Deutsche Telekom darf Einwahldaten nicht speichern

Internet & Webdienste In einem drei Jahre dauernden Rechtsstreit hat der Bundesgerichtshof in letzter Instanz zu Gunsten eines Kunden der Deutschen Telekom entschieden. Das Gericht wies eine Beschwerde des Providers ab, so dass nun ein früheres Urteil des Landgerichts ... mehr...

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wie sieht das bei anderen Providern aus?
 
@T.I.L.L.I.: Bei QSC (www.qdsl.de) dürfen die Daten auch nicht mehr gespeichert werden. Hatte vor ca. 4 Monaten eine Mail von denen erhalten.
 
@T.I.L.L.I.: Wird doch im Text genannt. Die Daten werden für keinen Zweck benötigt und dürfen deshalb nicht gespeichert werden (Datenschutz). Sobald du dich ausloggst, werden sie gelöscht, auch bei anderen Providern.
 
@T.I.L.L.I.: das urteil gilt nur für den vertrag zw. h. voss und der telekom, welche sich weiterhin gegen die löschung anderer daten sträuben wird, warum auch immer.
der anwalt des herrn voss hat dazu eine musterklage im angebot für leute, die sich ebenso dagegen wehren möchten
s.a. heise-meldung von gestern und heute zum thema
 
Gut so! Erst anklagen, und dann in allen Punkten verlieren. Das ist Deutschland! Hauptsache Kohle kassieren.
 
@elu: das hat mit deutschland nix zu tuhen, das ist überall so
 
@Kalimann: Nein, ist es nicht. :P
 
@elu: Naja .. Ich muss grad an Amerika denken wo Leute große Fast-Food-Ketten verklagen, weil diese Person sich einen heißen Kaffee über den Schoß kippt und auf dem Becher nicht stand "Vorsicht, Heiß!".. Also es gibt auch andere Länder wo es sowas gibt.. Vor allem Amerika ist das Land des gegenseitigen Verklagens
 
@elu: Ja nur das die dort mit der klage durchkommen ^^
 
@ ScorK: die amis werfen sogar ihre katzen zum trocknen in die mikrowelle weil nichts in der anleitung stand dass man es nicht machen sollte =p
 
Das Problem ist das dieses Urteil erstmal NUR für Voss gilt! Die Telekom speichert bei allen anderen auch weiterhin, wer das nicht will muss wohl oder übel erstmal Klagen.....
 
@pr0xyzer: kann man de nicht einfach mal anfrangen bzw mit einer klage "drohen"? evtl machen sie es ja freiwillig
 
Dann viel Spass mit der Klage!
Diese hat 3 Jahre gedauert und in 3 Jahren ist die Datenvorratsspeicherung von der EU mehrmals durch.

Wenn man Heise News schon schreibt, dann sollte man den wichtigsten Teil auch mit reinschreiben.
 
@ds: dachte ich mir auch gerade lol
 
Gibt es da nicht ein EU Gesetz welches gerade das Speichern der Verbindungsdaten vorschreibt? Ich dächte da mal was gehöhrt oder gelesen zu haben.
 
@andreas726: Kein Gesetz, sondern eine Richtlinie. Unterschied: Richtlinien wirken nicht unmittelbar, sondern müssen von den jeweiligen Ländern durch Gesetze umgesetzt werden. Da dies bei uns noch nicht passiert ist, gilt das bisherige Recht, als Speicherverbot...
Zitat heise.de: Kleines Trostpflaster für die Internetprovider: Zypries kündigte an, dass Deutschland von einer Option in Artikel 15 Absatz 3 der Direktive Gebrauch machen will. Danach können die Mitgliedsstaaten die Umsetzung der Richtlinie in den Bereichen Internet-Telefonie und E-Mail um zusätzliche 18 Monate über die normalen anderthalb Jahre der Implementierungsfrist hinaus aufschieben, mussten dies aber vor der Annahme des Gesetzes ausdrücklich erklären.
Link: http://www.heise.de/newsticker/meldung/69881
 
Wieso wird ein deutscher Staatsbürger wegen seinen Äusserungen angeklagt? Ich dachte in DE(ich komm aus AUT) gibt es auch Meinungs- und Redefreiheit solange sie nicht unter Wiederbetätigung fällt. Könnte vl mir einer mal sagen was der da geäußert hat damit ich das nachvollziehen kann, danke.
 
Redefreiheit gibt es hier schon, aber das ganze kann "umgangen" werden, wenn beispielsweise eine angebliche Verleumdung, Beleidigung, Drohung, etc. vorliegt. Wie so vieles hat auch die Meinungsäußerung hier ihre Ausnahmen, was im Prinzip auch gar nicht so schlecht ist. Leider wird es von geldgierigen Anwälten oft "missbraucht".
 
@Memfis: Ja und was hat der Typ im Forum so schlimmes gesagt das manin anklagt
 
@Death_By_Stereo: Es ging, soweit ich mich erinnere, um ein Massaker von US-Soldaten in Afghanistan. Das hatte ein Forenteilnehmer bejubelt als die Bekämpfung von Terroristen. Holger Voss hat das ganze dann mal umgedreht, um (satirisch) vor Augen zu führen, was eine solche gewaltverherrlichende Sichtweise in letzter Konsequenz bedeutet. Es handelte sich ja um ein Verbrechen an Zivilisten, und da stellte er an diese Stelle die Geschehnisse vom 11. September. Er "lobte" sozusagen den Mut der Terroristen, sich gegen die "böse" USA zu stellen und die Zivilisten zu ermorden. Offenbar wollte die Staatsanwaltschaft das mißverstehen und wertete die Satire als Billigung einer Straftat.
 
Sehr schön. Dann hoffe ich mal, dass die Telekom das jetzt freiwillig macht. anschreiben werde ich die. Mir tut nur die Unterhaltungsindustrie "leid", denn was in der Szene jetzt los sein dürfte kann man sich denken. Bin gespannt, ob die Deutsche Telekom einem schriftlich bestätigt, dass die IP zukünftig gelöscht wird, oder ob sie sich (mit der Industrie im Nacken) über die Zeit rettet. (Klagen hätte jetzt keinen Sinn mehr, da die EU-Vorratsspeicherung schon bald kommt.) Interessant ist es auch, wie es aussieht, wenn jetzt jemand aufgrund der IP ermittelt und verklagt wird. Wenn ich die Äußerungen von Herrn Voss im Heiseforum und diverse Artikel richtig verstanden habe beruht die Entscheidung des Gerichts auf geltenden Gesetzten, die eben besagen, dass Daten nicht länger als nötog gespeichert sein dürfen. Ist das richtig so?
 
@Memfis: laut momentan geltenden Gesetzen dürfen die Daten nur solange gespeichert werden, wie sie zur Rechnungserstellung benötigt werden. Bei dem Beispiel wäre das also unsinnig Daten zu speichern wenn der KD eh ein Flatrate hat :)
 
@Memfis: Nein, die Telekom (oder wer auch immer) wird die Daten weiter speichern bzw. gespeichert haben! Warum? Erstens ist es ja ganz nett, dass es jetzt schon ein Urteil über jene Daten gibt, die von irgendjemanden vor mehreren Jahren gespeichert worden sind! Die Vergangenheit kann man aber bekanntlich ja nicht mehr ändern! Zweitens wird KEIN Unternehmen wegen eines einzelnen Gerichtsurteiles alle seine Daten-Backups neu anlegen: denn das Löschen von bereits auf entsprechend sicheren optischen Datenträgern (=xyROM) hinterlegten Informationen ist ja technisch gar nicht mehr möglich. Deshalb müssten zuerst neue Backups - aber eben ohne die beanstandeten Informationen - erstellt werden (~umkopieren) und dann alle bisherigen Backups genau genommen vernichtet werden. Und dann kommt man ganz schnell zu jenem Streitwert, den die Telekom angegeben hat! Drittens, weil das Gerichtsurteil die Vergangenheit betrifft, die in wenigen Monaten schon aus gesetzlichen Gründen überholt worden ist. Viertens, weil es keine Untersagung zur Speicherung von Daten zu anderen Zwecken (zum B. mit der Begründung einer Qualitätsverbesserung, Subunternehmerkontrolle, Netzausbau, ...) gibt! Der ganze Aufwand war also de facto für die Katz'. Ob berechtigt oder nicht, ist ja eine andere Frage. Außerdem wäre der Hr. Voss wohl nicht von der Staatsanwaltschaft angeklagt worden, wenn er so brav ist, wie er es uns gerne glauben lassen will. Wenn ich also selber Dreck am Stecken habe, würde ich mich selbstverständlich auch so weit aus dem Fenster lehnen :-)!
 
http://www.daten-speicherung.de/wiki/index.php/Musterklage

da ja bereits eine klage erfolgreich war, dürfte der rest nur noch bürokratie sein...

"Die Pflicht zur Löschung von IP-Adressen gilt nicht nur in flat-Tarifen, sondern in allen Tarifen. Sie gilt ebenfalls für andere Zugangsprovider als T-Online. Alle Betroffenen können also klagen."
 
@l00P: Na dann mach mal! Schließlich ist doch hier jeder potenziell daran interessiert zu erfahren, was wer wann und wo im Internet in der Vergangenheit getrieben hat: oder etwa doch nicht? Wenn ich da so an die Log-Files meines Routers denke, die ich von diesem jeden Tag zugestellt erhalte und - no, na - schon aus zeitlichen Gründen nur ziemlich flüchtig durchsehen kann, na dann Prost. Wenn ich mir vorstelle, dass das jemand 'durchgraben' will - vor allem nach welchen Kriterien - und was man da alles rauslesen könnte (wie: war am liebsten von X bis Y im Internet, hat meist Seiten mit IPs aus Z angewählt und saumässig viele / wenige Emails abgerufen / empfangen), dann frage ich mich eigentlich, wen interessiert so was wirklich? Ist doch nur bei strafrechtlichen Ermittlungen (wie im Falle des Hr. Voss) oder etwas Vergleichbarem (eventuell auch für die Industriespioange) interessant. Blos was ich auf der Website XYZ wirklich gemacht habe, weiß man deswegen immer noch nicht: lediglich, dass ich (oder zumindest mein Computer: Stichwort bewusste Irreführung) dort war.
 
gilt das jetzt auch für congster?
 
@Pedro86: Es gibt nur für VOSS und sonst für keinen!
 
@Pedro86: Congster loggt nich mehr, schau mal im Login-Bereich unter Nutzungsdaten nach!!!
ABER die von der T-Com loggen munter weiter!!!
 
zwischen dürfen und es trotzdem machen liegen riesige Welten! Die T-Com wird auch weiterhin Daten speichern!
 
Natürlich KANN die Telekom, bzw. T-Com das auch weiterhin machen, die Frage ist aber, ob es vor Gericht verwertbar ist?
Edit: Sorry, sollte eine Antwort auf den Post von frakki sein.
 
@Memfis: Kommt auf den Fall an. In den USA sind sämtliche illegal erlangte Beweise nicht verwertbar (=wenn Dein Nachbar illagal ein Beweismittel erlangt, mit dem er Dir Mord nachweisen kann, wirst Du nicht verknackt..): Bei uns gibt es eine derartige Regelung nur für Staatsorgane. Kommt ein privater illegal (wie hier die T-Com) an Beweise, und die Staatsanwaltschaft beschlagnahmt sie "nur", sind sie in der Regel auch verwendbar (nach Abwägung...)
 
ob sie speichern oder nich kann eigentlich jedem egal sein, das Problem ist ja nur, dass sie erhobene und vorhandene Daten herausgeben müssen und es deshalb auch tun, nur deshalb ist es ein Problem...
Aber diesen Datenschutzsieg wird es nur sehr kurzzeitig geben leider...
 
Weiß jemand wie es bei arcor damit aussieht?
 
Also ehrlich diese datenspeicherung wirds immer geben weil viel zu viele lobby´s daran interessiert sind, macht ja jeden von uns so richtig schön gläsern.
aber sollen die doch so weitermachen , wer will den ganzen datenmüll denn noch auswerten und es kommen täglich noch terrabites hinzu.
 
Gratulation Herr Voss es müsste mehr von ihnen geben :-)
 
@pratos: Von mir auch Gratulation an Holger Voss! :-) Gruß, Fusselbär
 
Hey, dann können die einen doch jetzt eigentlich nicht mehr wegen P2P dran bekommen, oder? Weil ich mein, kein Name zur IP, wie soll das dann mit halbwegs rechten Dingen funktionieren?
 
@Narf!: Ihr denkt alle immer nur an P2P, Filme und MP3's. An Kinderporno-Ringe, Phising-Seiten etc. denkt hier anscheinend keiner?!!
 
@155mbit: Ich finde Menschen höchst suspekt, die immer an Kinderpornos denken! Gruß, Fusselbär
 
@Narf!: ISCs sind gesetzlich dazu verfplichtet, die sachen, die du saugst zu speichern.. ist also egal ob sie deine ip behalten oder nicht, wenn du illegale sachen gesaugt hast, kann das rausgefunden werden.
 
sehe ich das richtig, das alle die an hand von ip-daten gefundenen und verklagten filesharer mit einer üppigen gegenklage einspruch zu ihrer verurteilung einreichen dürfen? :-)))
 
@Mechanimal: Das ist so natürlich _NICHT_ richtig!

Weder die IP, noch ein Datenvolumen und schon gar nicht _WAS_ ich downloade darf gespeichert werden!!! _WENN_ ein begründeter Verdacht auf illegales Treiben vorliegt kann ein Staatsorgan (aka Staatsanwalt / richterlicher Beschluß) die Überwachung und somit loggen _EINES KONKRETEN_ Anschlusses zulassen.
Mehr auch nicht :)

greetz

derTippfehler

PS: Falls Du anderer Meinung bist __> Quelle bitte :-)
 
Bei mir gab es sogar eine Hausdurchsuchung, nur weil ich ein Forum betreibe!

Hier habe ich es mal genau beschrieben:
http://www.forumgermanum.de/viewtopic.php?p=74353.

Es geht darum, dass ich - als lediglich Anbieter des Forums und nicht selbst Angezeigter - jederzeit einer Hausdurchsuchung mit Beschlagnahme aller PCs und Datenträger entgegensehen muss, wenn ein Staatsanwalt einen Richter davon überzeugen kann, dass nur auf diesem Wege Daten zu einer Ermittlung beschafft werden können, insbesondere IP-Adressen.

Obwohl naturgemäß nicht auf meinem privaten PC, sondern auf dem angemieteten Webserver die Daten gespeichert werden - was jeder einigermaßen bewanderte Mensch weiß - wollte die Kripo alles einsacken, was sich in meiner Wohnung befindet. Dem Anwalt war das offenbar egal.
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