Fusion von Freenet und Mobilcom kommt voran

Wirtschaft & Firmen Nur langsam kommt die Fusion des Telekom-Anbieters Mobilcom mit seiner Internettochter Freenet voran. Bereits vor einem Jahr hatten beide Unternehmen einer Fusion zugestimmt. Durch die Klagen einiger Anleger kam die Fusion jedoch ins stocken. mehr...

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Ja Ja die Aktionäre ich hab das Gefühl denen sind Arbeitsplätze egal, nur das Geld zählt und somit sind die die Arbeitsplatz vernichter No1 neben den Geldgiriegen Managern
 
@overdriverdh21: Nicht die Manager sind die Arbeitsplatzvernichter. Eher die Aktionäre (die ja wiederum die Manager bezahlen). Da die Aktionäre erwarten, dass eine Firma immer mehr Gewinn erwirtschaften muß!!!!, entscheiden sich viele Manager für diesen Weg. So hat es mir mal ein Kumpel erklärt, der auch in oberen Managment arbeitet.
 
@overdriverdh21: Problem an der Sache ist nur dass der Kapitalismus regiert. Selbst bei Firmen die hohe Gewinne erzielen werden Arbeiter entlassen...

Geldgier bis zum geht nimmer
 
@overdriverdh21, airlight und giggle: Leider ist eure Sicht der Dinge alles andere als vollständig. Denn bedenkt bitte: Jeder Bürger dieses Landes hat die freie Wahl, sich für einen Job bei einer Firma seiner Wahl (hier: Mobilcom/Freenet) zu bewerben und sein verdientes Geld in eine Anlage seiner Wahl (auch Aktien) zu investieren. Beides macht man für gewöhnlich, um seinen Lebensunterhalt so gut wie möglich zu sichern. Jeder hat ein Interesse daran, einen möglichst gut bezahlten (und angenehmen) Job zu ergattern (und zu erhalten) und kein Anleger wird sein (bisweilen sauer verdientes) Geld in ein Unternehmen am Aktienmarkt investieren, das durch eine womöglich ungünstige Fusion die zu erwartende Rendite seiner Wertpapiere schmälert.
Im Gegenzug haben Firmen Entscheidungsfreiheit, ob, wo und wieviele Angestellte sie beschäftigen wollen, welche Investitionen getätigt und welches Produkt auf den Markt gebracht werden soll. Deren Ziel ist es, einen möglichst großen Gewinn zu erwirtschaften, um die Firma zu erhalten, evtl. expandieren zu lassen und (im Fall einer AG) den Aktienkurs zu stützen. Dies dient dazu, in Zukunft weitere Geldschöpfung am Aktienmarkt durch Neuemissionen zu ermöglichen und nebenbei die Situation im Übernahmepoker zu stärken. Entgegen einer weit verbreiteten Ansicht sind Firmen keine sozialen Einrichtungen, sondern gewinnorientierte Unternehmen. Soziales Engagement und Fürsorge sowie Arbeitsplatzerhalt sind -soweit sie über rechtliche Mindestanforderungen hinausgehen - lediglich freiwillige (und oft teure) Leistungen, um sich die Leistungsbereitschaft der Angestellten zu erhalten. Wenn es der Steigerung des Unternehmensgewinns dient und dessen Handlungsfähigkeit dadurch nicht eingeschränkt wird, wird kein Unternehmen freiwillig längerfristig mehr Angestellte beschäftigen als nötig.
Bringt man beides zusammen, hat man leider die ungünstige Situation, dass Ottonormalverbraucher versuchen, eine möglichst zufriedenstellende, gut bezahlte und sichere Arbeitsstelle zu behalten und ihr Geld möglichst zu besseren Konditionen als auf dem marktüblichen Sparbuch anzulegen, um auch noch im Alter (oder zumindest in der letzten Woche im Monat :-) ) noch was zu beißen zu haben. Blöderweise kollidiert das teilweise mit den Interessen der Unternehmen, die nur eine begrenzte Menge Arbeit zu den inländischen Konditionen zur Verfügung zu stellen haben und zum wirtschaftlichen Arbeiten von ihren Anlegern angehalten werden. Unter den aktuellen Konditionen (Lohn- und Preisniveau, Abgaben, Gesellschaftsstruktur, Arbeitsmoral) sind die Ziele beider Gruppen leider nur eingeschränkt vereinbar.
Soweit zur trockenen Theorie. Praktisch ist es leider zudem so, dass es sozial "unfaire" und nicht nachvollziehbare Entwicklungen gibt: Extrem steigende Managergehälter bei zugleich explodierenden Gewinnen und stagnierenden (oder gar sinkenden) Reallöhnen auf den unteren Ebenen und umfangreicher Verlagerung von Arbeit ins Ausland. Letztere stützt zwar ebenso im Inland verbliebene Unternehmensteile, bisweilen wird die Verlagerung jedoch ohne Rücksicht auf etablierte Unternehmenskultur und -bindungen im Inland übertrieben. Zugleich hängt gerade "den Deutschen" der Ruf nach, unangemessen günstige Konditionen bei Anlagen und Transaktionen für sich erreichen zu wollen. Inwiefern dies stimmt, sei dahingestellt...Aber wie man an der "Volksaktie" (Ich mißbillige diese allseits betriebene Verwendung des Begriffs "Volk" zu Marketingzwecken.) der Telekom und ihrer Geschichte sehen kann, gehen auch Ottonormalbürger auf die Barrikaden bzw. vor Gericht, wenn die Aktie nicht die erwartete Rendite erbringt. Wenn aber zugleich Entlassungen anstehen, um die Personalkosten zu reduzieren und den Unternehmensgewinn im Sinne der Aktienkurse zu erhöhen, wird ebenfalls über die "bösen Unternehmen" geklagt. Natürlich hängt der Unternehmenserfolg auch bzw. wesentlich von der Marktentwicklung und der Produktentwicklung ab, jedoch sind Personalkosten nunmal ein wichtiger Faktor.
Langer Rede kurzer Unsinn: Man kann die Entwicklung in der Wirtschaft nicht auf "geldgierige Manager und Aktionäre", denen "Arbeitsplätze egal" sind und für die nur "das Geld zählt" reduzieren. Annähernd jeder Mensch ist auf fast allen Gebieten ein Egoist und sucht primär den individuellen Vorteil. Der Manager will sein Gehalt genauso steigern wie der Angestellte, beide wollen ihren Job behalten und möglichst viel auf die hohe Kante legen...und wenn noch n schickes Auto in der Garage steht, schadet's sicher auch nicht. Es kommt letzten Endes wie überall darauf an, sich auf einen gegenseitigen Umgang zu verständigen, der niemandem zu sehr schadet und unter'm Strich für alle mehr Vorteile als Nachteile bringt. Auf Basis dieser Maxime sind Gesellschaften wie die unsere aufgebaut.
 
@DerStudti: In der News steht, dass einige Aktionäre geklagt haben. Woher willst Du wissen, dass es automatisch Ottonormalbürger sind? Davon steht nichts da.
 
@karstenschilder: Ich habe nie behauptet, dass in diesem Fall "Ottonormalbürger" geklagt haben. (Natürlich werden es bei Freenet/Mobilcom vermutlich eher Großanleger gewesen sein. ) Ich habe lediglich (anhand des Beispiels der T-Aktie) darauf hingewiesen, dass im allgemeinen AUCH Privatleute an die Rendite ihrer Sparanlagen denken und wir es hier nicht mit einem "Kampf" von priviligierten, nur auf den Aktienkurs versessenen Managern/Aktionären gegen wehrlose, nur auf den Erhalt ihres Jobs bedachte Arbeiter und Angestellte zu tun haben.
 
@ DerStudti : "Jeder Bürger dieses Landes hat die freie Wahl, sich für einen Job bei einer Firma seiner Wahl zu bewerben (...)". Das siehst du sehr richtig. Er hat die freie Wahl sich bei einer Firma seiner Wahl zu bewerben. Leider hat nicht jeder das Glück bei der Firma seiner Wahl angenommen zu werden und so müssen sie halt auf andere Firmen ausweichen. Und diejenigen, die angenommen werden, haben noch lange keinen sicheren Arbeitsplatz.
 
@DerStudti:"Entgegen einer weit verbreiteten Ansicht sind Firmen keine sozialen Einrichtungen, sondern gewinnorientierte Unternehmen." Jeder, der Menschen beschäftigt, trägt auch eine soziale Verantwortung für diese, da sie ihre Existenz in die Hände des Unternehmens legen. [Wer NUR gewinnorientiert denkt, bindet auch seinen Hund an der Autobahnleitplanke fest, wenn er ihm zu teuer wird.]
 
@Levellord: Genau das wollte ich damit ausdrücken. Schön, dass dieser Satz in seiner bewußt gewählten Form auf Verständnis und Zustimmung stößt.
@remotiv: Aus moralischer Sicht stimme ich Dir völlig zu. (Auch, wenn sich mein obiger Text evtl. nicht danach anhören sollte, vertrete ich eine - wenn auch realistisch und nicht idealistisch gefärbte - eher linke Position.) Doch leider ist zunehmend zu beobachten, dass sich viele Unternehmen auf die rechtlich zugesicherten Mindeststandards in Sachen sozialer Fürsorge zurückziehen. Dies beginnt bei der simplen regelmäßigen Zahlung des vollen Gehalts und endet bei (offiziell) korrekter Beachtung von Kündigungsfristen und Arbeitszeitregelungen. Darüber hinaus reichendes Engagement ist primär in mittelständischen, meist noch vergleichsweise patriarchaisch geführten Betrieben zu beobachten, in denen die (räumliche und soziale) Distanz zwischen Arbeiterschaft und Führungsebene bei weitem nicht die Ausmaße wie in einem börsennotierten Großkonzern annimmt. Leider dominiert in unpersönlichen und den Erwartungen des Aktienmarktes ausgesetzten Betrieben jedoch zunehmend die gewinnorientierte Sicht der Dinge, gemäß derer lediglich umkämpfte Mitarbeiter mit herausstechenden Qualifikationen (also nicht "nur" jahrelanger Erfahrung und Treue zur Firma) es wert sind, mit Sonderleistungen umworben und bei der Stange gehalten zu werden. Die zuständigen Manager werden aber nicht zwingend ihren Hund auf dem nächsten Rastplatz aussetzen, "nur" weil sie mit einer Unterschrift 5000 Angestellte entlassen haben. Manager in Großbetrieben entscheiden i.d.R. ohne althergebrachte persönliche Bindung zu ihrem Unternehmen in ihrem persönlichen Interesse (gute Bilanz -> Gehaltserhöhung, steigender Wert ihres Aktiendepots) als die Egoisten, die sie als Menschen nunmal von Geburt an sind. Nur bei ausgeprägtem sozialen Kontakt zu den Mitmenschen rückt der durchschnittliche Mensch IMHO von dieser Eigenschaft ab und entwickelt Gefühle wie Verbundenheit und Mitleid. Somit würde ich eher sagen, dass der Aufstieg der Großbetriebe in der heute üblichen Form (und nicht "die Manager" oder "die Aktionäre") die Hauptschuld an der zunehmenden sozialen Problematik in diesem Bereich hat. Zugegebenermaßen ist ein alternatives Modell jedoch nur schwer denkbar, ohne sich vom Konzept der Großunternehmen selbst zu verabschieden.
 
irgendwann gibt es nur noch eine einzige firma auf der welt die , die reichen schützt und die armen unterdrückt , warscheinlich mit sitz in amerika :(
 
@pratos: Oh Mann, da hat einer keiner Ahnung von Weltwirtschaft. Die Firma wird ganz sicher NICHT in Amerika sitzen, sondern in China!!!
 
Redmond ^^
 
@TobWen: Der Meinung schieße ich mich hundertprozentig an. Bald heißt es nicht mehr Geld sondern China regiert die Welt!!!
 
weiß jemand wie freenet mit rechnungsschuldner umgeht? mobilcom ist da ja schon fast kriminell.
 
@shiversc: die sind nicht viel besser :)
 
@mapsche: gut also finger weg.
 
freenet und mobilcom sind eh nix, mochte beide firmen noch nie, freenet hatte früher schon immer probleme mit der dsl abrechung und mobilcom läden sind so mal gar nicht kompetent...
 
@syndrome: Also ich persönlich bin sehr zfurieden mit der mobilcom Tochter klarmobil.de.

Toller support. seriöse abrechnung usw.
 
dann werden wohl wieder ein paar leute auf die strasse gesetzt werden wenn die fusion was wird
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