Windows-Simulator Wine 1.0 für Linux endlich fertig

Windows Nach 15-jähriger Entwicklungszeit ist jetzt die Version 1.0 der Software Wine fertiggestellt. Die Applikation stellt Windows-Bilbliotheken unter Linux zur Verfügung und ermöglicht so die Nutzung verschiedener Programme, darunter auch Photoshop CS2. mehr...

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"Wine Is Not an Emulator" - es übersetzt die Windows-API-Aufrufe in Linux-API aufrufe...
 
@gl4di4t0r: Und was macht dann deiner Meinung nach ein emulator?
 
wine ist ein übersetzter. ein emulator stellt eine plattform zur verfügung auf der gearbeitet wird.
 
@ voodoopuppe: WINE ist die Abkürzung für "Wine Is Not an Emulator".
 
@gl4di4t0r: dann ist es aber eine dämliche abkürzung - es müsste dann richtig NICHT abgekürzt heissen "W is not an emulator" .... im übrigen sagt das fremdwörterbuch: "e|mu|lie|ren : (EDV) die Funktionen eines Computers auf einem anderen nachbilden"
Duden - Das Fremdwörterbuch
 
@McNoise: http://de.wikipedia.org/wiki/Rekursives_Akronym
 
@McNoise: Eben: die Funktionen eines COMPUTERS auf einem anderen! Und da Wine nur ein OS auf dem gleichen Computer abbildet und keinen Computer, ist es eben kein Emulator.
 
Und was ist die Funktion eines Computers? War doch mal so, dass ein Computer nur das ausführt, was die entsprechende Software ihm vorschreibt ... ohne Software hat der Computer keine Funktion ...
 
@McNoise: Dein Beitrag bewegt sich auf dem Bedeutsamkeitsniveau der Meldung "In China ist ein Sack Reis umgefallen". Aber noise kann auf Deutsch ja auch "Rauschen" bedeuten ...
 
Wine ist kein Emulator im engeren Sinn, sondern stellt DOS- oder MS-Windows-Programmen lediglich die Funktionen der Windows-API unter Linux und Unix zur Verfügung, indem er ihre Aufrufe zu den entsprechenden Funktionen des Linux- bzw. Unix-Kernels sowie des X-Window-Systems umleitet. So ist es möglich, dass die über Wine ausgeführten Programme ähnlich schnell wie unter dem Originalbetriebssystem laufen.
 
@gl4di4t0r: das ist ein Emulator. Egal, was WINE heißen soll, die Funktionsweise ist genau die eines Emulators.
 
@ Kirill: Nein, eben nicht. WINE ist sowas wie ein Verbinder, er sagt dem Programm, welches auf Windows APIs zugreifen will, wo es diese bei Linux zu suchen hat. Es emuliert aber nichts. Vielleicht am ehesten mit einem Dolmetschter zu vergleichen.
 
edit: sry Zebrahead war schneller :)
@Kirill eben nicht :) so wie Zebrahead schon erklärte, emuliert wine eben nicht. Würde wine die x86 architektur emulieren, so würde (vereinfacht dargestellt) wine die Assembleranweisungen der Windowsprogramme interpretieren und dann mit eigenen Befehlen "nachbilden" - eben genau das ist nicht der Fall, die meisten Anweisungen werden direkt ausgeführt und wine stellt lediglich die fehlenden "Zusatz-"Funktionen die Windows den Programmen als Betriebssystem normalerweise zur verfügung stellt, für linux nach (so gut es geht) - d.h. läuft ein großteil der Programme nativ auf dem system und dadurch ist auch eine wesentlich höhere Geschwindigkeit möglich (bsp: unter vmware / virtualbox o.ä. sind 3d-Anwendungen nicht möglich bzw. nur sehr eingeschränkt und sehr langsam)
 
@MacNoise: Ich denk einfach mal an XNA: "XNA's Not Acronymed"
 
Das Programm interessiert es aber nicht, ob da ne Linux API dahinter steht oder auch nicht - es greift ganz normal auf die Ressourcen von "Windows" zu, was dahinter passiert interessiert das Programm nicht. Eine vmWare macht schlussendlich das gleiche - es "übersetzt" die Befehle die vom Programm in der vmware kommen und gibt sie schlussendlich an das OS weiter, welches die Daten zum Prozessor jagt und die entsprechenden Rückantworten zurücksendet ...
 
@ voodoopuppe: Wenn die Entwickler sagen es ist kein Emulator und das Programm deswegen noch extra so benennen, dann hat das ja wohl seinen Grund. Ansonsten hilft dir auch gerne der Wikipedia-Artikel weiter.
 
@voodoopuppe: Nicht so einfach zu verstehen was :)) VMWare bildet eine komplette Hardwareumgebung nach auf der die Software dann nativ laufen kann. Wine hingegen bietet linuxeigene ".dlls", die das Programm nutzt um direkt unter Linux zu laufen!
Da wird nichts übersetzt oder emuliert, die Programme laufen unter Linux, direkt!!

Ist das denn so schwer zu verstehen??
 
@alle: egal, was im Duden steht, im populären IT-Bereich haben sich drei Begriffe etabliert, die alle zwar etwas ähnliches beschreiben, aber doch mehr oder weniger unterschiedliche Technologien meinen: der Emulator simuliert ein komplettes System, vom Prozessor bis hin zu jedem einzelnen Chip, wodurch die Simulation von fremden Systemen (PPC auf einem x86 oder umgekehrt) möglich wird. Virtualisierung wird es genannt, wenn soweit wie möglich der echte (Host-)Prozessor verwendet wird, um die (Gast-)Prozesse des simulierten System auszuführen. Diese Technik gab es schon länger, doch erst jetzt hat sich der Begriff etabliert, u.a. dank der neuen Hardware-Virtualisierungstechnologien neuerer Prozessoren. Vorteil: naturgemäß hörere Ausführungsgeschwindigkeit als jede Emulation. Nachteil: nur das Host-System (bzw. ein System mit dem gleichen Prozessor, wie der Host besitzt, z.B. PC auf Intel-Mac) kann nachgebildet werden. Und zuguterletzt das was WINE macht: ein API-Wrapper. Eigentlich nichts anderes, als das, was jedes Betriebssystem macht: nämlich eine weitere Abstraktionsschicht darstellen, die Betriebssystemaufrufe entgegennimmt, deren Abarbeitung aber nicht simuliert (z.B. durch eine WINE-eigene Implementierung), sondern einfach auf gleichartige Funktionen des Host-Betriebssystem umleitet. Eine Emulation sowie eine Virtualisierung setzen ein weiteres funktionsfähiges Betriebssystem voraus, das auf dem Gast-System läuft, während der API-Wrapper das Gastsystem vollständig ersetzen soll. Virtualisierte und emulierte Systeme können auch nicht so einfach auf das Dateisystem des Host zugreifen, außer über virtuelle Netzwerkverbindungen, die ja dafür gedacht sind, zwei völlig verschiedene Computer zu verbinden (und Gast und Host sind ja zwei verschiedene Computer: ein echter und ein simulierter). Ausnahme hier: so gut wie jeder Atari-ST-Emulator kann von Natur aus auf das Host-Datei-System zugreifen. Eigentlich ganz einfach :-) ... Für die, die es noch komplizierter haben wollen: WINE unter PowerPC setzte eine Prozessor-Emulation voraus, weil ja Intel-Programme ausgeführt werden sollten. ... oder umgekehrt: Mac OS X-Programme mit PowerPC-Code können dank der Prozessoremulation Rosetta auf Intel-Macs ausgeführt werden, wobei jedoch nicht das gesamte Programm unter Rosetta läuft, sondern nur der Programmkern (soll heißen, trotz PPC-Programm sind alle aufgerufenen Mac OS X-API-Funktionen schneller performanter Intel-Code).
 
Na dann ^^ Ich hoffe das meine programme funktionieren
 
15 Jahre ist das Projekt jung.
 
ich schätze den Wine sehr aber dass man nach 15 Jahren erst die Version 1.0 fertig sellt, ist schon komisch. Wenn es bei Windows auch diese Versionsbezeichnung geben würde, hieß es dann aktuell Windows Version 0.6
 
@Dgon63: ist es denn so wichtig für dich, das Programme eine "1" oder höher vor dem Punkt haben? Hauptsache, das Programm läuft, find ich.
 
@Dgon63: Es ist ungeschriebenes gesetzt dass bei OpenSource Software die erste absolut stabile und reife version die Version 1.0 ist - bei kommerzieller Software fängt es immer bei 1.0 an - egal wie buggy
 
@Dgon63: Und von MS funktioniert jede Software erst ab Version 3.1 so wie angedacht war. Ich finde dieses Understatement sogar relativ lässig.
 
Ist das gesichert, dass ich mit wine unter Ubuntu Microsofts Outlook zum laufen bringe?! Weil oben von "...Microsoft Office und der Internet Explorer stehen hingegen schon länger zur Verfügung..." Die letzte Hürde zu Ubuntu allein auf meinem Rechner ist bei mir noch mein Nokia Mobiltelefon, welches ich mit Outlook syncronisiere!
 
@darktrance: Outlook läuft und hat Platin Status... Das war auch bedingung um überhaut eine 1.0 Version zu Releasen...
 
@darktrance: Aber warum sollte man Outlook benutzen wenn man Kontact oder Evolution haben kann?
 
@ John-C: weil leider etliche Handys mit ihrer proprietären Software nicht ohne weiteres mit anderen Programmen synchronisierbar sind. Mit manchen ist ja nicht mal Datenübertragung möglich, ohne dass man spezielle Treiber installiert... Noch Fragen?

Und was die VM betrifft... die bekommt man nicht auf jedem Rechner so ganz ohne Weiteres so zum laufen, dass man in ihr dann mal seltsame externe Geräte betreiben kann, mal ganz davon abgesehen, dass manchen Rechnern immer noch die Power fehlt um zwei Betriebssysteme gleichzeitig laufen zu lassen...
 
@John-C: Gegenfrage: Warum sollte man eine Ente fahren wenn man auch nen Mercedes haben kann?
 
@DennisMoore: Naja Mercedes würde ich Evolution noch nicht nennen, kommt aber nah dran :P
 
@Dennis: Ich glaub Du bist noch nie Mercedes gefahren ... ^_^
 
eben lieber native Linux Software einsetzen und falls man was aus der Windows Welt braucht eben ne VM starten. ahhüahüahühaüa 111!!!!
 
@opoderoso: (-)
 
@opoderoso: ..... und in der VM ist natürlich ein Lizensiertes Windows Pro für 100derte Euro installiert.....
 
@opoderoso: Ich vermute mal das "ahhüahüahühaüa 111!!!!" Signalisiert ironie...
 
eigentlich nicht, ThreeM, so sollte das nicht rüberkommen. Das war lediglich ein kleiner Ausraster meinerseits, den ich mir mindestens vier, fünf mal am Tag gönne. Und da mein heutiges Tagespensum noch nicht erreicht ist, treibe ich vielleicht nochmal mein Unwesen mit meiner überaus beachtenswerten Intelligenz.

@Kalimann, kannst du mich mal kratzen wenn du schon hier bist?
 
@Kalimann, weißt du wo mir das vorbeigeht..
 
@opoderoso: Wine ist im Gegensatz zu VM Ware in der Lage, 3D Spiele abzuspielen, welche dort teilweise mit höheren und stabileren Frameraten laufen, als dies unter Windows der Fall ist. Für die Programmierer, Tester und Förderer dieses Projektes, Gratz und Danke für diesem extrem wertvollen OPENSOURCE Beitrag!
 
@opoderoso: ..am blauen Pfeil :-))
 
D2X-XL läuft tadellos unter WINE, sogar im Multi-Monitor-Betrieb (www.descent2.de) ... :)
 
w00t ? 1.0 ??? kann es jetzt endlich cygwin starten *ggg*
 
WINE = Wein ( ich glaub rotwein ) :-)
 
... und wo bleibt der Microsoft Kuchen? 15 Jahre Entwicklung, keine dokumentierten Schnittstellen...ein riesiger Aufwand. 1.0 ist ein echter Meilenstein und bringt vielleicht auch das Projekt ReactOS voran.
 
Hab ne Frage:
Wenn ich jetzt von Windows XP auf Linux wechsele, was ich gerne tun würde, würde ich dann meine Windows XP-Treiber auch unter Linux verwenden können? (Glaube ich würde Ubuntu installieren dann)
 
@s3m1h-44: nicht wirklich! aber schau doch mal ob deine hardware nicht sowieso über native linux treiber unterstützt wird. Ausnahme wäre eine WLAN Karte welche über Windows Treiber ansteuerbar ist. Aber überleg dir den Umstieg gut! Viel Recherche, Zeit und Interesse notwendig.
 
@s3m1h-44: such bei google nach Wubi...da haste Ubuntu ganz fix auf deiner XP kiste...ohne an XP was zu ändern...natürlich läuft jedes linux besser auf den dafür vorgesehenen formatierungen....aber zum testen reicht es :)
 
@s3m1h-44: ah ok ich werde im wochenende mal etwas recherchieren. aber wozu ist dann dieses wine da? ich bin ein gamer und steam gibt es glaub ich noch nicht unter linux. würden games wie cs etc. überhaupt mit diesem wine-ding klappen?
 
@s3m1h-44: Als Gamer solltest Du besser zweigleisig fahren, Windows ist zum zocken einfach das System der Wahl. Ansonsten schau Dir einfach mal am WE die Ubuntu Wiki an http://wiki.ubuntuusers.de/Startseite und probiere am besten mal die Live CD aus.
 
@s3m1h-44: Es geht teilweiße. Ndiswrapper zum Beispiel für Netzwerk- und WLankarten.
 
@s3m1h-44: Ich lasse mal Windows XP auf meiner C Partitition und werde auf D (ca. 70 GB) Linux installieren. Dann kann ich beides benutzen. XP zum Zocken und Ubuntu für alles andere. (außer wenn ein Programm nicht Linuxkompatibel ist) Ich möchte auf jeden Fall mit Linux umgehen können, weil es so viele Vorteile bietet.
Danke für eure Hilfe!
 
Läuft Wine auch unter Windows? *fg*
 
@Kammy:
ne aber du kannst ja mal (ka ich denke es ist opensource) es für windows umsetzen.
 
@Kammy: Ich nutze auch gern Virtual PC auf meinem, mit VMware-emulierten, Gast-System. :)
 
@Kammy: man findet im Download-Bereich tatsächlich WINE für Windows. Was genau dies bezwecken sollen, hab ich nicht ganz herausgefunden, aber ich weiß, dass diese nur für Entwickler gedacht ist.
 
Gratulation an alle Entwickler zur Version 1.0! Ich kann bestätigen, dass sich wirklich sehr viele Programme starten lassen, die sich vor etwa zwei Jahren noch nicht dazu überreden ließen. Mein rein subjektiver Eindruck ist der, dass mittlerweile viermal so viele Programme unter Wine laufen, wie damals (und ich habe viele Programme getestet).
 
wenn ich windowsprogramme unter wine laufen lasse, wie zum beispiel metin2, kann ich keinerlei geschwindigkeitsverluste feststellen, dass spricht für die gute qualität von wine. wine hat in den letzten monaten große fortschritte gemacht. wirklich sehr gute arbeit. vmare oder virtualbox sind keine alterniven, denn das sind plattformen wo man andere betriebsystem mit einschränkungen laufen lassen kann. wine hingegen ist schon die "plattform" unter der man windowsprgramme laufen lassen kann. welche das im einzelnen sind, muss man selbst rausfinden, es sind aber mittlerweile eine ganze menge. und unter crossover kann auch sein ms-office laufen lassen... das heisst, wer es braucht^^...
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