Ebay-Spaßbietern können Vertragsstrafen drohen

Internet & Webdienste Bei Ebay kommt es ab und zu mal vor, dass Mitglieder für Ware ihr Gebot abgeben, ohne dass eine wirkliche Kaufabsicht besteht. Diesen "Spaßbietern" hat das Amtsgericht Bremen nun einen Dämpfer verpasst. Wer als Verkäufer von solchen "Spaßbietern" ... mehr...

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Und wie sieht das mit gehackten oder anderweitig in Erfahrung gebrachten Accounts aus? Ich meine, was kann dann der eigentliche User dafür? Soll der dann ein Auto zahlen, dass er gar nicht ersteigert hat? Klar, wer ein leichtes PW (Geb. Datum z.B.) gewählt hat oder seine Accountdaten sonstwie leichtfertig "rumliegen" lässt oder gar an Dritte weitergibt, ist selber schuld (ist ja ähnlich bei EC-Karten mit dem Pin im Geldbeutel, neben der Karte). Sicher kommt es auf den Einzelfall an, zumindest würde ich mich in jedem Fall entsprechend wehren :)
 
@candamir: lese doch einfach mal den letzten absatz der news!!!
 
@Sirius5: Und jetzt? Was wiederspricht sich da mit meinem Kommentar? Oder hab ich jetzt was übersehen? :confused:
 
@candamir: Vielleicht wird das in dem Newstext von heise klarer:
"Demnach hafte der Accountinhaber auch für die Abgabe fremder Gebote, wenn er hätte erkennen müssen, dass ein Fremder Zugang zu seinem Rechner und seinem Passwort hat und nichts dagegen unternehme. Im entschiedenen Fall ging das Gericht davon aus, dass dem Bruder Benutzername und Passwort bekannt waren und der Accountinhaber auch mit der Nutzung seines e-Bay-Kontos hätte rechnen müssen."
 
@GHLing: Ahja... thx :) __ In jedem Fall kommt es mal wieder drauf an was das jeweilige Gericht sagt und vorallem ob es mir nachweisen kann, dass ich leichtsinnig mit meinen Accountdaten umgehen bzw. umgegangen bin. Es wird also m.E. in den meisten Fällen (zumindest in denen, wo es um viel Geld geht) über kurz oder lang auf einen Prozess hinauflaufen. Im Grunde also nichts neues *g*
 
ich wurde auch schon "opfer" eines spassbieters .. meine grafikkarte musste ich dann nochmal reinsetzen und hab dann nichtmehr soviel bekommen .. ist dann schon ärgerlich
 
@DekenFrost: Und ich hab ne Grafikkarte ersteigert und der Verkäufer hält es nicht für nötig mir seine Bankverbindung für eine Überweisung zu nennen... auch nicht nach 4-maligem Nachfragen. Dem war wohl der Verkaufspreis von einem Euro zu wenig. Da gehört auch ein Schutz her und die Möglichkeit dem Verkäufer irgendwas in Rechnung zu stellen *G* ^^
 
@DekenFrost: fin dich auch.habe neulich nen nagelneuen dell drucker ersteigert und 7euro wahren ihm wohl zu wenig. keine reaktion vom verkäufer. sowas sollte echt auchmal überdacht werden.
 
@DekenFrost: In dem Fall das der Verkäufer sich nicht regt habt ihr eigendlich alle Trümpfe in der Hand. Ihr habt mit eurem gebot einen gültigen Kaufvertrag geschlossen und könnt diesen durchsetzen. Solltet ihr die Adresse des Verkäufers nciht schon haben hilft euch Ebay da bestimmt gerne. Und zur Not muss eben wieder der Anwalt ran, leider lassen sich ja immer mehr Probleme heutzutage nicht mehr anders lösen.
 
@candamir & rotti1970: Ist meines wisens nach auch schon mal vor Gericht entschieden worden. Wenn Ich mich richtig erinnere, ging auch ebenfalls um ein Auto. Begründung für das Urteil war u.a. dass es die Möglichkeit gibt, einen Midestpreis festzulegen.
 
@halloween: nicht nur das .. es war auch schonmal im fernsehen da hatte eine frau ein ganzes haus für einen euro ersteigert und der verkäufer weigerte sich natürlich .. ging auch vor gericht.
 
Man sollte vielleicht noch zur News hinzufügen, das die 30% Strafgebühr für Spaßbieter im Artikel explizit erwähnt wurde! Ich würde nämlich nicht davon ausgehen, das jetzt automatisch jeder von einem Spaßbieter 30% Schadenssumme verlangen darf/kann. Das ist meins Erachtens nach ein großer Unterschied!
 
@GHLing: vor allem was sind spassbieter. wie schnell hat man nen acc bei ebay eingerichtet ohne das ebay die identität prüft. dahingehend sollte man mal die richlinien ändern ,z.b. mit ausweischeck etc.
 
@GHLing: Die Erfahrung durfte ich auch machen. Wollte einen Laptop verkaufen und hatte auf einmal eine offensichtlich falsche Adresse in England von einem Käufer, der den Account zum ersteigern angelegt hatte und diesen danach sofort wieder abmeldete. Auf einmal wollte er dann den Laptop nach Nigeria geliefert haben.... Das Resultat für mich als als Verkäufer: Sehr viel Ärger, etliche E-Mailwechsel und am Ende kam, wer hätte das gedacht, keine Antwort mehr als ich ihm meine Ebay-Gebühren in Rechnung stellen wollte. Die Verkaufegebühren hab ich von ebay zwar zurück bekommen, jedoch die Einstellgebühren nicht.
 
Jo dachte immer das im BGB steht das man innerhalb von 14 Tagen von jedem Vertrag ohne Angabe von Gründen zurück treten kann und sich das ganze Verbraucherschutz nennt.
 
@Protheus: Das mag für komerzielle Händler stimmen, jedoch greift diese Regelung (wie auch die Gewährleistungspflicht, wenn explizit erwähnt) bei Privatpersonen nicht. Mit dem Gebot wird ein rechtlich bindender Kaufvertrag geschlossen, bei Privatpersonen beinhaltet der die Klausel des Fernabsatzgesetzes nicht.
 
@Protheus: Ich finde die folgende Seite bzgl. Informationen zu ebay, aber auch Urheberrecht ziemlich interessant : http://www.internetrecht-rostock.de/Ebay-_und_Onlinerecht.htm
 
@Protheus: Find ich auch ineressant Danke für den link candamir
 
@Canadamir: Link ging net, aber der: http://www.internetrecht-rostock.de/Ebay-_und_Onlinerecht.htm
 
Vielleicht sollte man mal dezent darauf hinweisen, daß diese Entscheidung nur unter ganz bestimmten Bedingungen gültig ist - z.B. muß dies in der Artikelbeschreibung ausdrücklich angegeben sein und es muß sich um einen privaten Kaufvertrag handeln zwischen zwei privaten Verkäufern.

Wenn man von einem gewerblichen Händler etwas kauft oder ersteigert, gelten IMMER die Regelungen zum Fernabsatz im BGB. Da ist dann nix mit Vertragsstrafen. Insofern ist die Überschrift und auch die eigentliche News etwas irreführend verfaßt.
 
@Fox Mulder: Wahrscheinlich liegt die Betonung auf "können"
 
@Fox Mulder: Wie ich schon weiter oben schrieb: Die news ist leider unvollständig, es fehlt der essentielle Teil mit den 30%!
 
Wird auch Zeit! Hab aktuell jetzt 4 eBay-Fälle, bei denen ich das Geld wegen so Spaßbietern nicht kriege! Ich bin für Knast für so Leute!
 
@weblord: Hab auch Probleme mit 2 Käufern. Naja, Knast wär wohl etwas übertrieben: eine Geldstrafe würde es sicherlich auch tun. Das Problem ist doch, dass der Aufwand für eine Klage recht hoch ist. Schließlich müsste man zum Anwalt, wobei dann locker ein paar Wochen vorbeiziehen würden ehe man das Geld auf sein Konto hat, falls überhaupt. Es müsste irgendwie eine einfachere Lösung geben. Z.B. eine Sperrung des Spaßbieters von Ebay, solange bis der Käufer und Verkäufer sich einvernehmlich geeinigt haben. Da würden es sich manche sicherlich zweimal überlegen, ob sie auf einen Artikel bieten, den sie eigentlich gar nicht haben wollen.
 
Soweit Winfuture Gerichtsurteile ohne Aktenzeichen und Datum der Verkündung rezitiert, ist dieses als unprofessionelles recherchieren zu werten...also bitte mal suchen und Aktenzeichen hinzufügen...Danke...

Edit : Hab mich mal selber drum gekümmert...So wird ein Urteil richtig bezeichnet :
AG Bremen
Entscheidungsdatum: 20.10.2005
Aktenzeichen: 16 C 0168/05, 16 C 168/05
Dokumenttyp: Urteil

Gruß stw...
 
@Sonix2001

Bis 5000 Euro Streitwert, und das war hier der Fall, denn sonst wäre das Amtsgericht nicht zuständig, kannst Du ohne Anwalt prozessieren...

Zumindest im Allgemeinen, Familiensachen sind unabhängig vom Streitwert z.B. dennoch Anwaltsprozesse...
 
Habt Ihr auch Ärger mit eBay oder PayPal?

Hier ist ein unabhängiges Forum:

www.razyboard.com/system/user_PAYPALundEBAY.html

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