Lycos löscht IP-Adressen der Kunden

Wirtschaft & Firmen Lycos gab bekannt, die bisher gespeicherten IP-Adressen der Kunden zu löschen und auch keine weiteren mehr zu speichern. Nachdem die Musik- und Filmindustrie seit Jahren ein entsprechendes Gesetz fordert, ist nun auch Innenminister Otto Schily der ... mehr...

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respect vor dieser entscheidung. find ich klasse
 
Es gibt also noch Hoffnung für den Datenschutz. Nicht umsonst ist er ja auch im GG verankert. An diese Tatsache sollten sich einige Juristen mal wieder erinnern.
 
lycos wir lieben dich... :D
 
ja, kann ich nur zustimmen, geniale entscheidung!
 
was mich vielmehr interessiert ist, wann werden die anderen Provider öffentlich bekunden, das sie auch die Ip-Nummern löschern werden
Gerade von den großen anbietern wie ARCOR, 1&1 AOL, T-online
 
...die anderen Provider sollten dem Beispiel folgen! Ansonsten kann man nur sagen...."Auf zu Lycos" Setzt ein Zeichen gegen den Überwachungsstaat, solange die Überwachung nur dem Zweck dient, den Platten und Filmbossen die Taschen noch mehr zu füllen!
 
@Thommy_Cool: Alleine wegen dem ersten satz des Grundhesetzes ist der Überwachungsstaat Verboten. "Die Würde des Menschen ist unantastbar" Bei einem Überwachungsstaat fühle ich mich in meiner Würde verletzt und man hätte gegen dieses Gesetz verstoßen.
 
@Thommy_Cool: (...solange die Überwachung nur dem Zweck dient, den Platten und Filmbossen die Taschen noch mehr zu füllen...)
Und was ist mit Kreditkartenbetrug, falschen eBay Auktionen, Kinderpornografie, Verleumdungen usw. Das Speichern sollte schon sein. Es sollte aber nur der Staatsanwaltschaft und nicht der Musik/Film- Industrie zugänglich sein.
 
@Thommy_Cool: ...ich sag mal so, das es für mich so aussieht als ob in diesem Land nur Sachen verfolgt werden, die der Industrie oder dem Staat nützen. Vergleich doch mal die Urteile wo der Staat bzw. die Industrie und im Gegenzug eine Privatperson geschädigt wurde. Was passiert mit einen Kinderfi.... wenn er nach kurzer Zeit rauskommt? Grad wieder aktuell zu verfolgen in der Presse. Wenn du aber zuhause die Schrankwand mit gezogenen Filmen voll hast, siehst du Dich im Werbespot im Fernsehen wo die Kinder noch 5 mal singen müssen bis Papa rauskommt! Wie gesagt, gegen die Verfolgung von Verbrechen hab ich nix, nur gegen die Verfolgung von "Verdienstausfällen" der Industrie
 
...ein Zusatz noch. Ich wäre froh, wenn im Bundestag halb so viel Zeit für die Diskussion um Strafen für Kinderschänder und ähnlich gearteten Gesindel verwendet würde wie um die Diskussion um Gesetze zur Bekämpfung von "RAUB - Kopien" und Filesharing!
 
respekt ²k was Lycos da durch zieht finde ich klasse
 
Dicke probs an Lycos einmal für das handeln und dann auch noch dafür das sie öffentlich dazu stehen. Schily braucht mehr davon damit er mal wieder runter kommt, erst RAF Anwalt und jetzt superüberwacher. o_0
 
also zumindest AOL wird dem Beispiel nicht folgen denke ich. Dafür sind sie zu sehr in der Filmindustrie verankert ( siehe "Warnerbros" oder wie das heisst ). Denk ma sie haben zu sehr ein eigenes Interesse gegen Raubkopierer vorzugehen.
 
wenn die anderen anbieter das nicht machen wir lycos wohl marktführer werden.weiter so .
 
Müssen sie nicht trotzdem im Falle einer Anfrage seitens der Staatsanwaltschaft zumindest die IP-Adresse mitloggen? Also quasi ein Quick-Freeze, wie es in den USa gängige Praxis ist und sowohl datenschutztechnisch und finanziell der hierzulande üblichen Praxis überlegen ist? Aber war ja klar, daß das Reichsinnenminister Spüli nicht passt.
 
@Rika: wenn ich recht informiert bin muss der provider schonmal garnichts. außer es kommt zu einem richterlichem Befehl, dann muss der provider. Wenn der Provider aber IP´s usw. nciht protokolliert, kann er auch nix rausgeben. Und es gibt kein Gesetz das Provider Protokollieren müssen.
 
@Rika: Sie müssen im Zweifelsfall Daten herausgeben, die sie ohnehin haben, sie sind aber keinesfalls verpflichtet, extra dafür Daten zu sammeln, die sie sonst nicht sammeln würden. Einige Rechtsauffassungen gehen sogar so weit, dass Lycos so handelt, wie es handeln muss und beispielsweise T-Online rechtswidrig vorgeht. Telekommunikationsanbieter dürfen nämlich nur solche Daten sammeln, die zur Abrechnung notwendig sind, und bei Flatrates sind nun mal keine Daten zur Abrechnung notwendig. Bei Zeit- oder Volumentarifen dürfen Daten gesammelt werden und diese ohnehin gesammelten Daten müssen im Zweifelsfall auch herausgegeben werden, aber darüber hinaus muss kein Unternehmen irgendwelche Daten sammeln, für das es selbst keine Verwendung hat.
 
Bei freenet gibt es seit -Jahren- die Möglichkeit bei der Anmeldung zu wählen, dass alle IP-Daten nach 24 Stunden gelöscht werden.
 
@elias.se: 24h bringen dir im Fall aller Fälle genauso wenig wie 2h - denkst du das sie erst noch nen Kaffee trinken bevor sie bei freenet anfragen wer der user war der dort das gedownloaded hat ???
 
@ Trunkens: Es geht um die Vermeideung von potentiell illegaler Datenvorratshaltung. 24h sind in Ordnung, 3 oder 6 Monate halte ich für bedenklich.
 
klasse Sache
 
Wie ist es denn möglich Leute die etwas herunterladen ohne die Daten des Providers ausfindig zu machen?
 
@jkarts: Da kann der Geschädigte dann zur Polizei gehen und eine Anzeige machen, die kümmern sich darum und teilen dem Telekommunikationsanbieter mit, dass der die Daten dieses konkreten Kunden vorhalten muss. Du verwechselst Pauschalüberwachung mit gezielter Strafverfolgung, kann das sein?
 
@installer: Aber woher können sie wissen welcher Kunde es war? Der Geschädigte besitzt ja nur die IP-Adresse und weil der Provider diese nicht mehr speichert weiss er doch nicht welcher Kunde zu welcher Zeit welche IP hatte. Oder?
 
@bardelot: Dann haben sie eben Pech gehabt und müssen anders fahden. Dies ist ein Rechtsstaat und kein Überwachungsstaat. Irgendwelche Leute können auch auf offener Straße Autos zerkratzen, muss deswegen jeder Kameras vor sein Haus stellen und die Gesellschaft sich in einen Denunziantenclub verwandeln? Nein! Telekommunikationsanbieter haben kein Eigeninteresse an der Strafverfolgung und müssen deswegen nur Daten herausgeben, die sie selbst zu Abrechnungszwecken brauchen und keinesfalls über ihren Eigenbedarf hinaus Daten erheben. Das ist einfach so. Schau mal ins Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, Artikel 10. Die Lobbyisten aus der Medienbranche haben eine verdammt große Klappe, aber keine Sonderrechte, somit gelten für deren Belange dieselben Regeln wie für den Rest der Gesellschaft: Wenn nicht genug Beweismaterialien da sind, dann haben sie Pech gehabt.
 
Wie gut das ich bei Lycos bin :-)
 
Danke Lycos! Endlich mal jemand mit Mut zur Sicherheit.
 
Cool! Und was machen die anderen Provider? Löscht z.B. T-Online, QSC und Arcor auch IP's?
 
@Knackich: T-Online löscht die Daten nicht und befindet sich genau deswegen zur Zeit in einem Rechtsstreit.
 
Ist das denn auch bei GMail so?
 
ich frage mich , ob das nicht nur ein werbegag von lycos ist ?
 
Ich musste eben wirklich alleine ganz laut lachen, weil mir die Idee kam, dass die Musik- und Filmindustrie endlich selbst Internetzugänge anbieten sollte. Dann wären die nicht von Gesetzen abhängig. :-))) Aber mal im Ernst, die Nachricht hört sich so an, als ob unser Innenminister die gleiche Absicht verfolgt, wie die Musik- und Filmindustrie. Wahrscheinlich wissen das alle, aber ich möchte trotzdem noch einmal sagen, dass der Innenminister die IP-Adressen braucht, weil er zum Terrorismus schielt. Nicht das noch einer von den übertriebenen Saugern denkt, dass er jetzt vom Staat verfolgt wird.
 
Nun ja, im Prinzip ist die Idee mit der Aufforderung alle über einen gespeicherten Daten herauszugeben gar keine schlechte Idee, damit könnte man die Provider schon fast dazu zwingen keine unnötigen Daten zu Speichern (und bei Flatrates ist die Speicherung der IP unnötig). Weil wenn genügend Kunden um Auskunft über alle über sie gespeicherten Daten bitten (und dazu haben sie gemäß Bundesdatenschutzgesetz das Recht), dann dürften zumindest die großen Provider kapitulieren müssen (mal von dem Briefberg ganz abgesehen) ...
 
Wenn der Innenminister die IPs zur Rasterfahndung benötigt und ein Gesetz analog zu anderen Staaten (wie z.B. USA oder England) entsteht, welches vorschreibt IP-Adressen zu sammeln, kann dann die Musik- und Filmindustrie diese Daten einfordern?
 
@bwd: Nur auf gerichtlichem Weg, zumindest in einem echten Rechtstaat.
 
Da bin ich also beim richtigen Anbieter!Der Wau Wau zeigt die Zähne!Klasse!

MFG yami
 
Gut das ich bei 1&1 gekündigt habe ...
und dadurch bei Lycos gelandet bin.
 
@simsoo: nun ja. wenn man nichts illegales im Internet macht, muss man sowieso nichts befürchten. Andererseits wäre mir manchmal eine Speicherung von IPs durchaus ganz Recht. Nämlich immer dann, wenn wieder ein möchtegern Hacker (aka Skript-Kiddie) versucht meinen Server zu hacken. Inzwischen habe ich es sogar aufgegeben Abuse-notifications an die Provider zu verschicken, weil es doch nichts bringt und ich keine Lust habe jeden Tag 20 mal eine fast identische Email an unterschiedliche Provider zu verschicken ...
 
@simsoo: hab auch 1&1... wäre nett wenn die das auch machen würden... ist ja ein schritt in die richtige richtung!
 
hat jemand ne Liste welche Provider noch so , keine IPs loggen von Kunden ? Machts zb. QSC, oder nicht ? TDSL usw.
 
Ich gehe davon aus, das ein entsprechendes Gesetz nur wegen der Terrorismus-Bekämpfung durchsetzbar wäre. Wieso sollte dann die Musik- und Filmindustrie in die Daten hineinschnuppern dürfen? Weiss jemand genaues?
 
QSC löscht die IPs nach 24 Stunden voll automatisch. Ich persönlich finde, es geht keinem was an, wo und wie ich surfe. Auf der Strasse, wenn ich Auto fahre, hab ich ja auch keine Videokamera vorn drin, die aufzeichnet wo ich lang fahre. Sowas ist ein Einschnitt in meinen Grundrechten, ich hoffe das alle Provider diesem Beispiel folgen.
 
Moin, Ihr schreibt ja hier alle das Lycos nun rechtens handelt und T-Online nicht. Auf welcher Grundlage (Gesetzestexte usw.) beruht den Eure Aussage? Für evtl. Links würde ich mich mal schon jetzt bedanken.
 
@Henne: Ich habe keine Links, aber als Informatiker hat man das mal in der Datenschutz-Vorlesung gelernt ^^ Gesetzesgrundlage ist das BDSG (Bundesdatenschutzgesetz) bzw. die Datenschutzgesetze der Länder. Rechtsgrundsatz konkret bei dem hier diskutierten Fall ist das Prinzip der Datenvermeidung und Datensparsamkeit wonach keine personenbezogenen Daten "auf Vorrat" gespeichert werden dürfen, es sei denn es gibt eine gesetzliche Ausnahme dazu ODER die Person hat der Speicherung der Daten explizit zugestimmt.
 
Bravo, Lycos!
 
Informationelle Selbstbestimmung - Was bedeutet das?

Kurz beantwortet bedeutet informationelle Selbstbestimmung: Jeder hat das Recht zu wissen, wer was wann über ihn weiß.

Das Bundesverfassungsgericht hat im Volkszählungsurteil vom 15.12.1983 erstmals anerkannt, dass es ein Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung gibt. Das Gericht hat dazu ausgeführt:

"Das Grundrecht gewährleistet insoweit die Befugnis des Einzelnen, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner persönlichen Daten zu bestimmen. Einschränkungen dieses Rechts auf "informationelle Selbstbestimmung" sind nur im überwiegenden Allgemeininteresse zulässig."

Es besteht demnach ein "Schutz des Einzelnen gegen unbegrenzte Erhebung, Speicherung, Verwendung und Weitergabe seiner persönlichen Daten". Das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung wird als besondere Ausprägung des schon zuvor grundrechtlich geschützten allgemeinen Persönlichkeitsrechts angesehen. Wie dieses wird es verfassungsrechtlich aus Art. 2 Abs. 1 (sog. allgemeine Handlungsfreiheit) in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG (Menschenwürde-Garantie) hergeleitet.

Die Grundaussage des Volkszählungsurteils zur informationellen Selbstbestimmung läßt sich mit dem Satz zusammenfassen: So viel Freiheit wie möglich und so viel Bindung wie nötig. Die Freiheit der Bürger wird dabei grundsätzlich vorangestellt: zugleich wird den Anforderungen der Gemeinschaft Rechnung getragen.
Quelle: des Ersten Senats vom 15. Dezember 1983 auf die mündliche Verhandlung vom 18. und 19. Oktober 1983
__ 1 BvR 209, 269, 362, 420, 440, 484/83 __
in den Verfahren über die Verfassungsbeschwerden a) des Herrn Gunther Frhr.v. M.
 
find ich echt toll, wohne zwar nich in deutschland, aber find ich echt klasse von denen, auch wenns mir wahrlich nicht viel bringt :-D
 
Ich finde, das es Zeit wird mit der Überwachung aufzuhören. Sicher gibt es Gebiete wo es nicht ohne geht. Aber die wird es immer geben. Zum anderen......warum wird den im Internet getauscht......doch nur weil die Produkte zu teuer sind. !Oder wir haben nicht geung Geld! Solange sich das rechnet, wird es den Tausch im Internet immer geben. Warum müssen Filme und CD`s so teuer sein??? Wenn die Dinger die HÄLFTE kosten würden, dann wäre der Umsatz mit Sicherheit nicht nur 50% höher. Dieses Preistreiben muss ein Ende haben. Aber es ist ja besser den Usern das Leben schwer zu machen, als entlich mal die Preise zu senken.
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