Siemens: Kostensenkungsplan veröffentlicht

Wirtschaft & Firmen Während die Republik auf das Eintreten der Aufräumarbeiten nach der Wahl in Berlin noch wartet, haben selbige in München bereits begonnen. Jedoch nicht auf politischer Ebene sondern bei dem Münchner Großkonzern Siemens. mehr...

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Nun, daran ist nichts Besonderes. So erging es schon vielen deutschen Konzernen (Mannesmann, Grundig) und es wird immer so weitergehen (Infineon?) ...
 
@TobWen: feindliche übernahmen gehören mittlerweile zum guten ton. aber tröste dich, deutsche konzerne kaufen genauso vernichtend im ausland ein.
 
Tja... und nun soll die CDU mal zeigen, wie sie solche Probleme in den Griff bekommen will! *lol*
 
@Daniel.B: Wenn die Regierung sich in die Wirtschaft einmischt, bekommt sie nicht nur von mir einen auf den Deckel. Das widerspricht dem System "soziale Marktwirtschaft".
 
@Daniel.B: immer dann wenn die politiker der wirtschaft immer mehr und mehr kostenverursachende verordnungen, gesetze, auflagen die mit kosten verbunden sind als knüppel zwischen die beine schmeissen, isses kein wunder das man die mehrausgaben anderweitig wieder reinholen muss. auch wenn ich die derzeitige einsparmenthalität etwas überzogen finde. jeder chef jammert und droht mit kürzungen - nicht grade ein motivationsaufbesserer für die angestellten.
schließlich sind es die kleinen arbeiter die die produktive arbeit machen - und die anzugträger die nur irgendwas entscheiden und sich die finger nich schmutzig machen, stecken die dicke kohle ein - bei denen wird als letztes die schere angesetzt. aber so lange man mit "ihr müsst mehr arbeiten für weniger geld" immer noch ein wirkungsvolles druckmittel in der hand hat, fällt es dem angestellten auch schwer zu sagen "mach dein scheiss doch alleine". schließlich muss auch was zu futtern auf n tisch.
das zauberwort heisst investitonsanreize schaffen
 
@Rikibu: selbst wenn keine lohnnebenkosten entstehen. grosskonzerne werden immer entlassen. hier gehts schon lange nicht mehr um arbeitsplätze, sondern um die möglichkeit, mit immer weniger aufwand immer mehr umsatz zu erzielen, möglichst marktbeherrschend um anderen zu schädigen, möglichst rücksichtslos. es gibt kein soziales gewissen mehr. konzerne bekommen mittlerweile geld für jeden arbeitslosen den sie einstellen, auch das hat nicht zur verringerung der arbeitslosigkeit gesorgt. selbst kopfpauschalen nützen nichts, denn eigentlich will keiner einstellen. nicht hier, nicht in china. bloss, irgendwann gibts keine menschen mehr die den ganzen schrott bezahlen können den sie herstellen. was solls, dann wird dicht gemacht.
 
Solange wie die Einsparungstheorie durch die Köpfe der Manager geistert, wird es weder in den Firmen noch in Deutschland aufwärts gehen.
 
@Simone: Es liegt nicht an den Firmen, es liegt an den Leuten, die für die Firma arbeiten. 4 Tage Woche und 7 Arbeitsstunden für 20% Lohnzuwachs ist nunmal unproduktiv...
 
@TobWen: Wo gibt es denn 'ne 28 Std-Woche mit 20% Lohnsteigerung?
 
@Simone: ...im Vergleich zu 1Euro/h und 50h Woche in China allemal!
 
@camino: Das meinte ich überspitzt zu den aktuellen Verhältnissen: Arbeiter: "Wir wollen weniger Arbeiten und mehr Geld bekommen", Unternehmen: "Wir wollen mehr Arbeit für weniger Geld bekommen". Siehe Beitrag o3/re3 von "Der Sucher".
 
@camino:bei VW gibts glaub ich 28 Std, und wie man hört gehts dem Konzern nicht wirklich gut (ich weiss, liegt natürlich nicht nur an den Löhnen, sondern auch daran dass sie die Produktpalette verbockt haben und anderen Sachen.)
 
@TobWen: Ich glaube du lebst auf dem Mond! Bei vielen Firmen liegts wohl eher am unfähigen Management. Die hohen Herren verbockens, und das Fussvolk darfs dann ausbaden. 5Tage Woche mit 40 Arbeitsstunden und prallvollem Zeitkonto ist doch wohl eher der Normalfall.
 
@OldBiker: Nein, Du lebst hinter'm Mond, denn Du hast wohl immer noch nicht begriffen, dass in der alten und in der neuen Deutsche Rechtschreibung Fuß mit "scharfem S" geschrieben wird. Ferner ist es nicht immer der Normalfall, sondern nur in unserem Sozialfall ehh Sozialstaat. Deutschland ist nur in Veredelung stark. Stell Dir mal vor, China würde einfach anfangen, die Sparten zu übernehmen, in denen Deutschland stark ist. Dann können wir wieder eine Mauer hochziehen. Wenn ich für ein Brötchen 30c zahle, wundere ich micht nicht, dass die Arbeiter immer mehr Geld haben wollen und Du meinst, die Manager sind daran Schuld????
 
@OldBiker: selbst 50 arbeitsstunden bringen nicht mehr umsatz. es bingt nur den frühzeitigen tot.
 
Ich kenne noch Äußerungen von Siemens-Mitarbeitern von vor 3 Jahren: "Gehe zu Siemens,da bist du was und hast einen sicheren Arbeitsplatz".
Schlimm finde ich noch, der ehemalige Konzernchef Heinrich von Pierer - der das ganze mit zu Verantworten hat - Berater von Merkel in Sachen Wirtschaft sein möchte.
 
@Großer: Vor 3 Jahren konnten die Siemens-Handys auch noch Schritt halten (im Vergleich zur Konkurrenz) und niemand wusste, dass die Entwicklungsabteilung, DIE IN DEUTSCHLAND SITZT, so eine Scheiße baut. Hätten sie die Herstellung ins Ausland verlegt und das Design in Deutschland gelassen, hätten wir zwar ein paar Arbeitsplätze weniger gehabt, aber es müssten jetzt vielleicht nicht noch mehr entlassen werden.
 
@ TobWen: unsinn. siemens ist auf vielen sparten führend. beispiel umts, beispiel dsl hardware. und noch viel mehr. es gibt keinen grund menschen ins soziale nirvana zu schicken.
 
@schwammdrüber: Ich habe ausschließlich von der Handysparte gesprochen, nicht von den anderen Sparten.
 
In ein paar Jahren werden die Chinesen in der Lage sein mit ein paar Millionen Arbeitern die ganze Welt mit ihren Produkten zu überschwemmen. Dank der fortschreitenden Automation werden immer weniger Arbeiter gebraucht. Es werden dann auch die davon betroffen sein, die jetzt noch auf einem hohen Ross sitzen. Es gibt auch billigere chinesische Programmierer, Manager etc.
Der andauernde Wettbewerb wird uns zu Grunde richten.

Lesenswert: "Die Globalisierungsfalle".
 
@arbeitsloser: Ich finde Tittytainment zwar interessant, aber irgendwie haben Martin/Schumann das massiv überspitzt. Unser Lebensstandard in Deutschland ist einfach zu hoch, als dass wir die Produkte, die durch Globalisierung und deren Folgen durch Produkte aus eigenen Landen substituieren könnten. Bestes Beispiel: Kohle und Stahl! Die sind aus dem Ruhrgebiet sind einfach zu teuer. Wieso tief in die Erde buddeln, wenn das Zeugs billig per Schiff aus dem Ausland kommen kann, weil die Kohle da nicht 6km tief unter Dortmund und Bochum liegt. Wieso nicht fertige Stahlrohre einkaufen, um sie weiterzuverarbeiten, anstatt sie in Duisburg oder Bottrop selber zu gießen?
 
kommt mal wieder auf den teppich. studien haben bewiesen, dass deutschland ein bevorzugter standort für unternehmen ist. dieses ganze geplenkel soll lediglich die preuise noch weiter drücken. mit erfolg, die masse glaubt diesen unsinn ja fast kritiklos. wir sind exportweltmeister und das nicht, weil wir so schicke häfen haben, sondern weil wir weltweit gefragte güter herstellen. nirgens auf der welt wird so viel umgeschlagen. maln bisschen selbstbewusster und nicht immer diese jammermine aufsetzen.
 
@ schwammdrüber: Meine Güte, guck doch mal, in WAS wir Weltmeister sind: In veredelten Produkten! Luxusautos, Spezialbauteile, Spezialstahl, Spezialrohre, Spezialbeschichtungen etc. Sobald ein anderes Land kommt und die Spezialisierung billiger anbietet, sind wir weg vom Markt. VW lässt ja jetzt auch im Ausland bauen und wenn Mercedes auch ins Ausland gehen sollte (nehmen wir USA), dann ist Ende für uns. Spezialisierung ist Böse, nicht die Globalisierung - aber für uns bleibt nichts Anders übrig. Ein Teufelskreis, der zur genannten Globalisierungsfalle führt.
 
@ TobWen: ja, die globalisierung ist das fegefeuer der zukunft. nicht wir profitieren davon, sondern lediglich großkonzerne und spekulanten.
 
@schwammdrüber: Nun, ich profitiere eigentlich schon davon, weil ich Raumplanung studiere und dieses Problem und die Folgen jeden Tag vor Augen habe :-))
 
was für spinner. im jahr 2004 hat Siemens Business Services einen umsatz von runde 5 milliarden euro gemacht und einen satten gewinn von 66 millionen. ist zwar weniger als zuvor, aber es gibt keinen grund so einen kahlschlag zu tätigen. das ist eine riesengrosse sauerei und der mensch ist in deren augen eh nur noch ein kostenfaktor. grosskonzerne entziehen sich mittlerweile komplett ihrer sozialen verantwortung. schäbige schmierige börsenverbrecher.
 
@schwammdrüber: Wieso kaufst Du nicht einfach Siemens-Aktien? Dann kannst Du selber mitreden :-)
 
@TobWen: nein danken. das telekomdesaster (die aktie für den ottonormalverbraucher), hat mir die augen geöffnent.
 
@schwammdrüber: Du sollst sie nicht kaufen, um Gewinn zu machen oder damit zu spekulieren, sondern um bei deren Sitzungen MITREDEN zu dürfen.
 
Viele Firmen müssen eine jährliche Renditesteigerung von ca. 15% hinlegen, wo sollen die denn herkommen, wenn nicht von Kosteneinsparungen. Der Sharholder Value ist die Wurzel allen Übels.
Die Arbeitslosigkeit ist doch erst so gestiegen als die Aktienunkultur auch in Deutschland eingezogen ist. Heute steigen doch die Aktien nur noch wenn Entlassungen angekündigt werden.
 
@arbeitsloser: Und ob Du es glaubst oder nicht: Napoléon ist Schuld, dass Deutschland eine Aktienkultur hat ...
 
@arbeitsloser: Unsinn. Aktienkurse steigen, wenn Entscheidungen des Managements gutgeheißen werden. Es kam auch schon oft vor, daß bei Entlassungen der Kurs gefallen ist. Und wer Aktien verteufelt, statt selbst mitzuhandeln, hat auch selbst Schuld, wenn "immer die anderen" an den Gewinnen profitieren.
 
schei*** aud die grosskonzerne, dieses land wird von den kleinen unternehmen am leben erhalten und es muss endlich mal was für diese leute getan werden.
 
@twinky
Hatte auch mal "mitgehandelt", Jetzt gibts die Firma nicht mehr und mein Geld auch nicht. Das mit den Entlassungen war ein bisschen überspitzt, aber Aktien steigen gerade bei Massenentlassungen. Aber Mitarbeiter sind nicht nur Kosten, sondern auch Kunden. Autos kaufen nun mal keine Autos.
 
Kostensenkungsplann.. pff, in berlin werden 2000 Stellen bei Siemens gestrichen -.-
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