EU-Parlament gegen Internet-Sperre für Filesharer

Filesharing In der Vergangenheit wurden immer mehr Berichte laut, wonach Filesharer in einigen europäischen Ländern mit einer Sperrung des Internet-Zugangs zu rechnen haben, wenn sie öfter beim Verletzen des Urheberrechts erwischt werden. mehr...

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So eine von Lobbyismus verseuchte Weltordnung "mit knappen Vorsprung".
 
Mal sehn wann die Waffenlobby wieder was durchsetzen will, oder die Tabaklobby oder die Frauenbewegung. Ist doch alles fürn Arsch :)
 
@sekker: Hä? -.-
 
Freut mich also.. Dachte schon ich muss dann ins Internetcafe. Wobei da ist ja das risiko auch gross, dass deren Anschluss gepappt wird, nachdem ich da war..
 
Zitat: " Einen Unterstützer hatten die Regierungen dabei in der Musikindustrie, die die Provider im Kampf gegen illegale Downloads stärker miteinbeziehen wollte." __> Naja... so wird vielleicht eher ein Schuh draus: "Mehrere Unterstützer hatte die Musikindustrie dabei in den Regierungen..."
 
Aber eine Entscheidung des EU-Parlamentes hat ja keine bindende Wirkung. Das ist
nur eine Anregung für die EU-Kommission und die nationalen Regierungen. Bevor die das umsetzen, werden die Lobbyisten erst mal wieder aktiv usw. usw.
 
MIT KNAPPER MEHRHEIT? Das soll wohl ein schlechter Scherz sein?! Und von solchen Leuten werden wir regiert! Jeder, der dafür gestimmt hat, sollte wegen mangelnden Verständnisses für Demokratie und Bürgerrechte des Amtes enthoben werden!!! Sind die wirklich so verblödetet und inkompetent, oder ist die Korruption im EU-Parlament schon so weit fortgeschritten!? ("Lobbyismus" ist wohl neudeutsch für "Bestechung".)
 
@moribund: stimmt allerdings. Lobbys scheinen schon mindestens so wichtig wie Bürgerrechte zu sein.
 
Macht mir aber Angst, dass das so knapp war. Die Musiklobby ist ja sowohl reich als auch größenwahnsinnig genug, sich da so lang reinzuschmeissen, bis die 17 Stimmen umgestimmt sind.
 
@Kirill: Ja sag ich auch die brauchen ihnen nur ein par Millionen zahlen und die Leute dun alles korrupt genug sind sie ja.Die Mafia sitzt nicht mehr in Italien sonder im e-u Parlament.Jedes Jahr verschwinden ein paar Milliarden Euro aber das liest man nur in kleinen spalten bei kleinen Zeitungen.
 
Ich bin stolz Europäer zu sein.
 
Ganz ehrlich, wenn Personen mehrfach beim filesharing von urheberrechtlich geschützen Dateien erwischt werden, würde ich kein problem sehe diese auch wirklich vom filesharing auszuschließen. Klar, mir werden hier viele den Kopf abreisen. Bin aber wirklich der Meinung. Trotz allem bin ich auch froh über ein Gesetz (oder einen Gesetzentwurf) in Österreich, wonach Eltern nicht mehr für das Filesharing Ihrer Kinder haften, wenn sie davon nicht gewusst haben. (ok, wird jetzt bestimmt neu pauschalausrede werden, aber egal :) )
 
@caldera: "wenn Personen mehrfach beim filesharing von urheberrechtlich geschützen Dateien erwischt werden, würde ich kein problem sehe diese auch wirklich vom filesharing auszuschließen" Das funktioniert sicher auch woanders, z. B. Leute, die Schwachsinn posten, vom Posten ausschließen - also tschüss mit Dir! (PS: Deine zweite "Anregung", Leuten, die Dünnschiß im Hirn produzieren, gleich den Kopf abreißen, hat auch einen gewissen Reiz)
 
@morbibund: Warum? Leute die stehlen werden auch bestraft, warum sollte man das bei Filesharing nicht genau so machen. Wenn es sich nachweislich um illegalle Daten handelt. Nenne mir ein brauchbares Argument. Klar, er kann dann auch keine legalen Inhalte mehr verteilen, aber das wird dann wohl auch nicht sein hauptgrund gewesen sein. Es gibt auch x-millionen Leute die mit Waffen umgehen können, ein paar wenige können es aber nicht, und auch dennen wird der Zugang zu Waffen untersagt. Aber wie gesagt, ich warte auf dein tolles argument. Dein jetztiges postingm, war ja nicht gerade aussagekräftig.
 
@caldera: Naja, das Grundproblem ist doch erst mal, ob man hier überhaupt von stehlen reden kann. Wenn du eine CD im Laden klaust, dann stiehlst du den Datenträger, klar. Aber wenn du was runterlädst, dass du auch aus dem Radio aufnehmen könntest? Wem hast du dann was weggenommen? Du hast der Industrie eventuell *die Möglichkeit* genommen, dir was zu verkaufen.. Oder noch besser, jmd lädt Serien runter, die in seinem Land gar nicht laufen oder erst mit Verspätung.. oder mit grottiger Synchro, die eher zum Nicht-Gucken verleiten. Wo wird denn da was geklaut?
 
@caldera: 1. raubkopieren ist nicht stehlen! Beim stehlen nimmst Du jemanden etwas weg. (naja, soma war schneller) 2. Zugang zu Waffen ist vor allem mal untersagt, weil man damit verletzen oder töten kann: ich muß wohl nicht weiter erklären, wieso der Vergleich hinkt. 3. was Du anregst ein starker Eingriff in die persönliche Freiheit und Rechte der Bürger (ja, die haben auch welche), und dafür fehlt jede Verhältnismäßigkeit. oder stellst Du jemanden, der bei Rot über die Kreuzung geht unter Hausarrest (oder vom Straßenverkehr aus). 4. Wieso zahle ich dann eigentlich Abgaben auf Datenträger und Geräte? 5. Wieso werden Exekutive, Legislative und Jurisdiktion immer mehr zu Vollzugsorgane irgendwelcher Industrielobbies degradiert, während sich selbige einen Scheiß um Recht und Gesetz scheren (und damit durchkommen). EDIT: DU wolltest von mir Argumente, wo bleibt denn jetzt Deine Antwort? Sind Dir die Argumente ausgegangen?
 
@soma: @moribund: Raubkopieren ist sehr wohl stehlen! Nur weil man "die Ware" nicht in den Händen halten kann, heisst das noch lange nicht dass man es deshalb nicht stehlen kann. Nicht falsch verstehen: Ich unterstütze den Lobbyismus nicht, ich bin eher der Meinung, dass "die Scheisse" die falschen ausbaden müssen - nämlich Künstler, Programmierer usw. Es gibt ein Recht auf geistiges Eigentum, nur sind Menschen wie ihr nicht in der Lage, dieses Recht auch zu akzeptieren. Ein Musiker, der ein Album aufnimmt, ein Programmierer der sein Hirnschmalz in ein Programm steckt - was ist daran so schwer zu verstehen? Arbeitet ihr umsonst? Arbeitet ihr überhaupt?
Es ist so leicht, zu "denen da oben" zu rufen, die seien korrupt und verlogen und und und... Aber mit welchem Beispiel gehst denn "du da unten" voraus? Illegale Filesharer gehören ausgeschlossen, genauso wie besoffene Autofahrer vom Strassenverkehr ausgeschlossen werden.
 
@Baujahr80: 1. Raubkopieren mag zwar moralisch nicht korrekt sein, aber es ist NICHT stehlen, da besteht noch ein Unterschied (mir wurde letzte Woche das Fahrrad gestohlen: glaub mir, es wäre mir lieber gewesen, wenn es kopiert worden wäre). ich spreche hier die ganze Zeit von der Verhältnismässigkeit Strafe - Tat. Und genug "nicht-gekaufte" Statistiken besagen, daß der eigentliche Schaden durch Leute, die sich Musik aus dem Internet kopieren nicht so hoch ist (nicht jeder, der sich 10000 songs kopiert, würde sie sonst kaufen). Außerdem: wieso zahl ich denn sonst Abgabe auf Tonträger und Geräte? Wieso ist es dann erlaubt, TV und Radio aufzunehmen? (Wollte übrigens die "Industrie" in den 80ern verbieten lassen, hatte aber die Entscheidungstraäger noch nicht so stark mit Lobbyisten unterwandert) 2. Wenn du von den Künstlern sprichst, dann mach doch mal eine Umfrage unter ihnen, was sie von fileshring halten. Du wärst überrascht. 3. Ja ich arbeite (also nix mit dem "Protestierer sind nur faules Pack"-Vorurteil, Pech gehabt!) im Bereich Graphik & Design (und solange jemand meine Arbeit nicht für kommerzielle Zwecke nutzt, kann er sie haben). 4. Während in den letzten Jahren die Einflußnahme mächtiger Lobbies auf Politik etc immer stärker wird, bekommt man einen Skandal, ein Negativbeispiel nach dem anderen vorgeführt. Da wunderst Du Dich, daß man sämtliches Vertrauen in die "da oben" verliert. Und mirt welchem Beispiel ich "da unten" vorausgehe: ich bin nicht korrupt, hab kein Konto in Lichtenstein, hetze nicht Kindern Anwälte auf den Hals, verbreite nicht Schadsoftware (z.B. Rootkits) an 1000e PCs meiner Kunden, etc, und versuche vor allem nicht aus Profitgier die Bürgerrechte zu beschneiden. 5. Ein besoffener Autofahrer ist eine Gefahr für Leib und Leben der Allgemeinheit! (Das ist fast so idiotischwie der Waffenvergleich von caldera.)
 
@ moribund: Ich mag deinen Vergleich mit dem kopierten Fahrrad! (+)
 
@Baujahr80: Kopieren ist nicht stehlen, besten Dank. Zum einen kommt hier vermutlich mein stiller Protest gegen die einseitige Globalisierung zu Tage, Firmen dürfen global agieren und verkaufen, aber unsereins darf nicht global einkaufen, weil dadurch ja "Vertriebs-Kanäle zerstört werden". Wenn also irgendwo auf der Welt ein Film (FreeTV) ein Lied (Radio) oder ein Buch (kostenloses eBook) verfügbar ist, dann kann man nicht mehr von stehlen reden, wenn dieses kopiert wird.
Weiterhin bin ich selber in der Softwarebranche tätig, im Bereich Entwicklung und Schulung und es ist uns sowas von egal, ob jmd unsere Produkte auf irgendeiner Festplatte hortet. Für die effektive Nutzung braucht man nämlich erstmal den Bedarf, dann das Training und dann kontinuierlichen Kontakt zwischen Kunden und uns zwecks Weiterbildung/Anpassung an neue Prozesse/rechtliche Rahmenbedingungen. Im Prinzip könnte es demnach auch Adobe egal sein, ob jetzt ein 14jähriger Photoshop in der neuesten Version hat um damit 4 mal im Jahr ein Bild zu bearbeiten, noch extremer vielleicht findet dieser 14jährige Gefallen an dem Zeug und wird später Grafiker und treuer Kunde von Adobe. Mein Punkt ist einfach, die Industrie hat hier ganz klar gepennt, denn die Vertriebsmodelle sind wirklich antik. Bei Software geht der Trend immer mehr zu Miet- und Supportmodellen und stärkerer Modularisierung, bei Musik hin zu Komplementärprodukten wie Fanartikeln und Konzerten (oder sollte zumindest dahin gehen) weiterhin eine Standardisierung der Formate, so dass andere Komplemetärprodukte besser voneinander profitieren können. Ein bischen schwarz sehe ich hingegen bei Spielen (Ausnahme: Spiele mit hohem Wiederspielwert bzw. Onlinespiele), Filmen und Büchern, denn da handelt es sich um Erfahrungsgüter, d.h. nach einem vollständigen und gründlichem Test, braucht man das Produkt eigentlich nicht mehr. Auch hier kann die Lösung nur Mehrwert und komplementäre Produkte lauten und vor allem Korrektur der Vertriebswege, denn wenn ein Produkt überall in gleicher Qualität verfügbar ist, dann ist der Anreiz gering, sich dieses vorher über "graue Kanäle" und in niedrigerer Güte zu besorgen. Und gerade Kinos müssen sich bewusst werden, dass sie immer mehr Konkurrenz haben, Stichwort Heimkino, sowas wird auch immer erschwinglicher und Filme erscheinen viel schneller auf DVD, aber auch in zeitlicher Hinsicht, den Spiele werden Filme immer ähnlicher und auch das Internet ist heute vielfach interessanter.
 
Gegen das viel schlimmere Verklagen und teure Abmahnen durch Unterhaltungskonzerne und deren rechtlicher Wurmfortsätze hat das sogenannte EU-Parlament dann aber doch nichts einzuwenden...
 
@Der_Heimwerkerkönig: ach das problem wird sich früher oder später sowieso vons elbst lösen. fixe ip-adressen werden sich verbreiten, und evtl. auch irgendwann wie adressen ink. hausnummern einsehbar sein. Wenn es dann keine brauchbaren Tools zur verschleierung von IP-Adressen gibt, wird das filesharing defintiv aufhören. //ADD: achja, diese hohen strafen werden in den wenigsten Fällen tatsächlich exekutiert. Sie dienen mehr der Abschreckung. Und ein gewisses Strafmaß muss man finden. Strafen im 3 oder 4 stelligen Euro Bereich würde ich als durchaus akzeptabel ansehen, je nachdem wie groß der Vertoß war.
 
"Wie es heißt, hatten die Gegner der Internetsperren einen Vorsprung von nur 17 Stimmen." - "Die heut[ige?] Entscheidung ist eine machtvolle Aussage für die Bürgerrechte" - Pff… Witzbolde! :D
 
Echt super wie-fiele mit der Internetüberwachungen einverstanden sind.Dan habt ihr auch nicht dagegen wen man in euren Wohnungen Kameras installiert.Super das wir eine demokratie sind.Ha Ha Ha ach ja das waren wir vor den E-U beitritt.Keine Meinungs freiheit fast wie in China und komplette Überwachung und die meisten finden das normal.
 
@albertZX: internet-überwachung gibt es ohnehin schon lange, nur geht es jetzt darum das ganze zu legalisieren. und die internetüberwachung von china der geplanten von deutschland gleichzusetzen halte ich für übertrieben. eine solche wäre auch hierzulande immer noch verboten.
 
@albertZX: Ich persönlich finde diese art der überwachung auch eine frechheit ..
Denoch sollte man sich überlegen ob es in zeiten des internets wo eine überwachung von nöten ist (über dessen rahmen lässt sich streiten), nicht lieber mal unser veraltetes grundgesetzt in eine richtung zu überarbeiten die es uns ermöglicht ohne ständige überwachung zu leben aber trotzdem gegen eventuelle verbrechen vorzugehen.
Wobei ich der meinung bin, dass eine solche überwachung lieber an stellen der kinderpornografie, sogennanten selbstmordsites etc angebrachter wäre ..
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