Honor 8 Pro: Der Test zeigt das vielleicht bessere Huawei P10

Akku

Die Akkukapazität gibt der Hersteller mit 4.000 Milliamperestunden an, korrekter wäre es jedoch, diese mit 3.900 Milliamperestunden zu beziffern. Denn üblicherweise wird hier das typische und nicht das maximale Fassungsvermögen des Stromspeichers beziffert. Doch so oder so ist die Kraftzelle sehr ordentlich bemessen - wobei die Mattscheibe des 8 Pro auch riesig ist, weshalb das Ergebnis des Akkulaufzeittests kaum prognostizierbar ist.

Bei der Videowiedergabe mit auf 200 Candela gedimmtem Display im Flugmodus hält das Honor 610 Minuten lang durch: Immerhin 17 Prozent länger als üblich. Für einen dermaßen üppigen Monitor eine reife Leistung: Berücksichtigt man die Displayfläche, fällt die Laufzeit des 8 Pro nämlich stramme 39 Prozent besser aus als im Schnitt.

Man darf also behaupten, dass Honor die vorhandenen Ressourcen gut ausnutzt. Otto Normalnutzer kommt damit locker durch den Tag, bei Intensivnutzern hängt es hingegen von den tatsächlichen Tätigkeiten und der Arbeitsintensität ab: Extremanwender werden zwischenladen müssen, an ruhigeren Tagen könnten aber auch Intensivnutzer ohne Tankstopp auskommen. Dagegen schneidet das Huawei P10 deutlich besser ab: Mit 698 Minuten liegt die Laufzeit 34 Prozent über dem Mittel, was die allermeisten Anwender durch den Tag bringen sollte. Honor 8 Pro Test Honor 8 Pro Test Wer zu diesen Resultaten den Vergleichswert seines jetzigen Smartphones wissen möchte, findet im Folgenden die Ergebnisse aller bisher nach diesem Verfahren getesteten Mobiltelefone. Anhand des Unterschiedes lässt sich dann für das individuelle Nutzerverhalten vorhersagen, wie viel besser oder schlechter der Proband in der Praxis sein wird. Nicht auf die Minute exakt, aber jeder Nutzer bekommt eine gute Vorstellung davon, was dies für ihn persönlich in der Praxis bedeutet:

Akkulaufzeit-Tabelle bei Mobiwatch

Ladezeiten

Dem Honor 8 Pro liegt serienmäßig ein Netzteil bei, das bis zu 18 Watt liefert: Mächtig für ein Smartphone. Dieses lädt den vollständig entleerten Akku in 15 Minuten zu 27 Prozent auf, nach 30 Minuten sind es 48 Prozent und nach einer Stunde 84 Prozent. Für die volle Ladung benötigt der Kandidat 86 Minuten, was angesichts der Akkukapazität sagenhafte 93 Prozent schneller ist als üblich. Relativ gesehen ist das 8 Pro also fast doppelt so schnell betankt wie die durchschnittliche Konkurrenz.

Speicher

Auch in Sachen Speicher zieht das Honor 8 Pro mit dem Huawei P10 gleich: Beide fassen 64 Gigabyte brutto, von denen nach Aktualisierung aller vorinstallierten Komponenten noch 47,4 Gigabyte netto übrigbleiben. In Relation zum Preis bei einer UVP zum Start von 549 Euro ohne Vertrag sind das 53 Prozent mehr als im Schnitt.

Erweitern lässt sich das Gedächtnis um offiziell bis zu 256 Gigabyte, doch weil der HDXC-Standard eigentlich bis 2 TB geht, sollten auch größere Karten laufen, nur dann ohne Gewähr. Maximal erhältlich sind derzeit Chips mit 512 GB. Anders als beim P10 kann beim 8 Pro anstelle einer Micro-SD-Karte auch eine zweite Nano-SIM für den Dual-SIM-Betrieb eingelegt werden. USB On-the-Go beherrscht der Proband ebenfalls, mit Hilfe eines optionalen Adapters lassen sich also beispielsweise USB-Sticks anschließen. Zu beachten ist hierbei, dass es sich um eine USB-Buchse des neuen "Typ C" handelt, also etwaig vorhandene ältere Kabel nicht passen.

Sonstiges

In LTE-Netzen empfängt das 8 Pro Daten mit nominal bis zu 300 Megabit pro Sekunde und damit nur halb so schnell wie das P10. Mit Betonung auf "nominal", denn in der Praxis sehen die realen Datenraten bekanntlich völlig anders aus. Ganz zu schweigen davon, dass hiesige Netze von 600 Megabit noch weit von der Flächendeckung entfernt sind. WLAN ac, Bluetooth 4.2, NFC und ein Fingerabdruck-Sensor auf der Rückseite verstehen sich heutzutage von selbst.

Vorteil gegenüber Konkurrenten wie beispielsweise dem Samsung Galaxy S8 oder LG G6: Der Scanner ist tiefergelegt und lässt sich daher eindeutig ertasten, außerdem reicht der Abstand zur Kamera aus, um nicht versehentlich auf die Linse zu tappen. Das Huawei P10 trägt seinen Scanner auf der Front unten. Dem gegenüber kann das Honor 8 Pro mit einem weiteren Schmankerl aufwarten: In der Kopfseite sitzt nämlich ein Infrarot-Sender, dank dem das Telefon als Fernbedienung für TV & Co. genutzt werden kann.

Sicherlich nicht relevant für alle, doch wer sich an dieses Feature erst einmal gewöhnt hat, wird es nicht mehr missen mögen und findet es nicht einmal mehr bei anderen Flaggschiffen wie dem S8 oder G6.

Namensgebung

Was inzwischen jedem klargeworden sein dürfte: Mit dem Honor 8 hat das 8 Pro so gut wie nichts zu tun, weder optisch noch technisch. Design, Größe, Display, Auflösung, Prozessor und Akkulaufzeit sind schlichtweg völlig verschieden.

Lesen Sie auf der nächsten Seite alles zu den multimedialen Fähigkeiten des Honor P8 Pro. Auch wie es um die Qualität der Dual-Kamera bestellt ist, zeigen die Multimedia-Tests auf der nächsten Seite.
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