Recht auf Internetzugang für Schwerbehinderte

Internet & Webdienste Im Februar 2006 urteilte das Verwaltungsgericht Stuttgart, dass Schwerbehinderte ein Recht auf einen Internetzugang haben. Somit können sie am Leben in der Gemeinschaft teilnehmen und Beziehungen zur Umwelt herstellen und pflegen. mehr...

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Anspruch auf günstigen Internetzugang: scheinbar Telekom analog (kein ISDN) Anschluss. Und 30 Stunden - lächerlich! Die sind doch im Nu weg! Trauriges, armes Deutschland!!!
 
@foofighter: Naja und wer glaubst du dass das zahlt?? Der Staat holt sich das Geld auch wieder vom Steuerzahler! Wenn sowas schon gezahlt wird, dann sollte der Anschluss da sein, um Nachrichten anzuschauen und Infos zu bekommen! Die brauchen dann ned Videos runterladen oder 24Std. online sein oder sich vergnügen - ein richtiger Anschluss kostet auch nicht mehr die Welt! Am besten vieleicht noch ein Premiere-Abo und ne Telefon-Flat dazu oder wie?
30Std pro Monat langen für sowas finde ich! Früher war mit mitm Modem oder ISDN auch nicht recht viel länger im Internet um sich zu Informieren!

Sowas sollte nicht übertrieben werden damit es auch dafür verwendet wird, wofür es gedacht ist - sonst hat man wieder missbrauch der ganzen Sachen!

Wenn die Leute keinen haben, ist das natürlich schlimm aber ob es besser ist dass die dann nur im Internet surfen??
 
@foofighter:

Hi,
ich weis zwar nicht, wann du dir das letze mal die Preise für Analog/ISDN angeschaut hast, aber ich kann nur eins sagen, mit DSL ist es viel günstiger als mit ISDN und nem 30h-Tarif.
Ich weis wovon ich rede, da ich in meinem Kaff kein DSL bekommen kann. Laut meiner Rechnung würde ich pro Monat mit DSL + Flat ca. 25&$8364: sparen, wobei ich jetzt im moment ISDN + cbc habe. Täglich rund 3-4h online.

My 2 cents
 
@valicor: analog kosten 30h etwa 13 Euro per call-by-call. Dafür kannst du grade etwas mehr als die halbe DSL-Grundgebühr bezahlen
 
@malter:
Also ich glaub ja nicht, dass 30h vergleichbar mit ner Flat ist....Wenn ich nämlich ne Flat hätt, würd der PC 24/7/365 laufen, damit sichs auch rentiert.
 
@malter:
Also ich glaub ja nicht, dass 30h vergleichbar mit ner Flat ist....Wenn ich nämlich ne Flat hätt, würd der PC 24/7/365 laufen, damit sichs auch rentiert.
 
So´n Tarif ist ja bald teurer als jede FLAT! :-) - Wow, bloß nicht zuviel für "kranke" Leute ausgeben, wirklich trauriges Deutschland - da stimme ich foofighter zu.
 
das bedeuet also kranke menschen haben anspruch auf ca. eine stunde am tag kommunikation? kann man nur hoffen das man viele bekannte hat die vorbei kommen, denn sonst ist es wie knast :/
 
@Xen2oo6: nuja, es ist für sie zumindest noch besser als gar nichts. Ihnen verbietet ja auch niemand, selbst dafür zu sorgen, dass sie nen Internetanschluss haben, den sie öfters nutzen können...
 
@Xen2oo6: das ist schon richtig und irgentwie muss es auch bezahlt werden. allerdings denke ich mal das man nicht viel geld haben wird (wovon auch), sozialhilfe oder rente ist nicht wirklich ausreichend, da wird schon sehr viel gestrichen.
 
Ich bin zwar auch Schwerbehindert [ Körperlich zum Glück :)) ] , aber 30 Std habbich unter 5 Tagen schon durch , ein wenig mager , da bleib ich wie schon erwähnt bei ner Flat (ob ich die Kohle zum Teil vom LK wieder bekomm ??? )
 
@evilchen: ich denke schon, aber du musst noch warten bis die Berufung durch ist und das Urteil rechtskräftig wird
 
Wer bekommt bitte heute noch etwas geschenkt? Und krank werden darf man doch heutzutage sowieso nit mehr... :(
 
@Tino23: Behinderung != Krankheit (!= -> ungleich)
 
Naja, 30 Stunden sind vieleicht ein bisschen Mager (und in Zeiten wo eigentlich alles nur noch über Traffic geht nicht ganz zeitgemäss), aber immerhin ein Anfang. Vielleicht fühlt sich durch das Urteil die Politik ja mal gefordert solche Ansprüche gesetzmässig festzulegen und dabei vieleicht auch die Zeitgrenze etwas raufzusetzen.
 
Ich bin Behinderte, also fast gehörlos. Viele sind arbeitslos und bekamen keine Firma, also Behindertenabfälle! Viele Hörbehinderte haben sehr viele Freunde und Kollege in ganz Deutschland. Alle haben Internet und machen alle chatten (ICQ, MSN und Camfrog) in DSL-Flatrate. 30 Stunden ist viel zu wenig, also Flatrate!!! Also lieber Flatrate!
 
@killax: Naja für eine flatrate benötigt man dsl.

DSL ist immer noch nicht günstig. und vernünftige flatrates gibt es zum glück niht für nen appel und nen ei.
 
Mich würde ja mal interessieren welche Art von Behinderung einem ein Recht auf kostenfreies Internet einräumt? Wie hoch muss der GdB sein? Zwar wird in diesem Fall 80 % erwähnt aber ist das dann auch die Grenze? Ein eventuellen Missbrauch sehe ich nicht, denn dazu muss man ja erstmal behindert sein und das macht keiner freiwillig ausserdem finde ich das Urteil sehr gut, schliesslich darf man unter keinen Umständen Menschen, nur weil sie behindert sind und deshalb vielleicht nicht vor die Tür können, vom Rest der Welt ausgrenzen.
 
Man sollte es hier eher als den richtigen schritt in die richtige richtung anshen.

und nicht anfangen zu kritisieren das der richter nur 30 stunden genehmigt hat.
 
Wir Behinderte werden leider Gottes trotz dieses Urteils ausgegrenzt.Es wird Zeit das endlich mal mehr für uns getan wird.Das ist immerhin schonmal ein kleiner Anfang.
 
nun unter "günstig" verstehe ich unter 30 Stunden 5€.
 
Hi
habe 25 Jahre lang schwerstbehinderte Menschen unter schwierigen Bedingungen gepflegt, die keiner mehr haben wollte. Sie hatten kein Internet, das gab es damals erst mal noch nicht. Als es dieses gab, war es für sie zu spät.
Inzwischen bin ich selber schwerbehindert, 90 Prozent. Überwiegend sitze ich die ganze Woche zu Hause, ohne Kontakte. Ich habe zwar Bekannte und Freunde, aber die arbeiten alle und sind gottlob nicht behindert. Ich habe allerdings inzwischen Internet. Den PC habe ich mir noch selbst erarbeitet, als es mir noch etwas besser ging.
Ich habe eine Flatrate, und das ist gut so, sonst wäre ich aufgeschmissen. Zu meiner Tochter - und somit auch zu meinen Enkeln - habe ich Kontakt über das Internet, es ist die meiste Zeit nicht anders möglich. Denn, meine Tochter wohnt weit weg von mir.

Allerdings kann ich bestätigen, daß für Behinderte nicht sehr viel getan wird, um ihre meistens irgendwann eintretende Isolation zu beheben. Wer nicht selber mit Zähnen und Klauen noch dagegen ankämpfen kann, ist meistens verratzt. Ich würde es sehr begrüssen, wenn für alle in diese Richtung ein wenig mehr getan würde.
 
Ich finde, dass nicht nur Schwerbehinderte, sondern ALLE ein Recht auf einen Internetanschluß haben. Angeblich hat der Staat die Pflicht, uns mit öffentlich-rechtlichem Rundfunk und TV zu versorgen, wegen unseres Grundrechts "auf freien Zugang zu Information" . Aber wir sind nicht in den 1960er Jahren stehengeblieben. Es gibt zig technische Zugangsmöglichkeiten und haufenweise frei empfangbare Sender. Hört auf damit, unter dem Vorwand "Grundversorgung" unmengen an GEZ-Geldern zu verbraten. Kürzt den Wasserkopf auf die wenigen tatsächlichen Informations-Sender wie 3Sat und arte runter und verwendet das Geld für eure eigentlich Aufgabe. Das Grundrecht handelt von Information. Auch in der Politik sollte irgendwann mal langsam ankommen, daß Tagesschau am Abend und die Zeitung zum Frühstück nicht mehr ganz der aktuellen Realität entsprechen ...
 
@call_me_berti: stimmt jeder hat das recht eines internet anschlußes. und das recht wird dir auch geboten. oder kennst du welche die keinen haben dürfen?

dein argument mit der gez passt hier übrigens nicht rein. hat hiermit nicht im entferntesten das zu tun.

Du denkst die gez wre sowas wie eine informations steuer. was ja nicht so ist. der staat sieht von dem geld nichts. das geld fließt zu 100 % den sender zu gute die zum "dank" ein gutes und niveau volles programm auf die beine stellen. aber das hat hier wie schon gesagt nichts zu suchen. somit is das thema gez für mich abgeschlossen :)
 
@sebastian2: Der Staat hat die Pflicht, seinen Bürgern beim Zugang zu Informationen zu helfen. Deswegen betreibt er Radio und TV-Sender. Alle Bürger die davon Gebrauch machen, werden per GEZ für die Kosten zur Kasse gebeten. Ohne Rücksicht darauf, daß der Zugang zu Informationen inzwischen längst kaum noch durch Rundfunk, als durch einen Internetzugang erreichbar wird, werden jährlich wachsende Milliardensummen verballert. Staatsauftrag ist aber nicht Sendebetrieb, sondern Zugang zu Informationen. Ergo hätte der Staat eigentlich die Pflicht JEDEM, der dazu nicht in der Lage ist, -weil er schwerbehindert- oder aus finanziellen Gründen keinen eigenen Zugang unterhalten kann ... unter die Arme zu greifen. Thema nicht abgeschlossen...
 
Sebastian, ich weiß ja nicht ob wir vom selben Deutschland leben. :) Die GEZ ist ein staatliche Mafia Behörde. Natürlich verdient der Staat an der GEZ, was denkste warum man so schnell hinten dran ist, wenn einer nicht zahlt. Das ist der größte Abzockverein, den es gibt. Ich habe ein Recht Kommunikation, d.h. mit jedem Fernseher, PC mit TV Karte, Autoradio das ich habe, habe ich die Pflicht die Sch*** GEZ zu zahlen, ob ich diese Sender nun sehen will oder nicht ist irrelevant. Allein die Anwesenheit des Gerätes zählt.
 
gibts in de nicht schon für 9,90 nen flatrate zugang? ich glaub das können die sich gerade noch so leisten, aber der kläger scheint nur zu versuchen was nicht alles möglich ist und ist sicher kein standard beispiel für behinderte, behinderte haben sicher keine arbeitsunfähigkeitsversicherung die müssen mit sicherheit mit weniger auskommen aber selbst da sollten 9,90 für internet drinnen sein
 
@ACK: flats gibt es schon ab 5 euro. aber man vergisst wohl immer die grundgebühr des dsl anschlußes zu erwähnen :).
 
Der Aufwand, der hier betrieben wurde, und welche Kosten verursacht wurden, da hätte man locker schon DSL haben können. Ich finde es etwas heftig, was er macht.
 
Häää! Ob nun schwerbehindert oder nicht, man hat doch trozdem die Möglichkeit einen Internetanschluss zu beantragen. (DSL) Ansonsten hat er doch den Anschluss ja eh schon, halt per ISDN oder analog über sein Telefon. Also was soll dass?! Ich hab noch niergends gelesen, dass in den AGB's gestanden hätte. "Leider können wir unsere Leistungen nicht an Schwerbehinderte ausliefern" oder so....is doch Unsinn!!
Es geht hier nicht um das Recht auf einen Internetanschluss, sondern darum, wer die ganze Scheiße bezahlt. Und das ist nun mal ganz klar der Benutzer und nicht der Staat. Sinn würde hier nur machen, wenn der Provider sagen würde, "gut! wir bieten unser Dienste für Schwerbehinderte kostenlos an." Nicht nur weil es den Provider ins Rechte Licht rückt, sondern auch, weil es für den Provider überhaupt keine Rolle spielt.....
 
@niecheck: Der Lebenstil eines Schwerbehinderten ist nicht bekannt dafür, besonders billig zu sein und die wenigsten können sich "schwarz" am Bau was zuverdienen. Klar gehts darum, wer die Scheiße bezahlt. Aber genau das entscheidet sich daran ob der Behinderte ein Recht drauf hat oder nicht. Hat er ein Recht drauf, muß der Staat einspringen. Hat er kein Recht und auch kein Geld ... Pech gehabt.
 
Also ich meine wenn ein Schwerbehinderter im Rollstuhl sitzt warum soll er nicht befreit werden???Beispiel: Ein Sehbehinderter oder ein Schwerhöriger braucht auch keine Rundfunkgebühren Bezahlen!
 
@rf1631: das sind ja auch staatliche einnahmen. man kann von einer kommerziellen firma in meinen augen nicht verlangen 6,6 Millionen deutschen etwas zu schenken.
 
siehe oben [013] .. außerdem gehört die Telekom immernoch mehrheitlich zum Staat. Es wäre aber auch kein großes Problem, alle Provider per Gesetz je nach Marktanteil zur gemeinsamen Kostenübernahme für Internetzugänge an Behinderte zu verpflichten.
 
Trotzdem kann eine echte Eingliederungshilfe nur im richtigen Leben stattfinden und nicht im Internet. Dies muss im normalen Alltag unserer Gesellschaft passieren und nicht über das Cyberspace. Anstatt einen Internetzugang zu finanzieren, sollte das Geld besser in Projekte zur beruflichen Integration gesteckt werden. Dann bräuchten auch weniger Schwerbehinderte von Sozialhilfe leben. Was bringt mir eine Flat wenn ich nichts zu fressen habe.
 
@LUZIFER: Statt einem Menschen, der aufgrund schwerer Behinderung nur noch eingeschränkten Zugang zur Außenwelt hat, dabei ein bisschen unter die Arme zu greifen ... würdest Du ihn und sein letztes Quentchen Leistungsfähigkeit lieber irgendwo im Arbeitsprozeß kommerziell verwertet sehen? Ach so ... hab Deinen Namen nicht gleich gelesen. Weiche von mir ...
 
@call_me_berti: Behinderte Meschen wollen ihre Leistungsfähigkeit nicht in dunklen Zimmern vor dem PC im Internet beweisen. Nein, im echten Leben! Die Außenwelt befindet sich draußen zwischen uns allen, nicht im Internet. Ich war selber 20 Jahre Schwerbehindert. Ich rede aus Erfahrung.
 
@LUZIFER: Ah, ja wenn das so gemeint war ... sorry. Allerdings sehe ich darin keinen Grund, den Staat hinsichtlich Rechtsanpruch Internet aus der Pflicht zu entlassen. Hat ja niemand gefordert, Behinderte hinter Bildschirmen zu vergraben oder so getan, als wäre Internet das einzig Wahre. Natürlich wäre mehr und bessere Hilfe für Behinderte wünschenswert. Aber wenn ein Behinderter Zugang ins Internet will, soll er die Möglichkeit auch bekommen. Besser als nur vor der Glotze hocken ist das ganz sicher ...
 
Der NEID der hier selbst noch auf Behinderte vorhanden ist nur weil sie Leistungen erhalten die ihnen ihr schwieriges Leben ein bisschen erleichtern wollen, ist echt erschreckend. Und ohne jemanden Konkret ansprechen zu wollen, aber ihr gönnt euren Mitmenschen auch wirklich gar nichts, oder?
 
@e-foolution: Hier haben die wenigsten Poster NEID. Hier geht es um Integration behinderter Menschen. Im anonymen (!) Internet hilft ein Recht auf Internetzugang recht wenig bei der Integration. Es ist nur eine kleine Hilfe, mehr auch nicht. Nur das direkte Zusammenleben mit behinderten Menschen im Alltag und Beruf hilft weiter (siehe [17]).
 
@e-foolution: find ich auch ... nur das man in der modernen gesellschaft einen internet zugang braucht ( hauptsächlich Beruflich ). Der Internetzugang bringt aber auch mit sich das sich die Leute immer mehr abkapseln. Einige bleiben in ihrer Welt gefangen und festigen diese auch noch...
 
Lasst doch den Leuten, die oft eh sonst nix haben, doch zumindest die MÖGLICHKEIT zur Kommunikation zukommen - klarer Schritt in die richtige Richtung.
 
@Doso: Jeder hat eine Möglichkeit zur Kommunikation mit Schwerbehinderten, dazu braucht man KEIN Internet. Das Internet, ist halt "scheiße"-Anonym. Genau dass ist mein Problem an diesem Urteil! Da wird ein technisches Mittel ermöglicht, aber letztendlich hockt doch jeder gleich (!) vorm Internet. So kommt man sich nicht näher.
 
Hi @All - nachdem ich nun schon längere Zeit passiver WF-Besucher/-Leser bin, musste ich mich nun doch mal anmelden und zu Wort melden. Zunächst: wie e-foolution schon weiter oben angemerkt hat, ist Behinderung genauso wenig gleichbedeutend mit Krankheit, wie keine Behinderung gleichbedeutend mit Gesundheit ist. Sprich wenn wir Behinderte z.B. eine Grippe, eine Blutvergiftung oder ein Magengeschwür haben, ja dann sind wir - wie ein Nichtbehinderter in so einem Fall - krank. Behinderung kann auch Folge einer Krankheit sein, oder bestimmte Behinderungen können wiederum bestimmte Erkrankungen begünstigen. Aber Behinderung mit Krankheit gleichsetzen - das geht nicht. - - @LUZIFER wenn du wirklich einmal behindert warst, dann sollte dir eigentlich bewusst sein, dass Behinderung nicht gleich Behinderung bedeutet. Daraus folgt: EINE Lösung die's für alle tut - die gibt es einfach nicht. Der eine Behinderte wäre froh wenn er einen Vollzeitjob hätte, der andere kann keine 40h/Woche mehr arbeiten und würde aber noch gerne durch ein paar Stunden/Woche seine mickrige Rente aufbessern, und der Dritte ist vielleicht froh, dass er nicht mehr zur Arbeit gehen muss, weil aufgrund seiner Behinderung schon die Bewältigung des Alltags seine ganze verbliebene Kraft fordert. Also bitte etwas mehr differenzieren. - - BackToTopic: ich denke auch dass dieser Gerichtsentscheid ein Schritt in die richtige Richtung ist, dem aber noch einige wichtige Schritte folgen müssen. Direkt bezogen auf den Internet-Zugang so sage ich, JA, das muss ein Anrecht für einen Schwerbehinderten darauf geben. Und in der heutigen Zeit, wo man schnell mal, nur um sein System auch nur einigermaßen sicher zu fahren, zig MB im Monat runterladen muss wäre ein einfacher DSL-Anschluss (so verfügbar) mit Flatrate nur zeitgemäß! Denn was nützt es einem Behinderten, wenn er zwar einen Internet-Anschluss hat, aber vor lauter Patches, Signatur-Updates etc. keine Bandbreite für die eigentliche Kommunikation? Eine Zeitliche Begrenzung ist schon deshalb Unsinn, weil z.B. viele motorisch Behinderte mitunter einfach nicht so schnell tippen können, ein Blinder/stark Sehbehinderter das Lesen mittels Screenreader noch so gut drauf haben kann, er wird eine InternetSeite nicht so schnell wie ein Nichtbehinderter nach den wichtigen Informationen überfliegen können. Außerdem: selbst Strafgefangenen steht im Knast schon täglich eine Stunde Kommunikation mit ihren Mitgefangenen meines Wissens zu. - - Ich bin seit über 40 Jahren behindert, Mensch bin ich nochmals 1,5 Jahre länger :) Und obwohl ich sowohl früher beruflich, als auch durch ein Hobby bereits seit vielen Jahren mit Computern und/oder computergesteuerten Geräten zu tun hatte, habe ich das Internet für mich erst vor ca. drei Jahren entdeckt. Sowohl um an wichtige Informationen zu gelangen (nicht nur aber auch im Zusammenhang mit meiner Behinderung), als auch als Kommunikationsmittel leistet es mir unsagbare Dienste. Ich möchte es nicht mehr missen.
 
@Li0n:
Gebe dir volkommen Recht war auch 5Jahre Schwerbehindert (Bandscheiben Op 2 Jahre danach Hodenkrebs) Mann sollte schon einnen unterschied machen was für eine Behinderung wer hat.Ich brauche keine unterstützung bin Berufstätig war noch keinen Tag Arbeitslos in 31 Jahren.Unsere Bundesregierung hätte soviel Geld für die Behinderten wenn sie nicht soviel ins Ausland verschenken würde und sinnlos Ausgeben würde!
 
@rf1631: Ich habe absolut kein Problem damit wenn "wir" ärmere Länder unterstützen. Denn wer ein bisschen über den Tellerrand hinausschaut, der weiß dass es uns im Vergleich mit der Mehrheit auf diesem Planeten noch blendend geht. Und wer die Zusammenhänge dann auch noch versteht, der weiß auch, dass unser Wohlstand auch zu großen Teilen auf der Not anderer beruht.
 
Die Idee ist natürlich nicht schlecht, aber im Endeffekt zahlt es der Steuerzahler, dass jemand kostenlos surfen kann. Ob das wirklich eine so tolle Idee ist. Ob er Mann, der nicht aus dem Haus kann wirklich etwas davon hat, waage ich mal zu bezweifeln. Naja.
 
@The_Jackal: Hast du dir schon einmal überlegt, wieviel unnützen Müll (Jäger 90, Eurocopter usw.) "der Steuerzahler" bezahlt? Hast du dir auch schon überlegt, dass wir Behinderten auch "Steuerzahler" sind? Und gerade die arbeitslosen, berenteten oder von der Grundsicherung lebenden Behinderten, zahlen genauso wie du z.B. ihre Mehrwertsteuer etc., haben aber keine Lohnsteuer an der sie ihre zum Nachteilsausgleich gewährten Steuerfreibeträge geltend machen können. Wenn du nicht weißt was solche Nachteile sind, dann versuche doch einfach mal z.B. in drei willkürlich ausgewählten deutschen Kleinstädten öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, aber setz dich dazu in einen Rollstuhl und stehe auch nicht auf. Oder versuch ein mal von Kleinhinkeldorf nach Hintertupfingen mit dem Rollstuhl spontan eine Bahnreise zu unternehmen - viel Spaß. Und wenn du Zweifel hast, was für uns gut ist oder nicht, so frag uns doch einfach! Denn - auch wenn manche Zeitgenossen das noch nicht kapiert haben - nur weil jemand nicht laufen, hören oder sehen kann, heißt das noch lange nicht dass er deshalb was an der Omme hat: folgedessen sind wir auch nicht zu blöd unsere eigene Situation zu beurteilen. Falls du nun noch Zweifel hast, so unterhalte dich doch einfach mal mit ein paar Menschen mit Behinderungen. Wenn du nicht weißt wo - bei http://www.pa-te.rollidriver.de/ oder bei http://www.startrampe.net/arge/ dürftest du genug Ansprechpartner finden.
 
1&1 sollte Ihn mit ner DSL + Phone-Flat sponsorn, das wär gute Publicity :) Ich kenne einige behinderte Menschen die das Haus nicht verlassen können und nicht schreiben können, weil der Körper nicht mehr mitmacht. Durch das Internet haben Sie die Möglichkeit, Kontakt zur Familie zu halten und das ist manchmal der einzige Halt.
 
Krankheit:zeitlich begrenzte Beeinträchtigung / Behinderung:zeitlich unbegrenzte Beeinträchtigung. Es gibt sicher Fehlverbindungen wie z.B. Zuckerkrank, was eigentlich ne Behinderung ist. Aber ansonsten kann man Krankheit gut von Behinderung unterscheiden. Ich denke, dass man allerdings bei der Frage des Internetzuganges die Behinderungsformen unterscheiden muss. Eine körperliche Behinderung ist völlig anders zu bewerten als eine seelische/psychische/geistige Behinderungsform. Ob ein psychisch Behinderter generell einen Internetzugang braucht, sei mal dahin gestellt. Bei einer Persönlichkeitsstörung im Bereich einer Zwangserkrankung, welches auch unter psychische Behinderung fällt, sehe ich einen Internetzugang als dringend erforderlich. Ansonsten wie gesagt, immer schauen wer vor einem steht, bevor man "ja" oder "nein" sagt.
 
Na toll... und als schwerverdienender Student kriege ich den Zugang sogar umsonst! Ein bischen hirnrissig!
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