Forgent verklagt Microsoft wegen JPEG-Patent

Wirtschaft & Firmen Forgent Networks hat Microsoft zu seiner Liste der Firmen hinzugefügt, die man beschuldigt ein Patent für eine Datenkompressionstechnik zu verletzen, die im JPEG-Standard verwendet wird. Gestern wurde eine Klage vor einem texanischen Bezirksgericht ... mehr...

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Hehe.. noch ein Grund mehr, endlich auf JPEG2000 umzusteigen.
 
@Rika: Dem Anwender kann doch das im Grunde egal sein, oder?
 
@Rika: Es ist richtig, dass jpeg2000 von diesem speziellen Patent nicht betroffen ist, aber wer sagt, dass es stattdessen nicht andere gibt? Der Umstieg auf ein neues Format ist keine Lösung des Problems. Die Lösung des Problems wäre eine deutliche Anhebung der Hürden für die Patentierbarkeit sogenannter "Erfindungen". Nochmal zum Thema jpeg2000: Da gibt es auch jetzt schon ein Patentproblem. jpeg2000 ist quasi eine Sammlung patentierter Komponenten, die in ihrer Gesamtheit lizenzkostenfrei benutzt werden darf, solange man sich pingelig an die technischen Spezifikationen des jpeg2000-Konsortiums hält. So "verspricht" es das jpeg2000-Konsortium, aber was ist, wenn eines der Mitglieder plötzlich aussteigt und dann doch gerne Lizenzgebühren eintreiben will? Das wäre völlig zulässig, weil das "Versprechen" des jpeg2000-Konsortium nicht verbindlich ist. Stell Dir mal vor, Software- und insbesondere Hardwarehersteller (Stichwort: Digitalkameras) hätten auf das "Versprechen" gesetzt, so eine Forderung würde dann alle Kalkulationen durcheinanderbringen. Da wundert es mich wirklich nicht, dass jpeg2000 nicht einmal mit der Kneifzange angefasst wird.
 
Na da hat Adobe ja doppelt abgedrückt ... hihi ...
 
sehr gut - das auch mal andere ausser MS klagen dürfen, weiter so!
 
und... PNG rulez!!
 
Nur gibt es für PNG noch kein Lossy Format, welches offiziell als Standard verabschiedet wurde. Die Arbeiten an MNG gehen genaus schleppend weiter und man munkelt, daß die ISO diese an die PNG Group abgedrückte Entwicklungsarbeit nun doch nicht als Standard ratifizieren wird.
 
Forgent Networks betreibt mit diesem Patent ein übles Spiel. An Microsoft könnten sie sich die Zähne ausbeissen. Ich denke Microsoft hat gute Chancen das Patent für ungültig erklären zu lassen, dann braucht auch von den anderen Firmen niemand mehr zu bezahlen. Die Dummen wären dann nur die Firmen die bereits freiwillig bezahlt haben.
 
Ich denke daß die Chancen eher gering sind, daß die Geschichte schon ziemlich alt ist und Prior Art vor allem üblicherweise mit noch existierenden Software-Produkten nachgewiesen werden muss. Microsoft musste auch schon in manch früheren Fällen trotz Prior Art ordentlich Kohle abdrücken und haben den Patent-Bereich in dieser Hinsicht mittlerweile als echten Problemfall eingeordnet.
 
@Rika: Wir werden es ja sehen. Prior Art nachzuweisen wird sicher nicht ganz einfach werden. "Das Patent ist allerdings umstritten, da die geschützten Verfahren bereits vor der Einreichung beim Patentamt im Oktober 1986 anderweitig benutzt wurden." Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/58931
 
@swissboy: Das übelste Spiel betreiben sicherlich die altbekannten Lobbyisten, die es sich zum Ziel gemacht haben, dass Softwarepatente gegen den Willen der nationalen Parlamente auch in Europa durchgedrückt werden. Und zu denen gehört nun mal an allererster Stelle auch MS! Forgent setzt nur um, was andere, insbesondere MS, quasi selbst in die Wege geleitet haben. Insofern kann man da eigentlich nur sagen: Jeder bekommt das, was er bestellt hat, und darf es dann auch selbst auslöffeln. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Thema zu einem Alltagsthema wird, insofern habe ich da echt genau gar kein Mitleid mit MS. Weshalb sollte Forgent sich an MS mehr Zähne auszubeißen haben als beispielsweise an IBM? IBM besitzt selbst mehr Softwarepatente als jedes andere IT-Unternehmen, inklusive MS. Im Übrigen fällt mir dazu nur ein: Wir werden uns dank der Lobbyisten, inklusive MS, darauf vorbereiten müssen, dass das in Zukunft öfter mal vorkommt. Es wird eine ganze Reihe Unternehmen geben, die aus Gründen der Rechtssicherheit keine Software mehr entwickeln und stattdessen den ganzen Tag däumchendrehend im Büro sitzen und sich Trivialpatente aus den Fingern saugen, die dann auf Verdacht rechtlich durchgesetzt werden, könnte ja schließlich sein, dass einer zahlt. Das ist der Innovationsmotor der Zukunft...
 
@installer: Ich kann deine Argumentation soweit nachvollziehen, Microsoft die alleinige Schuld bei der Softwarepatente-Misere zuzuschieben ist aber auch nicht richtig. Da gibt es einige andere Grosse die auch kräftig mitmischen.
 
Oooh, da braucht wieder jemand Geld. Mal kucken, ob die damit durchkommen :-) Ich glaube, das gegenseitige Verklagen wird langsam aber sicher zum Volkssport :-) Eine Art Seilziehen...
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