Verwaltung soll Computer länger nutzen, meint das Umweltbundesamt

Laptop, Commodore, C64 Bildquelle: Rod Hull
Das Umweltbundesamt fordert jetzt die Nutzungsdauer von Computern in der Verwaltung grundlegend zu überdenken. Die aktuell eingeplante Betriebsdauer sei in vielen Fällen nicht mit der Umweltbelastung in Einklang zu bringen, mit der ein neuer Rechner in der Ökobilanz zum tragen kommt.
In einer heute veröffentlichten Pressemitteilung fordert das Umweltbundesamt, die geplante Nutzungsdauer teilweise zu verdoppeln: So sollen künftig Laptops - wenn sie denn überhaupt eingesetzt werden müssten - nach der neuen Empfehlung des Umweltbundesamts nicht mehr drei sondern künftig sechs Jahre in Behörden eingesetzt werden. Mobile Rechner sind dem Umweltbundesamt sowieso ein Dorn im Auge. Verglichen mit Mini-PCs oder anderen stationären Arbeitsplätzen mit Desktop PC und Monitor stehen Notebook, Laptop und Tablet in Sachen Energiehaushalt bei Herstellung und beim späteren Recycling einfach schlechter da.

Studie von Öko-Institut und TU Berlin

Die Empfehlung der Behörde fußt auf einer neuen Studie, die das Öko-Institut mit der TU Berlin erstellt hat. Diese Untersuchung liefere nun zum ersten Mal überhaupt belastbare Zahlen zum Thema Umweltbelastung über den gesamten Lebenszyklus eines Rechners gesehen. Das Öko-Institut und die TU Berlin kommt so zu einem Ergebnis, wie der Energieverbrauch in der gesamten Nutzung realistisch berechnet werden kann.

So errechnete sich die Empfehlung

So heißt es in der Pressemeldung: "Ein Rechenbeispiel: Würden in der Bundesverwaltung Notebooks sechs statt der derzeit empfohlenen drei Jahre genutzt, ließen sich 71.000 Tonnen CO2 und fast 100 Millionen Euro in zehn Jahren einsparen (unter der Annahme, dass ein Drittel der Arbeitsplätze mit Notebooks ausgestattet ist). Nicht zuletzt werden die IT-Abteilungen der Behörden entlastet, weil seltener neue Technik beschafft und ausgerollt werden muss."

Mini-PC sind ökologisch und ökonomisch top

Wie realistisch längere Hardware-Nutzung dabei tatsächlich ist, sei einmal dahingestellt. Die Studie ist aber dennoch sehr interessant, da sie gleich einmal klassische Arbeitsplatz-Ausrüstungen miteinander vergleicht: "Die Studie hat gezeigt, dass ein Computerarbeitsplatz mit Mini-PC sowohl ökologisch als auch ökonomisch die beste Variante darstellt. Im Gegensatz weist ein Computerarbeitsplatz mit Notebook die höchsten Lebenszykluskosten sowie die höchsten Treibhausgasemissionen auf. Die Herstellungsphase von Computerarbeitsplätzen mit Notebooks verursacht ca. 83% der Gesamttreibhausgasemissionen, wobei die mikroelektronischen Komponenten, wie das Motherboard, der Arbeitsspeicher und die SSD fast 84% der Treibhausgasemissionen der Herstellung ausmachen."

Runtergerechnet allein auf die Bundesverwaltung ließen sich damit ca. 95 Millionen Euro und Treibhausgasemissionen von 71.000 Tonnen CO2 in 10 Jahren einsparen. Auch der Kostenfaktor ist nicht zu verachten.

Die Studie zum Download (PDF): Forschungsbericht "Ökologische und ökonomische Aspekte beim Vergleich von Arbeitsplatzcomputern (APC) für den Einsatz in Behörden unter Einbeziehung des Nutzerverhaltens (Öko-APC)" Laptop, Commodore, C64 Laptop, Commodore, C64 Rod Hull
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