Gebraucht-Software-Prozess: Rückschlag für Microsoft

Recht, Politik & EU Der Software-Konzern Microsoft hat im Rechtsstreit mit dem Lizenz-Händler UsedSoft einen Rückschlag erlitten. Das Landgericht München hat eine im April durch das Unternehmen erwirkte einstweilige Verfügung weitgehend gekippt. mehr...

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Die Cola ist ein Bestandteil eines Pakets und kann nur zusammen mit Burger und Pommes erworben werden.
 
@justpictures.net.tc: hachja, das erinnert mich an schule :D
 
@justpictures.net.tc: Ne, genau andersrum: Nachdem Du die Wundertüte obigen Inhalts beim Burgerbräter deines Vertrauens gekauft hast kann dieser dir nicht untersagen, die einzelnen Teile getrennt weiterzuverkaufen.
 
@budeII: Wohl aber das Ordnungsamt, denn der Verkauf von Lebensmittel mit direktem Verzehr unterliegt strengen Richtlinien :-)
 
"Der Erschöpfungsgrundsatz ist zwingendes Recht, das nicht vertraglich abbedungen werden kann. Das heißt: Entgegenstehende Lizenzbedingungen der Hersteller sind bei Eintritt der Erschöpfung in diesem Punkt unwirksam." was?
 
@klein-m: kommt mir auch so vor als würde man chinesisch traditionell in chinesisch kantonesisch übersetzen... kann beides nicht :)
 
Das Problem ist doch anders geartet. Wenn eine grosse Firma im grösseren Maße Gebrauchtsoftware einsetzen wird, wird genau dieser Hersteller der Software sehr genau hinschauen, ob die besagte Firma ein hieb- und stichfestes Lizenzmanagement besitzt. Und genau aufgrund dieser Angst - die meisten Firmen haben genau an dieser Stelle einen Schwachpunkt - machen die grossen Firmen da nicht mit und geben lieber doppelt so viel Geld aus, nur um den Status Quo zu erhalten.
So wird UsedSoft es leider nie schaffen, die Einkäufer und IT-Strategen zu überzeugen. Man müsste im gleichen Atemzug die Sicherheit für die Firmen schaffen, dass die Zählung der Lizenzen z.B. kein Problem mehr darstellt usw usw.

So schafft es also Microsoft trotz aller Rechtssprechung, weiterhin Firmen einzuschüchtern. Schade.
 
Hallo alle zusammen,

verfolge die Sache Usedsoft gegen Microsoft jetzt schon eine ganze Zeit und Frage mich warum eigentlich alle pro Usedsoft sind. Habt ihr euch schon mal die Frage gestellt, warum eine Firma Lizenzrechte von Softwareherstellern veräußert und diese durch ein Notartestat, welches in dieser Form in Deutschland eigentlich gar nicht gibt testiert. ???? Ein Notar testiert alles, was Ihm vorgelegt wird, er prüft weder die Echtheit noch die dazugehörigen Lizenzrechte. Was also bekommt der Kunde, der Lizenzen bei Usedsoft erwirbt. Sind es OEM, Retail, Volumen- oder sogar Schullizenzen. ???? Jede einzelne Lizenzform hat auch ihre eigenen Lizenzbedingungen, welche natürlich auch unterschiedliche Rechte gewährt, daher sind OEM Lizenzen ja auch günstiger als Volumenlizenzen und Schulversionen natürlich am günstigsten, da Sie ja ausdrücklich nur für Schüler sind. Also sollte doch mal hinterfragt werden, was erwirbt der Käufer eigentlich. Usedsoft spricht ja immer nur von Nutzungsrechten, denke das dies aber doch ein wenig zu einfach ist. Habe mir von den führenden gebraucht Softwarehändlern ein Angebot für gebraucht Software eingeholt. Alle lagen plus minus 5 % preislich beieinander nur Usedsoft lag fast 50 % unter den Preisen. Ein sehr gutes Beispiel wurde mir von einem der gebrauchtsoftware Händler genannt. Sie wollen ein Auto kaufen und lassen sich von 4 Autohäusern Preise geben. 3 Autohäuser, wo ich auch einen KFZ Brief bekomme, wollen für einen vergleichbaren Wagen plus minus 5 % haben, nur bei einem bekomme ich Ihn für 50 % weniger. Dieser übergibt mir aber keinen KFZ Brief sondern testiert mir die Herkunft durch ein Notartestat.

Hallo, da brauch ich doch nicht mehr zu überlegen.

Also denkt mal drüber nach.

Nicht umsonst heißt es, wer billig kauft, kauft zweimal.
 
@stefanvonlauenstein: Dein Beispiel geht am Problem vorbei. Das Problem ist, Du hast das Auto gekauft mit Allem drum und dran. Nun ist es Dein Auto. Aber -und nun kommt das Problem- Du brauchst das eine odere andere Zeugs Deines Autos nicht und wilst es verkaufen, z.B. Das Autoradio oder die Räder (Du willst z.B. besondere genehmigte Felgen haben). Und nun kommt der Hersteller (Audi,BMW oder was auch immer) und sagt, nein, nein, so nicht. Du hast das Auto als Ganzes gekauft und darfst Einzelteile nicht weiterverkaufen. Da würdest Du doch sicher dumm `dreingucken -oder nicht. Oder Futjitsu-Siemnens sagt, was - aus den von uns erworbenen PC willst Du den Prozessor verkaufen ? Nicht mit uns. Du hast es als Ganzes erworben und darfst es nur so verwerten. Auch da würdest Du doch sicher verständnislos `dreinblicken, dabei wollest Du doch nur einen ganz speziellen Prozessor einbauen. Das alles nach dem Motto : Du darfst es von uns kaufen und voll und ganz bezahlen aber nicht nach dem Kauf darüber frei verfügen. Merkwürdig - oder?
 
@uechel: Ich denke, Dein Besipiel geht am Problem komplett vorbei. Lizenzierung ist ein komplexes Thema und Dein Beispiel passt nicht. Klar kannst Du Teile einzeln verkaufen, auch einzelne Teile aus Volumenverträgen, aber wenn Du diese Teile veränderst verstösst Du gegen Schutzrechte. Wenn Du ein Fahrzeug z.B. in bestimmten wesentlichen Bereichen veränderst, musst Du auch ALLE Logos des urspründlichen Herstellers entfernen (wenn Du meinetwegen einen BMW in wesentlichen Teilen umbaust, darf nirgendwo mehr BMW drauf stehen), da dieses Fahrzeug in den Haupkomponenten dann nicht mehr den Herstellerbedingungen entspricht, es ist dann kein BMW mehr.
Wenn Du also aus einer Einzellizenz eine Volumenlizenz machst, die ja wesentlich mehr Rechte beinhaltet, dann ist das eine Raubkopie oder eine nicht existierende Lizenz. Was meinst Du wohl, warum Volumenlizenzen beim Erstkauf teurer sind als Einzellizenzen? Cross-Language-Recht, Downgrade-Recht, Re-Imaging, Softwareverteilungs-Recht, usw. Das hast Du bei Einzellizenzen alles nicht! Wir haben gebrauchte Lizenzen gekauft und ich sage Dir, da musst Du schon genau schauen, was Du bekommst. Warum sollte ich nicht alle Unterlagen (Vertrags-, Lizenz-, Autorisierungs- und/oder Beitrittsnummern, Vorbesitzer, Deinstallationserklärung usw.) bekommen, wenn ich dafür bezahle? Oder würdest Du ein Auto kaufen, ohne zu wissen, wer das vorher besessen hat, ohne ID-Nr. ohne Brief?
Außerdem vernichtet ein Notar Unterlagen nach einem festgelegten Zeitraum, in Deutschland sind das meine ich 7 Jahre. Was ist denn danach mit Deiner Lizenz? Wie willst Du dann nachweisen, dass die echt sind? Wenn Du Brötchen kaufst, muss das ja auch kein Notar bestätigen, also wo ist der Sinn einer notariellen Bestätigung? Warum legt man nicht offen, wo die Lizenzen herkommen? Wenn Du alle Daten beim Lizenzkauf bekommst, dann kannst Du diese auch jederzeit ordentlich wieder verkaufen. Am besten mal die Referenzenliste durchgehen, die Kunden anrufen und fragen, wie die Audits denn so gelaufen sind :-)
 
Korrekte Entscheidung!
 
@uechel: Hmmmmmm, da muss ich leider widersprechen. Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Alles Materielle, stimme ich dir voll zu, da Du ein Autoradio oder Felgen oder CPU auch nur einmal hast und auch nur diesen verkaufen kannst. Du kannst diesen Artikel ja auch anfassen. Aber wie bitte willst Du sicherstellen, das nicht aus einer Volumenlizenz plötzlich 100 gemacht werden. Dies ist nur möglich, indem die Rechtekette vom Ersterwerber bis zum neuen Lizenznehmer komplett offen gelegt wird und so nachvollzogen werden kann.
 
@stefanvonlauenstein: Du gehst an der News vorbei. Es geht darum, einzelne Lizenzen zu verkaufen aus einer Volumenlizenz :"...Grundsätzlich behält UsedSoft das Recht, auch einzelne Software-Lizenzen weiterzuverkaufen, die von Microsoft lediglich im Paket abgegeben wurden..." Dies ist Inhalt der News und des Urteils aus München. Nur darum geht es. Es geht nicht darum hundert Volumen-Lizenzen zu erstellen / zu verkaufen. Das war nicht der Streitpunkt.
@RudolfMeister :"... aber wenn Du diese Teile veränderst verstösst Du gegen Schutzrechte..." Darum geht es nicht. Weder in der News noch im Urteil war von (gar wesentlichen ) Veränderungen die Rede. "...Klar kannst Du Teile einzeln verkaufen, auch einzelne Teile aus Volumenverträgen..." Richtig, Und genau dies war Gegenstand des Verfahrens / Urteils und der News.
 
@uechel: Ja genau: "grundsätzlich" ist das wichtige Wort in der Story, da kommen jedoch noch einige "aaaaber". Außerdem hat dieses Recht natürlich nicht nur usedSoft.
Das Thema geht jetzt schon wochenlang durch´s Netz. Einer schreibt vom anderen ab, aber wenige recherchieren wirklich. Angefangen hat das mit einem Urteil vom November 2007, das jetzt erst rechtskräftig wurde. Da war Gegenstand eine Mahnsache, also ein zahlungsunwilliger Kunde. Top PR, Respekt! Es sieht nämlich so aus, als wäre auch das ein Sieg gegen MS.
Die einstweilige Verfügung von MS gegen usedSoft ist doch nur ein Nebenschauplatz und dabei geht es auch um die Formulierung: " Volumenlizenzen... ohne Wenn und Aber..." Der obige Bericht ist also stark gekürzt. "Ohne Wenn und Aber" kann man Volumenlizenzen sicher nicht verkaufen. Auch ein Auto kannst Du nicht "ohne Wenn und Aber" verkaufen, um bei dem Beispiel zu bleiben.
Das Urteil zum eigentlichen Prozess kann man auf den usedSoft Seiten runterladen.
Wer wirklich mehr wissen will solte sich unbedingt mal die offiziellen Aussagen zu gerbrauchter Software der BSA anschauen: http://w3.bsa.org/germany/presse/newsreleases/20080403-germanypr.cfm
Also: Thema verfehlt? Nee glaube nicht.
@stefanvonlauenstein: Du scheinst hier auch schon Deine Erfahrungen gemacht zu haben und ich stimme Dir voll und ganz zu. Ist auch nicht schwer mal bei Google nachzuschauen und mit ein wenig Nachdenken kommt man schnell dahinter, was hier läuft. Hier rührt jemand kräftig die Werbetrrommel. Was ist denn, wenn festgestellt wird, dass die Lizenzen nicht gültig sind? Da ist erstmal der Käufer dran.
Denke, es wird Zeit, dass das mal ordentlich geregelt wird. Ein richtiger Prozess muss her, nicht so ein Larifari eV Geplänkel. Ich konnte außer dieser Geschichte nichts finden, wo wirklich mal ein Prozess gegen Microsoft geführt wurde. Mal ist es ein Händler, mal ein säumiger Kunde. Einzelfallentscheidungen.
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