EFF kritisiert Microsoft scharf wegen Privatsphäre bei Windows 10

Microsoft, Betriebssystem, Windows 10, Datenschutz, Microsoft Corporation, Privatsphäre Bildquelle: EFF
Die renommierte Cyber-Bürgerrechtsgruppe Electronic Frontier Foundation (EFF) hat in einem längeren Artikel auf ihrer Seite Microsoft und die Praktiken des Unternehmens bei Windows 10 bzw. im Zuge des Anniversary Updates scharf kritisiert. Das Redmonder Unternehmen habe "eklatant" gegen die freie Wahl von Nutzern sowie deren Privatsphäre verstoßen.

Berechtigte Kritik oder Paranoia?

Die EFF gilt als renommierte Organisation, die für die Rechte der Bürger im digitalen Raum kämpft. Im aktuellen Beitrag kritisiert man Microsoft scharf, allerdings ist man mit dieser Kritik zum einen (zu) spät dran, zum anderem vielleicht etwas paranoid. Neowin jedenfalls meint, dass der EFF-Text stellenweise "etwas verschwörerisch" klingt.

Im ersten Teil des Blogbeitrags kritisiert die EFF die Praktiken des Unternehmens in Bezug auf das Upgrade-Angebot. Demnach habe der Redmonder Konzern "aggressiv" versucht, die Anwender zur Aktualisierung auf Windows 10 zu drängen. Microsofts Taktik habe sich von "lästig zu regelrecht böswillig" entwickelt, so die EFF. Man rekapituliert, was Microsoft ein Jahr lang bis Ende Juli 2016 gemacht hat. Der Zeitpunkt für den Artikel bzw. diesen Teil ist aber womöglich etwas unglücklich gewählt, da das Upgrade Offer vor rund drei Wochen zu Ende gegangen ist.


Bekannte Vorwürfe

Im zweiten Teil des Artikels, in dem es um Vorwürfe der Missachtung der Nutzer-Privatsphäre geht, beschreibt die EFF, wie sich Microsoft eine "beispiellose Menge" an Nutzungsdaten von den Anwendern holt. Man räumt allerdings ein, dass vieles davon für ein Funktionieren von Cortana benötigt wird und Nutzer die persönliche Assistentin auch gerne nutzten. Ein bisschen argumentiert die EFF hier gewissermaßen im Kreis: Denn man schreibt, dass "die meisten Nutzer es vorziehen würden", diese Features abzuschalten, im nächsten Absatz gibt man auch an, dass das möglich ist.

Das garantiere aber nicht, dass der Rechner aufhört, mit den Microsoft-Servern zu sprechen, meint die EFF jedoch. Man stört sich an den Telemetrie-Daten, die Windows 10 erfasst. Auch hier merkt man an, dass diese Informationen anonymisiert werden, stört sich aber daran, dass Microsoft nicht näher erklärt hat, wie man das macht. Auch der Umstand, dass man das als normaler Anwender nicht abschalten kann, stört die EFF, die Erklärung der Redmonder, dass man diese Telemetrie-Daten für die Sicherheit bzw. Windows Update benötigt, besänftigt die EFF nicht.

Man fordert Microsoft auf, "Fehltritte zuzugeben und echte Opt-out-Möglichkeiten" anzubieten, am besten auf einer einzigen Übersichtsseite. Man warnt Microsoft, dass das ansonsten "Gegenreaktionen" über Klagen von Individuen oder offiziellen Stellen zur Folge haben könnte. Diese hat es allerdings bisher nicht in dem Ausmaß der EFF-"Drohung" gegeben, denn neu sind die Vorwürfe gegen Microsoft und Windows 10 nämlich nicht. Microsoft, Betriebssystem, Windows 10, Datenschutz, Microsoft Corporation, Privatsphäre Microsoft, Betriebssystem, Windows 10, Datenschutz, Microsoft Corporation, Privatsphäre EFF
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