Aufregung um kryptisches Posting umsonst: Edward Snowden lebt noch

Nsa, Edward Snowden, Prism, Whistleblower Bildquelle: Reuters
Ein etwas kryptisches Posting gefolgt von Schweigen ließ in den letzten Tagen sofort die Verschwörungstheorien blühen. Es ging die Meldung um, dass dem Whistleblower Edward Snowden etwas zugestoßen sein muss. Mehrere mit ihm vertraute Personen versuchen derweil zu beruhigen.
Die ganze Aufregung ist wohl vor allem der Geschwindigkeit eines Dienstes wie Twitter geschuldet, wie aus einem Bericht hervorgeht. Hier tauchte am Freitag auf Snowdens Account ein Tweet mit einer Zeichenfolge auf, die an einen kryptographischen Schlüssel erinnert. Weitere Postings oder Reaktionen auf Nachfragen gab es erst einmal nicht.

Hinzu kam, dass zuvor bereits ein anderer, etwas seltsam wirkender Tweet von dem Whistleblower kam: "Hast du mit mir zusammengearbeitet? Standen wir seit 2013 miteinander gesprochen? Dann kontaktiere mich über einen sicheren Kanal oder sprich mit @bartongellman. Es ist Zeit."

Missverständnis um SnowdenMissverständnis um SnowdenMissverständnis um SnowdenMissverständnis um Snowden

Daraufhin folgerten einige Nutzer, dass Snowden nach vertrauenswürdigen Leuten suchte, weil er Hilfe braucht. Und den oben genannten Tweet interpretierten sie als Ergebnis einer Tot-Mann-Schaltung, die automatisch einen Schlüssel zu weiteren brisanten Materialien veröffentlichte, nachdem er über einen bestimmten Zeitpunkt nicht selbst agierte.

Angefeuert wurden die wilden Theorien zusätzlich, da Ende letzter Woche auch eine große BitTorrent-Plattform stillgelegt wurde. Hier vermutete man, dass die US-Behörden dahintersteckten, um eine Verbreitung des verschlüsselten Archives zu unterbinden, zu dem der getwitterte Key passte. Die ganze Sache zog auf einem schnellen Medium wie Twitter natürlich zügig größere Kreise.

Einige Stunden später wurde der Journalist Glenn Greenwald, der die Snowden-Dokumente auswertete, durch eine Nachfrage auf die Sache aufmerksam und erklärte: "Es geht ihm gut." Und auch andere Vertraute des Whistleblowers erklärten, dass es überhaupt kein Problem gibt. Und weiter: "Einige Tweets haben einfach nur eine private Bedeutung", so der Autor Barton Gellman.

Die Erklärung hinter der ganzen Sache ist letztlich denkbar einfach: Snowden arbeitet gemeinsam mit Gellman an einem Buch. Offenbar ist für ihn jetzt ausreichend Zeit ins Land gegangen, um sich sachlich aus seiner Sicht mit den Geschehnissen um seine Veröffentlichung der NSA-Unterlagen zu befassen. Um nicht abgelenkt zu sein, hat er wohl nach dem Hinweis auf die Nutzung besserer Kanäle und der Bereitstellung eines dafür benötigten PGP-Schlüssels schlicht Twitter ausgeschaltet. Usa, Nsa, Edward Snowden, Abhören Usa, Nsa, Edward Snowden, Abhören The Guardian
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