Huawei P10 & P10 Plus vorgestellt: Alle Details zu den Top-Smartphones

LTE mit 600 Mbit/s

Gefunkt wird grundsätzlich per Dual-Band Gigabit-WLAN, Bluetooth 4.2 und NFC, wobei das LTE-Modem des P10 Plus als erstes Smartphone überhaupt mit Support für 4x4 MIMO nach LTE Cat.12 mit bis zu 600 MBit/s daherkommt, was eine bessere Abdeckung im LTE-Netz ermöglichen soll. Zusätzlich kommt eine "HiGeo" genannte Technik zum Einsatz, welche mit Hilfe von Offline-Daten die Genauigkeiten des GPS-Trackings erhöht und so für weniger "GPS Drifting" sorgen soll. Im Grunde soll die vom Smartphone erkannte Position bei der Nutzung während der Fahrt mit Autos genauer sein und letztlich für eine verbesserte Navigation sorgen.

Huawei hat die Kamera-Technik noch einmal überarbeitet und setzt nun bei beiden P10-Varianten auf zwei Sony-Sensoren, von denen einer mit 20 Megapixeln arbeitet und ausschließlich Schwarz/Weiß-Informationen erfässt, während der zweite 12-Megapixel-Sensor die Farbdaten beisteuert. Die Pixelgröße soll leicht zugenommen haben und der Farbsensor bekommt außerdem einen optischen Bildstabilisator spendiert.

Huawei P10Huawei P10Huawei P10Huawei P10

Das P10 Plus wird von Huawei zusätzlich etwas besser ausgerüstet als das "Standard-P10". So hat das Plus-Modell eine Leica Summilux Optik mit F/1.8-Blende, während das P10 weiterhin Summarit-Linsen mit F/2.2-Blende nutzt. Ersteres wird von Huawei als "Leica Dual Camera Pro Edition" bezeichnet, während im zweiten Fall wie beim Mate 9 von der Leica Dualcam 2.0 die Rede ist. Ein schnellerer Bildverarbeitungschip beschleunigt angeblich das Nutzungserlebnis und dank der Doppel-Optik wird ein Hybrid-Zoom möglich, der von einer real 2,0-fachen bis hin zu einer digitalen 10-fachen Vergrößerung reicht.

Geniale Kameras

Bei beiden neuen Huawei P10-Modellen kommt jeweils eine 8-Megapixel-Kamera auf der Front zum Einsatz, die mit einer F/1.9-Blende arbeitet. Beim P10 Plus hat Huawei dieser auch noch einen Autofokus verpasst, wie er sonst meist nur bei den rückwärtigen Kameras der meisten Smartphones zu finden ist. Die Chinesen wollen erneut einen Schwerpunkt auf die Aufnahme von Selbstporträts legen, denn die Frontkamera hat nicht nur eine neue Optik spendiert bekommen, sondern auch eine Reihe von interessanten Software-Features.
Huawei P10 Plus
So sorgt ein sogenannter Selfie Autozoom dafür, dass Gruppen automatisch erkannt und die Bildgröße angepasst werden - die Software schaltet von allein in eine Weitwinkelansicht, um mehr Personen auf dem jeweiligen Foto unterzubringen. Beeindruckender ist allerdings, dass die Kamera-App bis zu 190 Punkte auf einem Foto bis aufs Pixel-Level erkennen und zur Erstellung eines unsichtbaren 3D-Modells verwenden kann. Mit dessen Hilfe lassen sich im Nachgang künstliche Lichtquellen einsetzen, um bestimmte Bereiche aufzuhellen oder abzudunkeln, wobei ein realistischer Schattenwurf gegeben sein soll.

In Kombination mit dieser 3D-Technik verspricht Huawei nun auch realistischere Selbstporträts im "Beautification"-Modus, wobei hier angeblich auch Make-Up-Spezialisten ihren Teil beitrugen, damit die Fotos künftig nicht mehr vollkommen überzogen wirken. Wie schon zuvor bietet die Huawei Leica-Kamera-App eine Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten, inklusive einem Pro-Modus unzähligen Effekten und der Unterstützung für 4K-Videoaufnahmen, was zuvor in der P-Serie noch nicht möglich war.

Huawei verpasst dem "kleinen" P10 einen mit 3200mAh immerhin trotz gleicher Bauhöhe und gleicher Display Größe etwas gewachsenen Akku, wobei allerdings auch die Länge des Geräts ein wenig zunimmt. Beim "großen" P10 Plus hat man durch den größeren Bildschirm natürlich mehr Platz und nutzt diesen, um bei einer identischen Dicke von 6,98 Millimetern einen 3750mAh fassenden Akku unterzubringen. Beide sind fest im Aluminiumgehäuse verbaut und werden mit Hilfe eines Fast-Charging-Netzteils über den USB Type-C-Port (leider nur USB 2.0) abhängig vom aktuellen Ladestand mit 4,5A und 5V oder 5A und 4,5V versorgt. Es sind also bis zu 22,5 Watt möglich, wobei der Akku durch die Steigerung der Ampere- anstelle der Voltzahl stets recht kühl bleiben soll.

In Sachen Software setzt Huawei auf seine hauseigene Oberfläche EMUI, die hier nun in der auf Android 7.0 basierenden Version 5.1 verwendet wird. Abgesehen von den Neuerungen in Sachen Kamera und Ortungstechnologie wurden uns bisher nur einige Design-Verbesserungen genannt. Durch die Platzierung des Fingerabdrucklesers auf der Front ergibt sich allerdings die Möglichkeit, diesen auch für andere Aufgaben zu nutzen. So kann der Nutzer auf Wunsch die Soft-Buttons von Android ganz ausblenden lassen und die Navigation vollständig mit Gesten und anderen speziellen Aktionen auf dem Fingerabdruckleser vornehmen.

Huawei P10 PlusHuawei P10 PlusHuawei P10 PlusHuawei P10 Plus

Viele Farbvarianten geplant

Für Huawei ist das Design des P10 ein weiteres Verkaufsargument, weshalb man die Geräte in einer breiten Farbpalette anbieten will. Geplant sind Versionen in Gold, Schwarz, Rose Gold, Silber und einer Art Laubgrün. Hinzu kommt zumindest beim P10 Plus auch noch jeweils eine spezielle Ausgabe in Blau oder Gold, bei der die Rückseite mit tausenden kleinen Diamatschliffen versehen wird, um sie nicht nur edler aussehen zu lassen, sondern ihr auch noch einen besseren Halt in der Hand des Nutzers zu geben. Huawei P10Die verfügbaren Farbvarianten beim P10/Plus

Preise und Verfügbarkeit

Die Preise liegen laut Huawei bei 599 Euro für das P10, und bei 749 Euro für das P10 Plus. Die Verfügbarkeit des Huawei P10 ist ab Mitte März gegeben, für das P10 Plus muss man offenbar gut 2 Wochen länger warten, der Marktstart wird bei dem Modell mit Ende März angegeben. Gute Nachrichten gibt es auch für die Nutzer mehrerer SIM-Karten, sei es zu privaten oder geschäftlichen Zwecken: das Huawei P10 und das Huawei P10 Plus werden in Deutschland im freien Handel beide gleichermaßen auch als Dual-SIM-Modelle erhältlich sein.



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