Schweden erklärt OpenXML-Abstimmung für ungültig

Internet & Webdienste Das Swedish Standards Institute (SSI) hat in dieser Woche darüber abgestimmt, ob man Microsofts OpenXML-Format als ISO-Standard unterstützen will. Die Mitglieder sprachen sich dafür aus, allerdings kam es bereits während der Entscheidungsfindung zu ... mehr...

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Alle Reaktionen waren wie erwartet: Schweden musste die Abstimmung für ungültig erklären und Microsoft vertuscht mehr oder weniger. Mal sehen, ob die anderen Länder nachziehen, die auch Ähnliches erfahren haben. Auch sollte der Abstimmungstermin unbedingt verschoben werden.
 
Wenn die einzige Teilnahmebedingung die Zahlung einer lächerlich geringen Jahresgebühr ist, sollte man sich über solche Ergebnisse auch nicht wundern.
 
@Druidika: Vielleicht sollte man solche "Institutionen" abschaffen. Wenn eine dicke Brieftasche schon ausreicht um stimmberechtigt zu sein, dann sind die Prioritäten offenbar falsch gesetzt. Stimmberechtigt dürften m.M nach nur Mitglieder sein, die langjährig und AKTIV an Lösungen mitgearbeitet haben. Aber vielleicht ist das ja auch garnicht im Interesse solcher Altherrenrunden.
 
@Melonenliebhaber: Aber vielleicht steht das auch gar nicht im Artikel und dein Gehirn hat seltsame Gedankengänge? Oder seit wann Zahlt man in Schweden in Dollar??? Richtig lesen, die Firmen waren Microsoft Partner und mussten für diese (Microsoft) Partnerschaft zahlen, womit dann auch der letze Satz einen Sinn ergibt: "Der Microsoft-Mitarbeiter versprach demnach keinen Ausgleich für die Jahresgebühr." RTFA! Und dabei Hirn einschalten.
 
@LiveWire: Schonmal auf die Idee gekommen, dass im Artikel von Dollar die Rede ist weil die Quelle dieser News den Betrag in Dollar umgerechnet hat, weil deren Zielgruppe mit Schwedischen Kronen nichts anfangen kann?
 
@LiveWire: Die umgerechnet 2444 US-Dollar sind die Aufnahme- bzw. Jahresgebühr für das Swedish Standards Institute (SSI), für die man in dem Komitee mitstimmen kann und die die "bewährten MS-Partner" von MS erstattet kriegen sollten. Troll!
 
@LiveWire: Hast mir wirklich den Nachmittag versüsst. Solche Kommentare von Schnelllesern und Wenigverstehern eignen sich ganz hervorragend, um einem ein Schmunzeln ins Gesicht zu zaubern :-)
 
hmm... toll! wird wieder mal der technische fortschritt aufgehalten. mal sehen wie weit uns das noch bringt.
 
@Magnifizienz: Äh, hast du dir OOXML mal ernsthaft angesehen? Das ist eher ein technischer Rückschritt würde ich sagen ...
 
@ el3ktro: der meinung bin ich nun aber wirklich nicht!
 
@Magnifizienz: Aha, ein eine Bastelanleitung auf 6000 Seiten ist natürlich wesentlich besser als eine Bastelanleitung auf 500 Seiten, interpretiere ich dich richtig? Hast du den gesamten Prozess auch nur halbwegs verfolgt oder willst du einfach nur trollen?
 
@Magnifizienz: OOXML is defective by design: http://tinyurl.com/2lu54g
 
Ich bin dafür, OpenXML wegen Missbrauchs der Zulassungsverfahren vom Standardisierungsprozess auszuschließen. Fertig.
 
@WinW: So hart würde ich es noch nicht machen. Eher einmal verwarnen, beim zweiten Vorkommen einer Bestechung die Firma für mehrere Jahre sperren so das sie nicht mehr versuchen kann ihre Formate durch zu drücken.
 
@WinW: gute Idee, der Meinung bin ich auch (+)
 
Super Peinlich
Aber gut so weg mit dem dreck
 
Die beiden Empfänger wurden daraufhin aufgefordert, die verschickten Mails zu ignorieren .Lesen ja befolgen nein das ich net lache. Der laden ist einfach nur noch peinlich.edit:http://www.noooxml.org/petition-de
 
Jetzt wills wieder keiner gewesen sein und die Mails haben sich von selbst geschrieben.
 
Das ging in anderen Ländern ähnlich zu. Glaub in Portugal war sogar ein MS Manager Vorsitzender in so einem Standardisierungskomitee http://www.computerwoche.de/nachrichten/522537/

Stellt sich auch die Frage, ob "Marketing-Beiträge" und "Sonderunterstützung in Form von Microsoft-Ressourcen" die wohl in der E-Mail bestätigt wurden kein Ausgleich für die Jahresgebühr ist oder als solche angesehen werden kann.

lol, keine Ausgleich der Jahresgebühr, na wenn das in der E-Mail so stand, wie in Computerwoche beschrieben, dann ist das wohl eher doch ein Stimmenkauf.
 
Da es keinen ersichtlichen vernünftigen Grund für eine Zertifizierung des MS-Formats gibt, dürfte relativ offensichtlich sein, dass nahezu jede Abstimmung, die für eine Zertifizierung des Formats sprachen, nicht nach sachlichen Gesichtspunkten entschieden haben. Wer etwas anderes nach dem Vorfall in Schweden noch glauben will, der muss sich absichtlich blind stellen oder dem ist überhaupt nicht mehr zu helfen. Das Pseudoargument, dass MS mit ODF nicht alles darstellen könne, mag (möglicherweise) ein eigenes MS-Format noch rechtfertigen zu können, nicht aber eine ISO-Zertifizierung. Wer die angebliche Schwäche des ODF-Formats als Hauptargument für eine Zertifizierung des MS-Formats vorbringt, der belegt nur, dass für eine ISO-Zertifizierung eben keine vernünftigen Argumente bestehen. Wieso sollte ein Format ISO-zertifiziert werden, weil das bereits zertifizierte Format seinen eigenen Bedürfnissen nicht entspricht. Wenn ich eine Zeitschrift nicht in DinA4 und auch nicht in DinA5 herausbringen möchte, so muss doch nicht auch gleich Dina 4,467865 zertifiziert werden, weil meine Zeitschrift diese Größe haben soll. Es hindert doch keiner MS daran, weiter sein eigenes Ding zu kochen. Das werden sie doch ohnehin tun. MS will das Format lediglich deshalb zertifizieren lassen, weil immer mehr Leute erkennen, dass eine Abhängigkeit von nur einem Unternehmen einen Nachteil darstellt und versuchen, sich aus der Abhängigkeit von MS zu befreien. Die Zertifizierung hat für MS somit den Sinn, den Leuten eine angebliche Offenheit vorzugaukeln und dient somit einzig und allein den Interessen von Microsoft. Die Interessen eines einzigen Unternehmens, welches in der Vergangenheit durch Mißbrauch seiner Marktmacht und dreiste Verhaltensweisen aufgefallen ist, sollte nun wirklich nicht für eine Zertifizierung ausreichen.
 
@zqu: Genau. Ein Binärformat in XML darzustellen macht aus einem proprietären Format noch lange kein offenes, interoperables und für die Langzeitarchivierung geeignetes Format, das eine Standardisierung wert wäre.
 
Habe bei euch beiden nichts mehr hinzuzufügen. (+)(+)
 
"Die beiden Empfänger wurden daraufhin aufgefordert, die verschickten Mails zu ignorieren." Ich lach mich tot. Da greift MS ja wirklich rigoros durch. LOL. Böses Spiel ...
 
Es gibt noch interessante Zusatzinfos zu dieser News auf Heise.de. Danach enthält sich Schweden nun komplett seiner Stimme zur OpenXML Zertifizierung. Außerdem wurde angedeutet, dass IBM seinen Partnern (unabhängig von dem MS Aktionen) ebenfalls nahe gelegt hat an der Abstimmung teilzunehmen und gegen OpenXML zu stimmen. Ob es dazu auch Motivationshilfen gab, stand da aber leider nicht. Die zwangsläufige Enthaltung Schwedens hilft jedenfalls keinem so recht weiter.
 
Stellt sich natürlich auch die Frage wo die ganzen Totenköpfe herkommen.:)
http://www.noooxml.org
Ein tanzender Affe hätte sicher folgende Worte gefunden: Das koruppte Furunkel am Arsch der internationalen Softwareindustrie scheint nicht nur in Schweden zu eitern.
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