Esten können in Zukunft Parlament online wählen

Internet & Webdienste Zur Kommunalwahl im Herbst können die Bürger der Hauptstadt Estlands, Talinn, als erste Bürger in Europa den Urnengang im Internet erledigen. Doch das ist erst der Anfang, bei der nächsten Parlamentswahl in Estland im Jahr 2007 wird Estland das ... mehr...

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Chipkarten-Personalausweise. Oh Mann.. das ist doch mal wieder was für die kriminelle Ader einiger Menschen in Estland und bestimmt in naher Zukunft auch in Deutschland. Stichwort: Identitätsfälschung
 
@Knackich: ich hät noch eine höhle zu vermieten
 
@Knackich: naja, bis zu den Höhlen würd ich jetzt nicht gehn,aber gewisse Bedenken gibts es meines Erachtens schon
 
hihi kann man besser Manipulieren und später der Mafia die Schuld in die Schuhe schieben.
Soll ja bei uns auch kommen, Datenschutz ade es lebe Big Brother :-).
 
@toerminator:
Ich finde, lieber bequem von zu Hause zur Wahl zu gehen (also oline), als gar nicht!
 
@toerminator: naja zumindestens würden sie bei uns dadurch die wahlbeteiligung erhöhen :)
 
Naja, insgesamt gibt es nur 1.341.664 Esten (Wikipedia), wenn man dann noch die Demografie betrachtet (sprich die Kinder abzieht), bleiben vielleicht ein paar Hundert Tausend Wähler übrig, und von denen wird mit Sicherheit auch nicht jeder per PC wählen.

In solch kleinen Staaten kann das durchaus funktionieren, hier in Deutschland bekommt ja bekanntlich nicht mal die Agentur für Arbeit einen vernünftigen Internet-Auftritt hin.
 
@CBY: Man darf auch nicht vergessen, dass Estland - was Internet betrifft - das wohl fortschrittlichste Land ist! Denn: Estland garantiert seinen Bürgern per Gesetz einen kostenlosen Internet-Zugang. Wer keinen eigenen Rechner hat, darf gratis an öffentlichen Computern in Postämtern, Bibliotheken oder Dorfläden ins Netz. Außerdem verfügt so ziemlich jede größere Stadt über WLan Hotspots.
So kann das dann natürlich auch funktionieren.
PS in Estland kann man in einigen Restaurants auch per Handy bezahlen...
 
Ich halte von solchen undurchsichtigen Wahlen absolut nichts. Da wird der Elektronik zu viel Vertrauen geschenkt und vor allem den Menschen dahinter.
 
@money_penny: Seh ich genauso.

Bei einer Wahl übt man sein eigenes Bürgerrecht aus. Es ist die größte regelmäßige Möglichkeit der Mitentscheidung, die man in einer Demokratie hat. Ich finde, dass es das wert ist, dass man da gefälligst auch persönlich erscheinen kann oder im Falle von Krankheit etc - wie bisher auch üblich - die Briefwahl ausreicht.

Auf der einen Seite bekommt man bis heute nur schwerlich Sicherheit bei Datenübertragung übers Internet bewerkstelligt und andererseits wird gleich eine ganze Staatsregierung online "vergeben". Na Glückwunsch.
 
@Yikrazuul dir bleibt ja auch die Briefwahl, jedoch ist die bequemlichkeit unserer Mitbürger so hoch dass Sie auch online nicht wählen würden und lieber in E-Bay rumeiern. Siehe die Sozialwahl bequemer gehts ja nicht und denoch ist die Wahlbeteiligung erschreckend niedrig.
 
@toerminator: Bei der Sozialwahl liegt's hauptsächlich daran, dass keine Sau weiß was die eigentlich soll und dass die Kandidaten absolut unbekannt sind. Ich habe an der Sozialwahl auch nicht teilgenommen (obwohl ich mich sonst vor Wahlen nie drücke), eben aus obigen Gründen.
 
Hallo, schön für die Esten, das sie eine "per Internet wählen Option" haben. Bei uns sieht´s ja düster aus. Die einzige Begehrlichkeit die hier geweckt würde, wäre noch mehr Mißbrauch durch Überwachung. Außerdem kann man sich hier die "per Internet wählen Option" locker sparen, es gibt ja keine Partei/Kandidaten die man ruhigen Gewissens wählen könnte, selbst die Wahl des geringsten derzeit zur Verfügung stehenden Übels, ist als Zukunftsoption nicht wählbar! :-/ Gruß, Fusselbär
 
Ixh bleib dabei. Eine Regierungswahl ist keine Ebay-Auktion.

Sowas muß man nicht online haben.
 
Au ja. Das wird spannend. Was meint Ihr? Wird sich der "zurück-zu-Väterchen-Russland"-Virus oder der "USA-rulez"-Wurm schneller verbreiten? Wird das Rennen durch ein last-Minute-Update des russischen oder amerikanischen Virenscanners entschieden. Oder wird der Wahlsieger -vorsorglich- besser gleich auf der Chipkarte hardcodiert ...
 
Mir gefällt das nicht. Zu leicht manipulierbar. Da wählt jemand und in einer Datenbank wird eine Zahl um 1 erhöht. Ob der Inhalt der Datenbank den Wahlhergang wiederspiegelt, kann niemand mehr nachvollziehen.
Bei der klassischen Wahl sind Tausende von Menschen mit der Zählung beschäftigt, pro Lokel mehrere Personen, die sich sozusagen gegenseitig kontrollieren. Eine Wahl, wo sie viele Menschen dran beteiligt sind, läßt sich - in meinen Augen - viel schlechter manipulieren.
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