IT-Fachmesse Systems mit starkem Besucherschwund

Wie jedes Jahr, veranstaltete die Messe München auch diesen Oktober die IT-Fachmesse Systems. Vom 23. bis 26. Oktober, hatten Branchenvertreter, IT-Fachleute aber auch Privatpersonen die Möglichkeit, sich in insgesamt 5 Messehallen umzusehen. mehr...

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Ui, da war ich ja einer der "Glücklichen" dort. Meiner Meinung nach, sollte sich die Messeleitung und die Aussteller überlegen, ob die Systems ein Ableger einer Consumer-Messe wie Cebit oder IFA sein will oder sich an richtiges Fachpersonal richtet. Ich finds peinlich, wenn Studentinnen als Krankenschwestern mit Doppel-D-Oberweite (und entsprechend TIEFEM Ausschnitt) verkleidet durch die Messehallen flanieren und den Besuchern irgendwelche seltsamen Spritzen mit Erfrischungsgetränk oder sowas anbieten. Auch hatte ich an etlichen Ständen das Gefühl, dass ich es mit einem Marketing-Knilch zu tun hatte, dessen Wissen zu dem beworbenen Produkt sich auf den Inhalt des DinA6-Flyers beschränkte bzw. gar nicht auf die Fragen den potentiellen Kunden eingingen sondern nur ein eintrainiertes "Showprogramm" abspulten. Ich für meinen Teil habe nach 5 Stunden die Segel gestrichen, obwohl ich nur ca. 40% der anvisierten Stände besucht hatte, aber bei 70% Marketinggelabber-Quote an den Ständen, habe ich den Rest des Tages doch mit Sinnvollerem verbracht. EDIT: Ach ja, es war auch lustig, den Scharen von Schülern auf der Jagd nach "Messematerial" zuzuschauen...
 
@Daystrom: Das alles kann ich nach 8Jahren Cebit bestätigen. Dort ist es genauso. Die Messeleitung sollte auch nicht unterschätzen, dass sich viele Leute im Internet mit Infos versorgen und die Produkte schon kennen, bevor sie auf der Messe präsentiert werden. Das war vor x-Jahren noch nicht so ausgeprägt.
 
@Daystrom: Das selbe Gefühl hatte ich bei der IFA auch. Man hätte das ganze Gedöns auf eine Halle mit den größten Flachbild TV und der jüngsten Studentin mit den längsten Beinen zusammenstauchen können. Die Herren in den Anzügen, was zu fragen hatte ich gar keine Lust. Und was auch wie viel Strom ihr 2m TFT/LCD Ding zieht. Ich werde mir sowas in 30 Jahren nicht leisten können oder wollen. Andere "Attraktionen" gab es nicht. Alle Hallen zeigten das gleiche Produkt. Einzig, ein echter 3D Fernsehen hat mich mindestens eine Minute an einem Stand verweilen lassen. Faszinierend, 3D Ohne Hilfsmittel! Die nächsten Jahre kann ich mir die 10 Euro auch sparen ...
 
liegt einfach mal dran, dass die messe nicht viel zu bieten hat und ungemein langweilig gestaltet ist. ausserdem kostet der eintritt viel zu viel.
 
@Stan: Richtig! Standpreise, Eintrittspreise, Hotel, Parkplätze, gastronomische Versorgung - die Kosten für einen Messebesuch sind in der Tat in den letzten Jahren explodiert. Da wird sich so mancher (Aussteller wie Besucher) überlegen, ob sich der Besuch wirklich lohnt. Dass die echten 'Kracher' fehlen ist nat. auch ein Punkt. Es sind viele Kleinigkeiten, die sich summieren. Die Europcar verlangt mittlerweile 750-950 Euro Vollkasko-Selbstbeteiligung für Mietwagen. Wenn du mal nen Tausender hinlegen musstest, weil dir jemand aufm Parkplatz ne nette Verzierung in die schöne neue E-Klasse gemacht hat, dann biste erstmal geheilt von Messe & Co. Wenn dann noch die Bahn streikt... wie gesagt, es sind eben viele kleine Faktoren.
 
@Stan: Öhm...die Systems ist eigentlich eine Mittelstands-IT-Messe und keine Event-Messe. Man geht dorthin um Informationen zu erhalten, die über die im Internet bereitgestellten Informationen hinausgehen und evtl. persönliche Kontakte zu knüpfen.... Aus meiner Sicht könnte der Eintrittspreis höher sein und dieser Mist mit den Vouchern abgeschafft werden, denn dann würden viele "Ich-geh-hin-weil-ich-nix-zahle" wegfallen. Für die ist i.d.R. nix auf der Messe vertreten... Mich reut mehr die verlorene Zeit und ned das Eintrittsgeld....
 
Kein Wunder, die meisten Infos über Neuerungen gibts schon lange vor den Messen im Internet. Messen sind nur dann sinnvoll, wenn dort was geboten wird, und damit meine ich keine Broschüren und gelangweilte Vertreter.
 
Die Besucherzahlen der Systems sind doch schon seit Jahren rückläufig, warum hätte sich das dieses Jahr ändern sollen? Der Lokführerstreik ist schon ne tolle Sache, was man da alles drauf schieben kann :) Da der Fernverkehr nicht bestreikt wird, glaube ich kaum, dass sehr viele Besucher deswegen nicht gekommen sind.
 
@pkon: Der Geschäftsführer der Messe München wird doch nicht öffentlich eigene Fehler zugeben. Da wird dann ein Sündenbock gesucht und wurde mit den Lokführern gefunden.
 
Abgesehen davon was "Daystrom" weiter oben schon richtig anspricht, sollten die mal ihren Standort überdenken. München ist halt hinsichtlich der Deutschlandkarte mehr als unpraktisch. Die Cebit mit Hannover liegt da schon besser. Denke mal das Ruhrgebiet wäre aber immer noch die beste Lösung .. ich mein da gibt es auch die meisten IT-Fachkräfte .. aber viele werden durch die Anreise abgeschreckt ..
 
Eine Messe namens München veranstaltet eine IT-Fachmesse namens Systems ? Seltsamer 1. Satz ô.o - verwirrt ein wenig.
 
Mich wundert es wenig, dass die Systems abgesoffen ist. Betrachtet man die "Fachmessen" mal genauer, trifft die Ausage von DayStrom vollkommen zu. 100% Marketing, -10% Knowledge. Fehlendes KnowHow kann gefährlich sein. Meiner Meinung nach sollte man die Messebetreiber und Aussteller mal darauf hinweisen, dass sie mit derartigem Inhalt die Fachbesucher vergraulen. Bei uns Ösis hat es die selbe Trendwende gegeben. Bei uns gab es eine sehr angenehme Fachmesse namens ExpoNet, wo man mit Fachleuten sprechen konnte und die Schulklassen nicht rein durften. Aber was geschah - ExpoNet wurde eliminiert und durch die ITnT ersetzt. Und ratet mal - ja - die Schülerschaften sind zurück, Souvenirjäger überall und der Großteil der Aussteller sind CONSULTER - furchtbar. Na hoffentlich steuert man da dagegen...
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