iOS 10 Apps: Ohne Begründung kein Zugriff auf sensible Bereiche

Betriebssystem, Apple, iOS 10 Bildquelle: Apple
iOS 10 nimmt langsam aber sicher Formen an und immer mehr Funktionen werden im Detail bekannt. Wie in der Entwicklerdokumentation aufgeführt wird, werden iPhone- und iPad-Apps in Zukunft ohne Begründung keinen Zugriff mehr auf sensible Komponenten wie Kamera und Mikrofon erhalten und sogar zwangsbeendet.

Grundlos geht nicht

Wie heise berichtet, hatte Apple eine interessante Neuerung rund um die Rechtevergabe von iOS 10 an Apps in seiner Entwicklerdokumentation aufgeführt, mit der die Privatsphäre der Nutzer besser geschützt werden soll. Demnach müssen Anwendungen, die auf dem neuen Betriebssystem laufen, generell einen Grund dafür angeben, warum ein Zugriff auf Nutzerdaten oder sensible Hardware-Funktionen nötig ist.

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Wie den offiziellen Informationen zu entnehmen ist, wird Apple den App-Zugang auf Gesundheits- und Fitness-Daten, Termine und Kalender, Erinnerungen, Kontakte und die Fotobibliothek nur noch mit eindeutiger Begründung der App Entwickler freigeben. In Sachen Hardware müssen Apps zukünftig Angaben machen, wenn diese auf Kamera, Mikrofon, Beschleunigungssensoren, Bluetooth oder des Smart-Home-System HomeKit Zugriff nehmen wollen.

Darüber hinaus wirkt sich die Einschränkung auch auf die mit iOS 10 eingeführte Möglichkeit zur Integration von Siri durch Dritte, auf die Spracherkennung und auf VoIP-Anwendungen aus, die einen Zugriff auf bestimmte Systemteile voraussetzen. Zu guter Letzt wird mit iOS 10 auch von Anwendungen eine Begründung gefordert, wenn diese Einsicht in die Musiksammlung des Nutzers fordern.

Weitere Verschärfung

Aktuell ist nicht bekannt, ob und wie Apple die in Zukunft eingeforderten Begründungen auf ihre Plausibilität überprüfen will, fehlen die Angaben, wird die Anwendung bei dem Versuch eines Zugriffs auf die genannten Bereiche laut dem Konzern aber in Zukunft sofort zwangsbeendet.

Bisher hatte Apple von Apple Entwicklern nur im Bezug auf bestimmte Aktionen ähnlich detaillierte Angaben gefordert und unter anderem seit iOS 8 im Zusammenhang mit dem Zugriff auf Ortungsdaten vorausgesetzt. Mit iOS 10 folgt diesem Ansatz ein striktes aber klares Prinzip: Bedarf eine Funktion oder Datenabfrage einer Zustimmung, muss der Entwickler Angaben machen, oder seine App wird beendet. Man darf gespannt sein, wie sich diese Anpassungen auswirken werden.

Siehe auch: iOS 10: Apple-Apps lassen sich endlich löschen - viele Optimierungen Betriebssystem, Apple, iOS 10 Betriebssystem, Apple, iOS 10 Apple
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