Security-Konzept aus dem Netz soll das Hacken von Autos verhindern

Auto, Autobahn, fahrt Bildquelle: nachhaltigmobil.de
Informatiker der Universität des Saarlandes haben ein Konzept der sicheren Kommunikation im Netz auf die Elektronik im Auto übertragen und wollen so verhindern, dass Fahrzeuge durch Unbefugte ferngesteuert werden. Entsprechende Hacks hatten in den vergangen Monaten mehrfach für Schlagzeilen gesorgt.
Das Kernproblem liegt darin, dass die immer vielfältiger werdenden Komponenten im Fahrzeug allesamt über den so genannten CAN-Bus verbunden sind. Diese wurde vor über 30 Jahren eingeführt, um zu verhindern, dass für jedes Bauelement einzeln Kabel durch das Auto gelegt werden müssen. Statt dessen laufen die Signale über zentrale Verbindungen, die sich dann an den benötigten Stellen verzweigen.

"Aus Perspektive der IT-Sicherheit birgt das jedoch auch einen entscheidenden Nachteil: Sobald ein an den Bus angeschlossenes Gerät von einem Angreifer kontrolliert wird, kann dieses sich gegenüber weiteren Komponenten als andere Komponente ausgeben und Nachrichten fälschen", erklärte Stefan Nürnberger, der das Smart Systems Lab am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) leitet.

Hacker steuern Jeep in den GrabenHacker steuern Jeep in den GrabenHacker steuern Jeep in den GrabenHacker steuern Jeep in den Graben

Vier Millisekunden mehr

Um dies zu lösen hat er mit seinen Kollegen eine Software entwickelt, durch die die Signale mit digitalen Signaturen versehen werden. Das soll gewährleisten, dass beispielsweise das Bremssystem sicher sein kann, dass ein Auslösesignal auch wirklich vom Notbremsassistenten stammt und nicht etwa von einem Entertainment-System am CAN-Bus, das von einem außenstehenden Angreifer manipuliert wurde.

Die miteinander arbeitenden Komponenten berechnen dabei mittels eines geheimen Schlüssels für jedes Signal einen Authentifizierungscode. Nur wenn diese passen, wird der jeweilige Befehl umgesetzt. Die von den Informatikern entwickelte Software verlangsamt die Umsetzung von Befehlen dabei durch die Schlüsselgenerierung um maximal vier Millisekunden. Dies würde beim genannten Beispiel dazu führen, dass eine automatische Bremsung bei einer Geschwindigkeit von 130 Kilometern pro Stunde den Bremsweg um 7 Zentimeter verlängert - was für die Forscher im akzeptablen Bereich liegt.

Das Verfahren haben die Informatiker bereits auf einer internationalen Fachkonferenz in Kalifornien vorgestellt. Ihre Software bieten sie den Autoherstellern frei zum Download an, so dass diese sie herunterladen und in ihre Systeme implementieren können.

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