EU: Roboter als "elektronische Personen" - mit Sozialabgaben-Pflicht

Roboter, Japan, Angela Merkel, Asimo Bildquelle: Bundeskanzleramt
In Brüssel haben inzwischen Diskussionen darüber begonnen, wie die EU zukünftig mit Robotern umgehen soll. Eine Idee ist dabei, die Maschinen vor allem im Arbeitsbereich als "elektronische Personen" einzustufen - für die dann durch Unternehmen unter anderem auch Sozialabgaben abgeführt werden müssen.
Bei der Debatte geht es also keineswegs um romantische Vorstellungen einer zukünftigen Welt, in der intelligente Roboter mit zum Lebensalltag gehören, wie man es zuweilen aus Science Fiction-Werken kennt. Stattdessen hat man eine prognostizierte Realität im Blick, in der elektronische Systeme eine Vielzahl der heute noch vorhandenen Arbeitsplätze schlicht ersetzen.

Studien von durchaus ernstzunehmenden Wissenschaftlern kommen immer wieder zu dem Ergebnis, dass die rasante technologische Entwicklung mittel- und langfristig zu einer regelrechten sozialen Bombe führen wird. Die Zahlen sind zwar unterschiedlich - ob aber nun ein Drittel oder gar die Hälfte aller heutigen Arbeitsplätze bedroht sind - die Folgen wären auf jeden Fall tiefgreifend. Anfangs wären vor allem Tätigkeiten betroffen, die heute von Menschen mit geringer Qualifikation besetzt sind - doch die enormen Fortschritte in der KI-Forschung lassen auch erahnen, dass bei diesen keineswegs Schluss sein wird.


Sozialsysteme in Gefahr

Wenn bis zur Hälfte der Beschäftigten die Sozialabgabe perspektivisch wegfällt, hat das natürlich verheerende Folgen für die Finanzierung der bisherigen Sozialsysteme. Daher steht schon länger die Idee im Raum, den Einsatz von Robotern in irgendeiner Form gesondert zu versteuern. In der aktuellen Diskussion in der EU scheint es einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge nun also in die Richtung zu gehen, Systeme ab einer bestimmten Leistungsstufe quasi ähnlich wie Angestellte zu behandeln. Dadurch würde es beispielsweise möglich sein, keine komplett neue Steuer einzuführen - was meist eine ziemlich komplizierte Sache ist - und trotzdem zusätzliche Einnahmen zu generieren.

Seitens des deutschen Branchenverbandes VDMA, in dem auch große und kleine Hersteller von Robotern wie Siemens oder Kuka organisiert sind, steht man dem natürlich ablehnend gegenüber und warnt vor negativen Folgen für die technologische Entwicklung. Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer des Verbandes will außerdem keinen Zusammenhang zwischen mehr Automatisierung und steigenden Arbeitslosen-Quoten sehen. Er verwies dafür auf die Automotive-Branche in Deutschland, in der binnen der letzten fünf Jahre trotz 17 Prozent mehr Industrierobotern auch 13 Prozent mehr Beschäftigte gezählt werden können. Dies ist allerdings ein Zeitraum, in dem die erwartete Entwicklung eigentlich noch vollständig aussteht - wenn vollautomatisierte Fabriken eines Tages autonom operierende Fahrzeuge produzieren, dürfte die Sache schon etwas anders aussehen.

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