Google kauft PayTV-Rechte und bietet sie günstig über YouTube an

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Der Suchmaschinenkonzern Google scheint sich dafür entschieden zu haben, seine Streaming-Plattform YouTube dann doch stärker in Konkurrenz zu Anbietern wie Netflix und Amazon zu bringen. Aktuell soll das Unternehmen Lizenzverträge über Inhalte von diversen Rechteinhabern abschließen.
Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, soll das Unternehmen bereits einen Vertrag mit dem Sender CBS unterzeichnet haben. Dieser wäre dann das erste große US-TV-Netzwerk, das Inhalte beisteuern würde. Dem Vernehmen nach stehen aber auch Abschlüsse mit 21st Century Fox, NBCUniversal und Walt Disney bevor.

Der neue Service von Google soll unter dem Namen "Unplugged" laufen. Mit dem Start soll man zu Beginn des kommenden Jahres rechnen können. Allerdings wird das Angebot mit den klassischen Streaming-Anbietern nicht allzu viel gemein haben. Unplugged soll eher funktionieren wie ein klassisches Pay-TV-Paket - nur dass man sich eben via YouTube in die Sender einklinkt.


Run auf die so genannten Cord Cutter

Mit einem solchen Angebot will Google solche Nutzer auffangen, die sich bisher noch nicht für die Buchung eines Fernsehangebotes durchringen konnten - und natürlich auch jene, die den klassischen Anbietern wegen der immer weiter steigenden Preise die Kündigung geschickt haben. Mit Abo-Preisen zwischen 25 und 40 Dollar im Monat würde man hier deutlich unter den Kosten für ein herkömmliches Pay-TV-Paket liegen. Diese sind eher etwa doppelt so teuer.

Vergleichbare Bestrebungen gibt es durchaus auch von anderen Anbietern. Allerdings hat Google natürlich unter allen mit den besten Zugang zu potenziellen Kunden. Außerdem will das Unternehmen die Auswahl auch um einen eigenen Kanal anreichern, der aus den Inhalten der kostenpflichtigen YouTube Red-Sektion gespeist wird.

Der schwierigste Punkt in den Verhandlungen soll inzwischen nicht mehr die Anbindung an das von den Rechteinhabern nicht besonders gemochte YouTube sein. Google würde nämlich gern bestimmte Sendungen mit zusätzlichen Inhalten im Stream anreichern - etwa Statistiken zur Übertragung eines Sportwettkampfes. Die Sender sind davon allerdings nicht besonders begeistert. Sie wollen viel lieber komplett die Kontrolle über das Umfeld ihres Streams haben und keinesfalls sehen, dass beispielsweise neben ihrer wichtigsten Talk-Show ein Twitter-Feed zur Sendung läuft und Trolle darin den Moderator beleidigen. Google, Youtube, Videoplattform Google, Youtube, Videoplattform Google
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