Chrome-Entwickler wollen nervige Tab-Unders endlich blockieren

Browser, Logo, Chrome Bildquelle: Google
Die Entwickler des Chrome-Browsers wollen in kommenden Versionen ihrer Software endlich dafür sorgen, dass so genannte Tab-Under-Aktionen unterbunden werden. Diese tauchen vor allem auf eher nicht so seriösen Webseiten inzwischen regelmäßig auf und nerven viele User gewaltig.
Das Verhalten der fraglichen Seiten entwickelt sich langsam zu einem ähnlich breiten Verfahren, wie es früher bei Werbeschaltungen mit Popups der Fall war. Diese sind inzwischen stark zurückgedrängt worden - auch weil die Browser-Hersteller immer bessere Verfahren entwickeln, um zu unterbinden, dass Webseiten aus eigenem Betreiben heraus ständig neue Fenster öffnen.

Die Blockaden werden inzwischen aber immer häufiger durch die so genannten Tab-Unders unterlaufen. Wenn ein Nutzer hier einen internen Link anklickt, erwartet er eigentlich, auf die nächste Unterseite zu gelangen. Diese öffnet sich allerdings in einem neuen Tab im Hintergrund, während im Tab, der gerade noch die gewünschte Seite anzeigte, eine vollflächige Werbung erscheint beziehungsweise der Nutzer gleich auf eine völlig fremde Webseite weitergeleitet wird.


Tab-Under-Sperre ist nicht trivial

Die Chrome-Entwickler sollen bereits im vergangenen November mit der Suche nach Optionen begonnen haben, mit denen sich das fragliche Verhalten unterbinden lässt, berichtet BleepingComputer. Das ist offenbar alles andere als trivial. Grundsätzlich wird es weniger ein Problem darstellen, Tab-Unders zu unterdrücken. Die Schwierigkeit liegt eher darin, dass diese Funktion dann nicht dort störend wirkt, wo ein vom Nutzer gewünschtes Verhalten vorliegt.

Aktuell gibt es drei verschiedene Wege, auf denen die Chrome-Entwickler Tab-Unders zukünftig verhindern wollen. Zwei davon setzen auf das bereits bestehende "Framebusting Detection Framework" und fragen beim Nutzer ab, wie weiter vorgegangen werden soll. Die dritte Methode beruht im Wesentlichen auf einer Erweiterung des Popup-Blockers, was aber eben nicht so einfach umsetzbar ist.

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