Intel raus, Eigenentwicklung rein: China verdoppelt Tianhe 2A-Leistung

China, Supercomputer, Tianhe-2 Bildquelle: Supercomputing-Zentrum Guangzhou
Die Supercomputer-Entwickler in China haben ihrem Tianhe 2A ein massives Upgrade verpasst. Rausgeflogen sind bisher genutzte Intel-Chips, ersetzt wurden diese durch Komponenten aus chinesischer Entwicklung. Das Ergebnis ist eine Verdoppelung der Rechenleistung.
In dem Supercomputer kommen neben normalen Intel Xeon-Prozessoren auch Beschleuniger-Chips aus der Xeon Phi-Serie zum Einsatz, die das parallele Rechnen durch zahlreiche Kerne enorm voranbringen. Auf diese Weise konnte der Tianhe 2A einige Zeit seinen Platz als weltweit schnellster Computer verteidigen und musste inzwischen nur einen anderen chinesischen Rechner vorbeilassen.

Die Xeon Phi-Prozessoren werden aktuell aber ersetzt. An ihre Stelle sollen nun Komponenten treten, die als Matrix2000 bezeichnet werden. Aktuell ist noch weitgehend unklar, womit man es hier zu tun hat. Denn es handelt sich um eine chinesische Eigenentwicklung, deren Innenleben noch niemandem sonst bekannt ist. Die Ansage lautet allerdings, dass der Umbau rechtzeitig vor der Herausgabe der nächsten Top500-Liste der schnellsten Supercomputer abgeschlossen sein und das System dann etwa mit der doppelten Leistung laufen soll.


128 Kerne in einem Chip

Das Konzept soll dem des Xeon Phi allerdings ähnlich sein. Während Intels Prozessoren allerdings mit 57 Kernen ausgestattet waren, sollen in den neuen Chips immerhin 128 ARM-Cores ihren Dienst tun. In den einzelnen Cluster-Knoten werden aber weiterhin auch die bisherigen normalen Xeon-Prozessoren mit 12 Kernen ihren Dienst tun, die allerdings hauptsächlich für die grundlegenden Operationen der jeweiligen Software und die Aufbereitung und Verteilung zusätzlicher Aufgaben an die Beschleuniger-Chips zuständig sind.

Durch den Ausbau soll der Tianhe 2A dann auf eine Leistung von voraussichtlich 94,7 Petaflops in der Spitze kommen. Damit würde das System allerdings weiterhin auf dem zweiten Platz bleiben. Denn der ebenfalls aus China kommende Spitzenreiter Sunway TaihuLight konnte bereits im Sommer eine Maximalleistung von 125,4 Petaflops nachweisen. China, Supercomputer, Tianhe-2 China, Supercomputer, Tianhe-2 Supercomputing-Zentrum Guangzhou
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