterladen, entsteht ja anscheinend auch Schaden durch eine Nutzung. Das Problem auf Musik zu beschränken ist wie mit Scheuklappen durch die moderne Medienwelt zu galoppieren :P
 
@0mega: Du willst mir doch nicht wirklich sagen, dass 3DSM ein Programm ist, welches man "wirklich" haben müsste, oder? Wer das "braucht", kann das Geld dafür auch auf den Tisch legen. Aus der Hochpreisigkeit eines Programmes für eine sehr spezielle Klientel ein "Gemeinnutzungsrecht" ableiten zu wollen ist.. nunja.. absurd. - - - - - - - - Übrigens: Immer noch: Man kann mir eine Zahlung einer beliebigen Summe jederzeit anbieten - ich muss nicht darauf eingehen. Wenn ich mir meiner Sache sicher bin oder einfach nur der Meinung bin, vor Gericht besser weg zu kommen, dann lasse ich es eben auf eine Klage ankommen. Wobei das nicht das Problem da anpackt, wo es sich eigentlich stellt - nämlich bei der Rechtsverletzung. Man versucht bei einer Krankheit ja auch die Ursache und nicht die Symptome zu bekämpfen. - - - - - - - - - - - Ich habe übrigens niemals nur auf Musik abgestellt - ganz im Gegenteil habe ich in jedem meiner Beiträge nach Möglichkeit immer versucht auf andere immaterielle Güter einzugehen und auch im Originalbeitrag von mir sprach ich schon beispielhaft von Musik, Filmen und auch Software - also die wohl drei wichtigsten Immateriallgüter, wenn man mal von Patenten und ähnlichen Rechten absehen. - - - - - - - - - - - Schlußendlich zu deiner ersten Frage, wie viel das "Wert" ist und ob die Verwerter darüber zu entscheiden hätten: Habe ich das behauptet? Lies dir doch bitte nochmal alle Beiträge von mir durch und du wirst feststellen können, wem die tatsächliche Bemessung des Schadens obliegt. Den beteiligten Parteien bleibt einzig und alleine die Möglichkeit den (angeblich) (nicht) entschadenen Schaden glaubhaft darzulegen. Das bedeutet aber nichts weiter. Übrigens werden hier ohnehin zwei ganz unterschiedliche Sachen in einen Hut geworfen. Hier geht es um einen zivilrechtlichen Schadenersatzanspruch - der kann beliebig hoch gehen. Die Briten wollen jedoch nur den strafrechtlichen Aspekt weiter ausgestalten. D.h. aber nicht, dass du nicht zivilrechtlich trotzdem ein paar Mio. auf den Tisch legen kannst.
 
@LostSoul: solange die medien-milliarden-industrie selbst, wie bereits XXX-FACH nachgewiesen, "urheberrechtlich und patentrechtlich" geschützes material anderer cracked und für sich selbst gewinnbringend einsetzt (ohne den rechteinhabern dafür etwas zu bezahlen), so sollten sie eher mal die klappe halten und dafür lieber etwas tiefer stapeln.
 
50000 Pfund für download ?? Die haben sie doch nich mehr alle! die haben doch einen am laufen!!! Genauso wenn ich mir das bei uns ansehe, wo jetzt anscheinend auch mehr gegen Downloader vorgegangen wird!!!
man man man wenn die sehen würden wie meine Leitung manmal dampft, dann würden denen aber hören und sehn vergehn! damit bin ich ganz gewiss nicht dereinzige! 20 GB in ner Woche sind manchmal nix!!
An die Herren da oben, ein bisschen mehr Realismus is mal angesagt!!
 
Ich finde die Strafen sollten noch deutlich erhöht werden. Warum nicht 500.000 Euro Strafe?
Wenn mich jemand anzeigt und ich dann so viel Geld zahlen soll, dann sag ich: "Ich hab kein Geld." Nem armen Mann könnt ihr nix aus der Tasche nehmen. Und dann bekommt der Richter der mich dazu verurteilt ins Gesicht gesagt, dass ich jetzt heim gehe und weiter Musik runter lade. Kann mir ja noch ein paar Mio Strafe aufbrummen. *lol*

Wie blöd ist der Gesetzgeber...

Oder als Alternative 400 Jahr Gefängnis. Oder 80 Jahre Sozialarbeit *looool*

Nur schade, dass in Europa die Todesstrafe abgeschafft wurde. Wär viel einfacher 20 Mio Deutsche gleich zu erschießen weil sie Musik geladen haben.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles