Spiele- & Internetsucht: Deutschlands erste Klinik

Am Klinikum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wurde gestern eine neue Spielsucht-Ambulanz eröffnet. Hier wird künftig nicht nur das Pathologische Glücksspiel, sondern erstmalig in Deutschland auch das Störungsbild Computerspiel- bzw. ... mehr...

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Aber nein, hier ist doch keiner Süchtig, schließlich propagieren MTV, iPhone, Second Life und Social Networks, genauso wie Maschinen-SMS-Schreiben in Romanlänge pro Tag das das VÖLLIG NORMAL ist!
 
@JACK RABBITz: Meine Rede.
 
und wie will man die da behandeln? da stehen dann ja bestimmt auch iwo iwelche pc´s oda?
 
Wenn du alkoholsüchtig bist darfst du trotzdem während der behandlung aus flaschen trinken.
Wie man sie behandelt ist noch gar nicht so ganz klar. Das Krankheitsbild ist völlig neu, Standardbehandlungen müssen erst entwickelt werden. Finde es gut das dieser wichtige Schritt getan wurde.
 
Man zwingt sie so lange mit einem Windows 95 (Hardware natürlich entsprechend alt) und billigen Mäusen und Tastatur CS Source gegen Cheater zu spielen.
Irgendwann haben sie keine Lust mehr und sind geheilt :D
 
wenns hilft ....
 
@FairyCosmo: ....sollten sie Deine themenrelevante "Kommentarwut" gleich mitbehandeln.

@Topic:
Stelle ich mir verdammt schwer vor, die psychische Abhängigkeit mit den damit verbundenen Ritualen zu behandeln. Das Gehirn ist ja ganz auf die eingespielten Verhaltensmuster eingestellt. Beim Raucher ist das ähnlich, meist scheitert das Rauchen-Aufhören an der psychischen und nicht an der Nikotinabhängigkeit.
 
Der WoW Flame möge beginnen^^
 
@karstenschilder: Darauf warte ich nur. :D
 
einerseits mag es ja wirklich süchtige geben, aber dann stell ich mir die frage, wie wird festgestellt das man süchtig ist nach computern? und führt diese einrichtung nicht automatisch dazu, das diese neue sucht ein probates argument ist, womit man killerspiele usw. noch mehr verbieten will? das ganze ist unterm strich vielleicht doch nicht so produktiv und dient nur als augenwischendes beiwerk für die masse, die sich nich informiert, weil es als standard argument herhalten muss um zensur in diesem land zu rechtfertigen. ich hab da meine zweifel... wann gibts kliniken für workaholics??? arbeit kann auch süchtig machen - da macht sich aber keiner nen kopf drum.
 
@Rikibu: Vielleicht sollte man Sucht kategorisieren. Bestimmte Süchte, die z.B. einer bestimmten Lobby Geld bringen, sind durchaus gewollt ( Warum sonst hat sich die Raucherlobby / -industrie solange erfolgreich gewehrt?). Andere widerum führen zur Abweichung von der "Norm" und "müssen" bekämpft / verboten werden.
Argumentation bei Killerspielen z.B. : Killerspiele -> Isolation -> steigende Gewaltbereitschaft -> Amoklauf (einfache Kausalkette). Dabei sollte aber doch eigentlich jeder Fall individuell betrachtet und vor allem die Umstände / das Umfeld genauer durchleuchtet werden. Meistens läßt sich dann feststellen, dass Killerspiele bei psychisch instabilen Menschen nur noch der Katalysator ist, also das Faß zum Überlaufen bringt. "Verbot von Killerspielen" ist für mich nur eine Phrase der Politik, die vor allem bei konservativen Menschen / Eltern punktet.
 
@ guardian@geißenweide: Mal eine ganz ernst gemeinte Frage: Wozu braucht man Killerspiele? Was geht einem im Leben verloren, wenn man keine spielt und was gewinnt man, was mit anderen Spielen nicht auch möglich wäre?
 
@yun: Diese Frage kann man sehr kontrovers diskutieren. Einerseits ist es möglich mit Killerspielen eine ganz bestimmte (oft auch sehr junge) Zielgruppe anzusprechen (wie es z.B. auch die US Army macht). Ganz klar: Man kann mit Killerspielen sehr realitätsnah simulieren, (virtuelle) Menschen auf die verschiedenste Weise umzubringen, egal ob der Teamgedanke im Vordergrund steht, oder ob man als Einzelgänger einen Auftragsmörder spielt. Diesen Reiz kann man bei anderen Spielen nicht erleben, was auch den Gefährdungsfaktor für bestimmte Menschen ausmacht.
Braucht man Killerspiele? Ich meine nein. Man investiert sehr viel (Zeit) und das "Glückserlebnis" über einen Top-Rank auf dem Scoreboard / einer Liga ist nur von sehr kurzer Dauer / wenigen vorbehalten. Und solch ein "Glückserlebnis" will natürlich schnell wieder aufgefrischt werden.
 
@yun: 1. Frage: Was sind Killerspiele? Kenn ich nicht! 2. Falls du Ego-Shooter meinst, stelle ich mal eine Gegenfrage: Wozu braucht man Fernsehen, Fuballstadien, Golfplätze und dergleichen? 3. Ich versuche es dir trotzdem zu beantworten: Weil die Geschmäcker, was Spiele angeht, zum Glück verschieden sind. Nicht jeder züchtet gern Tiere im Zoo, päpelt seinen SIM auf, fährt Autorennen oder löst digitale Sudoku-Felder. Manche wollen eben aktiv im Geschehen dabei sein und Action auf dem Bildschirm erleben. Für mich ist zum Beispiel eine Partie Battlefield sehr entspannend und bringt neue Bekanntschaften.
 
@guardian@geißenweide und @tommy1977: Danke, für eure Meinungen :-)
 
@tommy1977: Killerspiele, sind Spiele bei denen man durch das realitätsnahe Töten von (meistens) Menschen seine Ziele / Punkte erreicht. Killerspiele sind für mich ein Teilbereich der Ego-Shooter, also nicht äquivalent gleichzusetzen.
Warum sollten Killerspiele entspannend sein? Sie putschen auf (Puls und Blutdruck steigen dramatisch) und befriedigen die erworbene Verhaltensweise, so seinen Stress abzubauen und dem "Alltag" zu entfliehen, statt sich den Problemen aktiv zu stellen und echte Freundschaften zu pflegen (ungleich schwieriger). Die Fähigkeit Probleme im Alltag zu lösen und Stress anderweitig abzubauen, sinkt, je mehr Zeit man für diese Spiele aufbringt. Sie bewirken also genau das Gegenteil von dem was Du eigentlich erreichen willst: körperliche und geistige Entspannung / langanhaltende Zufriedenheit.
 
@guardian@geißenweide: Bin der gleichen Meinung ^^
 
@ guardian@geißenweide: Gut abgeschrieben, die Definition von Killerspielen (welche übrigens von völlig medienfernen und voreingenommenen Scheuklappenträgern aufgestellt wurde). Ich sehe das ganze etwas differenzierter. Ich persönlich arbeite relativ viel und freue mich, wenn ich am Abend noch ein wenig Ablenkung bekomme. Im Tv läuft nur Schwachsinn und ich schlafe daher regelmäßig davor ein und wache Mitternacht mit Rückenschmerzen auf...scheidet also aus. Meine bessere Hälfte schiebt öfter mal Spätschicht und kommt daher erst gegen 23 Uhr heim...scheidet an den betreffenden Abenden also auch aus. Fitnesstudio oder andere Sportarten sind bei mir aus zeitlichen Gründen auch nicht drin...scheidet also auch aus...da fahr ich lieber mal ne Runde Fahrrad am Wochenende. Was bleibt denn da noch übrig, um sich allein aktiv zu beschäftigen (Spaß soll es ja auch machen)? Ich finde, der PC ist da ne gute Abwechslung und in einem gesunden Maß sind bei einem normaldenkenden Menschen "Killerspiele" meiner Meinung nach nicht schädlich. Die Ursache für solche Süchte oder durchgeknallte "Schulhasser" liegt, wenn das Krankheitsbild erstmal diagnostiziert wurde, zeitlich um einiges davor. Und keine Angst...ich hab einen großen Freundeskreis, mit dem ich auch viel meiner knappen Freizeit verbringe.
 
@tommy1977: Zitat: "Ich finde, der PC ist da ne gute Abwechslung und in einem gesunden Maß sind bei einem normaldenkenden Menschen "Killerspiele" meiner Meinung nach nicht schädlich." ... hm ... also werden bei entsprechend disponierten Menschen, bestimmte Tendenzen durch Computerspielen verstärkt, die, wenn sie ihre Freizeit statt überwiegend vor dem PC, mit Menschen verbrächten, vielleicht erst gar nicht zu tragen kämen?
 
@tommy77:
1. Habe ich die "Definition" nicht abgeschrieben, sondern es drückt das aus, was ich unter Killerspielen verstehe. Also bin ich wohl auch ein medienferner "Scheuklappenträger". Ich verstehe nicht, wie man jemanden der seine Meinung darlegt, so aggressiv angehen kann und versucht ihn durch Begrifflichkeiten zu diskreditieren.
2. Wollte ich niemanden seine Lebensweise zum Vorwurf machen. Allerdings denke ich das "vieles Arbeiten" immer nur vorgeschoben wird, wenn man abends zum sogenannten Couch- / Computerpotato wird. Ich selber gehe 40 - 50 h in der Woche arbeiten, studiere Samstags nebenbei und habe eine kleine Tochter. Dennoch gehe ich 2 x in der Woche zum Sport und spiele ab und zu mal ein Killerspiel (was ich früher wesentlich häufiger getan habe und heute nicht mehr nachvollziehen kann, wie ich damals soviel Zeit investieren konnte).
3. Gehe doch mal auf serverspy.net und schaue nach wieviel Zeit Dein Nick / Spielername online verbringt. Alles über 15 h in der Woche ist definitiv Zeit die man lieber anderswo investiert.
 
@ guardian@geißenweide: Entschuldige bitte, wenn du meinen Post als agressiv aufgefasst hast. Das war bei weitem nicht so gemeint.
Zum Zeitthema: 3 Tage/Woche á 2h = 6h/Woche...hm...nicht wirklich viel. Der Rest gehört meiner Freundin + Junior, Freundeskreis und Gartenarbeit (kann man ja auch als Sport bezeichnen). Aber da setzt wohl jeder andere Prioritäten.
 
Ihr seit einwenig beim Thema vorbeigezogen, die Internetsucht, wie sie z.B. bei verschiedensten Online Games auftreten kann, kommt doch recht häufig vor. Das Problem der Amokläufer/Killerspiele hingegen, ist so selten, dass es eigentlich kaum Wert ist eine Verbindung zwischen Amokläufern und Killerspielen herzustellen. Hier versucht man nur einen Sündenbock zu finden. Die Politik versucht nur von sich selbst abzulenken und die Medien freuen sich über die reißerischen Schlagzeilen.
 
@JackDan: Hm ... ich weiß nicht. Ich glaube fest daran, dass die Dinge, die wir hören, die wir sehen und überhaupt alles, von dem wir umgeben sind, einen Einfluss auf unsere Entwicklung haben - Im Guten, wie im Schlechten - Weshalb sollte das bei Computerspiele anders sein?
 
@yun: Hast mich leider nicht ganz verstanden auf was ich hinauswollte. Nehmen wir and 5% der online Gamer werden "mehr oder weniger" süchtig, in diesem Falle könnte man schon von einem Massenphänomen reden. Im Fall Amokläufer/Killerspiele wird es sich um ca. 0,000025% (bei der Annahme, dass es 20Mill ShooterZocker gibt und 5 davon durchgedreht sind) handeln. Bei so einem geringen Prozentsatz sollte man den Schuldigen nicht dort suchen wo er nicht zu finden ist, sondern im defekten Erbgut oder in der verdrehten Psyche, bzw. Vergangenheit des Täters. Es handelt sich hier nicht um ein soziologisches Problem, sondern um Einzelfälle, die man getrennt voneinander psychologisch erforschen und auswerten muss.
 
@ JackDan: Nee ... das ist mir schon klar ... mir geht es auch nicht um die Amokläufer - die ich ja auch mit keinem Wort erwähnt habe - sondern um die Wirkung von *Killerspielen / Egoshootern / etc.* auf Jugendliche / Fasterwachsene / Erwachsene, die einen großen Teil ihrer Freizeit vor ihrem PC mit diesen Spielen, statt mit richtigen/nichtvirtuellen Menschen / Freunden verbringen. Sicherlich gibt es auch andere Spielegenres, die genau so zu einer Spielsucht führen können. Die *Killerspiele / Egoshootern / etc.* waren jetzt nur ein Beispiel, was mich im Augenblick besonders interessierte ^^
 
@yun: Das klang aber weiter oben noch etwas anders: "...Mal eine ganz ernst gemeinte Frage: Wozu braucht man Killerspiele? Was geht einem im Leben verloren, wenn man keine spielt und was gewinnt man, was mit anderen Spielen nicht auch möglich wäre?" Da ist sehr wohl der explizite Bezug auf "Killerspiele" zu finden. Aber sei es drum...ich gebe dir Recht, dass jede Art von Spiel süchtig machen kann. Sei es auch nur der fanatische Fußballfan, welcher seinen Verein über den Rest des Familienlebens stellt. Daher sollte man jedem Tierchen sein Plesierchen lassen und darauf hoffen, dass ein erwachsener Mensch vernünftig mit den Einflüssen seines sozialen Umfelds und den damit verbundenen Hobbies umgehen kann.
 
@yun: Ahso, auf das wollte ich jetzt zwar nicht eingehen aber egal. Die Sucht ist sicher bei den Online Spielen am größten, hier nicht wegen des Tötens sondern wegen dem virtuellen social life. Die Online Games sind ein großer Meeting Place für Menschen aller Nationen die miteinander was erleben wollen. Man macht sich über die Jahre Freunde und zockt mit denen regelmässig. Eigentlich etwas positives, solange das normale Leben nicht zu sehr darunter leidet. Besonders schlimm ist das in Japan, dort gibt es eine Menge Hikikomoris (Menschen, die nur noch sehr selten vor die Tür gehen, und sich von der Gesellschaft zurückgezogen haben). Die online Welten, egal ob Chats, Foren oder Online Games scheinen eine gute Befriedigung menschlichen sozialen Lebens darzustellen. Um der ganzen Diskussion einen anderen Character zu verleihen, stelle ich, meinerseits Darwinist, eine andere Frage: Wie kann man überhaupt die Gewaltbereitschaft des Tieres Mensch in Frage stellen, sollten wir doch mehrmals am Tage töten um zu Leben. Die eigentlichen Gehirngewaschenen oder genetisch Defekten sind die Pazifisten oder Vegetarier. Diese Art von Mensch hätte vor 20.000 Jahren nicht überleben können, hätten dadurch auch nicht ihr Erbgut verbreiten können. Der Amokläufer natürlich auch nicht. Ganz im Gegenteil zum aggressive Männchen bzw. Weibchen, das war perfekt. :)
 
@tommy1977: >>> Zitat:"mir geht es auch nicht um die Amokläufer - die ich ja auch mit keinem Wort erwähnt habe - sondern um die Wirkung von *Killerspielen / Egoshootern / etc.* auf Jugendliche / Fasterwachsene / Erwachsene, ..." ... da widerspreche ich mir doch nicht? ... und der fanatische Fussballspieler spielt wenigstens noch mit Menschen ... mit denen auszukommen er im täglichen Leben lernen muss ... ein PC-Spiel widerspricht nicht, gibt keine Widerworte und besitzt auch keine eigene Meinung ... ... ... @JackDan: Hm ... die Gewaltbereitschaft, die ja in der Natur des Menschen liegt, wird ja ganz bewusst kanalisiert bzw. sublimiert und den modernen Bedürfnissen angepasst ... wie zum Beispiel im Beruf oder im Sport ... wo sie zu einem (mehr oder weniger) ertragreichen Ergebis umgesetzt wird. Bei einem Computerspiel ist das nach meinem Verständnis etwas anders. Jede Form eines Erfolges, das Erleben von Macht und das Ergebnis einer Konfliktbewältigung existieren ja nur in den Köpfen der Spieler und haben mit ihrem wirklichen Leben kaum etwas zu tun. Das wirkliche Leben führt da viel eher zu frustrierende Situationen, als wie ein PC-Spiel, welches einem viel leichter ein Erfolgserlebnis bescheren kann. Hm ... ok. ... eure Antworten sind auf jeden Fall interessant. Thx :-)
 
@yun: Deine Assoziation gehen schon in die richtige Richtung, mit nur einem Fehler, es spielt sich alles nur in unseren Köpfen ab, egal ob im echten Leben oder im Virtuellen. Die Emotionen sind immer die Selben. Spiele, die online gespielt werden, haben, wie im echten Leben, die volle Bandbreite an menschlichen Emotionen, sind also von der mentalen Auslastung mit dem Sport gleichzusetzen, hier fehlt lediglich die körperliche Komponente. Frust, Erfolg, Wut, Rache, Stress, Erleichterung und Glücksgefühle sind bei online Shootern an der Tagesordnung. Viele suchen sich hier sogar den gewissen Kick, einen Kick den sie im echten Leben vermutlich nicht so schnell finden werden, zumindest nicht in solch einer kurzen Zeit und in solch einer konzentrierten Form. Einige Spiele können dir einige 100 Erfolgs- bzw. Frustmomente innerhalb einer Stunde geben, im normalen Leben gibt´s sowas nicht (in meinem zumindest nicht) :). Ein stressiges Spiel kann dich mental komplett auslaugen, im Sport kommt dir die körperliche Erschöpfung zuvor. Ohne der körperlichen Komponente liegt es rein an deiner Konzentrationsfähigkeit, wie lange du 100% geben kannst. Die wirklich guten Gamer, die z.B. ihren Lebensunterhalt damit verdienen, versuchen ihre Emotionen vollkommen runterzuschrauben, um sich nicht aus der Konzentration zu bringen. Am direktesten zu Vergleichen ist das mit einem Hirnsport wie Schach. Ich hoffe ich konnte dir einen verständnisvollen Eindruck vermitteln. Ich, für meinen Teil, spiele kaum noch online Shooter, wenn man nicht mehre Stunden in der Woche spielt hat man einfach keine Chance gegen das junge nachkommende Volk und ich habe keine Lust mir ständig Frustmomente zu holen.
 
@yun & JackDan: Schon sehr interessant, eure Posts zu lesen. Das ist wenigstens mal eine konstruktive Diskussion. Ich versuche mal, das Thema auf den Punkt zu bringen. So wie ich das verstehe und auch selber praktiziere, ist die Mischung entscheidend. Egal, welches Spiel man spielt...Fußball, Schach, PC-Games,...usw....man darf sein Real-Life nicht dafür ausblenden. Der Mensch hat schon sein Leben lang gespielt, früher war es "Fußball" mit der Kokosnuss und heute sind es eben zum Teil Computerspiele, die Gewohnheiten ändern sich eben evolutionär. Daher der Apell an alle Eltern: Zeigt euren Kindern das echte Leben, führt sie aber dennoch vorsichtig an die Materie PC-Games heran. Verbote bringen nichts, dann wird eben im Verborgenen bei Freunden gezockt. Aber mit Verständnis und grundlegendem Sachverstand kann man wenigstens über mögliche Probleme frühzeitig reden und somit ein Abrutschen in die soziale Isolation verhindern.
 
@tommy1977: You made my day, schöner kann man es garnicht sagen, ein perfekter und wahrer Abschluss, dein Posting. Und bei Kindern und Jugendlichen besonders aufpassen, soziale Kompetenz erlernt sich nur schwer in einer virtuellen Welt. Wir wollen ja keine Arschlö..er erziehen, die nur eine Welt ohne richtige Konsequenzen und Grenzen kennt. By the way, du bist grad mal 2 Jahre älter als ich. Unsere Generation, die Generation X, ist damals als die absolute Versagergeneration dargestellt worden, die es zu nichts bringen wird, ich denke "SIE" haben sich geirrt, lol. Die konstruktive Diskussion hat auch mir Spass gemacht, ist mal was anderes als das übliche zugeflame hier, schönen Tag noch.
 
Tja was soll ich sagen *kospfkratz* naja LOL!! Spielesucht verstehe ich aber eine Internetsucht O.o . Ich hab manchmal das gefühl das Sachen einfach erfunden werden um eine Begrümdung zu finden was neues auf dem Markt zu werfen. Aber was weiß ich schon ^^ MFG
 
Ich hoffe die Klinik hat ein iNet Anschluss :D
 
@avril|L: wieso? musst du etwa hin?
 
Das Geld sollt man lieber in Maßnahmen stecken, welche prophylaktisch wirken und Eltern fördern, Verständnis dafür zu erlangen, was ihre Sprößlinge da eigentlich tun. Wodurch kommt diese "Sucht" eigentlich? Meiner Meinung nach durch unkontollierten Konsum der entsprechenden Medien im Kindes-/Jugendalter. Meine Eltern haben mir damals, Anfang der 90er Jahre, einfach den Stecker gezogen. Damals hab ich geflucht, weiß aber heute, dass diese Maßnahme gut war, um mich von der Kiste und dem übermäßigen Konsum digitaler Pixelmassen wegzuholen. Das ist vielleicht etwas radikal und ich wollte damit nur sagen, wenn die Eltern frühzeitig darauf achten, was ihre Kinder da veranstalten und ihnen zeigen, dass es auch noch ein Real-Life gibt, könnte man sich diese ganze Dikussion sparen.
 
@tommy1977: Du hast recht. Aber das ist glaub ich eine Initiative um mehr Geld in die Kassen zu füllen. Weil computerbrüchige Kinder sind keine seltenheit ^^. Kapitalismus ist zweck orientiertes Handeln. ^^ Hier gehts nicht um die Kinder :-)
 
@kostja1000: Zitat: "Kapitalismus ist zweck orientiertes Handeln. ^^" ... Weshalb man mit der Herstellung von Computerspielen ja auch keinen Gewinn erwirtschaften möchte ^^
 
@yun: So gesehen sind wir Spielzeug des Kapitalismus O.o . *an sich selbst zweifel* *und ängstlich um sich schau*
 
@kostja1000: Aber es ist schon interessant, wie fremdbestimmt unser Denken und unsere Wahrnehmung sind ^^
 
@tommy1977: Zu diesem Posting von dir gebe ich auch noch meinen Senf dazu. Leider muss ich ein wenig weiter ausholen. In der Natur kommt Zucker weniger zahlreich vor, deshalb hat es eine höhere Priorität als wie z.B. Gemüse. Der Affe isst gerade Blätter, entdeckt Obst, schenkt den Blättern keine Bedeutung mehr und verzehrt das Obst. Blätter liefern Nahrung in Mengen, Obst aber hat Vitamine, die die Blätter kaum haben. Warum essen wir also in unserer Gesellschaft mehr Kohlenhydrate als Gemüse, weil wir darauf programmiert sind zuzuschlagen solange dieses seltene Gut noch da ist, nur leider ist es nicht mehr selten und der Konsum gerät ausser Kontrolle. Ähnlich ist es mit der Spielesucht, welche Priorität hat die Emotion "Erfolgserlebnis"? Scheinbar ein Hohe. Kommt aber im normalen Leben nicht so häufig vor wie in den Spielen. Jetzt hat der Spieler die Möglichkeit die Emotion in zahlreichen Mengen zu konsumieren und es gerät ausser Kontrolle. Um ein praktisches Beispiel zu bringen, vor Jahren haben Wissenschaftler einen interessanten Versuch gestartet. Sie hatten Laborraten die Möglichkeit gegeben auf Knopfdruck ein Glücksgefühl zu erzeugen. Das Resultat war, dass die Tiere verdurstet oder verhungert sind, weil sie sich nonstop Glücksgefühle verschafft haben. Glücksgefühle kommen scheinbar so selten vor, dass diese die normale Nahrungsaufnahmen nicht beinträchtigen und haben deshalb eine höhere Priorität. Ist einer meiner eigenen Theorien die ich als Hobby-Evolutions-Verhaltensforscher aufgestellt habe. Könnte aber sein, dass das ein Wissenschaftler schon genauer abgehandelt hat, gelesen habe ich bisher noch nix davon, nicht in diesem übergreifenden Kontext zumindest.
 
Wo kann man sich einschreiben xD
 
@Khamelion: Nichts überstürzen, denn ein Leben ohne Sucht ist doch langweilig. Nur weil man mehr Freizeit für Aktivitäten opfert, die für andere eher uninteressant sind, einen selber aber Spaß machen, ist man doch nicht gleich krank. Außer man fühlt sich dabei nicht wohl, oder wie unter Zwang, und will davon loskommen.
 
OMG...ich bin süchtig! Ich liebe Doom, ich verehre Half-Life und genieße meine taktischen, äääh, Blutigen erfolge in Company of Heroes...und überhaupt: In WH 40000 habe ich vermutlich schon tausende von Orks und Heretics für ihre Unreinheit gemeuchelt und in GalCiv2 und SotS sogar ganze Planeten-Populationen die wohl in die Millionen gehen, auf dem gewissen...!!! WAHNSINN!!! Ich bin verloren!!! Wo ist das Formular für die Einweisung!!!???
 
@PowerGraFX: Ins Fegefeuer gehts: Erst linke Tür, dann scharf rechts, danach Treppe nach unten und immer der Hitze nach... :-)
 
was? also es gibt schon länger bereiche von kliniken die solche leute behandeln, weiß grad nicht wo, aber bin mir relativ sicher, dass es in d'land war..
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