Windows 10 S und Surface Laptop: Zwei, die nicht zusammenpassen

Kein Chrome

...ach Mist. Und wie krieg man jetzt Chrome auf das Gerät? Den Browser, in dem praktisch das gesamte digitale Leben abgelegt ist. Ja, von dem man abhängig ist, weil man dort alle Lesezeichen und Passwörter abgelegt hat. Ja, alles aus Bequemlichkeit, auch wir wissen, dass es genügend Drittanbieterlösungen gibt. Aber bisher ließ sich Chrome einfach installieren, ohne Fragen. Tja, bisher.

Zunächst folgt der verzweifelte Blick in den Store, natürlich wider besseres Wissen: Vielleicht hat es sich Google ja doch noch spontan anders überlegt (so in den vergangenen 24 Stunden) und bietet seine Programme plötzlich doch im Windows Store an. Wie die Sache ausgegangen ist, müssen wir an der Stelle wohl nicht erläutern.

Microsoft Surface LaptopMicrosoft Surface LaptopMicrosoft Surface LaptopMicrosoft Surface Laptop

OMG, Bing

Bleibt also nur der Griff zu Microsoft Edge. Ist ja eh ein ganz guter Browser, wollte man ja auch schon längst mal testen, wie sich der auf Dauer anfühlt. Also rasch ein paar Begriffe über die Adressleiste googeln. Hmm. Irgendwie hat Google aber stark nachgelassen, da kommt ja nur komischer Mist raus. Ach ja, ist ja Bing. Bei aller Liebe zu Microsoft: Bei Bing hört sie dann doch auf.

Also mal schnell die Standardsuche der Adressleiste umstellen, ist ja bei Edge auch problemlos möglich. Doch wo ist das verdammte Feld? Hat Microsoft das etwa im Zuge des Creators Update entfernt? Und dann erinnert man sich: Bing ist bei Windows 10 S Pflicht. Und das ist die vielleicht dämlichste Entscheidung dieses Betriebssystems.


Denn natürlich kann man Google auch nach wie vor über den Browser erreichen, muss halt aber ganz normal die Homepage der Kalifornier anwählen. Zunächst sollte man sich hierfür erstmal abgewöhnen, über die Adressleiste zu suchen. Microsoft nervt seine Nutzer mit dem Bing-Zwang nur, denn es ist unwahrscheinlich, dass sich jemand auf diese Weise auf Dauer zu einer anderen Suchmaschine nötigen lässt.

Ansonsten ist Microsoft Edge besser als sein Ruf, jedenfalls ist der Browser für die Alltagsnutzung allemal ausreichend. Klar, man vermisst die eine oder andere Erweiterung, aber letztlich ist alles nur Gewohnheitssache.

Anfangs wurde erwähnt, dass wir hier von einem Test berichten, der zum Großteil in der Freizeit entstanden ist. Und zur Freizeit gehört im Nerd-Haushalt natürlich auch die gepflegte Portion Gaming. Und hier kommen wir zu einer weiteren Praxis-Einschränkung von Windows 10 S: dem Fehlen von Steam.

Kein Steam, kaum Games

Das ist natürlich nicht im strengen Sinn die Schuld von Microsoft, Valve hat aber verständlicherweise nur wenig Lust, eine Windows Store-App anzubieten. Aber man vermisst seine Spielebibliothek doch schmerzlich. Allzu üppig ist das Angebot an Games nämlich nicht, für die meisten Play Anywhere-Titel wie Forza Horizon 3 oder Gears of War 4 fehlt es dem Surface Laptop dann doch an der nötigen Leistung. Also dann eben Minecraft, auch wenn wir uns selbst hier die Desktop-Variante gewünscht hätten.

Aber sicher!

Das Hauptargument von Microsoft, das für Windows 10 S sprechen soll, ist die höhere Sicherheit. Denn in der Theorie soll der Nur-Store-Zugriff sicherstellen, dass man sich keinen gefährlich virenverseuchten Mist auf den Rechner holen kann, weil man die dafür nötige ausführbare Datei gar nicht erst starten kann.

Microsoft Surface LaptopMicrosoft Surface LaptopMicrosoft Surface LaptopMicrosoft Surface Laptop

Das ist sicherlich sinnvoll für Nutzer, die eher weniger erfahren sind, für einen halbwegs bewanderten Anwender mit einem vernünftigen Virenschutz sollte das aber keine Rolle spielen.

Das App-Angebot im Windows Store ist nach wie vor ausbaufähig, auch wenn sich hier zweifellos etwas tut, was man u. a. Initiativen wie Desktop Bridge zu verdanken hat. Ein grundsätzliches Problem wird es aber wohl noch länger geben: Was Free- und Shareware betrifft, so sind Windows 10 S bzw. der Windows Store klar unterlegen. Denn das Angebot an kostenlosen und auch vernünftigen Programmen ist hier weitaus kleiner und gelegentlich sind die Apps so werbeverseucht, dass sie praktisch unbenutzbar sind.

Auf der folgenden Seite ziehen wir das Fazit aus dem Test. Lesen Sie selbst, wie unser Team trotz der ganzen Schwierigkeiten auf den Gedanken kommt, das Testgerät (trotz Windows 10 S) mit einem Ferrari zu vergleichen.
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