China: Meldepflicht für Betreiber von Mail-Servern

Internet & Webdienste China versucht derzeit offenbar verstärkt gegen die Verbreitung von Spam-E-Mails über Server im Lande vor. Teil der Bemühungen ist ein neues Gesetz, das es illegal macht, ohne Erlaubnis einen Mail-Server zu betreiben. Die Regierung setzt nun also ... mehr...

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Das ist vielleicht mal ein sinvolles Gesetz von den SEHR VIELEN SINNLOSEN, die China hat. Nur die Strafen finde ich sollten übermäßig hoch sein, für Leute die "illegal" einen Mail-Server betreiben. Denn ohne hohe Strafen, wird immer wieder der reiz da sein, einen Mail-Server "illegal" zu betreiben.
 
@rauL: Aber die chinesische Regierung schlägt hier wiederum 2 Fliegen mit einer Klappe. Zum Einen, die natürlich für uns angenehme Eindämmung des Spams und zum Anderen den Ausbau der Überwachung. Meiner Ansicht nach daher nicht nur positiv zu betrachten.
Die Strafe wird sicher nicht "zu gering" ausfallen. Chinesische Verhältnisse halt.
 
@rauL: Ich muss dir da in mehrfacher Hinsicht widersprechen. Zum einen sind hohe Strafen *kein* Grund illegale Handlungen einzuschränken. Sie führen noch nicht einmal zu einem Rückgang der härter bestraften Straftaten. Das wohl populärste Beispiel hierfür ist das Verhängen der Todesstrafe für einen Mord [in einigen Bundesstaaten der USA]. Darüber hinaus ist Strafzu- und -bemessung eines der größten und schwierigsten Themen der Justiz. Denn: Wenn du "hohe/höhere Strafen" forderst, wie willst du dann jemandem erklären, dass ein Vergewaltiger, Kinderschänder, Mörder "nur" xy Jahre bekommt? Dennoch ist natürlich der Schritt, den die Chinesen dort machen, an sich durchaus einer in die richtige Richtung.
 
@rauL: Ja da hast du Recht... aber der "Westen" betreibt noch viel mehr Sinnlosigkeit, wie verschenken nämlich ständig unser Know-How an China!
 
@Lostsoul: Was bei Mord vielleicht zutrifft (je nachdem wer die Statistik aufstellt) mag bei anderen Verbrechen anders aussehen. Ich glaube z.B. das der Unterschied zwischen einer Geld und einer Freiheitsstrafe ganz anders aus schaut. Außerdem glaube ich das ein überführter Kinderschänder/Mörder/Vergewaltiger im Chinesischen Rechtsystem eine Strafe erhalten wird die die des Mailserverbetreibers bei weitem übersteigt. In Erklärungsnot kommt da jedenfalls keiner :-)
 
@Dark Sarge: Nein. Das Problem ist doch, dass im Falle der Meldepflicht nicht (mehr) die Leute die Server mieten/kaufen, die wirklich das "große" Geld damit machen, sondern sich Leute gesucht werden, die möglichst weit im Bereich der Armut leben und für "'nen Euro fuffich" ihren Namen hergeben. Warum glaubst du, transportieren manche Leute Drogensäckchen, die sie runterschlucken, obwohl sie daran sterben können und obwohl sie kaum Geld dafür bekommen?
 
60 tage.. haben die ne ahnung wieviel speicher sowas braucht? naja mir kanns egal sein, ich brauchs nicht zahln..
 
60 Tage? Wenn dann der Anhang noch schön gross ist, wird bestimmt bissel speicher draufgehen.
edit: war wohl einer schneller
 
Einerseits gegen Spamer sicher gut, aber andererseits wird so die Internetfreiheit in China noch mehr eingeschränkt!
 
@Bad-Angel: Welche "Internetfreiheit" wird denn in Deinen Augen eingeschränkt? Das ändert doch nichts an den "Rechten", wie man sich im Internet bewegt.
 
@Bad-Angel: "gegen Spammer" ist eine Ausrede. Das ganze dient der Informationskontrolle, nichts anderes.
 
@computeruser: z.b. können die so Regierungskritische E-mails kontrollieren etc.!
 
Komisch, dass ihr euch daran stört, dass sowas in China der Fall ist und sich in Europa niemand daran stört...
 
@lostsoul: naja bei uns gibts ja noch das Datenschutzgesetzt :)
 
Gegen Spammer hilft es wenig da sehr viel Spam über offene Relays kommt die nicht kontrolliert werden können und über ZombieClients die dank heutiger Computerleistung in wenigen Minuten tausende Mails verarbeiten und versenden können. Ein ZombieClient geschnapp, Schnell ein smtp drauf und ruck zuck sind eine Millions Mails raus... und keiner hat was gemerkt... Regulierung ist dort Utopie. Je härter Spammer kontrolliert werden desto intensiver werden sie auf Botnetze und ZombieClients ausweichen.
 
@Chuck: Genau das soll ja verhindert werden, wenn nur noch registriete Server Emails versenden können fällt es sehr leicht durch eine zentrale BL illegalen Versand rauszufinden. Da man nun eine Authetifizierung für den Emailversand braucht, ist es groß nicht mehr möglich eingetragene Mailserver für Spam zu missbrauchen und alles was nicht in der erlaubten Liste steht wird vom Provider als Spam makiert, gelöscht o. direkt an die Polizei gesendet^^ . Also sicherlich ein guter Schritt, eine zentrale Liste der erlaubten Server und der Provider prüft den MX-Smtp-Forward und killt allen anderen Schrott :) nice.
 
@Texer: Es ist unrealistisch zu glauben man könne dies kontrollieren. Ein Client muss nur über Proxys arbeiten und jede BL ist für den Eimer. Eher müsste man eine weltweite WL führen... nur wer finanziert die? Zumal es in anderen Ländern zum Glück erlaubt ist einen eigenen Mailserver ohne Anmeldung zu betreiben. Spam wird nur weniger wenn man die Leute selber erwischt... durch technische Sperren lässt sich sowas nie stoppen. Ich weiss ja selber wie schnell es geht eben remote eine smtp Engine aufzusetzen und scriptgesteuert ein paar Millionen Mails zu versenden. Da werden dass die bösen Profis auch können.
 
und was is wenn man nen eigenen root server hat?? schon wieder nen komisches gesetzt was kaum duchfürhbar ist -.- ...
 
@z0rn: Ähm, Wand an Tapete? In der Sekunde, in der du einen MTA betreibst, bist du verpflichtet diesen anzumelden (bzw. dir sogar vorher die Genehmigung für den Betrieb zu holen). Wo ist das das (Verständnis-)Problem?
 
z0rn: ja ist doch das gleiche. du musst den mailserver anmelden. sonst isser illegal.
kauft man halt nen server im ausland.
 
@AFFEMANN: Is nicht möglich da der Provider nur Emails von registrierten Servern zulassen darf. D.h., wenn du in China Mails versenden willst brauchst du nen server da drüben im Land :) .
 
Ist aus 2 Perspektiven zu betrachen. Das Postive dürfte klar sein: Reduzierung von Spam. Doch der Ausbau der Kontrolle ist wieder ein tiefer Einschnitt in die Privatsphäre, Abhilfe dürfte OpenPGP sorgen.
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