eBay muss wegen Verkauf von Fälschungen zahlen

Internet & Webdienste Ein französisches Gericht hat entschieden, dass das Online-Auktionshaus eBay dem Luxusgüterhersteller Hermes 20.000 Euro zahlen muss. Zuvor waren über das Portal drei gefälschte Handtaschen verkauft worden. Es ist das erste Mal, dass eBay in ... mehr...

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So, und jetzt sollte das Gericht noch einen Vorschlag zum wirkungsvollen Schutz davor machen. Ich finde das Urteil gravierend. Es hätte eine Berechtigung, wenn Ebay im betreffenden Fall auf Hinweise NICHT reagiert hätte.
 
@mcbit: Eigentlich hasste recht aber Ebay unternimmt wirklich nicht viel bis gar nichts. Allein die ganzen offensichtlichen Ipod Fälschungen oder Parfums wird null unternommen obwohl schon lange bekannt und schon teileweise ersichtlich in den Angeboten ist.
 
@mcbit: Wenn Ebay eine Vernünftige und Sichere "Anmeldungsprozedur" mit Echtheitsprüfunt hätte, wäre es kein problem den Täter in Regress zu nehmen, aber das sich jeder unter jedem fakenamen anmelden kann bleiben die auf den Kosten sitzen. Ebay interessiert nicht Recht/Gesetz/Markenschutz oder Kundenservice, Ebay interessiert nur der verdienst, und da sind derartige Urteile genau richtig.
 
@it-maus: Was verstehst Du genau darunter? Abgleich mit den Daten des Einwohnermeldeamtes? Fakt ist doch, dass Ebay sicherlich auf Hinweise von Außen betreffs Autkionen mit vermeintlich falscher Ware und ähnlichem reagieren muss. Was man aber nicht verlangen kann, ist jede Aktion von Ebeayer zu überwachen. Wenn Du auf einem Markt eine Uhr kaufst, und die ist nicht "sauber", kannnste doch auch nicht den Marktbetrieber dafür belangen. Du kannst diesen mit einspannen, den Verkäufer ausfindig zu machen, mehr aber auch nicht.
 
@mcbit: Auf Wochenmärkten gelten die gleichen Regeln wie überall. Duldet der Marktbetreiber dauerhaft Stände, auf denen offensichtlich gefälschte Waren angeboten werden, dann wird er genauso zur Verantwortung gezogen. Der Betreiber ist immer zur Überprüfung seiner Handelspartner verpflichtet, soweit ihm das möglich ist. Keiner verlangt eine Erfolgsquote von 100%, aber die offensichtlichen Fälle sollte man schon erkennen. Da Ebay an den Auktionen kräftig mitverdient hat diese Firma natürlich wenig Interesse an der Verfolgung solcher Dinge. Erkennen muß ich Fälschungen gar nicht. Wenn jemand dauerhaft Neuware für 50% unter Normalpreis verkauft, von dem noch die Ebay Gebühren abgehen, dann ist das entweder der größte Idiot der Welt und zahlt für jeden Artikel massiv drauf oder es ist eben keine Originalware. In einem solchen Verdachtsfall checke ich die Bezugsquelle der Ware und dann stellt sich heraus, ob alles mit rechten Dingen zugegangen ist - so einfach ist das.
 
@mcbit: Das Post-Ident-Verfahren wäre doch möglich. Zumindest zu meiner Anmeldezeit gab es das noch nicht. Da gebe ich it-maus recht.
Aber mit dem "jede Auktion überprüfen"...
Ebay hätte zumindest die finanziellen Möglichkeiten, das Personal anzustellen und daraufhin die Auktionen freizugeben. Im Gegensatz zu einem Forumsbetreiber, der ja eigentlich auch jeden Kommentar prüfen und freigeben sollte.
Oder ist das wieder gekippt worden?
Ansonsten gebe ich dir recht, dass das ein gravierendes Urteil (nicht nur für Ebay) ist.
 
Man kann über Ebay denken was man will, aber das Urteil ist einfach Schwachsinn. Wie soll Ebay das kontrollieren?
 
@macing: Zumal manche Fälschungen so gut sind, dass selbst Experten das Ding selbst in der Hand halten müssen, um sagen zu können, dass es ne Fälschung ist.
20.000€ für 3 Taschen ist auch nett - wobei vermutlich kosten die tatsächlich fast 7000€ pro Tasche. Da sind dann wohl Zirkone statt Diamanten auf den Taschen gewesen und der "Originalartikel" kostet bei eBay nurnopch schlappe 1000€ - Sonderangebot^^ -Absatz- Achja, Jetzt schnell alle Städte verklagen, weil Leute auf Flohmärkten Fälschungen verkaufen (oft vlt sogar unwissentlich lol).
 
@macing: In manchen Fällen ist das schwierig, in anderen dagegen trivial. Wer z. B. teuere Markenartikel immer wieder zu marktunüblich niedrigen Preisen anbietet (das gilt nicht nur bei Soforkauf), bei dem kann man davon ausgehen, dass er keine reguläre Ware von regulären Quellen bezieht, d. h. auf deutsch: Es ist entweder gefälschte Ware, Hehlerware oder "vom Lkw gefallen". Solche Auktionen kann man durchaus herausfischen und überprüfen. Dann verdient man aber nix mehr an den Auktionen. Solange sich Ebay (und andere) mit dümmlichen Ausreden ihrer Verantwortung entziehen können, werden sie diesen Weg des geringsten Widerstandes auch gehen. Genau genommen ist das aber großangelegte kommerzielle Hehlerei und rechtlich äußerst problematisch.
 
Ich finde die Strafe nicht gerechtfertigt. Wenn ein Verkäufer ein Bild und eine Beschreibung einstellt, kann eBay doch daran nicht erkennen, ob es sich um eine Fälschung handelt. Dann müsste man auch alle Anzeigen-Blätter verklagen. Da wurde, aus meiner Sicht, eBay unrecht getan.
 
Ganz recht so find ich :) die sollen auch mal bissl was zahlen. Schlechte Sicherheitsmaßnahmen. Tausende von Privatkäufern werden betrogen über ebay. Und was kümmerts ebay? Garnichts. Keine Ausweiskontrollen keine richtige Bankkontrollen, einfach mal jeden möglichen User annehmen und dann staunen das es Betrüger sind. Allein schon beim Verkauf sollte man per Bankeinzugsberechtigung nur verkaufen dürfen, dass man auch im Falle eines Betrugs das Geld zurück bekommen kann über ebay. Und bei dem Gewinn den die machen ist das sogar zu wenig was die da zahlen meiner Meinung nach. 20 tausen Euro :) ist für die Taschengeld. Erhöhens halt noch um 1 cent die Gebühren und hams wieder drinne :)
 
@dahope83: Ja Tausende von Artikeln werden angeboten die z.B. neu angekündigt wurde und garantiert noch keiner hat! Man kann es ebay mitteilen bringen tut es nichts! Erst wen es Publik wird wie das 7000€ Nokia N96 wirds gelöscht damit ebay ja keinen schaden nimmt...
 
@dahope83: __-"Allein schon beim Verkauf sollte man per Bankeinzugsberechtigung nur verkaufen dürfen"__- Was für ein Müll. Nicht jeder private Verkäufer KANN und will einfach so Geld von einem fremden Konto einziehen. man man man ... Außerdem ist es jawohl Sache des jeweilligen Verkäufers welche Zahleungsbedingungen er anbieten möchte. Genauso wie es die Sache des Käufers ist, wie er bezahlen möchte. Passt dies überein, gut. Tut es das nicht, kein Geschäft, auch gut.
 
Grad Neuware angeblicher Markenhersteller dürfte bei Ebay in der Mehrheit aus Fälschungen bestehen. Gab mal eine Erhebung wonach 80% der im Umlauf befindlichen Gameboy Spiele Kopien sind bei Ebay!
 
@JTR: UNd ausgerechnet Ebay soll das erkennen? Wenn ich als Käufer solche ein Spiel kaufe und es sich als Kopie entpuppt, dann mache ich Meldung bei Ebay, ganz klar. Aber wie soll Ebay im Vorfeld Kopien von Originalen unterscheiden?
 
Mcbit: Das ist ja auch soooo schwer. Wie bekommen es denn die Markenhersteller heraus? Testkäufe vielleicht? Ebay ist schon in der Lage dazu, die stellen sich nur dumm.
 
finde das urteil richtig. ebay wurde schon sehr oft verwarnt von allen möglichen herstellern. ebay hat auch ein bissel was dagegen gemacht (beispiel gibt es in bestimmten kategorien keine 1 bzw 3 tages auktionen mehr). des weiteren hat ebay eine sicherheitsabteilung mit sehr vielen mitarbeitern, die dafür zuständig sind das solche artikel nicht angeboten werden. ebay reagiert einfach viel zu langsam, wenn sie überhaupt mal reagieren. vor einiger zeit waren bei luxusartikeln (s.t. dupont feuerzeuge) sehr viele fälschungen zu finden, die meistens aus hongkong verschickt wurden, auch waren deutsche anbieter dabei. auf meldungen von mir und anderen personen, sowie auf hinweise durchs forum bei ebay hat ebay nicht reagiert, so dass die artikel über die volle laufzeit gelaufen sind (10 tage). ebenfalls konnte man in den bewertungen der verkäufer sehen das diese fälschungen verkauft haben und das im ganz großen stil. ebay interessiert das nicht und hat im endeffekt eigentlich nur den gewinn im kopf. es haben schon einige gegen ebay geklagt, aber das wurde immer abgeschnettert. jetzt endlich hat mal ein gericht nicht zugunsten ebays entschieden, sondern ebay eine strafe aufgebrummt. vielleicht sollte ebay sein sicherheitssystem mal überarbeiten :). es werden selbst heute noch raubkopierte filme und spiele angeboten (bei filmen ist es immer lustig zu sehen das bei ebay dvds angeboten werden von filmen die gerade mal im kino laufen und ebay.....die machen nichts dagegen, trotz meldung). mal sehen wie es weiter geht. die firmen die jetzt gegen ebay klagen sind nur die spitze des eisbergs, denn es kommen sicherlich noch einige bekannte dazu (rolex, cartier usw...)
 
@Sirius5: Zumindest MS hat Ebay wegen der vielen gefälschten Windows Versionen in die Pflicht genommen. Ich bin auch gespannt wie lange das noch weitergeht. Vielleicht wird der 'mündige Kunde' bei Ebay wach, wenn er mal richtig heftigen Schaden durch ein gefälschtes Produkt erleidet. Bei gefälschten Medikamenten, Kosmetika oder Bremsbelägen durchaus möglich.
 
Wenn jemand auf dem Flomarkt gebrannte CDs verkauft, wird dann auch der Vermieter des Platzes zur Rechenschaft gezogen?
 
@glowhand: 100% agree! Das Urteil ist absolut dämlich.
 
@glowhand: Selbstverständlich, was für eine Frage.
 
....die sogenannten Markenfirmen, sind nur sauer, weil sie ihren Müll nicht loswerden.
Das einstige,was Ebay machen könnte, wäre so eine Art Hinweisschild für die Käufer. Achtung: schalten Sie Ihr Gehirn ein, wenn Sie unterm Durchschnittspreis angebotene Markenartikel sehen + kaufen wollen. Ebay übernimmt keine Haftung!
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